Bashkia Krujë
6. maj, Albanien ⋅ ☁️ 18 °C
Bisher nahmen wir an, so schlimm wären die Albaner gar nicht, was den Straßenverkehr angeht. Heute werden wir eines Besseren belehrt. In Shkodra selbst ist es noch entspannt. Kurz vor Tirana wird die Straße aus dem Nichts zweispurig und damit eine Art Autobahn. Mir kommt sogar ein Opa mit dem Fahrrad auf dem Standstreifen entgegen gefahren. Wir müssen diese Autobahn verlassen und fahren sehr sehr langsam auf der Ausfädelspur. Währenddessen können wir beobachten, wie auf dem linken Autobahnfahrstreifen ein LKW steht, zwei Männer eine Aluleiter an einen Masten gelehnt halten und ganz oben ein Bauarbeiter versucht ein Schild zu montieren. Hebebühne? Die Leiter muss reichen. Danach wird die Autobahnabfahrt zu einer Schotterpiste, durch die ich den Bus um die Löcher manövriere bis ich in dieser Abfahrt wohlbemerkt rechts überholt werde. Als wir über diese Autobahnbrücke fahren, kann Didi sehen, wie der Mann ganz oben auf der Leiter in weißen Socken steht. Er schlägt die Hände über dem Kopf zusammen.
Eine wilde Verbindungsschotterpiste mit unfassbar großen Löchern, auf der mir auf meiner Seite regelmäßig riesige Autos entgegen kommen, ich den Bus vorsichtig durch diese Todeslöcher jongliere, damit Didi nicht den Löchertod stirbt, bringt uns zu nächsten halbwegs normalen Straße. Wir beschließen, uns nicht mehr auf Google zu verlassen, sondern ab sofort immer Einheimische nach dem besten Weg zu fragen. Ich fahre auch brav einem motorisierten Kuhhirten mangels Überholmöglichkeit hinterher, da ich nicht mit Schmackes an den Kühen vorbeirasen kann. Natürlich werde ich auch da noch überholt. Es gibt nichts, was es nicht gibt.
Wir kommen in Kruja an und bummeln durch den kopfsteingepflasterten alten Basar. Früher waren hier Handwerker, Schuster, Uhrmacher usw. tätig. Diese sind nun der langen Reihe der Souvenirgeschäfte gewichen. Der Basar führt direkt zur Burg, wo wir auf einer Terrasse sitzend wieder diese typische völlig ausreichende Vorspeise probieren.Læs mere
















