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Vom Seeufer bis zum Gletscher

Vom Ufer des Lac Léman bis hinauf ans Bettmerhorn. Sieben Wandertage, sieben Ruhetage – und ein Border Collie, der jeden Schritt mitgeht. Die Schweiz, ganz neu entdeckt. Read more
  • Trip start
    August 22, 2026

    Mont Vully – der erste Schritt

    August 22 in Switzerland ☀️ 16 °C

    Ganz gemütlich sind wir am frühen Morgen gestartet – kühl, still, der beste Start in einen Wandertag. Der Sentier historique du Vully führte uns durch die Rebberge rund um Sugiez, vorbei an taufrischen Weinstöcken und mit weitem Blick über den Murtensee. Kein Gedränge, kein Lärm, nur wir, die Natur und ein Border Collie, der das Freilaufen sichtlich genoss 🐾

    Das Wetter spielte perfekt mit: angenehm warm, keine drückende Hitze. Genau richtig für die erste Etappe dieser Wanderferien.
    Bei einer Pause lieferte Skye dann seinen Auftritt als Fotomodel, professionell, geduldig, wir warten auf die Sponsoringanfrage von Rivella 📸😄

    Am Aussichtspunkt dann der Blick, für den man herkommt, der Murtensee und der Neuenburgersee gleichzeitig, eingebettet zwischen sanften Hügeln und Rebzeilen. Einfach schön.

    Abends erwarten uns Murten und das Restaurant Jäger, der perfekte Abschluss für Tag 1.
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  • Herbstbrise

    August 24 in Switzerland ⛅ 16 °C

    Ja, die grosse Hitze – wer hat da nicht das eine oder andere Mal etwas zu viel geschwitzt durch den Sommer. Wir sind froh, dass wir die wärmsten Tage erstmal los sind. In unseren Ferien zieht es uns aber trotzdem noch an Orte, wo es etwas kühler ist als im Flachland.
    Viele Schweizerinnen und Schweizer kennen es – das Schlängeln durchs Kandertal, bei dem man auch den wunderbaren Blausee oder Kandersteg mit seinen herrlichen Nahausflugszielen wie dem Oeschinensee erreichen kann. Was aber sicher 90 % kennen, ist der Ort Goppenstein – dort endet auf der Walliser Seite der Autozug, der einen rasch und komfortabel vom Kanton Bern ins Wallis bringt. Dort angekommen staunen wir, wie anders es doch am anderen Ende des Lötschbergtunnels ist – typische Walliser Szenerie mit leicht in die Jahre gekommenen Hotels und Städtchen, sehr viel Industrie reiht sich entlang der Rhone auf, hier und da mal ein Laden einer Fastfoodkette. Unser vorläufiges Ziel erreichen wir ein paar Minuten, nachdem wir Brig passiert haben: die Talstation der grossen Gondel, die uns in die Herbstbrise bringt. Skye macht einen fantastischen «Job» und hat weder mit der längeren Autofahrt noch mit der Gondel Probleme.
    Die autofreie Bettmeralp thront auf rund 1'957 m ü. M. hoch über dem Rhonetal und ist nur mit der Luftseilbahn ab Betten erreichbar – Hektik und Verkehrslärm bleiben im Tal zurück. Das Bergdorf mit seinen sonnengebräunten Holzchalets und der markanten Kapelle «Maria zum Schnee» bietet ein Panorama, das bis zum Matterhorn reicht. Im Sommer locken aussichtsreiche Höhenwege, von denen wir mindestens einen laufen wollen.
    Das Hotel «Waldhaus», ganz in der Nähe der Bergstation, lädt zum Verweilen ein. Erst aber mal geniessen wir das kühle, erfrischende Wetter und die Idylle der Zwischensaison mit wenig Besuchern und stabilen Verhältnissen.
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  • Über 400 Höhenmeter – und jeder lohnt sich

    August 25 in Switzerland ⛅ 15 °C

    Etwas später als sonst starteten wir heute von unserem Hub auf der Bettmeralp Richtung Moosfluh, via Blausee. Der Morgen zeigte sich noch wolkenverhangen – aber mit jedem Schritt öffnete sich der Himmel ein bisschen mehr 🌤️

    Skye durfte einen guten Teil frei laufen – bis wir plötzlich auf eine Gruppe grosser schwarzer Kühe trafen, die es sich mitten auf dem Weg gemütlich gemacht hatten. Unnötig provozieren? Nein danke. Wir wählten diplomatisch den Umweg auch wenn der später an den Kraftreserven zerrt 😄

    Danach der letzte Aufstieg – die Wanderung hatte es insgesamt in sich: über 400 Höhenmeter auf gerade mal 4 Kilometern. Nochmal alle Kraftreserven mobilisieren.

    Stefan trägt dabei alles: die schwere Kamera, das Gepäck – und bei besonders anspruchsvollen Stellen nimmt er auch mal Skye. 1 Jahr nach der Knie OP staune ich jedesmal wie viel schon wieder geht.

    Oben angekommen: der Aletschgletscher. Weit, eindrücklich, still. Ein Panorama, für das sich jeder Schritt gelohnt hat ✨

    Die Rückfahrt gönnten wir uns mit der Gondel von der Moosfluh runter zur Riederalp – von dort eine knappe halbe Stunde gemütlicher Weg zurück zum Hotel.
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  • Das Gute liegt so nah

    August 27 in Switzerland ☁️ 18 °C

    Warum in die Ferne schweifen, wenn das Abenteuer vor der Haustüre liegt? Nach dem Regen vom Vortag zeigte sich der Tag von seiner besten Seite. Herrlich angenehm, frisch und klar 🌿

    Der Weg führte uns durch die Witi im Seeland, vorbei am Römerhof, beim grossen Wasserspeicher der SWG, entlang dem Hagneck-Kanal durch Walperswil und wieder zurück. 13 Kilometer auf schönen Feldwegen, ganz ohne Trubel.

    Die Bauern waren gerade mitten in der Kartoffelernte, ein schönes Bild, das einen kurz an das erinnert, was vor der eigenen Nase geschieht und oft übersehen wird. Und Skye? Der machte unterwegs gleich einen neuen Freund, der Bauernhofhund liess sich nicht lange bitten 🐾😄

    Alles vor der Haustüre. Manchmal braucht es nicht mehr als das.
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  • Windwandern am Lac Leman

    August 31 in Switzerland ⛅ 27 °C

    Eine Reise in die Westschweiz will gut geplant sein – besonders, wenn man Skye dabei hat und die Region nicht so gut kennt. Ich war vor Jahren einmal in Lausanne zelten, aber ehrlich gesagt hat mich die Gegend nie ganz in ihren Bann gezogen. Sonjas Wunsch folgend, diese Region wieder einmal zu berücksichtigen – auch wegen der Zeit, die sie einst am Lac Léman und in Morges verbracht hatte –, war ich aber gespannt darauf, diesen Teil der Schweiz nochmals anders zu entdecken. Wir waren zwar dieses Jahr bereits am Montreux Jazz Festival, jedoch gings dieses Mal westlicher.

    Gestartet sind wir in Lausanne. Da eine relativ lange Wanderung vor uns lag, taten wir etwas für uns eher Ungewöhnliches: Innerhalb der Stadt nahmen wir die Metro, um ganz zum See hinunterzufahren. Das Wetter war strahlend, viele Leute flanierten am Quai – eine wunderschöne Gegend rund um das Olympische Museum, direkt unten am Ufer. Die vielen Menschen und das schöne Wetter begleiteten uns auch aus Lausanne hinaus. Man merkt, dass unten am Seeufer viele Gebäude der EPFL stehen. Vorbei an sehr schönen Parks und Gärten schlängelten wir uns Richtung Westen in die Gegend von Saint-Sulpice.

    Skye, der in den Ferien normalerweise nur wenig Leinenpflicht kennt, hatte hier die Herausforderung, dass wir ihn nicht so einfach laufen lassen konnten. Vor allem mit den vielen Menschen, aber auch mit anderen Hunden hatte er sehr viele Eindrücke zu verarbeiten – was er mustergültig gemeistert hat.

    «Schau, da hat Suri gewohnt!», rief mir Sonja zu, als wir Préverenges erreichten. Da waren wir allerdings schon zwei Stunden unterwegs. Die Füsse noch okay, die Parks abfotografiert – und langsam zog ein Wind auf, der natürlich die Kitesurfer auf den Lac Léman lockte.

    Die Erinnerungen sind noch da. Das merke ich, als wir in Morges eintreffen und Sonja sagt: «Schau, hier habe ich viele Stunden verbracht, als ich mein Jahr in der Romandie hatte.» Morges ist wirklich beachtlich: eine schöne Promenade mit freier Sicht auf den See und grosszügig angelegten Parks. Und wir hatten Glück – wir konnten sogar noch eine Dahlien-Ausstellung bestaunen. Der Wind in den Haaren und die Sonne im Gesicht genossen wir diese Stunden chez les Welsch, die unsere Spätsommerferien super ergänzten. Dass wir später im Tag noch ein feines Cider genossen und anschliessend einen Ruhetag gönnten, sehen wir als gerechtfertigt an :-)
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  • Rosenlaui, wo das Wasser die Wege schreibt

    September 2 in Switzerland ⛅ 18 °C

    Kommt mit ins Berner Oberland.
    Unser Ziel: die Gletscherschlucht Rosenlaui, wo das Gletscherwasser seit Tausenden von Jahren seinen Weg durch den Fels gräbt. Der Weissenbach hat sich tief in den Kalk und Schieferfelsen gefressen und eine bis zu 80 Meter tiefe Schlucht geformt, heute Teil des UNESCO Weltnaturerbes Schweizer Alpen Jungfrau Aletsch.

    Wunderbar kühl toste das Wasser durch die Schlucht, laut, unaufhaltsam und enorm eindrücklich.

    Danach gönnten wir uns ein leckeres Mittagessen im historischen Hotel Rosenlaui. Bereits im Jahr 1779 beherbergte das Gebäude Gäste und in den renovierten Räumen fühlt man sich in die Zeit der Belle Epoque zurückversetzt. Mit dabei war Irene, die uns nach dem Essen auf einen wunderbaren Bergwanderweg führte. Über Stock und Stein, durch Wälder, über Wiesen, an Gletscherbächen entlang. Genau solche Wege entdeckt man nur, wenn man sie kennt oder jemanden kennt, der sie kennt 🌿

    Herrlich, was die Schweiz zu Fuss alles bietet.
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    Trip end
    September 6, 2026