Outback, Klappe die Erste
May 16 in Australia ⋅ ☁️ 28 °C
Falls ihr euch fragt, warum wir uns einen Tag ins Auto setzen, um buttfucknowhere in der Peripherie einer Eisenerzmiene zu übernachten, ist die Antwort der Karijiri-Nationalpark. Mit gut 6000 km2 ist er etwa 2,5x so groß wie das Saarland, aber noch sehr viel unbewohnter. Wenn man keinen Camper hat und nicht für 500 EUR pro Nacht ein möbliertes Zelt mieten möchte, dann kommt man nicht näher ran als unser Mienenstädtchen.
Heute erkunden wir den östlichen Teil des Nationalparks, genauer gesagt den „Dales Gorge“ und das bedeutet nochmal eben 120km Anreise. Doch das lohnt sich, soviel sei vorweg genommen.
Der erste Teil unserer Wanderung ist sehr einfach. Der Weg führt uns am Kamm der Schlucht entlang, immer wieder öffnen sich spektakuläre Blicke in selbige. Besonders schön ist der „Circular Pool“, doch leider ist hier schwimmen seit 6 Jahren verboten, aufgrund möglicher Steinbrüche. Da lässt die Reiseleiterin auch nicht mit sich reden. Kurz darauf steigen wir dann doch in die Schlucht herab. Von unten wirkt das ganze gleich nochmal eine Spur gewaltiger. Der „Weg“ ist nun nicht mehr ausgetreten, aber gut markiert. Man muss etwas klettern, von Stein zu Stein hüpfend das Wasser überqueren – und fast alle kommen auch trockenen Fußes auf der anderen Seite an. Da die Füße ohnehin schon nass sind, kühlt Marc sich bei nächster Gelegenheit einfach gleich komplett ab.
Wo Wasser, da auch Pflanzen. Ein ganzer Birkenhain (oder was auch immer diese weißen Bäume sind) macht sich in der Schlucht breit. Das Wurzelwerk einzelner Bäume hat sich scheinbar einen Weg durch die steilaufsteigenden Felswände gebahnt. Überall piepsen irgendwelche Vögel in den Baumkronen. Eine kleine Oase.
Wir erreichen die „Fortescu Falls“, den einzigen Wasserfall, der hier das Jahr Wasser über trägt. Leider kommt man auch auf kürzerem Weg hier hin, weshalb sich mehrere Dutzend Menschen hier zum Baden eingefunden haben, mit Schwimmnudel und Luftmatratze. Auch wenn sich das etwas wie Schwimmbad (nur ohne Pommesstand) anfühlt, genießen die männlichen Reisegruppenteilnehmer gleich 2x das feuchte Nass. Denn nur ein paar hundert Meter weiter ist mit dem „Fern Pool“ die nächste großartige Badestelle.
Nach gut 3 Stunden sind wir wieder am Auto. Und weil einer noch nicht ganz ausgelastet ist, halten wir auch nochmal am Mount Bruce. Die zweithöchste Erhebung Westaustraliens sieht schon sehr nach Outback aus. Auf einem kleinen Spaziergang erhaschen wir noch einen Blick auf die Rio Tinto Miene. Und dann ist es doch genug für heute.Read more



























