• Thierry Misamer
  • Anke Hallmann
  • Thierry Misamer
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DOWN UNDER... AGAIN

Besondere Zeiten, erfordern besondere Maßnahmen: Wenn der Zwerg seinen Genen folgt, muss man sich halt nach gut 2 Jahren auch nochmal in die Blechbüchse setzen und rund um den Globus fliegen. Read more
  • Trip start
    May 2, 2026

    Here we go...

    May 2 in Germany ⋅ ☁️ 23 °C

    Das Gepäck ist abgegeben, die Kaloriendepots wurden am Flughafen wie gewohnt überfüllt. Wenn der weibliche Teil der Reisegruppe jetzt noch den Zeitschriftenladen leergekauft hat, kann es aus unserer Sicht losgehen. Die Lufthansa braucht planmäßig allerdings noch bis 21:50, bevor es mit Zwischenstop in Singapur gen Perth geht, wo wir in knapp 24h wieder aus der Blechdose rauskrabbeln. Bis dahin...Read more

  • Alles nach Plan

    May 4 in Australia ⋅ ☀️ 21 °C

    Und zwar gleich im doppelten Sinne. Zunächst mal hat das mit dem Treffen auf der anderen Seite der Welt perfekt nach Plan geklappt und dann sind wir direkt Perth "nach Plan" abgelaufen. OK, wir mussten erst nochmal zurück, weil eben dieser "Plan" noch im Apartment lag. Das Handy aber auch, weshalb das eigentlich gar kein Umweg war. Und hätten wir dabei noch die langen Hosen abgelegt, die uns wärmstens empfohlen wurden, hätte sich das ganze glatt noch mehr gelohnt.

    Wie auch immer, der Plan war top. Wir haben uns mit Bus, Fähre und 25.167 Schritten Perth erlaufen, dabei die Skyline von oben, unten und drüben bewundert, festgestellt, dass es hier auch ein Königin-Viktoria-Denkmal gibt, den botanischen Garten besucht (auch wenn dummerweise gerade der Baumgipfelpfad bzw. der Zugang des Gleichen von Heilberger Zement-iert wurde), die größte Glocke Australiens entdeckt und jede Menge dummes Zeug geschwätzt. Wir sind nur knapp einer mörderische Spinne entkommen, haben ein Nilpferd geritten, Erdmännchen, Pelikane und einen Dilophosaurus gesichtet, diverse Kängurus entdeckt und sogar ein Faultier aufgespürt.

    Und zur Feier des Tages haben wir uns zum Abschluss mit dem ersten Burger belohnt. Schön. Hier. Zusammen.
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  • Landungsbrücken raus

    May 5 in Australia ⋅ ☀️ 21 °C

    Eigentlich war mal angedacht, heute mit nach Rottnest Island zu schippern, um sich die Quokkas anzugucken. Doch leider sind die frühmorgendlichen Fährverbindungen noch so gar nicht kompatibel mit den noch auf europäischer Zeit eingestellten Körpern der Reiseleitung, weshalb wir es "nur" nach Freemantle geschafft haben.

    Das kleine Küstenstädtchen wurde längst in Perth eingemeindet und ist entsprechend gut ins öffentliche Verkehrsnetz integriert. Nach 30 Minuten Zug sind wir dort. Die riesige Hafenanlage mit Containerbergen ist schon vom Zug aus zu sehen. Sieht ein bisschen nach Hamburg aus, fühlt sich aber anders an. Nur wenige Gehminuten entfernt beginnt die idyllische Innenstadt. Die Kids hangeln sich von Slushi zu Y0 Chi Eis, äußern ihr Wohlgefallen zum "architektonischen Stilkontrast" zwischen den historischen und modernen Gebäuden und tapern ansonsten brav der heutigen Reiseleiterin hinterher. Plan hat die auch, zumindest gemalt. Noch ein paar Meter weiter stehen wir plötzlich am Strand und halten erstmals die Füße ins Meer. Manche sind so aufgeregt, dass sie am Rad drehen - sorry, ich meine, eins drehen. Der Sand ist weiß, fein, weich. Wir spüren den Urlaub zwischen den Zehen.

    Zurück im Apartmentkomplex tunken wir noch schnell unterschiedlich viele Körperteile in den Pool auf der Dachterrasse des 7. Stocks. Die letzten Lichtstrahlen des Tages spiegeln sich derweilen in den gläsernen Fassaden der Stadt. We like.
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  • On the road

    May 6 in Australia ⋅ ☀️ 24 °C

    Der Tag beginnt früh: Packen, Check-Out, Uber zum Flughafen, den (wirklich großen) Mietwagen abholen und mit Lebensmitteln vollstopfen. Und dann geht es endlich auf die Straße. Unser erstes Ziel auf dem Weg gen Norden ist der Nambung-Nationalpark. Dort schlendern wir durch die Hangover Bay, gucken nach den (überschätzten) Stromatoliten im Lake Thetis und ziehen als Highlight des Tages durch das Pinnacles Dessert.

    Eine Aborigines Legende besagt, dass sich einst ein Volk entgegen des Rats seiner Ältesten in die Wüste gewagt habe. Der Legende nach verirrten sich diese Reisenden und wurden vom Wüstensand verschluckt. Verzweifelt reckten die Sterbenden die Arme nach oben, doch gab es kein Entrinnen aus dem Treibsand. Die aus dem Sand ragenden Finger versteinerten sich und sind heute als Pinnacles bekannt. Die Legende dient als Mahnung an die Menschen vor den Gefahren der Wüste und soll ihnen verdeutlichen, wie wichtig es ist, das Land zu respektieren.

    Um alle Angehörigen zu beruhigen: Wir haben das Land weitestgehend respektiert und sind - auch wenn nicht immer auf den Ältesten gehört wurde - gesund, munter, unversteinert und mit sämtlichen Fingern wieder aus der Wüste rausgekommen.
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  • Wenn Fliegen hinter Fliegen fliegen, fliegen Fl...

    May 7 in Australia ⋅ ☀️ 26 °C

    Mittlerweile sind wir gut 600km gen Norden gefahren, die Temperaturen sind spürbar höher. Lange Hosen werden auch am Abend nicht mehr gebraucht, neue Bekleidungsstücke hingegen schon - doch dazu später mehr...

    Auf dem Weg nach Kalbarri stoppen wir zunächst an der Hutt Lagoon. Wie wir alle (nicht!) im Biologie-Unterricht gelernt haben, produziert eine Alge namens "Dunaliella salina" reichlich Beta-Karotin, also das wichtige Provitamin A, das im menschlichen Körper zu Vitamin A umgewandelt wird und das selbstverständlich wichtig ist für den Erhalt der Sehkkraft und des Imunsystems. Und wenn das alles im Wasser passiert, dann sieht der See halt pink aus. Und so ein pinker See ist schon was ziemlich fotogenes, ganz abseits der Biologie. Wobei - wenn unsere Füße demnächst sehen können, wissen wir warum.

    Quasi sehenden Fußes geht es danach weiter zum Kalbarri Nationalpark. Die Steilküste ist berühmt für ihre Wildblumenpracht, außerdem soll man dort Wale sehen können. Die zeigen sich nicht, dafür tauchen erstmals Fliegen auf. Viele Fliegen. Richtig viele Fliegen. Sch*** Wildblumenpracht.
    Die Reiseleitung ist allerdings auch hier besten vorbereitet und zaubert Moskitohüte aus dem Rucksack. Unser Freund Jan sagt, dass er bei seinem Besuch damals für so einen albernen Hut getötet hätte - und jetzt wissen wir warum. Verkleidet wie Möchtegernimker halten wir mehrfach an der Küste. Abseits der fliegenden Belästigung sind die Ausblicke spektakulär. Auch geklettert wird natürlich. Ist halt so ne Sache mit den Genen, im Guten wie im Schlechten.

    Und als wäre der Tag noch nicht gut genug gewesen, hat die Reiseleiterin auch noch ne brutale Bude gemietet, vor der die Sonne untergeht, und in der die Kinder Abendessen kochen. So darfs weitergehen.
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  • Wortkarg. Aus Gründen.

    May 8 in Australia ⋅ ☀️ 27 °C

    Wir haben etwas gezittert, aber nach vier Tagen Sperrung hat der Kalbarri Nationalpark heute pünktlich für uns die Pforten geöffnet und uns einen phantastischen Tag beschert. Dann haben wir auf dem Heimweg ein Känguru überfahren und damit war der Tag plötzlich gar nicht mehr so schön.Read more

  • Heading North

    May 9 in Australia ⋅ ☀️ 24 °C

    Nach einem letzten kleinen Spaziergang im Kalbarri Nationalpark und einem finalen Bad im Murchison River geht es weiter Richtung Norden. Gut die Hälfte der Reisegruppe hält ein Mittagsschläfchen, bevor wir drei Stunden später am Shell Beach halten, wo wir auf Muscheln gehen, sitzen, stehen, liegen und sie in all jenen Posen fotografieren. Ein Stop weiter am Eagle Bluff helfen leider auch die ausgeruhtesten Augen nicht, um die avisierten Meeresbewohner ohne Fernglas zu erspähen - an der Klarheit des Wassers liegt das definitiv nicht.

    Schließlich stocken wir in Denham noch unsere Vorräte auf, bevor wir wie geplant zum Sonnenuntergang in unserer Unterkunft für die nächsten drei Tage einlaufen: Monkey Mia.
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  • Frohen Muttertag

    May 10 in Australia ⋅ ☀️ 23 °C

    Während zuhause sämtliche Kinder in den frühen Morgenstunden hektisch noch ein Krickelkrackel für ihre Mütter anfertigen und die zugehörigen Männer sich beim Brötchen holen um die letzten Tankstellenblumen prügeln, machen wir heute mal eine Pause und wünschen ganz gemütlich vom anderen Ende der Welt 4x Frohen Muttertag.

    Apropos Pause, wir schlafen heute aus, frühstücken spät, lassen das Auto auf dem Parkplatz stehen, liegen stattdessen an Pool und Strand, schnorcheln, spazieren, kajaken, schwimmen und sehen dabei Emus und Pelikane, Delfine und andere springende Fische, vielleicht Rochen, ganz sicher Meeresschildkröten und am Ende einen Sonnenuntergang vom Feinsten. Was wir nicht sehen sind Affen - auch wenn der Ort hier Monkey Mia heisst.
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  • Sand im Schuh und Reptilien im Baum

    May 11 in Australia ⋅ ☁️ 26 °C

    Auch wenn man das nach den Bildern gestern nicht zwingend folgern kann: Wir sind nicht (nur) wegen der Delfine hier. Direkt um die Ecke ist der François-Péron-Nationalpark. Die rund 525 km² große Halbinsel diente historisch als Schaffarm, bevor 1990 die Regierung das Land zurückkaufte und es als Nationalpark deklarierte. Die Halbinsel wurde mittels eines Elektrozauns vom Festland abgetrennt, eingeschleppten Raubtiere wie Füchse und Wildkatzen wurden mittels Fallen oder Giftköder ausgerottet, um dann bedrohte heimische Tierarten anzusiedeln.

    Ein paar Kilometer kann man mit einem normalen PKW in den Park fahren, dann ist für die Sandpiste zwingend ein Allradantrieb nötig. Da wir den nicht haben, fährt uns heute Jens. Es dauert nicht lange, bis wir drei Kreuze machen, dass Patrick uns diese Empfehlung mit auf den Weg gegeben hat. Selbstfahren ist auch mit dem richtigen Material ein Abenteuer. Nach ca. 40 Minuten im Park haben sich vor uns gleich mehrere Autos festgefahren. Mit vereinten Kräften bekommen wir die Straße wieder frei, eine gute halbe Stunde hat das trotzdem gekostet. Auf der weiteren Strecke werden wir ziemlich durchgeschüttelt. Jens lenkt uns mit seinen Fakten und Anekdoten rund um den Park gut ab und findet unterwegs sogar noch das ein oder andere Reptil im Baum.

    Fast 2,5 Stunden brauchen wir von unserem Treffpunkt in Denham bis zum Cape Peron, der Spitze der Halbinsel. Doch die Mühe lohnt sich. Wir werden mit spektakulären Farbkontrasten zwischen dem türkisfarbenen Meer, dem hellen Sandstrand und dem roten Sand des Parks belohnt. Schwer zu erklären, dieses Gesamtkunstwerk, also schauts euch am besten selbst an.

    Wir wandern zwischen Dünen, Klippen, Stränden umher, immer ein Auge auf den Boden und eins in die Weite: Eine Kormoransiedlung, ein paar Riffhaie, Meeresschildkröten, definitiv ein Rochen und sogar ein Zitronenhai, der einen schon anknabbern könnte, wenn er wollte, und wir nicht aus 20 Meter Höhe von einer Klippe auf ihn runtergucken würden. Jens überzieht unsere Halbtagstour um Längen. Wir sagen danke, das war ziemlich großartig.

    Und zum Schluss noch ein Shout-out nach Hochheim. Gila hat sich als Geburtshelferin für unsere Halsbandleguane betätigt. 1000 Dank und 5x Happy Birthday.
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  • Nett hier...

    May 12 in Australia ⋅ ⛅ 29 °C

    Nett hier... in Shark Bay, wie Bucht und Gebiet rund um Denham und Monkey Mia auch genannt werden. Das haben wir für uns behalten, bis wir nun in einem Stück abgereist sind. Die letzte Chance auf einen Unfall hatten wir direkt nach dem check-out, als wir in der Little Lagoon angehalten haben: Einer meinte, dass es hier Steinfische gäbe (Fremder), ein anderer ist sofort auf die Suche gegangen (Thierry), eine machte darauf aufmerksam, dass die böse giftig seien (Jana), einer fand das sich barfuss „ziemlich mutig“ (Thierry), ein anderer das „eher doof“ (Marc)...

    580 Kilometer später sind wir an der Korallenküste angekommen. Das klingt doch gleich viel vertrauenserweckender. Mücken scheint es hier übrigens nicht zu geben, Sonnenuntergänge schon. Da hat der Chaffeuer mal wieder pünktlich abgeliefert - muss ja auch mal einer sagen.
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  • Five Fingers mit sieben Blasen

    May 13 in Australia ⋅ ☁️ 30 °C

    Vom Great Barrier Reef hat fast jeder schon mal gehört - der kleine Bruder an der Westküste namens Ningaloo Reef ist dagegen eher unbekannt. Der große Vorteil hier ist, dass man nicht 90 Minuten mit einem Schnellboot braucht, um zum Riff zu kommen, sondern einfach nur irgendwo vor der Korallenküste ins Wasser hüpfen muss. Saumriff nennt sich das und das Ningaloo Reef ist das größte der Welt. Also sind wir heute ein paar Kilometer von hier ins Wasser gehüpft, genau genommen am Five Finger Reef.

    Vom Strand zu den Korallen war es dabei deutlich einfacher als vom Parkplatz zum Strand. Die 3 km lange Zufahrt ist eine ähnliche Sandpiste wie im Francois Peron NP und Vierradantrieb haben wir immer noch nicht, also mussten wir durch den tiefen Sand laufen. Ein nettes Pärchen nahm die Kids auf halber Strecke mit, angekommen sind trotzdem die Fußgänger als erstes. Trotz Vierradantrieb hatte man sich festgefahren - wie gut, dass Marc schon Erfahrung im Ausgraben von Geländewagen hatte.

    Wie auch immer, die ganze Nummer hat sich gelohnt, trotz der sieben Blasen, die wir uns dann auf dem Rückweg gelaufen haben. Und dank Janas Unterwasserkamera können wir das auch beweisen.
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  • Gesetz ist Gesetz

    May 14 in Australia ⋅ ⛅ 29 °C

    Auch heute hüpfen wir vor der Korallenküste ins Wasser, allerdings nicht vom Strand, sondern vom Boot. Um den Tag gestern noch zu toppen, holen wir uns professionelle Hilfe: Corey von Explore Ningaloo fährt uns und ein halbes Dutzend anderer Touristen heute mit seinem Schnellboot durch das südliche Ningaloo Reef. Unterstützt von einer Drohne sucht er uns Fische, wir hüpfen auf Kommando ins Wasser und gucken sie uns an - egal ob klein oder groß, mit Zähnen oder ohne. So ist das Gesetz...Read more

  • Transit Tag

    May 15 in Australia ⋅ ☀️ 28 °C

    Heute morgen haben wir uns in aller Frühe von der Korallenküste verabschiedet und sind ins Landesinnere abgebogen. Viel ist auf den nächsten 600km nicht passiert. Die Landschaft hat sich jedoch deutlich verändert. Anfangs war es recht grün links und rechts an dem schnurgeraden Highway, doch schon bald vertrocknete das Gras und war dann irgendwann ganz verschwunden. Die kargen Stellen wurden grösser, der Boden langsam immer roter. Erste Erhebungen wuchsen aus dem flachen Land und wurden später zu ausgewachsenen Hügeln, fast schon Bergen, zwischen denen sich der Highway schlängelte. Ganz wenige Autos waren zu sehen, noch weniger Häuser. Karg. Friedlich. Schön.

    Nach gut 6 Stunden dann Ankunft in Tom Price. Eine Bergbaustadt im Nirgendwo, deren Existenz an der von Rio Tinto betriebenen Eisenerzmine hängt. Unsere Unterkunft für die nächsten 3 Nächte liegt am Fuss des Mount Nameless. Und das ist wunderbar passend.
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  • Outback, Klappe die Erste

    May 16 in Australia ⋅ ☁️ 28 °C

    Falls ihr euch fragt, warum wir uns einen Tag ins Auto setzen, um buttfucknowhere in der Peripherie einer Eisenerzmiene zu übernachten, ist die Antwort der Karijiri-Nationalpark. Mit gut 6000 km2 ist er etwa 2,5x so groß wie das Saarland, aber noch sehr viel unbewohnter. Wenn man keinen Camper hat und nicht für 500 EUR pro Nacht ein möbliertes Zelt mieten möchte, dann kommt man nicht näher ran als unser Mienenstädtchen.

    Heute erkunden wir den östlichen Teil des Nationalparks, genauer gesagt den „Dales Gorge“ und das bedeutet nochmal eben 120km Anreise. Doch das lohnt sich, soviel sei vorweg genommen.

    Der erste Teil unserer Wanderung ist sehr einfach. Der Weg führt uns am Kamm der Schlucht entlang, immer wieder öffnen sich spektakuläre Blicke in selbige. Besonders schön ist der „Circular Pool“, doch leider ist hier schwimmen seit 6 Jahren verboten, aufgrund möglicher Steinbrüche. Da lässt die Reiseleiterin auch nicht mit sich reden. Kurz darauf steigen wir dann doch in die Schlucht herab. Von unten wirkt das ganze gleich nochmal eine Spur gewaltiger. Der „Weg“ ist nun nicht mehr ausgetreten, aber gut markiert. Man muss etwas klettern, von Stein zu Stein hüpfend das Wasser überqueren – und fast alle kommen auch trockenen Fußes auf der anderen Seite an. Da die Füße ohnehin schon nass sind, kühlt Marc sich bei nächster Gelegenheit einfach gleich komplett ab.

    Wo Wasser, da auch Pflanzen. Ein ganzer Birkenhain (oder was auch immer diese weißen Bäume sind) macht sich in der Schlucht breit. Das Wurzelwerk einzelner Bäume hat sich scheinbar einen Weg durch die steilaufsteigenden Felswände gebahnt. Überall piepsen irgendwelche Vögel in den Baumkronen. Eine kleine Oase.

    Wir erreichen die „Fortescu Falls“, den einzigen Wasserfall, der hier das Jahr Wasser über trägt. Leider kommt man auch auf kürzerem Weg hier hin, weshalb sich mehrere Dutzend Menschen hier zum Baden eingefunden haben, mit Schwimmnudel und Luftmatratze. Auch wenn sich das etwas wie Schwimmbad (nur ohne Pommesstand) anfühlt, genießen die männlichen Reisegruppenteilnehmer gleich 2x das feuchte Nass. Denn nur ein paar hundert Meter weiter ist mit dem „Fern Pool“ die nächste großartige Badestelle.
    Nach gut 3 Stunden sind wir wieder am Auto. Und weil einer noch nicht ganz ausgelastet ist, halten wir auch nochmal am Mount Bruce. Die zweithöchste Erhebung Westaustraliens sieht schon sehr nach Outback aus. Auf einem kleinen Spaziergang erhaschen wir noch einen Blick auf die Rio Tinto Miene. Und dann ist es doch genug für heute.
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  • The Gorges

    May 17 in Australia ⋅ ⛅ 26 °C

    Wir reden hier weder von einem Teil der 5 Freunde, noch von dem Mann, der Kaffeewerbung macht - ein "Gorge" ist hier ganz einfach eine Schlucht. Im westlichen Teil des Karijiris gibt es davon gleich eine ganze Reihe.

    Da es am "Joffre Gorge" zu dieser Jahreszeit kein Wasser gibt, haben wir uns den fetten Riss im Stein nur von oben angeguckt, aber "Knox Gorge" und "Hancock Gorge" haben wir uns erwandert, erklettert, ersprungen, errutscht und erschwommen - die einzigen Spinnen dabei waren wir selbst (tatsächlich heißt im Hancock Gorge ein Teil der Strecke „Spider Walk“ - die Fotos dazu sollten selbsterklärend sein). Und weil das ganz schön spektakulär war, sind wir danach auch noch zum "Oxer Lookout“ und durch den "Weano Gorge" gelaufen. Da war dann zwar so langsam das Sonnenlicht weg, das die Farbvielfalt erst zum Strahlen bringt. Trotzdem war‘s ein ziemlicher großer Tag.
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  • Transit Tag II

    May 18 in Australia ⋅ ☀️ 27 °C

    Der Karijini Nationalpark ist der Scheitelpunkt unserer Reise und das heißt leider auch, dass wir den Tag, den wir ins „Red Centre“ gefahren sind, auch wieder zurück müssen bzw. noch eine Ecke weiter, weil wir etwas weiter südlich zurück an die Küste wollen.

    Zu allem Überfluss veräppelt uns erstmals google maps und lotst uns statt über einen Highway auf einen besseren Feldweg. Erlaubt sind hier laut app 110 km/h, faktisch juckeln wir gut eine Stunde mit 32,3 km/h durch die Walachei. Genau, was man braucht, auf der längsten Etappe des Urlaubs.

    Doch dann läufts ganz rund. Wir sind weitestgehend allein unterwegs. In den ersten 3 Stunden überholen uns 2 Autos, wir fahren an 2 weiteren vorbei - sonst haben wir die Strecke für uns. Zwichendurch hüpft ein Kanguru über die Straße, ein Aasfresser macht sich über einen nicht identifizierbaren Kadaver her, ein Waran sitzt am Straßenrand.

    Ansonsten wieder nur diese unendliche Weite. Richtung Küste wird das Verkehrsaufkommen etwas höher. Nach 7 Stunden kommen wir in Carnarvon an. Auf dem Weg gen Norden waren wir hier schonmal einkaufen, diesmal bleiben wir für 2 Nächte.

    Bonusfoto: Nachdem es vor allem im Outback ja mal gern unmenschliche Temperaturen hat (dankenswerterweise nicht während wir hier waren), haben die Aussies auf den Nationalpark- und Roadside-Toiletten als Service-Hinweis Erklär-Schilder zur korrekten Urinfarbe und den nötigen Wassermengen zur Kompensation aufgehängt, sollte dieser zu dunkel sein. Sachen gibt‘s…
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  • Quobbas Vierfaltigkeit

    May 19 in Australia ⋅ ☀️ 28 °C

    Nach vier Tagen ohne freuen wir uns heute wieder auf Strand und Meer. Um dahin zu kommen, fahren wir gut 45 Minuten gen Norden. Ziel ist Quobba, bekannt für seine "King Waves", die sich an der Steilküste in riesigen Fontänen (aka den "Quobba Blowholes") entladen.

    Danach passieren wir das "Quobba Lighthouse", um uns dann für ein paar Stunden am "Point Quobba Beach" niederzulassen. Hier sind wir aber vor allem wegen "Quobba Aquarium", wie man tatsächlich die von den riesigen Wellen geschützte Bucht hier nennt. Selten hat ein Name so gut gepasst. Wir hatten uns ein paar bunte Fische erhofft, bekommen aber nochmal alles, was die Korallenküste so hergibt: Gelbe, blaue, rote, grüne, bunte Fische, solche mit Längs- und welche mit Querstreifen, manche mit Camouflage oder Leoparden-Muster, in allen Größen oder Formen (mini, klein, mittel, gross, dick, dünn, spitzschmale, platte und welche die aussehen als wären sie zu oft gegen den Felsen geschwommen). Wir sehen Schildkröten, Rochen, Tintenfische, Riffhaie, Korallen, Muscheln, Seesterne und - wenn man der jungen Mitreisenden mit den guten Genen trauen darf - auch einen Clownfisch. Und wieder sehr, sehr viele Fliegen - aber das war es wert.
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  • Schwitzend im Auto

    May 20 in Australia ⋅ ☁️ 25 °C

    Wir sind nun endgültig auf dem Rückweg, was man vor allem daran bemerkt, dass wir Geraldton als unser heutiges Ziel einzig aus logistischen Gründen ausgesucht haben. Mit knapp 40.000 Einwohnern ist die Stadt die fünftgrößte Westaustraliens und hat damit, was wir auf unserem Weg nach Perth brauchen: Kost und Logie.

    Auf den 500 Kilometern Strecke werden uns von google ganze drei mögliche Zwischenstops angeboten: Der "Gladstone Scenic Lookout" lässt uns in den viertgrößten Krater der Welt gucken. Mit 120 Kilometern Durchmesser ist das Ding so groß, dass man erst 1997 gemerkt hat, dass hier vor 360 Mio Jahren ein Komet eingeschlagen ist. Und viel mehr als flaches Land ist auch heute nicht zu sehen. Den "Shoey Tree" verpassen wir leider bzw. sehen ihn im Vorbeifahren noch aus dem Augenwinkel, den "Elephant Hill Lookout" finden wir zwar, von einem "Elephant Hill" fehlt jedoch jede Spur.

    Es ist also mal wieder wenig los unterwegs, noch dazu macht die Klimaanlage schlapp. Mit durchgedrücktem Gasfuß donnern wir also schwitzend direkt nach Geraldton. Der "Waterfront Heritage Trail" verspricht uns Einblicke in das "pittoreske" Küstenstädtchen. Naja. Die Robbenkolonie ist nicht aufzufinden (weshalb ein Mitglied der Reisegruppe für die Foto-Op einspringt) und Eis gibt es auch nicht. Wir woll‘n uns trotzdem nicht beschweren, schließlich haben wir Urlaub.
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  • Letzte Spuren im Sand

    May 21 in Australia ⋅ 🌬 21 °C

    Wir legen heute weitere 400 Kilometer auf dem Weg nach Perth zurück. Das Ziel des Tages heißt Lancelin. Dort versuchen wir uns zunächst mit gemischtem Erfolg beim Sandboarding in den Dünen. Der Spaßfaktor ist am größten für die drei, die den vierten beim Bergrunterpurzeln beäugen - ordentliches Fotomaterial sammeln wir jedoch auf alle Fälle.

    Danach tapern wir den Strand entlang. Zum Baden ist es mit nur noch knapp über 20 Grad Außentemperatur mittlerweile zu kalt, aber der Spaziergang am schier endlosen Strand ist grandios. Wir laufen sicher ne Stunde geradeaus und sehen gerade mal eine andere Person. Es geht eine ordentliche Brise. Die Wellen spielen ihr Lied. Mitten im Glücksgefühl kommt erstmals Wehmut auf. Das ist der letzte Strand. Bald ist die gemeinsame Reise vorbei.

    Auf der Fahrt zur letzten Unterkunft, gibt es den ersten Regen. Australien will es uns scheinbar leicht machen.
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  • ...und der Koala kommt zum Schluß

    May 22 in Australia ⋅ ☀️ 18 °C

    Der letzte gemeinsame Ausflug geht in den Yanchep Nationalpark, dem einzigen Ort in Westaustralien, an dem man Koalas sehen kann. Und tatsächlich dauert es auch gar nicht lange, bevor wir ein paar Beutelbären im Baum erblicken. Einer, vermutlich "Miffy", scheint RedBull gefrühstückt zu haben und versucht sich beim Frühsport scheinbar an Klimmzügen. Erfolglos. Warum er dabei wie wild mit den Füßen wackelt bleibt unklar, ist aber lustig.

    Wir laufen noch zwei weitere Trails in diesem wirklich schönen Park, erfreuen uns an der vielfältigen Flora, sehen lustige, bunte Vögel, werden von 2 Kängurus zu Tode erschreckt und durchqueren noch einen letzten Gorge. Dann fahren wir die finale 45 minütige Etappe nach Perth.

    Nach 9 gemeinsamen Unterkünften an 19 gemeinsamen Urlaubstagen und 4.657 gemeinsam gefahrenen Kilometern, 241.003 gemeinsamen Schritten und anhand unsers Kühlers hochgerechnet 373.927 gemeinsam totgefahrenen Insekten laden wir die Kinder in ihrem Hostel ab. Jetzt sind sie wieder auf sich gestellt. Und wir auch.
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  • Das Ende der Einsamkeit

    May 23 in Singapore ⋅ ☁️ 29 °C

    Als wir vor 2 Jahren aus Australien kamen, haben wir einen Stop in Dubai eingelegt. Diesmal ist es Singapur. Und das fühlt sich genauso komisch an. Hier sieht man in 7 Stunden mehr Louis Vuitton Läden als in Westaustralien Menschen. Alles glitzert. Alles macht Geräusche. Alles ist irgendwie falsch: Das Wetter ist schlecht, aber es hat trotzdem gefühlte 87C und 213% Luftfeuchtigkeit. Dafür sind die Gewächshäuser gekühlt, was offensichtlich auch Dinosaurier anlockt. Die Bäume sind aus Metall, aus den Gebäuden wachsen Bäume. Und in 191 Meter Höhe ist ein Schiff gestrandet. Was ein Kokolores.Read more

  • Der letzte Akt

    May 24 in Singapore ⋅ 🌧 29 °C

    Habe ich mich gestern über das Wetter beschwert? Heute morgen ist es besser, also etwa 93C und 227% Luftfeuchtigkeit. Wir starten im Central Buisness District. Nach knapp 5 Minuten klebt das T-Shirt am Körper, was gleich nochmal absurder ist, weil parallel die Kids in Australien frieren.

    Wir quälen uns durch die Marina, vorbei am altehrwürdigen Fullerton, kühlen zwischendurch mit Vanille Shake und Eiskaffee, finden den Denker, die Deutsche Bank und irgendwann dann ein klimatisiertes Taxi, das uns ins arabische Viertel bringt. Dort ist vieles etwas runtergekommen, aber bunt und das Leben tobt. Dann kommt der Regen und für uns die Ausrede, den Besuch der Moschee ausfallen zu lassen. Stattdessen genehmigen wir uns spontan eine Massage, zwei Stunden am (überdachten) Pool und endlich ein großartiges Abendessen. Und obwohl wir mit der Stadt nur äußerlich warm werden, verabschiedet uns Singapore letztlich standesgemäß.
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  • Dahoim

    May 25 in Germany ⋅ ☀️ 29 °C

    Wir sind wieder daheim. Und obwohl Pingi als Protagonist diesmal etwas zu kurz kam, ist er ganz offensichtlich mit seinen vielfältigen "Mitbringseln" mehr als zufrieden.

    Trip end
    May 25, 2026