• Trelleborg ahoi…🚢

    20. januar, Sverige ⋅ 🌙 -1 °C

    Dienstag, 9 Uhr, -2 Grad und sehr dichter Nebel 😶‍🌫️

    Heute werden wir wieder mal vom Hafenkonzert geweckt…Möwen…sie ziehen schreiend und kreischend unsichtbar im dichten Nebel ihre Runden über dem Hafenbecken.
    Ja…unten…Raureif, Stille, Wintermärchen.
    Oben…akustisches Chaos.
    Schön ist’s trotzdem. ❄️🤭

    Bevor wir abfahren, schlendern wir noch ein wenig durch diese Ecke von Kalmar.

    Das Kalmar County Museum ist „stängt“…also geschlossen. Kultur bleibt aus…wir ziehen weiter um den massiven Backstein-Häuserblock.

    Kaum um die Ecke, ein paar winzige ehemalige Badehäuser (Båthuset), charmant eingeklemmt zwischen moderneren Wohnhäusern…architektonisches Sandwich.🏡🏠

    Gegenüber, direkt am Ufer…also eigentlich steht es im Kalmarsund, steht das Klapphuset: ein historisch, einzigartiges Teppichwaschhaus von 1857, das auch heute zuweilen noch genutzt wird und…natürlich auch verschlossen!🧺💦

    Weiter geht’s an einer alten Bastionsmauer von 1613 vorbei, dekoriert mit zwei Kanonen.
    Für den Fall, dass jemand Ärger macht.😉

    Zum Schluss noch das ehemalige Thermal-Badehaus (Badhus): 1909 gebaut, Statue über dem Portal…Susanna beim Baden! Welche Susanna? Keine Ahnung!
    Seit 1970 sind es Eigentumswohnungen.
    Baden eingestellt, Geschichte umgezogen!

    Gegen Mittag rafft sich die Sonne endlich auf und schiebt den Nebel beiseite.
    Die Reise führt uns nun durch eine wirklich zauberhafte Landschaft, leicht winterlich angehaucht, so nach dem Motto: „Ich bin noch Winter, aber nur bis auf Widerruf.“🥰

    Je weiter wir nach Süden kommen, desto länger bleibt die Sonne auf der Bühne und desto mehr verabschiedet sich der Raureif still und heimlich. Nur dort wo Bäume oder Senken Schatten spenden klammert er sich hartnäckig fest.
    ❄️😎
    Heute ziehen wir das Ganze konsequent durch!
    Ziel: Trelleborg.
    Wenn schon unterwegs sein, dann richtig. Irgendwann zwischen Strassenkilometern und „Sind wir bald da?“ buche ich kurzerhand auf der Fähre „Peter Pan“ eine Überfahrt nach Travemünde. Natürlich inklusive „Gemach“, denn man will ja stilvoll müde sein.🤭

    Abfahrt um 22.00 Uhr, eigentlich genau die Uhrzeit, zu der der Körper schon im Schlafanzug denkt.
    Ankunft um 7.00 Uhr morgens…frisch, ausgeruht und garantiert mit der festen Überzeugung, geschlafen zu haben. Irgendwie. Vielleicht.
    In Abschnitten.🫣
    Morgen wissen wir mehr…😉

    Trelleborg heisst uns standesgemäss mit einem grandiosen Sonnenuntergang willkommen 🤗 fast so, als wollte die Stadt sagen: „Schön, dass ihr da seid“.
    Wir haben viel Zeit, also füllen wir noch LPG-Gas auf, gehen schnell was einkaufen (nur Kleinigkeiten …wie immer 🙃) und dann ab in den Fährhafen.
    Terminal E – Lane 20.
    Klingt simpel. Ist es auch!
    Einfach immer dem ABCDEFGH folgen!

    Vom alten Hafengebiet ins neue geht’s nämlich im Zickzack, in Schleifen, über Brücken und gefühlt einmal…hm…quer über den Planeten.
    Meine Güte…da wird man mittlerweile ganz ordentlich durch den Kakao gejagt 🫣🤣
    Fehlt eigentlich nur noch ein Kreisverkehr auf einer Brücke zur mentalen Vorbereitung auf die Fähre.😅
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