Goodbye Deutschland
1. april 2025, Australien ⋅ ⛅ 14 °C
Was soll man sagen, wir haben uns verliebt. Der Yarra River, der Victoria Square, das Museum Melbourne, die vielen internationalen Restaurants, die kostenlose Tram im Stadtkern, die Radfahrer freundliche Verkehrsgestaltung, H&M und ALDI. All das und vieles mehr hat uns dazu bewegt alles hinter uns zu lassen. Wohnung ist gekündigt, Möbel werden durch den Nachbarn verkauft, Büros hat meine Firma auch in Hongkong, Kinder müssen auch hier betreut werden. Schon lange haben wir uns nach einem Neuanfang gesehnt, nun wagen wir es. Es tut etwas weh, dass unsere Familie und Freunde es über diesen Kanal erfahren werden, aber so müssen wir es ihnen wenigstens nicht persönlich mitteilen.
Wir werden Australier!
Hoffentlich kommt der eine oder andere uns mal besuchen. Für das Essen müsst ihr aber selbst aufkommen, wie Bierti es auch schon zu sagen pflegte: "Deutsche essen einfach zu viel!". Also bis dahin, cheers Freunde!
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April, April
Aber Scherz beiseite. Melbourne ist eine wunderschöne Stadt, die uns heute erneut zu Plätzen gelockt hat, die wir gestern schon sahen. Bevor es losging schauten wir flott bei zwei historische Einkaufshäuser vorbei. Einmal die Royal und die Block Arcadia luden mit ihrer Alster Arcaden ähnlichen Atmosphäre zum Verweilen ein. Bei "The Art of Dr. Seuss" gab es zwar preiswerte Malereien für 3700 AUD, leider waren dieser aber alle größer als unsere Koffer. Danach hatten wir wieder viel auf dem Zettel.
Zuerst lockte uns das Museum an, wo wir mehr über die Geschichte und Kultur der Aborigines, der Flora und Fauna von dem vergangenen und dem heutigen Australien, viele Insekten mit Exoskeletten, Skelette von schrecklichen Echsen und Design-Projekte hiesiger Schulen und Universitäten lernen durften.
Hungrig vom ganzen Denken ging es erneut auf den Markt am Victoria Square, wo wir bei Standverkäufern mit lauthalser Stimme, günstig Obst für die nächsten Tage einkauften und mit einer Trink-Kokosnuss an einem der street food Wägen tibetanische Teigtaschen genossen, die etwas nach heimischen Maultaschen schmeckten.
Darauf ging es erneut zum italienisch angehauchten food court, welchen wir am ersten Tag bereits ausprobiert hatten. Nach all den Teigtaschen habe ich aber lediglich bei V vom Teller etwas kleines geklaut.
Danach, mit besagter kostenloser Tram, wieder zu den Docklands. Dieses Mal auf die Nordseite zu den Outlets etwas shoppen. Ich habe bei Uni-Qlo was kleines bekommen und meiner Frau eine Jacke madig gemacht, die sie mochte. Super Ehemann! Anschließend Tram, Hotel, Pause.
Ich brauchte noch für eine indische Praktikantin eine von diesen "geschmackvollen" Postkarten, auf denen alle Sehenswürdigkeiten der Stadt raufgequetscht werden. Sie sammelt Karten von Orten wo sie bereits war, hatte es damals aber versäumt hier eine zu kaufen.
Wie sich herausstellte war es gar nicht so einfach solch eine Karte zu finden. Nachdem wir zwei Buchläden und drei "bessere" Souvenir-Shops abgeklappert hatten wurden wie endlich fündig. Acht Motive, ein Koala ist dabei, alle Bilder etwas unscharf, perfekt und genau das sie wollte.
Abends wollten wir wie zuvor in Hongkong und Sydney einen Blick auf die Stadt von erhöhter Position genießen. Der Eureka Tower ist mit seinem SkyDeck im 88. Stockwerk der optimale Platz dafür.
Gemacht wie geplant sind wir entlang des Yarra River, vorbei an LGBTQ+ Hassern, direkt zum Fuße des kleinen Turms. Für 20€ pro Person, was für ein Schnapper, wurden wir auch nach oben gelassen und konnten den Sonnenuntergangsprozess miterleben, der seinen Höhepunkt um 19:14 Uhr finden sollte.
Der Ausblick war anders aber klarer, da die Fenster hier geputzt waren. In Sydney durfte man nicht nur durch Fingerabdrücke hindurch die Gebäude suchen sondern auch versuchen Konturen und Formen trotz Smog und Staub auf dem Glas zu erkennen.
Als wir uns sattgesehen hatten kauften wir noch Proviant für den nächsten Tage ein, sodass wir im Auto nicht verhungern werden. Da ich in diesem Moment aber hungerte ging es nochmal nach Chinatown, wo ich beim erst besten Laden anhielt, die Google-Rezensionen checkte, bei einer 4,5 mit 2000 Bewertungen staunte, bestellte und genoss. Für 10€ ein sau leckeres großes Chicken Karaage mit Kimchi, unschlagbar.
Mit vollem Magen und zufriedener Seele stolzierten wir entlang der modernen Minnesänger zum The Howey zurück. Morgen holt uns um 10:15 Uhr unser Uber ab und bringt uns zum Mietwagen mit dem wir dann Richtung Adelaide fahren werden.
Gute Nacht Melbourne, wir werden dich vermissen (bis wir wiederkommen und vielleicht bleiben 😉).Læs mere






















RejsendeHört sich super an. Ich wäre bestimmt zu Gast, hoffentlich gern gesehen.😂