Schwitzen in Singapur
9. april 2025, Singapore ⋅ ☀️ 30 °C
Der wirklich letzte Urlaubstag beginnt mit Sonne, nett. Nach der gestrigen Wolkendecke eine schöne Überraschung. Es war aber Gewitter für Mittagsstunden angesagt, daher wären wir Flip Flops und Regenschirm ausgestattet.
Heute lassen wir es für die Füße ruhiger angehen und vergnügen uns mit Busfahrten und Entspannung, was in Singapur in der Mall shoppen und abhängen bedeutet. Unser Flug geht Abend gegen 23:40 Uhr los Richtung Frankfurt. Es heißt also durchhalten und grünen Tee schlürfen.
Als Frühstück gab es für uns etwas beim Vietnamesen. Lecker Phõ und trockenen Reis. Nach diesem Festmahl dann zurück zum Endpunkt des gestrigen Tages, die Sunpoint Mall, von wo aus der BigBus abheben soll. Hätten wir das gestern schon gewusst wäre der hektische Ausflug am Vorabend wohl ausgeblieben. Naja, wenigstens ein paar Kilometer gemacht. Nach 15 Minuten des Suchens haben wir den Startpunkt der Bustour gefunden und zahlten den bisher höchstens Preis für solch eine Unternehmung. Dann muss das gebotene wohl Hammermäßig.
Die rote Linie war unsere erste Wahl. Ich aufs Upperdeck zum Fotos schießen und V in den klimatisierten Bereich, da sie diese brutale schwüle Luft nicht so verträgt. Noch war es halbwegs sonnig, daher setzte ich mich in den hinteren mit einem Sonnen- / Regendach ausgestattet Bereich. Praktisch für jetzt und vermutlich auch später.
Die Tour fuhr fast all die Dinge nochmal ab, die wir am Vortag zu Fuß erkundet hatten. Lediglich am Anfang durften wir das arabische Viertel betrachten, welches wir absichtlich ausgelassen hatten. Dann Little India, dann Regen, dann China Town, dann Blitze und so weiter. Die gratis Dusche auf der nicht gratis Tour wusch dankenswerter Weise das Staub-Schweiß-Gemisch von Beinen und Armen, die schon nach den kurzen Aufenthalt an der "frischen" Luft anfingen zu kleben. Der Typ des Regens wechselte ständig zwischen Schauer, Niesel und Tröpfeln und brachte somit in das bereits gesehene etwas Abwechslung rein. Es ist aber schon witzig wie einfache Dinge wie herab fallendes Wasser einen profanen Moment in ein Abenteuer verwandeln kann. Ich fühlte mich auf Grund des Wetters auch ein wenig zurück erinnert an Queensland, bloß hier fehlte mir meine Ukulele.
Über die 5 Cent Kopfhörer konnten wir wie gewohnt von der letzten Tour in Sydney dem Dreiergespann lauschen, welches uns Dinge über die Stadt und dessen Bewohnern, die kein Kaugummi verkaufen dürfen, Singlisch sprechen und super flotte Fußgänger sind, erzählte.
Die Tour ging weiter bis sie im CBD gipfelte und dann zurück zur Mall entlang an weiteren Einkaufsklimakammern führte.
Nach 1,5h An der Mall zuerst seinen Partner wieder herzlich begrüßen, den man in den letzten drei Wochen nie mehr als 15 Minuten nicht gesehen hatte, und in der Mall kurz Pause machen vor der nächsten Tour. Kaffe für V, ein Snack für beide und dann ging es wieder los.
Das Wetter hatte sich bereits gebessert und nach dem Gewitterschauer war es überraschenderweise angenehm kühl.
Dann die Yellow Line, welche 1 Stunde andauern soll. Sie führte in den Osten der Stadt und bot uns ungewohnte Anblicke. Hier was richtig nett. In den 80er Jahren wurde viel dafür getan dieses Viertel in eine Green City zu verwandeln und wir konnten zwischen alle den Hochhäusern und Community-Block unterschiedlichste Flora in ihrer Blüte sehen.
Dieser Anblick wurde mit den Gardens at the Bay und später mit dem Botanischen Gärten, eingetragen bei UNESCO, intensiviert und ich bemerkte wie mich erneut das Grüne anzog. Auf Grund dieser Einblicke gefiel mir die Tour weitaus besser und ich konnte zumindest in diesen Stadtvierteln nachempfinden hier wohnen zu können, wollen, möchten. Dennoch, einfach zu schwül mit durchschnittlich 84% übers Jahr verteilt.
Mall, nun hatten wir Hunger. Bei Shake Shack gab es für unseren letzten Singapur-Dollar (S$, ja sieht schlimm aus) lecker Fett und Zucker mit Vanillegeschmack. Gestärkt gingen wir den Singapur-Hobby nach suchten für uns und Freunde ein paar letzte Mitbringsel.
Mit dem Bus ging es dann durch das Hitze-Gewitter zum Hotel, Koffer abgeholt.
Nun war etwas Luxus angesagt, wir bestellten uns über die frisch installierte Grab App einen Fahrer zum Airport für 16S$. Da alles zu flott umgesetzt hatte und komplett vergessen die digitalen Bezahloptionen direkt einzupflegen, brauchten wir Bargeld für die Tour. Super, das letzte Geld liegt noch in unseren Mägen.
Der Fahrer aber super entspannt hielt an einer Mall, wo auch sonst, in der ich im Untergeschoss den Automaten erleichterte.
Mit Cash in der Täsch ging es 20 Minuten zum Terminal 2, Gasse 3. Das alte gelbe Lufthansa Logo hob sich super von den restlichen ab und weckte Heimatgefühl. Nun einmal Steuerrückzahlung klären und umziehen, da ins in diesem sommerlichen Outfit niemand auf unsere Reiseart mitnehmen würde.
Nach der Katzenwäsche erfuhren wir am Schalter, dass wir um 22:40 Uhr zurück kommen dürfen. Jeder Airport hat seine eigenen Regeln für Strand-By-Reisende und hier darf man draußen warten. Die "gewonnene" Zeit nutzen wir, indem wir beim "Jewel", dem Airport eigener Mall, unsere frisches Bargeld loszuwerden. Bei Muji wurden wir fündig und kauften uns Dinge, die wir auch gerne in Japan konsumiert hatten.
Zurück am Schalter lief nach erster Verunsicherung alles glatt und wir waren glücklich, dass wir wieder in die Business duften. Eine Kollegin, die man natürlich zufällig am Airport in Singapur trifft, saß im selben Flieger und konnte den letzten der bergwerten Sitze ergattern. Somit wären alle glücklich, keine Neid, Friede Freude Eierkuchen.
Im Flieger wurden wir von den nettestem Flugpersonal begrüßt, verpflegt und umsorgt wie man sich es nur wünschen kann. Und nun hieß es Start und ab nach Hause.Læs mere


















