• Stand with Ukraine

    September 18 in Lithuania ☁️ 12 °C

    Nach einem kleinen Frühstück im Hotelzimmer ging es ausgeruht auf die Straße. Unser erstes Ziel war die Station des Hop on Hop Off Busses für eine Stadtrundfahrt, V. liebt diese Dinger. Auf dem Weg dorthin durchstreiften wir die Gedimino Straße, welche bereits am Vorabend für den Autoverkehr gesperrt wurde. Grund dafür war die Fair of Nation, bei der hunderte Stände nationale und internationale Kunst, Speisen und Handgemachtes verkauften. Die Straße ist lang und so dauerte es ein wenig bis wir hindurch der Rauchschwaden der mehreren Räucherkammern kamen.

    Am Kathedralenplatz angekommen ging es sofort in den roten Doppeldecker samt stinkigen und lauten Diesel, welcher vermutlich noch der Soviet Union entsprang. Wir entschieden uns dazu gleich zwei Routen wahrzunehmen und setzten uns in das obere Deck. Dann ging es los, bei schönem frischen Wetter.

    Man merkt es an jeder Ecke der Stadt, Russland ist nicht weit entfernt. Blau-gelbe Flaggen hängen an jedem Gebäude, oft größer als die eigene Landesflagge.
    Entlang der Neris waren auf den gläsernen Fassaden des Finanzvierzels "dezente" Hinweise für den Internationalen Gerichtshof platziert, der die Ankunft eines gewissen russischen Imperialisten befürwortet.

    Wie am Vortag kamen wir an sehr viel alten Gebäuden mit sehr viel Charme und Geschichte vorbei. In der Ferne sah man den hohen Fernsehturm der Stadt, der ein Karussell-Restaurant beherbergte. Nach circa 1,5h hatten wir genug der Bustour erlebt und nutzte fortan wieder unsere Füße für die Erkundung.

    In Užupis, quasi in Scheinstaat im Staat, offenbarte uns gemütlich Cafés, Straßenkunst und ein eigene Verfassung, die in 28 Sprachen übersetzt an einer Mauer aufgehängt dargestellt wird.
    Einen Blick über die Stadt genossen wir nach einem Aufstieg ohne genormte Treppenstufen vom Gidiminas-Turm.
    Ein erneuter Besuch des Marktes überredete uns zum der litauischen Version eines Baumkuchens. Damit die Stimmung nicht zu hoch blieb gingen wir in das Museum über Freiheitskämpfer, Krieg und KGB.

    Den Abend ließen wir dann mit ukrainischer Küche und einem Besuch im Gefängnis ausklingen.
    Read more