Geburtstag in Rostock
9. februar, Tyskland ⋅ ☁️ 0 °C
Nach einem schönen Frühstück im Kerzenschein machen wir uns auf den Weg nach Rostock. Mit der S-Bahn sind es nur zwanzig Minuten bis zum Hauptbahnhof, dann noch einmal 10 Minuten mit der Straßenbahn und man seht direkt auf der Langen Straße im Stadtzentrum von Rostock, Ich war vor 40 Jahren das letzte Mal hier, alles hat sich verändert, aber an den Brunnen vor der Uni kann ich mich noch genau erinnern.
St. Marien, gehört zu den bedeutendsten Kirchen der norddeutschen Backsteingotik; Ihr Bau begann im 13. Jahrhundert, in einer Zeit, als Rostock als Hansestadt großen wirtschaftlichen und politischen Einfluss besaß.
Besonders berühmt ist die astronomische Uhr aus dem Jahr 1472. Sie zeigt nicht nur die Uhrzeit an, sondern auch den Wochentag, das Datum, Namenstage, Taglänge, die Mondphasen sowie die Sternzeichen und beruht bis heute auf ihrem originalen mittelalterlichen Mechanismus. Damit zählt sie zu den ältesten noch funktionierenden astronomischen Uhren Europas. Der dazugehörige Kalender ist so konzipiert, dass er theoretisch bis zum Jahr 2150 reicht.
Leider war der Hochaltar zugegangen, da er momentan renoviert wird. Hätte man beim Bezahlen des Eintrittsgeldes (!) anmerken können. Ein großes bronzenes Taufbecken aus dem Jahr 1290 mit judenfeindlichen Darstellungen und einem Hinweis, dass die Kirchengemeinde sich davon distanziert, wertvolle Altäre, Reste mittelalterlicher Wandmalereien sowie eine imposante Orgel, die zu den größten in Norddeutschland zählt, haben uns beeindruckt. Aber es ist wirklich hundekalt in der Kirche und so gehen wir wieder hinaus um uns „aufzuwärmen“.
Wir trinken einen Kaffee, essen einen Spitzkuchen und eine echte Thüringer Bratwurst vor der Universität. Dann treffen wir unsere Freunde Inka und Peter, beide seit 14 Jahren Rostocker. Sie nehmen uns mit auf eine ganz besondere Entdeckungstour:
Die Rundfahrt entlang der Warnow und durch den Rostocker Überseehafen führt durch eines der wichtigsten Industrie- und Logistikzentren an der Ostsee. Entlang des Flusses prägen Getreidespeicher, Silos und Hafenfirmen das Bild, während Förderbänder, Lkw und Kräne den stetigen Warenumschlag zeigen. Im Überseehafen dominieren große Industrieanlagen wie Liebherr, wo Hafen- und Schwerlastkräne für den weltweiten Einsatz gefertigt werden. Weiträumige Flächen sind der Offshore-Windenergie gewidmet, auf denen Rotorblätter, Fundamente und weitere Komponenten für Windräder gelagert und verladen werden. Fährterminals verbinden Rostock mit Skandinavien und dem Baltikum, daneben sorgen Containerterminals sowie Stück- und Schüttgutumschlag für den Transport von Containern, Maschinen, Getreide, Erz und anderen Massengütern. Ergänzt wird der Hafen durch Anlagen für Öl und Mineralprodukte, den Umschlag von Autos, Holz und weiteren Industriegütern. Sehr interessant…
Den Abend verbringen wir auch zusammen - in der wohl ältesten, maritimsten Kneipe „Zur Kogge“.
Heute ist sie vor allem deshalb so besonders, weil sie gelebte Geschichte ist. Als älteste Seemannskneipe Rostocks hat sie ihren ursprünglichen Charakter bewahrt – kein Themenlokal, keine Inszenierung, sondern ein Ort, der echt geblieben ist. Die Atmosphäre ist herzlich, geprägt von dunklem Holz, kleinen Bänken in Nischen, hunderten alten Fotos, maritimen Erinnerungsstücken aller Art und der unmittelbaren Nähe zum Stadthafen.
Das war ein rundherum schöner Geburtstag.Læs mere



















WildWortWechselHerzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, lieber Mike! Danke dir auch für den interessanten Footprint. Echt spannend!
WildWortWechsel
Klasse!
WildWortWechsel
Ich mag ja Bronzeskulpturen sehr!