Wild wie Wildnis, Wort wie den Gedanken eine Stimme geben, Wechsel wie das Wechselspiel zwischen der Natur und dem Menschen. ~ WildWortWechsel@online.de
Message
  • Day9

    Fazit

    April 7 in Germany ⋅ ❄️ 0 °C

    Bei einem Online-Voting, veranstaltet vom trekking Magazin, wurde der Panoramaweg Taubertal in der Kategorie »Die schönsten Wanderwege« für das Jahr 2021 auf den dritten Platz gewählt. Ganz ehrlich, diese Wahl kann ich nicht bestätigen.

    Die Gründe hierfür sind vielfältig. Bei meinem Fazit lasse ich einmal die Jahreszeit und das Wetter außen vor, denn im Sommer oder Herbst wirkt der Weg sicherlich ganz anders als im frühen Frühling. Was ich nicht außen vor lasse ist die Qualität der Wege: der Großteil der Strecke spielt sich auf Schotterwegen, Apshaltstraßen, Agrarwegen oder Betonrasensteinen ab. Damit meine ich mindestens 65%-75% des Weges. Der Rest führt durch Wald oder über Wiesenwege, sieht man einmal von den relativ kurzen Strecken bei den hohen Steinen und dem alten Pfad bei Creglingen ab, die wirklich schön und abwechslungsreich zu gehen waren. Die Wegmarkierung allerdings ist tadellos! Bis auf ganz wenige Stellen, an denen man eine Karte oder GPS benötigt, kann man sich an den Wegzeichen orientieren.

    Hütten oder Bänke finden sich kaum unterwegs, und wenn, dann gibt es einige Bänke in der Nähe zu Ortschaften, aber da braucht man sie als Wanderer nicht. Hütten gab es vielleicht drei oder vier auf den 135 Kilometern. Die Grillhütte, an der ich übernachtet habe, ist die rühmliche Ausnahme!

    Sehenswürdigkeiten gibt es so viele, ich kann sie hier gar nicht alle aufzählen. Klar, in der heutigen Zeit kann man nicht alles besichtigen, doch dafür reichte die Zeit sowieso nicht aus. Leider waren einige Orte dabei, die ich mir dennoch gerne angesehen hätte, aber so ist es momentan eben.

    Essen und Trinken kann man überall problemlos nachkaufen, in Tauberbischhofsheim am besten vor 18:00 Uhr, denn danach werden dort die Gehwege hoch geklappt. An Brunnen unterwegs kann ich mich nicht erinnern. In Coronazeiten muss man halt mal nach Wasser fragen, aber uns wurde immer geholfen.

    Die Strecke ist mit mittelschwer angegeben. Für ungeübte Wanderer ist sie dennoch zu schwierig, da oft genug richtige Steige zu gehen sind, steil nach oben und ebenso steil nach unten. Der Weg ist offiziell mit etwa 3.000 Höhenmeter angegeben, auf anderen Websiten finden sich Angaben um die 3.600 Höhenmeter. Ich selbst habe über 5.000 Höhenmeter geloggt, wobei ich allerdings einige Kilometer abseits der Route gegangen bin (Keltenhaus usw.).

    Als abschließendes Fazit möchte ich den Weg nicht empfehlen, denn dazu sind die Wege einfach zu langweilig, auch wenn sich immer wieder mal schöne Fernsichen ergeben. Als bessere Alternative eignen sich die Sehenswürdigkeiten perfekt für eine mehrtägige Tour mit dem Camper oder als "Hotel- bzw. Pensionstour", denn die Gegend hat vieles zu bieten!
    Read more

    SonKa

    Das habe ich auf den Etappen, auf denen ich mitgelaufen bin, genauso empfunden. Kulturell sicherlich sehenswert, aber eher etwas für einen Fahrradausflug oder WoMo Trip.

    4/7/21Reply
    FlowerHiker

    Sehr interessant dein Fazit. Das diese Wahlen nicht ganz so aussagekräftig sind zeigt sich schon daher, dass es bestimmte Wege fast jedes Jahr wieder auf die Auswahl zur Wahl stehen. Und wenn sie dann nominiert sind, dann geben die betroffenen Regionen alles dafür, dass möglichst viele für sie abstimmen. Wobei man natürlich sagen muss, dass dies eh alles sehr subjektiv ist. Ich werde viel von Kollegen und Bekannten zu Empfehlungen zu Tagestouren gefragt und da bin ich schon oft mit meinen Tipps nicht auf Gegenliebe gestoßen. Wege die ich traumhaft fand wurden von anderen als langweilig eingestuft. 🤷

    4/8/21Reply
    WildWortWechsel

    Subjektiv trifft es denke ich ganz gut, da stimme ich dir zu. Wir hier sind ja alle erfahrene Wanderer und Wanderinnen und haben eine gewisse Erwartungshaltung. Wochenendlern gefällt es vielleicht, auf vermeintlich gut ausgebauten Wegen zu gehen. 🤷‍♂️

    4/8/21Reply
    11 more comments
     
  • Explore, what other travelers do in:
  • Day6

    Rothenburg ob der Tauber

    April 4 in Germany ⋅ ⛅ 8 °C

    Hier noch einige Impressionen der alten Stadt, die immer für einen Besuch gut ist.

    VonNahbisFern

    so leer sind die Straßen sonst nie, es ist wirklich ein hübsches Städtchen

    4/7/21Reply
    WildWortWechsel

    Die Straßen waren in der Tat wie leergefegt. Kenne ich auch ganz anders.

    4/7/21Reply
     
  • Day6

    Die letzten Kilometer ...

    April 4 in Germany ⋅ ☀️ 8 °C

    Obwohl die Nacht im Keltenhaus kalt war, drang beim Öffnen der Türe ein Schwall noch kälterer Luft herein, so dass ich die Tür schnell wieder schloss. Also erst einmal alles einpacken. Eine halbe Stunde später war die Sonne aufgegangen und jetzt war es draußen wärmer als drinnen. Daher gab's Frühstück im Freien, mit Kaffee aus dem letzten Schluck Wasser, das ich noch hatte, mit warmen Waffeln.

    Der nächste Ort war keinen Kilometer entfernt, doch Ostersonntag um 8:00 Uhr schlief noch alles. Als ich einen Wasserhahn entdeckte, freute ich mich schon, doch der war abgestellt. Ebenso wie die fünf anderen in der Straße. Fünf Wasserhähne und doch kein Wasser.

    Inzwischen ging ich wieder auf dem Panoramaweg, den ich gestern Abend ja verlassen hatte. In Tauberscheckenbach das gleiche Spiel wie zuvor: Mehrere Wasserhähne, alle trocken. Mitten im Ort die Kirche, davor eine Wasserzapfstelle - auch abgestellt. Die Kirche geschlossen. Kein Friedhof zu sehen. So ging ich um die Kirche herum den Berg nach oben, als ich hinter der Kirche den kleinen Friedhof mit einem Wasserhahn entdecke. Also zurück. Gerade als ich nach hinten um die Kirche herumgehen wollte, wird sie von innen aufgeschlossen!

    Ich darf mir die Kirche ansehen, wärme mich auf, und erfahre dabei, dass der Wasserhahn hinter der Kirche in Betrieb sein soll und ich mich gerne bedienen darf. Kaum bin ich draußen, hält ein Auto an und der Pastor steigt aus. Er stellt sich mir vor, wir kommen ins Gespräch, wobei er sehr an meiner Wanderung, und allem was damit zu tun hat, interessiert ist. Dann sagt er, ich soll doch einmal mitkommen. Keine zwanzig Meter weiter oben am Berg steht das Pfarrhaus, in das er mich einlädt, um mir eine Flasche Wasser zu reichen. Meine leere Flasche fülle ich auch noch auf. So also kam ich zu meinem kleinen "Osterwunder".

    Der Weg nach Rothenburg ob der Tauber zog sich ziemlich hin. Neben Schotter und Asphalt kamen jetzt Wegabschnitte mit Rasenbetonsteinen hinzu! Muss du dir auf der Zunge zergehen lassen! Gerät man mit den Stöcken auf den Betonrand, rutschen die Spitzen ab, geraten sie in die Öffnungen, versinken sie im Dreck. Puh.

    Gelegentlich kamen schöne Abschnitte, aber auch ein richtig heftiger Anstieg, zwar auf einem Single-Trail, aber gerade wie mit dem Lineal den Berg hoch gezogen. Was habe ich geschnauft!

    Die restliche Strecke nach Rothenburg ließ sich leicht gehen. Von oben konnte ich schon von Weitem die Kirche in Detwang sehen, an der ich vorbeikommen würde und freute mich auf den Besuch. Schon von außen sieht man ihr das hohe Alter an, denn mit den typischen Rundbögen und dem eckigen Turm stammt sie aus der romanischen Periode, lange vor der Gotik, ich schätze so um das Jahr 1000. Leider war sie verschlossen, so dass ich mir den Innenraum nicht ansehen konnte.

    Wenig später kam ich um die Mittagszeit am Ziel in Rothenburg ob der Tauber an. Der Trail-Head ist eine Wegmarkierung, die an einem Straßenschild angebracht ist. Hätten wir das auch ...
    Read more

    Schönwetterwanderer

    An die Waffeln erinnere mich moch gut 😊 kommen das nächste mal mit in den Rucksack 🎒

    4/7/21Reply
    WildWortWechsel

    Damit machst du nix verkehrt 🙂

    4/7/21Reply
    SonKa

    Stillleben mit Dinkel Waffel 😋

    4/7/21Reply
    WildWortWechsel

    yamm, yamm...

    4/7/21Reply
    9 more comments
     
  • Day5

    Im Reich der Kelten

    April 3 in Germany ⋅ ⛅ 4 °C

    Da der Panoramaweg wahrlich nicht mit Bänken oder gar Hütten gesegnet ist, hatte ich mich im Vorfeld dazu entschlossen, den Weg zu verlassen, um einen ganz besonderen Schlafplatz aufzusuchen. Hört sich ganz einfach an, war es aber nicht. Und das kam so.

    Einige hundert Meter vor Tauberzell steige ich vom Panoramaweg hinunter ins Tal, übrigens auf einem richtig schönen Single-Trail, und überquere die Tauber. Dort nehme ich den Sonnenuntergang über dem Taubertal auf und mache mich auf die Suche nach dem Weg. Sollte der zuvor ausgesuchte Weg mich auf einen Berg ohne Namen bringen, zeigt mir die Locus App einen Naturpfad an, der mich 500m vorher auf genau den gleichen Berg bringen würde. Oben sollten sich die Wege annähern, so das ich nur kurz queren müsste.

    Ich biege also früher ab, trete in den stockdunklen Wald ein und keuche den Naturpfad steil nach oben, als vielleicht so hundert Meter oberhalb ein Hirsch röhrt. Man, bin ich zusammen geschreckt! Kurz gesammelt, und schon stolpere ich weiter in den Schlamassel hinein: Der Pfad löst sich vor meinen Augen in Wohlgefallen auf, verschwindet quasi in der Natur, als ob das sein Name meint. Kurz darauf liegen Tannenbäume quer über dem "Weg". Rechts geht es steil nach oben, links fällt ein Graben so zehn, zwölf Meter ab. Ich frage mich, wie ich auf den eigentlichen Weg auf der anderen Seite gelangen kann.

    Jetzt aber erst einmal die vom Wind geworfenen Bäume hinter mir lassen. Langsam suche ich mir einen Weg unter den Tannenwedeln hindurch, schiebe sie zur Seite, stolpere über Dornengebüsch, raffe mich im schmalen Kegel meiner Stirnlampe auf, erkenne das Ende und bin durch. Man bin ich fertig. Der gezerrte Fuß pocht wie wild. Nach einer kurzen Pause suche ich den Weg zum Abgrund.

    Da muss ich rüber kommen. Auf der anderen Seite kann ich den Weg als schmales Band in der Dunkelheit erkennen. Mit letzter Kraft stolpere ich schräg hinunter in den Graben, steige über Gesteinsbrocken und Geröll, das unter Laub verborgen liegt, ramme meine Stöcke in den Waldboden und ziehe mich Schritt um Schritt nach oben. Geschafft! Ich stehe auf dem Weg, erkenne aber, der geht weiterhin steil nach oben, immer höher und höher.

    Stehen bleiben. Durchatmen. Weiter. Zehn Minuten brauche ich für die zweihundert Meter da hoch. Nur noch einen Kilometer und ich habe es geschafft!

    Links neben mir steht der Wald schräg an einem Hang, rechts ein weitläufiges Feld. Schritt um Schritt stapfe ich am Waldrand entlang, als ein Hirsch - oder was auch immer - keine zehn Meter neben mir aus dem Wald heraus röhrt. Was für ein gewaltiger Ruf, der mich bis ins Mark hinein erschüttert. Ich drehe mich herum, leuchte mit der Stirnlampe in den Wald, das Tier hetzt davon, ich bin wieder alleine. Noch fünfhundert Meter.

    Um die Biegung aus dem Wald heraus renne ich fast an eine vier-fünf Meter hohe Palisadenwand! Daran vorbei führt ein schmaler Weg hinauf zu einem Feld, das ich quere. Jetzt kann ich ihn sehen, meinen Lagerplatz für diese Nacht: Dem Nachbau eines Keltenhauses, 500 Jahre vor unserer Zeitrechnung. Die Tür ist offen. Nach einem kleinen Abendessen lege ich mich auf dem Lehmboden in meinen Quilt und schlafe sofort ein. Bis mich die Kälte weckt.
    Read more

    Wandermaus 2020

    Coole Hütte und aufregender Weg.👍

    4/5/21Reply
    WildWortWechsel

    👍🏼

    4/6/21Reply
    Joschi DerWanderer

    coole Story. Hast ja ganz schön was erlebt ...

    4/6/21Reply
    WildWortWechsel

    Oh ja, war spannend gewesen... Du hast ja auch deine anstrengenden Micro-Abenteuer erlebt!

    4/6/21Reply
    9 more comments
     
  • Day5

    Auf uralten Pfaden ...

    April 3 in Germany ⋅ ⛅ 7 °C

    Der Weg nach Creglingen über den Kamm bringt zwar wunderbare Fernsichten, aber auch einen eiskalten Wind mit sich. War der Morgen zwar kühl, aber nicht kalt gewesen, bläst mir der Wind jetzt das letzte bisschen Wärme aus den Klamotten heraus. Mit der Windjacke geht es dann allerdings ganz gut. Dazu der weiß-blaue Himmel, in dem die Wolken vorbei ziehen, ich kann euch sagen, dass hat schon was! Übrigens, da nirgendwo Platz war, um ein Schild anzubringen, schraubten es die pfiffigen Leute einfach auf den Asphalt.

    Vor Creglingen geht der Weg in einen alten Weinberg oder Wirschaftsweg über, dem man sein hohes Alter ansieht. Zu beiden Seiten sind lange Steinreihen angehäuft, die sogenannten Steinriegel, zwischen denen Parzellen wie Schachbretter liegen. Eine Info-Tafel verweist darauf, dass diese Steinriegel aus jahrhundertelang von den Feldern aufgelesenen Steinen aufgeschichtet wurden. Der längste ist 250m lang, etwa drei Meter hoch und besteht aus 60 Millionen Steinbrocken.

    Die Aussicht von hier oben war fantastisch, der Weg bot viele interessante Blicke in alle Richtungen, zudem ging's mal nicht über Asphalt oder Schotter, sondern über einen alten gewundenen Pfad. Tja, und dann ist's passiert. Als ich so verträumt durch die Gegend blicke, trete ich mit dem rechten Fuß in ein Loch und zerre mir den Muskel am rechten Schienbein.

    Nachdem der erste Schmerz vorbei ist, scheint alles nicht so schlimm zu sein. Abgetapt, IBU rein und weiter. Zum Schlafplatz sind es noch zehn Kilometer ... und was für welche, ich kann euch sagen. Mittlerweile geht die Sonne wieder einmal spaktakulär unter, während ich meinem nächsten aufregenden Wegabschnitt entgegen gehe.
    Read more

    SonKa

    Licht und Schatten 👍🤩

    4/5/21Reply
    WildWortWechsel

    🙂👍🏼

    4/6/21Reply
    SonKa

    Brilliantes Farbenspiel an diesem kalten Tag 👍

    4/5/21Reply
    WildWortWechsel

    👍🏼

    4/6/21Reply
    16 more comments
     
  • Day5

    Der Morgen der Begegnungen

    April 3 in Germany ⋅ ⛅ 5 °C

    Die Nacht in der Hütte war gut gewesen, obwohl ich ein paar Mal aufschreckte, da Tannenzapfen wie Steine auf das Dach gepoltert sind. Draußen wehte kräftiger Wind, weshalb ich dennoch froh war, in der Hütte zu sein.

    Der Abstieg nach Weikersheim entlang alter Weinbergmauern eröffnete den Blick hinunter zum Schloss, vor dem die Tauber im Tal fließt, über die ich gehe, als ich unten angekommen bin. Der Name des Flüsschens ist schon sehr alt! Aus dem keltischen "dubra" wurde das Althochdeutsche "tubra", woraus schließlich Tauber wurde, was schlicht "Wasser" bedeutet. Wenn ihr also einmal einen Ortsnamen mit "Tauber" seht, bedeutet es, der Ort steht an einem Wasser. Das war's schon.

    Kurz darauf tankte ich im Friedhof Wasser nach, wobei ich auf eine ältere Frau traf, die dort in der Sonne auf einer Bank saß. Als ich meinen Rucksack auf der Bank absetzte, sprach sie mich an. Sie stellte interessierte Fragen zum Wandern, wie ich das denn mit dem übernachten machte usw. Sie war selbst mit Leki-Trekkingstöcken unterwegs, und wenn sie gekonnt hätte, ich glaube, sie wäre sofort mit mir auf und davon. Sie war mir sehr sympathisch mit ihrem vielleicht 75 Jahren, die man ihr kaum ansah.

    Auf der anderen Seite von Weikersheim ging ich zunächst an einer Sternwarte vorbei, bevor ich auf das alte Gut Karlsberg traf. Eigentlich ein Tierpark, ist er wegen der Schweinepest geschlossen.

    Hier traf ich allerdings wieder auf den Camper, den ich zum ersten Mal so zwei Kilometer zuvor an einer Hütte getroffen hatte. Er fährt Ostern mit seinem etwas in die Tage gekommen Wohnmobil das Taubertal entlang, bleibt hier und da zum Wandern und entspannen stehen. Wir unterhielten uns bestimmt zwanzig Minuten, doch dann musste ich weiter. Nun ja, und hier trafen wir uns noch einmal. Schnell ein Foto am Tor zum Gut, dann ging's weiter.

    Später traf ich im Wald auf zwei Männer, die "Polterholz" machten. Das kannte ich nicht, und so erklärten sie mir, sie sammeln die Reste von Bäumen ein, die zuvor gefällt worden waren. Dicke Äste, Baumspitzen usw. Man lernt nie aus ...

    Jetzt ist meine Mittagspause vorbei und es geht weiter Richtung Creglingen, in dessen Nähe ich heute übernachten werde. Da mein Akku ziemlich leer ist, bin ich mir nicht sicher, ob es noch für einen weiteren Footprint reicht. Da ich aber morgen schon wieder Zuhause bin, reiche ich alles nach.

    Ich wünsche euch schon jetzt erholsame Feiertage!
    Read more

    SonKa

    🤩👍

    4/3/21Reply
    WildWortWechsel

    😊

    4/4/21Reply
    Waldpassage

    Das mit dem Holzsammeln kannte ich, nicht jedoch, dass das Poltern ist. 👻

    4/3/21Reply
    WildWortWechsel

    Der Poltergeist ... Huhuuuu

    4/4/21Reply
    10 more comments
     
  • Day4

    Trail Magic

    April 2 in Germany ⋅ 🌙 6 °C

    Nach der Stadt der Deutschordenritter und dem herrlichen Park ging ich auf einer Anhöhe bis nach Igersheim. Der Ort zog sich lange hin, und als ich endlich durch war, ging's steil bergauf.

    Die Sonne ging schon bald unter und warf oranges Licht über das Land. Diese Schönheit, dieses Leuchten nimmt mich immer so gefangen, so wunderschön.

    Noch bevor die Sonne ganz untergegangen war, hatte ich die Grillhütte erreicht, an der ich Zelten wollte. Doch siehe da, die Hütte ist offen und so werde ich drinnen auf dem Boden schlafen.

    Zu meiner Überraschung brachte mir der Fahrradfahrer vom Vormittag dann Trailmagic zur Hütte: Räucherforelle, Brötchen, Bier und Wassernachschub! Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, wie sehr ich mich gefreut habe!

    Jetzt geht's in den Quilt. Bis morgen wieder! Gute Nacht euch allen ...
    Read more

    Waldpassage

    trail magic 🎉🎈

    4/2/21Reply
    WildWortWechsel

    Yipeee! 😀

    4/2/21Reply
    SonKa

    Wie geil ist das denn. Hammer! 👍

    4/2/21Reply
    10 more comments
     
  • Day4

    Bad Mergentheim

    April 2 in Germany ⋅ ⛅ 11 °C

    Nach der Mittagspause ging's über wunderschöne Waldwege hinunter nach Bad Mergentheim. War der Morgen eher kühl und bewölkt, kam jetzt die Sonne hervor und schenkte mir einen blauen Himmel.

    In der Stadt führte der Weg durch das Deutschordensschloss mit seiner riesigen Parkanlage, wo heute tausend Menschen unterwegs waren, was der Schönheit des Parks nicht schadet, da sie sich gut verteilten.

    Der Deutschritterorden wurde im Rahmen der Kreuzzüge im 12. Jhd. in Akkon/Israel als Hospitalorden für die Pilger gegründet. Nach dem die Marmeluken Akkon übernommen hatten, zog sich der Orden aus Israel zurück.

    Stationen sind Venedig, Ungarn und schließlich das Baltikum, wo sie dem polnischen König gegen die Slawen unterstützten und dort ihren Deutschordenstaat aufbauten, einer der modernsten Staaten der damaligen Zeit (13.-14. Jhd.). Stätte wie Danzig, Posen oder Königsberg stehen für diese Zeit. Der Hauptsitz war die berühmte Marienburg, die ich 2016 besichtigen konnte.

    Nach der Niederlage bei Tannenberg zog sich der Orden zunächst ins Hessische zurück, wo ihre Burg bei den Bauernaufständen in Rauch und Asche aufging.

    Bad Mergentheim wurde der neue Hauptsitz des Ordens, wo er sich ein beeindruckendes Schloss aufgebaut hat. Vor Jahren habe ich es einmal komplett besichtigt und bin noch heute mächtig beeindruckt.

    Der Panoramaweg geht quer durch den Schlosshof und den Park, bis er sich auf der anderen Seite wieder steil nach oben windet.
    Read more

    SonKa

    Schöne Spiegelung 👍

    4/2/21Reply
    WildWortWechsel

    Dankeschön!

    4/3/21Reply
    Imara

    Ja. Überhaupt wieder schöne Bilder

    4/3/21Reply
    WildWortWechsel

    😊

    4/3/21Reply
     
  • Day4

    Wieder Single ...

    April 2 in Germany ⋅ 🌙 15 °C

    Gestern Abend sind wir wieder in die Dunkelheit geraten, sind auf schmalen Pfaden ohne Wegmarkierungen durch den Wald, bis hoch zu einem Thingplatz, der sich als Waldkindergarten herausstellte. Das war uns gleich, Zelte aufgebaut, zu Abend gegessen und WWW verschwand im Zelt und schlief wie ausgeknippst. Am Morgen musste mich SonKa regelrecht wachrufen, so tief schlief ich noch.

    Wir mussten uns beeilen, den heute wurde sie wieder abgeholt. Wir gingen hinunter nach Lauda, wo ihr Trailmanager uns abholte, mich an einer Tankstelle absetzte und sie ihrer Wege zogen! Ein ganz großes Dankeschön für die unbeschreiblich schöne und kurzweilige Zeit mit dir auf dem Trail, liebe SonKa.

    Jetzt wieder Single, war die Wanderung eigenartig seltsam. Im Ort sah ich mir die wunderschöne Kirche an, mit ihren memento mori an der Außenseite und dem blauen Himmel innen. Ich kam noch am historischen Pulverturm vorbei, bevor ich durch das Stadttor aus dem 15. Jhd. die Stadt verließ.

    Kurze Zeit später ging ich auf herrlichen Single-Trails mit oft schönen Weitsichten. Als ich durch einen kleinen Wald hindurch war, stand oben auf dem Hügel ein Radfahrer. Als ich ihn erreicht hatte, sprachen wir ein paar Worte, und ihr glaubt es nicht, aber er schob drei Stunden sein Fahrrad neben mir her, um mich zu begleiten. Ist das nicht unglaublich! Wir unterhielten uns und fanden heraus, dass wir den gleichen Arbeitgeber haben ( über 8000 Mitarbeiter).

    Jetzt sitze ich bei der Mittagspause, breche aber gleich los, denn vielleicht gibt es später noch eine Überraschung.
    Read more

    Gerne Unterwegs

    Haben die Gießkannen eine bestimmte Bedeutung ?

    4/2/21Reply
    WildWortWechsel

    Habe ich nicht herausfinden können 🤷‍♂️

    4/2/21Reply
    SonKa

    Habe das mal kurz recherchiert, weil es mich auch interessiert hat: Die Dekoration wurde von Rudi Neugebauer, dem Inhaber des Kunsthauses "Palette", installiert. Wohl sinngemäß nach "Es regnet, wie aus Gießkannen." Die Putzfrau lässt fragen: Ist das noch Kunst oder kann das weg? 🤔

    4/3/21Reply
    WildWortWechsel

    Danke dir! 🙂

    4/3/21Reply
    16 more comments
     

Join us:

FindPenguins for iOSFindPenguins for Android