• Mein Fernweh
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Warnemünde 2026

Eisiger Februar an der Ostsee Læs mere
  • Start på rejsen
    6. februar 2026

    9:50 Stunden Zugfahrt

    6. februar, Tyskland ⋅ ☁️ 0 °C

    Kurz vor 6 Uhr fahren wir in Bad König los. Da wissen wir bereits, dass unser ursprünglicher ICE ausfällt - „wegen witterungsbedingten Einschränkungen“…. Unser neuer ICE fährt 8 Minuten später die gleiche Strecke und hat diese Probleme nicht. Er ist zwar proppenvoll, aber bis Berlin auf die Minute pünktlich.
    Glücklicherweise entschließen wir uns, schon in Berlin-Südkreuz den Zug zu verlassen und in den dort eingesetzten Regionalzug nach Rostock Hbf zu steigen. Hier finden wir noch genügend Platz- allerdings nicht für unsere großen Rucksäcke. Die Regionalbahnen sind nicht für den Transport von Gepäck ausgelegt. In Berlin-Hauptbahnhof und Gesundbrunnen steigen dann die meisten Reisenden mit Koffern und großen Taschen ein - das passte dann nicht mehr und so blieben viele stehen.
    Wir fahren durchs verschneite und eingefrorene Brandenburg. Die Bahnsteige sind oft spiegelglatt und nicht geräumt, weil hier der Einsatz von Tausalz durch den Nabu verboten wurde.
    Pünktlich kommen wir in Rostock an und nehmen die S-Bahn nach Warnemünde. Es ist das 14. Mal und wir haben uns im „Hafen-Appartments“ eine schöne Wohnung gebucht. Unser bisheriges Hotel Bellevue ist seit zwanzig Jahren Stillstand in die Jahre gekommen. Also hatten wir schon im letzten Jahr beschlossen etwas Neues zu suchen.
    Nun haben wir ein sehr schönes, modernes Quartier mit Blick auf die Werft und das Terminal für die Kreuzfahrtschiffe.
    Wir kaufen noch etwas für unser Frühstück ein und laufen dann zum Alten Strom. Es ist abenteuerlich glatt…
    Am Ende finden wir ein gemütliches, kleines Lokal , abseits vom Trubel mit leckerer Ostsee-Küche.
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  • Strandwanderung nach Osten

    8. februar, Tyskland ⋅ ☁️ 1 °C

    Von Warnemünde nach Markgrafenheide

    Gemäß unserer langjährigen Tradition fahren wir mit der Fähre von Warnemünde nach Hohe Düne. Eine Fahrt kostet inzwischen 2,30€. Auf der anderen Seite angekommen laufen wir direkt hinunter zum Strand. Das Wetter ist monoton grau, kein Unterschied zu gestern. Aber hier sind nicht viele Leute unterwegs.
    So stapfen wir mal durch tiefen Sand, rutschen über glatte Eisflächen und nähern uns so unserem Ziel Markgrafenheide. Immer wieder erfreuen wir uns n bizarren Eisformen, manche Wellenbrecher sehen mit ihren weißen Eismützen wie Bierflaschen aus. Wir verlassen den Strand n Höhe der Gaststätte Düne 31 und laufen durch das Strand Resort bis zur Bundestraße zurück. Hier liegt das Forsthaus, wo wir einkehren.
    Nach einem guten Mittagessen machen wir uns auf den Rückweg - dieses Mal aber an der Straße entlang. Der Fahrradweg nach Hohe Düne ist sauber geräumt und so ist es ein leichter, aber doch noch 5,5km langer Marsch bis zur Fähre.

    Nach dem Übersetzen holen wir uns wieder frischen Räucherfisch am Alten Strom, einen großen Saibling - der für uns beide als Abendbrot reicht.
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  • Geburtstag in Rostock

    9. februar, Tyskland ⋅ ☁️ 0 °C

    Nach einem schönen Frühstück im Kerzenschein machen wir uns auf den Weg nach Rostock. Mit der S-Bahn sind es nur zwanzig Minuten bis zum Hauptbahnhof, dann noch einmal 10 Minuten mit der Straßenbahn und man seht direkt auf der Langen Straße im Stadtzentrum von Rostock, Ich war vor 40 Jahren das letzte Mal hier, alles hat sich verändert, aber an den Brunnen vor der Uni kann ich mich noch genau erinnern.

    St. Marien, gehört zu den bedeutendsten Kirchen der norddeutschen Backsteingotik; Ihr Bau begann im 13. Jahrhundert, in einer Zeit, als Rostock als Hansestadt großen wirtschaftlichen und politischen Einfluss besaß.
    Besonders berühmt ist die astronomische Uhr aus dem Jahr 1472. Sie zeigt nicht nur die Uhrzeit an, sondern auch den Wochentag, das Datum, Namenstage, Taglänge, die Mondphasen sowie die Sternzeichen und beruht bis heute auf ihrem originalen mittelalterlichen Mechanismus. Damit zählt sie zu den ältesten noch funktionierenden astronomischen Uhren Europas. Der dazugehörige Kalender ist so konzipiert, dass er theoretisch bis zum Jahr 2150 reicht.

    Leider war der Hochaltar zugegangen, da er momentan renoviert wird. Hätte man beim Bezahlen des Eintrittsgeldes (!) anmerken können. Ein großes bronzenes Taufbecken aus dem Jahr 1290 mit judenfeindlichen Darstellungen und einem Hinweis, dass die Kirchengemeinde sich davon distanziert, wertvolle Altäre, Reste mittelalterlicher Wandmalereien sowie eine imposante Orgel, die zu den größten in Norddeutschland zählt, haben uns beeindruckt. Aber es ist wirklich hundekalt in der Kirche und so gehen wir wieder hinaus um uns „aufzuwärmen“.

    Wir trinken einen Kaffee, essen einen Spitzkuchen und eine echte Thüringer Bratwurst vor der Universität. Dann treffen wir unsere Freunde Inka und Peter, beide seit 14 Jahren Rostocker. Sie nehmen uns mit auf eine ganz besondere Entdeckungstour:

    Die Rundfahrt entlang der Warnow und durch den Rostocker Überseehafen führt durch eines der wichtigsten Industrie- und Logistikzentren an der Ostsee. Entlang des Flusses prägen Getreidespeicher, Silos und Hafenfirmen das Bild, während Förderbänder, Lkw und Kräne den stetigen Warenumschlag zeigen. Im Überseehafen dominieren große Industrieanlagen wie Liebherr, wo Hafen- und Schwerlastkräne für den weltweiten Einsatz gefertigt werden. Weiträumige Flächen sind der Offshore-Windenergie gewidmet, auf denen Rotorblätter, Fundamente und weitere Komponenten für Windräder gelagert und verladen werden. Fährterminals verbinden Rostock mit Skandinavien und dem Baltikum, daneben sorgen Containerterminals sowie Stück- und Schüttgutumschlag für den Transport von Containern, Maschinen, Getreide, Erz und anderen Massengütern. Ergänzt wird der Hafen durch Anlagen für Öl und Mineralprodukte, den Umschlag von Autos, Holz und weiteren Industriegütern. Sehr interessant…

    Den Abend verbringen wir auch zusammen - in der wohl ältesten, maritimsten Kneipe „Zur Kogge“.
    Heute ist sie vor allem deshalb so besonders, weil sie gelebte Geschichte ist. Als älteste Seemannskneipe Rostocks hat sie ihren ursprünglichen Charakter bewahrt – kein Themenlokal, keine Inszenierung, sondern ein Ort, der echt geblieben ist. Die Atmosphäre ist herzlich, geprägt von dunklem Holz, kleinen Bänken in Nischen, hunderten alten Fotos, maritimen Erinnerungsstücken aller Art und der unmittelbaren Nähe zum Stadthafen.

    Das war ein rundherum schöner Geburtstag.
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  • Wanderung nach Nienhagen

    10. februar, Tyskland ⋅ ☁️ 1 °C

    Es ist wieder ein grauer Tag - wir haben seit Freitag die Sonne noch nicht ein einziges Mal gesehen ;-)
    Aber wir machen uns auf zu unserer letzten Wanderung, laufen durch den alten Stadtkern von Warnemünde hinunter zum Strand und dort entlang der Küste bis nach Nienhagen.
    Nachdem wir Kap Geinitzort hinter uns gelassen haben, können wir auch keine Häuser von Warnemünde mehr sehen und sind auf einmal fast alleine hier. Die Steilküste hat sich schon wieder verändert, der Strand wirkt wieder viel breiter. Es gab Jahre, da sind wir hier kaum vorbeigekommen. Wenn man sich überlegt, wie sich hier das Meer das Land zurückholt - wenn es einmal weg ist - kommt es nicht wieder zurück. Es ist aber auch wenig Wasser in der Ostsee. Durch den anhaltenden Ostwind der letzten Woche würde das Wasser nach Westen weggedrückt. Im Radio hörten wir gestern auch, dass die Fähre nach Hiddensee schon wieder ausgesetzt ist - wegen Niedrigwasser.
    Wir lauen weiter, aber es wird immer beschwerlicher, der Sand immer tiefer. Noch vorbei am Elmenhorster Strand nehmen wir dann die nächste Treppe in Nienhagen und laufen ins Landesinnere /Technologiepark). Hier fährt der Bus nach Lütten Klein.
    Das ist das Schöne - mit der Gästekarte können wir alle Verbindungen des VVW benutzen. Also fahren wir bis zur S-Bahn und dann noch zwei Haltestellen damit weiter bis Warnemünde Werft. Wir laufen den Alten Strom entlang und gönnen uns einen halben Broiler (auch wenn es keine Erinnerung an den Broiler aus der Kindheit war ;-))
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  • Warnemünde - Bad König

    11. februar, Tyskland ⋅ ☁️ 11 °C

    Nach einem kleinen Frühstück verstauen wir die restlichen Sachen in unseren Rucksäcken - so schnell ist die Zeit vergangen. Ein Blick aus dem Fenster zeigt das gleiche Grau wie die letzten Tage - seit unserer Ankunft am Freitag haben wir wirklich die Sonne nicht ein einziges Mal gesehen...
    Wir checken online aus, legen die Karten auf den Tisch und lassen kurz nach 9 Uhr die Tür ins Schloss fallen.
    Aufgrund der Erfahrung vom Freitag mit der Regionalbahn haben wir uns für den IC von Rostock nach Berlin Gesundbrunnen entschieden. Das war eine gute Wahl - es gibt genügend Gepäckfächer und Stauraum - bequeme Sitze und ausreichend Platz, da der Zug ziemlich leer bleibt - und super pünktlich ist.
    In weniger als 2 Stunden sind wir in Berlin und haben nun noch genügend Zeit bis unser ICE nach Frankfurt fährt. Wir gönnen uns eine richtige Berliner Currywurst und genießen seit langer Zeit mal wieder ein paar Sonnenstrahlen im Gesicht.
    Auch dieser ICE fährt auf die Minute pünktlich ab (obschon wir mitbekommen, dass die anderen ICE in unsere Richtung schon große Verspätungen haben) - alles läuft sehr entspannt für uns. So kann Bahnfahren wirklich Spaß machen. Ohne Verspätung kommen wir in Frankfurt/Süd an - und hier beginnt ein ziemliches Chaos, was wir aber gelassen und entspannt beobachten. Im 30 Sekunden-Takt werden die Züge auf die beiden Gleise 7 und 8 verteilt, zwischendurch rollen Güterzüge vorbei - aber die VIAS kommt mit wenigen Minuten Verspätung und bringt uns bis Bad König.

    Und so stecken wir kurz nach 20 Uhr den Schlüssel ins Schloss und öffnen die Tür.

    Die Rucksäcke packen wir morgen aus, wir machen es uns mit einer Pizza und einer Flasche Wein vor dem Fernseher gemütlich. So schnell vergeht die Zeit ....
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    Slut på rejsen
    11. februar 2026