• Koh Chang 2026

    March 28 in Thailand ⋅ ☀️ 29 °C

    Tja, nun sind wir wieder einmal – ich glaube zum vierten Male – für zwei Wochen an gewohntem Ort auf der Elefantenkopfinsel Koh Chang im nordöstlichen Golf von Siam. Am White Sands Beach im Nordwesten der Insel haben wir wieder im Hotel KC Grande eingecheckt. Im vergangenen Jahr hat man die Zimmer, die wir bislang auch immer bewohnten, einer gründlichen Renovierung unterzogen und sie neu möbliert. Der bisherige dunkle Schiebetürenschrank ist einer offenen Kleider-Hängestange mit ebensolchen Regalablagen gewichen, und auch das übrige Mobiliar nebst dem Laminatboden hat einen freundlich-hellen Holzton, der sich in der übrigen Dekoration des Raumes fortsetzt.

    Was das Publikum anbelangt, so herrschen in Deutschland gegenwärtig Osterferien, und das merkt man deutlich am Anteil von Eltern- oder Großelternpaaren (oder beiden) in Begleitung von schulpflichtigen Kindern. Außerdem scheint der Anteil von russischen Gästen – leider – deutlich angestiegen zu sein. Das Frühstücksangebot vom Bufett ist wie immer vielfältig, abwechslungsreich und gut.

    Das Benehmen besagter osteuropäischer Klientel läßt sich summarisch so zusammenfassen, daß Berge von Nahrung aus dem Angebot auf dem Frühstückstisch angehäuft werden, die den Bedarf zur Stillung des Hungers der jeweiligen Gruppe bei weitem übersteigen. Und diese überzählige meist angegessene Nahrung wird dann wahllos beim Verlassen des Restaurants zurückgelassen. Meine Großmutter hätte zu einem derartigen Benehmen passend bemerkt: „Die gehen weg, wie die Sau vom Trog.“ Es scheint sich bei diesen Leuten durch die Bank um Parvenus zu handeln, denn anders ist deren auch sonstiges rücksichtsloses Verhalten im Bereich der Anlage nicht zu erklären.

    Das betrifft insbesondere das verächtlich-herablassende Benehmen gegenüber den stets freundlich-bemühten Angestellten. Leider beeinträchtigt dies insgesamt die Qualität des Aufenthalts beträchtlich, wenn man tagein-tagaus Anlässe zum Fremdschämen geboten bekommt.

    Am Strand fällt auf, daß der Anteil von Zivilisationsrückständen im Spülsaum des Meeres deutlich angestiegen ist: Plastiktüten, einzelne Flip-Flops, Glühbirnen und ähnliches findet sich bei Ebbe auf dem Sand. Diese Tendenz dürfte den gesamten Meeresabschnitt betreffen.

    Bei Unterhaltungen mit anderen deutschsprachigen Gästen, die in den vergangenen Jahren andere Stranddestinationen in Thailand besucht haben, erfährt man schnell, dass die beschriebenen Umstände woanders offenbar in weit größerem Ausmaß zu beobachten sind. Das ist dann ein Punkt, der Koh Chang trotz allem im Verhältnis weiterhin attraktiv erscheinen läßt.

    Und es ist immer wieder berührend zu beobachten, wie positiv angetan das Personal im Hotel wie auch in den von uns zum Abendessen aufgesuchten Restaurants ist, wenn wir versuchen, in thailändischer Sprache mit ihnen zu kommunizieren. Sei es der morgendliche Smalltalk mit dem jungen Mann, der zuverlässig den Pool säubert und sich über den Dank darüber freut, die Angestellte, die beim Frühstück die täglich wechselnde Nudelsuppe frisch für jeden Gast zubereitet und ganz erstaunt ist, dass wir unsere bevorzugte Nudelsorte in Thai angeben, oder das Zimmermädchen, das uns heute wiederum mit der schönen Bettdekoration aus den neuen Handtüchern und frischen Blüten erfreute.

    Bis zum 31. März dürfen wir noch bleiben, dann geht es für eine Woche nach Bangkok zurück, bevor wir dann den ursprünglich für Januar geplanten Aufenthalt in Chiang Mai nachholen.
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