Kurzes Update von uns
7 settembre 2025, Germania ⋅ ☀️ 22 °C
Da sind wir wieder, wenn auch im Moment noch in ungewohnter Umgebung. Der Sommer lief diametral anders als geplant. Aus Christians geplanter Hüftoperation (Endoprothese rechts) entwickelte sich eine Endlos-Story, die zum jetzigen Zeitpunkt auch noch nicht abgeschlossen ist. Noch knapp drei Wochen sind wir in einer Rehaklinik im Berliner Umland.
Aber von unseren Plänen für den kommenden dritten Langzeitaufenthalt in unserer mittlerweile zweiten Heimat lassen wir uns dennoch nicht abbringen! Der Kalender sagt uns, dass es noch 50 Tage - und damit noch sieben Wochen - bis zum Aufbruch am 27. Oktober sind! Und die Mitnahme von Krücken ist ja kein wirkliches Drama!
Also begeben wir uns langsam, aber sicher wieder hin zur Periode zwischen den Welten, und wenn wir es schaffen, melden wir uns vor dem Aufbruch noch einmal hier.
Wir freuen uns, wenn wir wieder viele virtuelle Begleiter haben!Leggi altro
Angekommen in Bangkok
2 novembre 2025, Tailandia ⋅ 🌧 29 °C
Da sind wir also wieder in unserer zweiten Heimat angekommen. Am 29. Oktober vormittags haben wir wieder thailändischen Boden betreten. Wie üblich gewöhnen sich unsere Körper in diesen Tagen an die Zeitverschiebung, das Klima und die heimische Küche.
Der Weg hierher war lang und steinig, Christian hatte wirklich sehr viel auszustehen im vergangenen Sommer. Aus einer geplanten Hüft OP wurden zwei mit in der Summe viermonatigem ununterbrochenen Aufenthalt in Krankenhäusern und Rehaklinik. Erst seit 23. Oktober darf er die Beine mit so genannter Vollbelastung gebrauchen, also so gehen, wie wir das normalerweise ohne darüber nachzudenken tun, allerdings auf längeren Strecken und unbekanntem Gelände mit zwei Krücken. Im Zimmer tut es auch eine Krücke, und dort zunehmend auch der freie Gang.
Wir waren deshalb sehr froh, dass die lange Reise viel unproblematischer und angenehmer verlief, als wir uns das im Vorfeld ausgemalt hatten. Wir sind wieder mit KLM geflogen und waren wiederum sehr angetan vom Service und der Betreuung. Alle Koffer blieben dieses Mal heil, und trotz verspäteten Abflugs aus Amsterdam landeten wir vor der anvisierten Zeit in Bangkok. Bei der Einreise erlebten wir zum ersten Mal die Notwendigkeit eines Einreiseformulars TDAC, das online frühestens drei Tage vor der Einreise beantragt werden muss und direkt per QR Code bestätigt wird. Dieser wird offenbar beim jeweiligen Pass hinterlegt, denn wir mussten ihn bei der Einreisebeamtin weder vorzeigen noch wurden die sicherheitshalber ausgedruckten Bestätigungen verlangt.
Wie gewohnt und in diesem Jahr besonders geschätzt verbringen wir die erste Woche wieder in unserem Stammhotel am MBK. Nachher werden wir mal zu unserer Wohnung fahren, um nach dem Rechten zu schauen und sie in Betrieb zu nehmen. Ansonsten lassen wir uns hier noch ein bisschen verwöhnen!Leggi altro

ViaggiatoreBin ein bisschen neidisch😉 Deutschland im Herbst ist wirklich zum Davonlaufen bzw. -fliegen! Toll, dass ihr totz gesundheitlicher Hürden die Anreise so toll gemeistert habt! Gute Genesung weiterhin für Christian ❤️
Im Alltag zurück und schöne Erlebnisse
8 novembre 2025, Tailandia ⋅ ☁️ 31 °C
Nach einer Woche Verwöhnprogramm im Hotel war es Zeit, mit Sack und Pack unsere Wohnung endgültig wieder in Betrieb zu nehmen. Unser kurzer Inspektionsbesuch hatte dieses Mal keine Schäden ans Licht gebracht (wir erinnern uns an den Spannungsbruch in der Tür eines Kleiderschrankes im letzten Jahr 😉)
Und so hieß es "nur", nach und nach die Koffer auszupacken, einen Grundeinkauf beim "Lotus" zu erledigen, die bei Poms deponierten Schlüssel wieder einzusammeln und die von Christian im Laufe der ersten Woche über Lazada bestellten Dinge in der Paketstation abzuholen. Auch die ersten beiden Ladungen Schmutzwäsche wollten erledigt werden. Alltag eben 😀
Und auch eine weitere Maßnahme zur Pflege und zur Unterhaltung unserer Bleibe mußte ergriffen werden. In den vorangegangenen Aufenthalten hatten wir selten, aber doch immer wieder einmal kleine sechsbeinige Mitbewohner erspäht, die sich außerordenlich lichtscheu gebärdeten und sich flugs in irgendwelche Spalten und Ritzen zurückzogen: Schaben. Ja, wir leben hier in den Tropen, und da muß man mit so etwas mit höherer Wahrscheinlichkeit rechnen - auch wenn man wie wir im 18. Stock eines Hochhauses lebt. Das sind halt Kulturfolger, genau wie die Ratten und sie sind entwicklungsgeschichtlich weitaus älter als unsere Spezies, und sie haben das biologische Potential, den Homo sapiens deutlich zu überleben. Man sagt ihnen nach, daß sie selbst nukleare Katastrophen überleben können. Sollte es der Menschheit eines unschönen Tages doch einmal gelingen, sich selbst auzulöschen: die Kakerlaken werden weiterleben.
Also wurden Gegenmaßnahmen nötig und ergriffen, Fraßköder auf der Basis von Neonicotinoiden beschafft und an allen neuralgischen Punkten angebracht, um einigermaßen Herr der Lage bleiben zu können.
Da war es nach anderthalb Tagen Zeit für Abwechslung. Im Mai hatte mich ein Freund aus Stralsund angesprochen. Er habe da eine Nichte und ihren Mann, und die beiden planten im November/Dezember eine erstmalige Reise nach Thailand. Wir seien doch Experten, und ob er mal meine Kontaktdaten an die beiden weitergeben dürfe. Na klar! Über den Sommer haben wir mehrmals telefoniert, uns sofort sympathisch gefunden, das eine oder andere an Wünschen, Vorstellungen und Empfehlungen ausgetauscht. Und nun ging es für die beiden Backpacker los, und wir waren für den 8. November verabredet. Bilder, wie wir aussehen, waren auch ausgetauscht, denn es wurde ja die erste persönliche Begegnung.
Am Vormittag nach der Ankunft am Vortag war bei beiden natürlich noch der Jetlag präsent. Da war es gut, dass wir relativ relaxt erstmal von ihrem Hotel per Grab-Auto zu unserem Schneider Nick gefahren sind. Es stand nämlich die Erstellung eines Brautjungfernkleides für Anne an, deren beste Freundin im nächsten Jahr heiratet. Wie nicht anders zu erwarten, fand sich schnell ein schöner Stoff, und auch wenn Nick den von Anne per Bild mitgebrachten Schnitt als "tricky to make" einordnete, sind wir doch sicher, dass bei der Anprobe alles zur allseitigen Zufriedenheit ausfallen wird.
Anschließend sind wir dann mit Bus und BTS zum MBK gefahren, wo wir uns mit Christian getroffen haben, der das erste Mal nach der OP auf Krücken die öffentlichen Verkehrsmittel (hier: die Hochbahn) zur Fahrt ins MBK genutzt hatte. Es war für ihn überhaupt kein Problem gewesen, einen Sitzplatz als selbstverständlich angeboten zu bekommen und immer wieder wiesen ihn freundliche Einheimische auf die Existenz von Rolltreppen und Fahrstühlen hin.
Nach gemeinsamem Kaffeetrinken bei Dunkin' Donuts sind wir dann mit den beiden in die Tiefen des MBK eingetaucht. Es fanden sich Elefantenhosen für den geplanten Aufenthalt auf mehreren Inseln, auch Mitbringsel für Kleinkinder in der Verwandtschaft waren schnell entdeckt und nach einigem Handeln erstanden. Beim Handeln (was kostet es, wenn wir drei nehmen?) erwiesen sich unsere Sprachkenntnisse hilfreich. In der Techniketage fand sich auch noch ein Kabel, das Toni zu Hause vergessen hatte, und für den ersten Tag reichte es dann auch.
Zum Abendessen hatte ich einen Tisch in der "White Flower Factory" bestellt, wo wir immer wieder gerne mit Gästen sind. Auch dieses Mal waren wir wieder sehr zufrieden und konnten den beiden ein bisschen die thailändische Küche in ihrer Vielfalt und unterschiedlichen Schärfegraden näher bringen. Wir sind gespannt, wie sich ihre Schärfetoleranz in den sieben Wochen ihres Aufenthaltes fortentwickeln wird!
Es war ein rundum schöner Tag, und wir freuen uns sehr, wie die beiden jetzt gerade unsere Lieblingsinsel Koh Chang genießen. Dahin wollen wir wahrscheinlich wieder im März reisen.
Da bei uns überwiegend Alltag eingekehrt ist, wird es dieses Mal leider wohl insgesamt weniger Tagebucheinträge geben, denn soviel Neues und Berichtenswertes ist momentan nicht festzuhalten.Leggi altro

Viaggiatore
Herrlicher Blick und vielen Dank für Deinen Reisebericht von Eurem 2. Zuhause🤗

petrolundcurryHallo Ihr beiden! Ich musste jetzt doch mal nach Euch schauen? Christian, Dir alles Gute! Was für eine Odyssee! Habt eine schöne Zeit in Eurer zweiten Heimat. Wir werden Euch begleiten
Von den Nickeligkeiten des Alltags
25 novembre 2025, Tailandia ⋅ ☁️ 27 °C
Hier in Thailand, aber auch in den Nachbarländern, gibt es neben anderen Dienstleistern wie "Line" oder auch "Bolt" einen gleichartigen Dienstleister namens "Grab", Englisch für zugreifen, zupacken. Dieser bietet Transportleistungen z. B. für Essens- oder Einkaufslieferungen, aber auch Personentransport von A nach B an. Es gibt verschiedene Vehikelklassen, vom Kleinwagen bis zum SUV, zudem auch Frauentouren, bei denen nur Fahrerinnen zum Einsatz kommen und auch nur Frauen als Fahrgäste akzeptiert werden. Auch kann man bei diesen Dienstleistern einen Fahrer zu einem bestimmten Termin für eine vorher zu definierende Strecke vorbuchen.
Der Preis für die jeweilige Fahrt ist abhängig von der Tageszeit und der jeweils vorliegenden Verkehrsdichte: in Stauperioden entsprechend höher, als zu Zeiten geringerer Straßenauslastung und zudem auch von der Klasse des Gefährts.
Wenn wir nicht die öffentlichen Transportmittel nutzen, bedienen wir uns gerne dieser Möglichkeit . Man kennt im Vorhinein den Preis und sieht die in etwa benötigte Transportdauer. Außerdem kann man seine Kreditkarte online hinterlegen, muß also nicht mit Bargeld herumhantieren.
Grab ist viel zuverlässiger, als die außerdem noch verkehrenden normalen mit Taxameter ausgerüsteten Taxis. Man weiß nämlich nie, ob man zur jeweils benötigten Zeit dann auch ein Taxi erwischt; wir haben zu bestimmten Tageszeiten bereits endlos vergeblich am Straßenrand auf ein freies Taxi gewartet. Dazu versuchen die Fahrer gerne immer wieder - gerade wenn sie einen vermeintlich unerfahrenen Touristen, also einen farang, vor sich zu haben meinen - einen übers Ohr zu hauen, indem sie den Taxameter abdecken und damit dessen Nichtexistenz vortäuschen - oder sie lehnen die angefragte Strecke kaltlächelnd ab.
Neulich waren wir mit den Hannoveraner Freunden Anette und Gerd, die gerade wieder in Thailand sind, einmal in unserem lokalen Ambiente unterwegs , haben ihnen unsere Bleibe samt den Annehmlichkeiten des Umfeldes gezeigt und waren dann im nächstgelegenen Einkaufszentrum, wo wir ihnen das Sortiment des lokalen Lotus's- Supermarktes vorführten und gleich noch im dortigen Foodcourt in angenäherter Mensaatmosphäre zu Mittag gegessen haben.
Für den Rückweg buchte Ulrike dann für uns Vier wiederum ein Grab-Auto, jedenfalls versuchte sie dies. Der Fahrer war in der näheren Umgebung und zunächst sah alles problemlos aus. Man bekommt, nachdem man die Buchung getätigt und der Fahrer die Fahrt akzeptiert hat, das Kennzeichen des Autos und den Namen des Fahrers in der App angezeigt. Man sieht auch, wie lange der Fahrer zum Treffpunkt benötigen wird und wo er sich gerade befindet, und letzteres wird permanent aktualisiert. Man hat zudem die Möglichkeit, mit dem Fahrer zu chatten.
Plötzlich, nachdem der Fahrer quasi schon in Sichtweite war, bekam ich in der App von ihm die Nachricht, dass er die Fahrt nicht akzeptierte. Begründung dafür: keine. Ich fragte zurück, ob er das wohl ernst meine, er sei doch schließlich um die Ecke! Er blieb dabei, und bei meiner dritten Nachfrage forderte er mich auf, die Fahrt bei Grab abzusagen. Wir standen vor dem Einkaufszentrum, Christian wurde es langsam unbequem mit dem Stehen an Krücken, und so cancelte ich. Direkt danach orderte ich erneut die nämliche Fahrt bei einen anderen Fahrer. Dieser war nicht nur sehr schnell da, sondern sowohl beim Ein - als auch beim Ausladen daheim enorm hilfsbereit und freundlich. Da war das Trinkgeld mehr als verdient!
Was uns dann aber wirklich beeindruckt hat, ist die Reaktion von Grab auf meine Beschwerde. Wir waren zu ärgerlich, um den ersten Fahrer ungeschoren davon kommen zu lassen. Der Dienst hatte sich mit der Antwort ein paar Tage Zeit gelassen und den Fall offenbar sorgfältig geprüft. Im Ergebnis ist der Fahrer erstmal weg vom Fenster, weil er zunächst zu Grab einbestellt und intensiv geschult wird. Mindestens eine Ermahnung gibt es auch noch mit auf den Weg, bevor er wieder auf die Menschheit losgelassen wird. Als kleine Kompensation wurde meinem Konto noch ein Betrag von 50 Baht, etwa 1,30 Euro, gut geschrieben, die ich innerhalb von 90 Tagen beim nächsten Aufrag dann einlösen kann. So geht Kundendienst!!
Unsere Einschätzung: in Deutschland würde man solch kundenorientiertes Handeln dringend benötigen, kann allerdings leider lange danach suchen!Leggi altro

ViaggiatoreEs war ein wunderschöner Tag mit euch beiden und wir freuen uns auf unser nächstes Treffen am Sonntag. Bis dahin genießen wir die Tage in Koh Chang
Auf zur deutschen Botschaft!
2 dicembre 2025, Tailandia ⋅ ⛅ 33 °C
Alle Jahre wieder steht im Dezember die Verlängerung unserer Aufenthaltserlaubnis um ein weiteres Jahr an. Um den hierfür notwendigen Nachweis unserer monatlichen Einkünfte zu bekommen, müssen wir im Vorfeld einen Termin bei der Deutschen Botschaft hier in Bangkok ausmachen, um die entsprechende Bescheinigung mit Stempel und Unterschrift des Konsularbeamten zu erhalten (pro Person umgerechnet 36 €).
Im Gepäck von Deutschland nach Thailand sind also immer die ausgedruckten Nachweise der Rentenanpassung bzw. meiner monatlichen Pensionsbezüge, denn der Botschaftsbeamte braucht natürlich Belege. Der Termin selbst ist für uns beide eine Sache von 10 Minuten. In diesem Jahr war ein uns bisher unbekannter Attaché tätig. Auf Nachfrage erfuhren wir, dass sein Vorgänger, mit dem wir es in den letzten beiden Jahren zu tun gehabt hatten, turnusmäßig inzwischen nach Australien versetzt wurde. Der seit diesem Herbst neu in Bangkok eingetroffene Beamte hatte vorherige Verwendungen im Libanon und im Irak und erzählte uns, dass man sich sowohl einen Einsatz in Thailand wie auch Australien verdienen muss und die jeweiligen Bewerbungslisten seeeehr lang seien. Er freut sich nun auf vier Jahre Thailand, und wir verabschiedeten uns herzlich bis zum nächsten Jahr.
Als wir dann außerhalb des Botschaftsgeländes wieder auf thailändischem Boden waren, überlegten wir, was wir aus dem angefangenen Tag noch machen könnten. Wir entschieden uns für eine Fahrt auf die andere Seite des Flusses zur Mall Icon Siam. Dort waren wir gemeinsam zuletzt mit Anette und Gerd im Februar gewesen. Wir haben den Bummel über den Sook Siam, einen bunten Markt mit vielen lokalen Produkten, sehr genossen. Traditionell haben wir dann im Terrassenrestaurant im 6. Stock zu Mittag gegessen und die Aussicht auf das Leben am und auf dem Fluss als immer wieder neu und spannend empfunden.
Es war heute spürbar wärmer als in den letzten Wochen, und auch die Luftqualität ist seit gestern durch eine Inversionswetterlage sehr schlecht. Wir haben das bisher ungewöhnlich kalte Wetter - verursacht durch ein ausgeprägtes Hochdrucksystem über Südchina und Nordthailand mit kräftigem und wirklich kaltem Wind - übrigens daran festgestellt, daß wir beim Blick in Richtung des Flughafens Don Mueang die Flugzeuge nicht wie sonst immer beim Start, sondern beim Landeanflug beobachten konnten. Seit Sonntag ist nun alles wieder wie immer, und die Thais können Mütze, Schal und Handschuhe wieder im Schrank verstauen.
Unsere Besucher aus Deutschland, Anette und Gerd einerseits, und auch Anne und Toni, sind nach ihren jeweiligen Aufenthalten auf Koh Chang und den benacbarten kleineren Inseln wieder sicher in Bangkok gelandet. Wir haben uns mit beiden Paaren jeweils nochmal getroffen, ehe es für die einen wieder nach Hause ging, und die anderen als nächstes Richtung Chiang Mai aufbrechen. Wir haben uns sehr gefreut, die Besucher hier in Bangkok zu empfangen und begleiten zu können, und besonders auch, dass alle auch einmal unser lokales Domizil besucht und voll Interesse angesehen haben!
Schon am kommenden Wochenende haben wir die nächsten lieben Menschen aus der Heimat hier und freuen uns auf ein gemeinsames Dinner am Sonntag. In der nächsten Woche will ich dann die Unterlagen für die Immigration vorbereiten, das ist ja immer ein Wust an Formularen und Schreiberei. Wir haben einen gesicherten Termin bei der Behörde für den - kein Scherz! - 24. Dezember um 13.00, es ist hier eben nicht Heiligabend, sondern ein ganz regulärer Werktag. Wir werden aber so ab 15. Dezember zusehen, dass wir das ohne Termin erledigen, damit das Thema dann wieder für ein Jahr Ruhe hat.
Wie man sieht, wird uns nicht langweilig!Leggi altro
Bald nun ist Weihnachtszeit ....
6 dicembre 2025, Tailandia ⋅ ⛅ 30 °C
Da sind wir also wieder zur Adventszeit in Bangkok! Damit uns angesichts der ganzen Eindrücke von außerhalb nicht die Vorweihnachtsstimmung abhanden kommt, haben wir in unserer Wohnung einiges passend und nach unserem Geschmack geschmückt.
Allerdings verbietet sich wegen der hohen Temperaturen der Einsatz natürlichen Tannengrüns von selbst. Also behilft man sich mit einigermaßen natürlich wirkenden Nachbildungen, die jedenfalls auch optisch ganz gelungen daherkommen. Da die Appartements im ganzen Haus durchweg mit Rauchmeldern ausgestattet sind, wollen wir nichts riskieren und verwenden anstelle richtiger Kerzen und ehe wir gar nichts haben dann lieber solche auf Akkubasis.Leggi altro

Orthoklas on tourFürchte, da kannste lange warten: das wird leider ein Satz mit X.....
Alte Grenzkonflike flammen akut auf
13 dicembre 2025, Tailandia ⋅ ☁️ 30 °C
Der nachfolgende Artikel aus der FAZ vom 11.12.2025 faßt die aktuelle Situation der Querelen zwischen Thailand und Kambodscha sehr gut zusammen. Allerdings werden die gegenwärtigen innenpolitischen Probleme beider Länder lediglich als einer der möglichen Gründe genannt.
Von unserer Warte in Bangkok aus betrachtet, ist das allerdings DER
Grund. Die Streitereien um die benannten Khmer-Tempel an der gemeinsamen Grenze sind in der ganzen Angelegenheit nur vorgeschoben. Man will patriotische Stimmung machen. Diese kommt natürlich angesichts der am 12.12.2025 erfolgten vorzeitigen Auflösung des gegenwärtigen Thai-Parlaments wie gerufen; denn nun müssen innerhalb von 60 Tagen Neuwahlen abgehalten werden.
Diese ganze Aggression von der Seite Kambodschas und die Reaktionen von thailändischer Seite darauf muss man unter Betrachtung der realen militärischen Kräfteverhältnisse nur als schier selbstmörderisch bezeichnen. Die Sache kann für die Kambodschaner auf lange Sicht nur nach hinten losgehen. Das bestärkt uns in der Einschätzung, dass man nur und auf alle Fälle von innenpolitischen Problemen beiderseits der Grenze ablenken möchte.
"THAILAND UND KAMBODSCHA:
Eine koloniale Landkarte führt zum Konflikt
Till Fähnders, Singapur | F.A.Z. | 11.12.2025"
"Der wiederaufgeflammte Grenzstreit in Südostasien hat historische Ursachen. Doch beide Seiten schüren auch aus innenpolitischen Gründen den Nationalismus.
Thailand und Kambodscha beschuldigen sich gegenseitig, für den jüngsten Gewaltausbruch entlang ihrer umstrittenen Grenze verantwortlich zu sein. Wer die im Oktober von den USA und Malaysia vermittelte Waffenruhe zuerst gebrochen hat, lässt sich kaum feststellen. Eine dauerhafte Lösung des Konflikts dürfte schwierig werden, weil den Kämpfen ein komplexer Grenzkonflikt zugrunde liegt, dessen Ursprung weit in die Geschichte zurückreicht.
Zwischen dem neunten und fünfzehnten Jahrhundert wurde das südostasiatische Festland vom Reich der Khmer dominiert. Das Zentrum ihres Herrschaftsgebiets, die Stadt Angkor, lag im Gebiet des heutigen Kambodschas. Die von Straßen und Wassergräben durchzogene Hauptstadt war von der Fläche her der wohl größte vorindustrielle urbane Ballungsraum.
Im Zeitalter des Imperialismus besetzte Frankreich den Großteil Indochinas, darunter auch das Gebiet des heutigen Kambodschas. Das damalige Königreich Siam dagegen wurde nie kolonisiert – ein Umstand, auf den das „Land der Freien“, wie der jetzige Landesname Thailand meist übersetzt wird, bis heute stolz ist.
Im Jahr 1904 einigten sich Siam und Frankreich auf eine Grenzlinie zwischen den beiden Gebieten. Die Grenze sollte sich an der Wasserscheide des nicht besonders hohen Dangrek-Gebirges orientieren, die die Region Isan im Nordosten Thailands von Kambodscha auf natürliche Weise trennt. Wo die Wasserscheide genau verläuft, ist allerdings eine strittige Frage.
WEM GEHÖRT DAS KULTURELLE ERBE?
Der Konflikt dreht sich nicht allein um den Grenzverlauf. Es geht dabei auch um mehrere historische Tempel, die im Grenzgebiet stehen. Das reiche Erbe der Khmer, die den auf dem Seeweg aus Indien gekommenen Hinduismus praktizierten, umfasst zahlreiche Tempelanlagen, die zu den architektonisch beeindruckendsten Sakralbauten der Welt gehören.
Das gigantische Tempelareal von Angkor Wat ist nur der Gipfel dieser Kultur. Einige der alten Khmer-Tempel liegen seit den Eroberungen durch das Königreich Ayutthaya, das vom 14. bis zum 18. Jahrhundert existierte, ohnehin im heutigen Thailand.
Zudem sind Elemente der Khmer-Kultur in den Königskult und die Staatsrituale der Thais geflossen, darunter die Vorstellung, dass es sich bei dem Monarchen des Landes um einen Gottkönig handelt. Die Khmer-Kultur hat auch Sprache, Literatur und Architektur Thailands beeinflusst. In Kambodscha ist deshalb der Eindruck verbreitet, die Thais eigneten sich Teile der kambodschanischen Kultur an. In Thailand dagegen paart sich der Stolz auf die Eigenständigkeit mit Gefühlen der Überlegenheit.
Diese wechselseitige Abneigung entlädt sich seit Jahren besonders an dem Khmer-Tempel von Preah Vihear, der nach Ansicht Thailands auf seiner Seite der Wasserscheide liegt. Die Franzosen hatten auf einer Karte im Jahr 1907 die Grenze so eingezeichnet, dass er Kambodscha gehört. Nach dem Rückzug der Franzosen aus Kambodscha besetzten thailändische Truppen im Jahr 1954 den Tempel. Der Internationale Gerichtshof (IGH) sprach ihn dann 1962 Kambodscha zu.
THAILAND ZWEIFELT AN DER GERICHTSENTSCHEIDUNG
Die Begründung lautete, dass Thailand keinen Einspruch gegen die Karte von 1907 eingelegt und sie damit praktisch akzeptiert hatte. Die Auseinandersetzung verschärfte sich, als die UNESCO den Tempel auf Antrag Kambodschas hin im Jahr 2008 in das Weltkulturerbe aufnahm. Während die Entscheidung in Kambodscha gefeiert wurde, sorgte sie für nationalistische Proteste in Thailand. Es kam zu Spannungen und einem Truppenmarsch entlang der Grenze.
2011 eskalierten die immer wieder sporadisch ausgetragenen Gefechte so, dass es Dutzende Tote gab. Im Jahr 2013 bestätigte der IGH das Urteil von 1962, wonach der Tempel Kambodscha gehört. Doch Thailand zweifelt die Entscheidungen besonders mit Blick auf die direkte Umgebung des Tempels an.
Der in diesem Jahr wieder aufgeflammte Konflikt entzündete sich allerdings nicht am Preah-Vihear-Tempel, sondern an mehreren kleineren Heiligtümern entlang der unmarkierten Grenze. So hatten bereits im Februar thailändische Soldaten kambodschanische Touristen daran gehindert, am Ta-Muen-Tempel die Nationalhymne zu singen. Im Mai kam es zu einem Schusswechsel, bei dem ein kambodschanischer Soldat getötet wurde.
Während Kambodscha wieder den IGH zur Klärung des Konflikts einschalten wollte, sprach sich Thailand gegen die Beteiligung Dritter aus. Ende Juli wurden mehrere thailändische Soldaten durch Landminen verletzt. Es folgten fünf Tage intensiver Artilleriebeschuss über die Grenze. Dabei wurden Militäreinrichtungen, Zivilgebäude und Wohnhäuser zerstört, Dutzende Menschen verletzt und mindestens 48 getötet.
Dass der Konflikt mit dem Friedensabkommen, das Ende Oktober in Kuala Lumpur unterschrieben worden war, nicht beendet wurde, liegt allerdings nicht nur an den komplexen Hintergründen des Grenzstreits. Auf beiden Seiten dürfte die Innenpolitik eine erhebliche Rolle spielen. In Thailand ringen seit zwei Jahrzehnten neue politische Kräfte mit den traditionellen Eliten aus Königshaus, Militär und Verwaltung um die Macht.
Kambodschas autoritäre Führung befindet sich in einer Zeit des Übergangs, in der die Führung vom Langzeitherrscher Hun Sen auf seinen Sohn und amtierenden Regierungschef Hun Manet übergeht. Spekulationen nach geht es im Hintergrund auch um Geschäftsinteressen verschiedener Parteien bezüglich der Casinos und Internetbetrugsfabriken im Grenzgebiet. Das sind Voraussetzungen, unter denen sich der nationalistische Furor, den der „Tempelstreit“ auslöst, leicht instrumentalisieren lässt."Leggi altro
Wieder für das kommende Jahr vorgesorgt
15 dicembre 2025, Tailandia ⋅ ⛅ 31 °C
Alle Jahre wieder……...müssen wir zwecks Verlängerung unserer Aufenthaltserlaubnis zur Einwanderungsbehörde im Großkomplex an der Chaengwattana-Road. Auf der beigefügten Karte kann man sehen, daß das betreffende Gebäude gar nicht so weit von unserer Wohnlage entfernt ist.
An der Chaengwattana-Road sind in den letzten Jahrzehnten ausgedehnte Regierungsbauten aus dem Boden gestampft worden. Es finden sich hier z.B. die Zentrale der Thailändischen Post, das administrative Hauptquartier der Streitkräfte, der Verwaltungsgerichtshof und vieles andere mehr.
Eigentlich hatten wir einen persönlichen Termin für unser Anliegen ausgemacht. Allerdings lag dieser - da wir uns erst relativ spät um einen solchen bemüht hatten - exakt auf dem 24.12. vormittags. Wir wollten uns den Tag des Heiligen Abends allerdings frei halten, also sind wir aufs Geratewohl vorab gestern am 15.12. dorthin gegangen, riskierten damit jedoch auch, längere Wartezeiten in Kauf nehmen zu müssen.
Inzwischen kennen wir uns ja beinahe vorzüglich in den Lokalitäten und anderen Gegebenheiten aus. 75 Antragsteller hatten wir noch vor uns. Nützlicherweise kann man mit einer entsprechenden App auf dem Mobiltelefon auch von ferne das Vorrücken der Wartenden verfolgen, so daß wir uns ganz beruhigt in den Foodcourt im Erdgeschoß des Gebäudekomplexes setzen konnten, um bei Kaffee und Gebäck abzuwarten, bis die Reihe an uns war.
Dabei war nun auch Zeit, einige grundlegende Überlegungen auf der Basis gemachter Wahrnehmungen anzustellen. Thailand war ja nie eine Kolonie westlicher Mächte, worauf man zu einem berechtigten Teil auch patriotischen Stolz entwickelt hat, den man jedoch offenbar über Gebühr pflegt. Denn die Vermittlung von Fremdsprachen an den hiesigen Schulen – dabei kann man die bestehenden internationalen Schulen im Lande getrost rühmlich ausnehmen – ist nach wie vor auf einem bejammernswerten Niveau. Wir kommen hier in Bangkoks Stadtteil Bang Khen - und damit fernab jeglicher touristischer Brennpunkte wohnend – gerade so mit Ach und Krach und gutem Willen mit von uns brockenhaft beherrschtem Thai über die Runden. Dabei hat Ulrike einen weitaus fortgeschritteneren Status als ich, widmet sie sich doch seit zwei Jahren auf einer Onlineplattform kontinuierlich nebenbei dem Erwerb der hiesigen Sprache.
Eine einzige Frau im Büro der Hausverwaltung beherrscht radebrechend Englisch. Ringsum besteht jedoch an weiteren Englisch Sprechenden durchaus Mangel. Als ein Land, dessen Bruttoinlandsprodukt unterschiedlichen Quellen zufolge zu 10 bis sogar 20 Prozent vom Tourismus abhängt, sollte man vermuten und erwarten dürfen, daß sich dies in der öffentlichen Beschilderung niederschlägt. Jedoch Pustekuchen und Essig! Je weiter man aus dem Zentrum von Bangkok herausfährt, desto spärlicher sind zweisprachige Beschriftungen, die neben der Thaischrift Bezeichnungen in lateinischen Buchstaben aufweisen.
Ein analoges Verhalten in kleinerem Maßstab ist in den Foodcourts zu beobachten, sei es beispielsweise in dem des MBK-Einkaufszentrums mehr stadteinwärts, sei es wie vorliegend in dem der Einwanderungsbehörde: Beschriftungen fast ausschließlich in Thai. Gerade in einem Gebäude, in dem der Anteil an Landesfremden nachvollziehbar erheblich höher ist, als an anderer Stelle, sollte man im Interesse des Geschäfts doch vielleicht eine weitere lesbare Beschriftung erwarten. Aber nein…..Eine derartige Beschränkung, die Verweigerung, einmal über die eigene Nasenspitze hinaus zu denken, ist auf alle Fälle als taktisch sehr unklug, wenn nicht gar als schlicht dumm zu bezeichnen.
Nachdem wir dann noch die gewöhnliche einstündige Mittagszwangspause der Behörde zwischen 12 und 13 Uhr überstanden hatten, waren wir endlich auch an der Reihe. Gewieft durch die vielfältigen Wechselfälle mit diversen nicht vorhersehbaren fehlenden Dokumenten, Stempeln und Nachweisen der Vorjahre waren dieses Mal alle nötigen Dokumente und Kopien auf den ersten Versuch hin vorhanden.
Einzig wurde in diesem Jahr wie bereits 2023 in Gegenwart der Schaltergewaltigen wiederum die Anfertigung einer Handskizze abgefordert, auf der die unmittelbare Umgebung unserer Wohnlage nebst den vorhandenen Straßen etc. zu erkennen sein sollte. Mit dieser in unserem Fall lächerlichen Formalie will man offiziellerseits offenbar falsche oder vorgebliche Wohnungsanmeldungen verhindern.
Nun denn, wenn es der Sache dient, fügt sich der Antragsteller seufzend und gleichzeitig innerlich grinsend den Kopf schüttelnd auch diesem Erfordernis 😞😞
Als wir dann endlich die ersehnte Verlängerung unserer Aufenthaltserlaubnis um ein weiteres Jahr in die Pässe eingestempelt erhalten hatten, waren wir insgesamt fünf geschlagene Stunden in diesem Gebäude gewesen. Und zu allem Überfluß hatte dann zu diesem Zeitpunkt gegen 15 Uhr die andere Abteilung der Immigration auf der gleichen Etage bereits geschlossen. Als Ergänzung zur Aufenthaltserlaubnis benötigen wir nämlich stets noch eine Genehmigung zur wiederholten Einreise; denn sonst verliert der Permit nämlich im Moment einer Ausreise seine Gültigkeit.
Nun ja, dann werden wir ergo Ende Januar nächsten Jahres darum einkommen, dann, wenn wir nach 90 Tagen in Thailand unser fortgesetztes Verbleiben im Lande dokumentieren müssen. Das erste Mal nach jeder Einreise hat dieser Nachweis vollphysisch zu erfolgen. Wir dürfen also erneut hier antanzen. Den nachfolgenden 90-Tage-Nachweis kann man dann gnädiger Weise online führen.
Wie auch in den Jahren zuvor, hatte man wieder einen bunten Markt im überdachten Atriumhof des Gebäudekomplexes aufgebaut. Das Angebot wurde zu 90 Prozent von unterschiedlichsten Essensständen bestritten. So konnten wir uns wenigstens nebenbei mit zwei verschiedenen Curries und diversen anderen Snacks für daheim versehen.
Zu unserer Überraschung und Freude erwartete uns in unserer hauseigenen Paketstation ein Päckchen aus der Heimat. Birgit, die ich seit meiner ersten Klasse 1962 kenne, hatte uns mit einer liebevoll zusammengestellten Sendung bedacht. Da macht das Nach-Hause-Kommen gleich doppelt soviel Spaß!Leggi altro
Englisch in Thailand: ein Desaster
19 dicembre 2025, Tailandia ⋅ ⛅ 29 °C
Per Zufall fiel uns gestern Abend ein Artikel zu einer aktuellen Studie des EF "English Profiency Index" auf, der vom Medienportal "The Thaiger" veröffentlicht wurde. Die Studienergebnisse decken sich mit unseren beschriebenen Beobachtungen 😀.
"EF" steht für Education First, ein vor 60 Jahren gegründetes Institut, das praxisorientierte Lernprogramme anbietet, welche sich auf Sprachen, Reisen, kulturellen Austausch und akademische Ausbildungen fokussieren. Ein kurzgefaßter Faktensteckbrief hierzu ist dem Footprint angehängt.
Es folgen die wichtigsten Aussagen des Textes in deutscher Übersetzung:
"Thailand weist laut dem EF English Proficiency Index 2025 eines der niedrigsten Niveaus an Englischkenntnissen in Asien auf. Dies entspricht der anhaltenden Stagnation zur Beherrschung der Englischen Sprache weltweit seit 2020.
Der Index basiert auf den Testergebnissen von 2,2 Millionen Teilnehmenden aus 123 Ländern mit einem Durchschnittsalter von 26 Jahren. Obwohl Englisch weiterhin die am häufigsten verwendete Sprache für die internationale Kommunikation ist, hebt der Bericht ein weltweites Stagnieren der Fortschritte hervor, insbesondere im Bereich der mündlichen und schriftlichen Fähigkeiten.
Thailand belegte Platz 116 von 123 Ländern und fiel damit in die Kategorie „Sehr geringe Sprachkompetenz“. Es belegt damit den vorletzten Rang aller untersuchten Länder in Asien. Mit einer Gesamtpunktzahl von 402 sank die Position des Landes um 13 Punkte gegenüber dem Vorjahr in der Vergleichsliste ab. Von den vier bewerteten Fertigkeiten – Lesen, Hören, Sprechen und Schreiben – schnitt das Lesen mit 416 Punkten am besten ab, während das Schreiben mit 363 Punkten die schlechteste Bewertung erhielt. Das Hörverstehen erreichte 385 Punkte, und das Sprechen, das weltweit betrachtet ohnehin den niedrigsten Durchschnittswert aufwies, lag in Thailand bei 377 Punkten.
Lesen wurde als die für Schulsysteme am einfachsten zu vermittelnde Fertigkeit identifiziert und wird im Unterricht in der Regel gut vermittelt. Im Gegensatz dazu war Sprechen in den meisten Ländern die am schwächsten entwickelte Fertigkeit, da es stärker von praktischer Übung und Selbstvertrauen als von reinem Lernen abhängt.
Der Bericht zeigte auch, dass thailändische Erwachsene im Alter zwischen 26 und 30 Jahren das höchste Sprachniveau aufwiesen und im Durchschnitt 481 Punkte erreichten. Bei jüngeren Altersgruppen, insbesondere bei den 18- bis 20-Jährigen, ist jedoch seit 2018 ein merklicher Rückgang der Englischkenntnisse zu verzeichnen.
Thailands niedrige Platzierung im Ranking der Länder mit Englischkenntnissen verstärkt die anhaltenden Bedenken hinsichtlich der Quqlität des Bildungssystems, das Anfang des Jahres in einer globalen Umfrage ohnehin nur auf Platz 107 von 203 Ländern rangierte."Leggi altro
Heiligabend in Bangkok
28 dicembre 2025, Tailandia ⋅ ⛅ 32 °C
Tja, da waren wir also auch dieses Jahr wiederum an Weihnachten in fremdem Land in Bangkok. Wir befinden uns ja hier inmitten des Buddhismus in einer absoluten Diasporasituation. Dazu kommt, daß es in unserer Wohnlage relativ weit im Norden der Hauptstadt keine leichter zu erreichende katholische Kirche gibt. Um sogar einen deutschsprachigen Gottesdienst besuchen zu können, ist – abhängig von der jeweiligen Verkehrssituation auf den Straßen – jeweils eine Autofahrt von rund einer Stunde einzuplanen.
So wollten wir zumindest am Heiligen Abend die deutsche ökumenische Andacht wahrnehmen. Diese findet traditionell in der über 100 Jahre alten Sueb Sampanthanawong-Kirche statt, die ganz aus Holz gebaut und schon in die Jahre gekommen ist. Besonders hier in den Tropen setzt die Witterung den Gebäuden erheblich stärker zu, als bei uns in den gemäßigten Breiten. Die Kirche ist durch einen etwas seitlich stehenden niedrigen Campanile geprägt. Wir waren sicherheitshalber sehr früh aufgebrochen und kamen dadurch fast eine Stunde vor Beginn der Andacht an.
Pater Andreas Bordowski, der die deutschen Katholiken hier in Südostasien betreut und in Bangkok stationiert ist, war im Kircheninnern bereits mit den Vorbereitungen beschäftigt, hatte uns jedoch erspäht und kam für einen kurzen Schwatz heraus. Er war vor seinem Einsatz hier im niedersächsischen Vechta am dortigen St. Thomas Kolleg, einem von den Dominikanern geleiteten Gymnasium, im Schuldienst tätig gewesen. Im kommenden Juni wird seine vierjährige Abordnung aber bereits wieder enden. Dann führt ihn sein weiterer Weg wahrscheinlich in den Dominikaner-Konvent in Düsseldorf.
Für seine Nachfolge hier in Bangkok ist kirchlicherseits ebenfalls schon gesorgt. Dafür steht Pater Stephen Arockiam aus Indien bereit, der u. a. in Münster Theologie studierte und momentan noch in München tätig ist. Pater Stephen gehört der Schönstatter Bewegung an, die sich nahe Koblenz Anfang des letzten Jahrhunderts aus der Ordensgemeinschaft der Pallottiner entwickelt hat.
Wir erkundigten uns auch besorgt nach dem evangelischen Seelsorger der deutschen Protestanten vor Ort, Pfarrer Carsten Koerber. Wir hatten von dessen schwerer Erkrankung gehört und erfuhren von Pater Andreas, daß er sich nach Chemo- und Strahlentherapie inzwischen auf dem Wege der Rekonvalenszenz befindet, was wir erfreut und erleichtert hörten.
Inzwischen füllte sich das Kirchenschiffchen zunehmend mit weiteren Besuchern, darunter vielen Familien mit ihren Kindern. Die Andacht wurde durch Pater Andreas und die Vikarin Fenn Rauch bestritten. Die verteilten Liedzettel halfen sicherlich manchem bei Textschwächen weiter, wenngleich die durch die Begleitinstrumente (Geige und Klavier) vorgegebene Tonlage für Männerstimmen oftmals zu Falsettentgleisungen Anlaß gab. Es war auch ein „Krippenspiel“ vorbereitet worden, jedoch vollzog sich dieses lediglich durch allgemein agierenden Einsatz der verwendeten anlaßhalber mehr oder minder passend gewandeten Jüngsten und ohne jegliche Textbeiträge, während der Pater das Geschehen erzählend kommentierte. Jedenfalls waren alle Beteiligten bemüht.
Beim persönlich von beiden Geistlichen gespendeten ökumenischen Segen wurden dann auch wieder die traditionellen Aufkleber mit dem Haussegen für das kommende Jahr verteilt. Ein Besuch durch Sternsinger, wie in unseren heimischen Gefilden praktiziert, ist hier unrealistisch weil schlicht nicht zu bewerkstelligen.
Im Anschluß an die Andacht machten wir uns in der inzwischen weit fortgeschrittenen abendlichen Dämmerung zu Fuß auf den Weg zur nächstgelegenen Hochbahnstation Surasak. Als Fußgänger spielt man in Bangkok ohnehin nur die zweite, nein eigentlich die dritte Geige. Alles ist am und für das Auto ausgelegt, und wer dieses Primat nicht ralisiert, setzt leicht sein Leben aufs Spiel.
Dementsprechend schlecht und uneben und fallweise schmal oder auch gar nicht vorhanden sind Bürgersteige und man muß höllisch auf seinen Schritt achtgeben. Oft versperren einem dann zusätzlich irgendwelche Gitter, oder Masten oder andere Dinge den Weg. Dieser gelinde Hürdenlauf war für mich hüftgelenkigen Rekonvaleszenten mit einer Krücke als physische und moralische Stütze schon einmal eine ziemliche Herausforderung, konnte jedoch letztendlich problemlos bewältigt werden.
Im wohlvertrauten MBK-Center wußten wir aus der Vergangenheit um ein gutes Restaurant für solche Zwecke und so ließen wir uns anläßlich der bevorstehenden Weihnachtstage eine Pekingente munden. Hierfür wird der gegarten Ente die knusprig gebratene Haut in dünnen Scheiben abgeschnitten und diese vorab zusammen mit frischen Lauchzwiebel-, Möhren-, Gurken- und Paprikasticks serviert. Dazu reicht man dünne Teigfladen, in die man jeweils ein Stück Entenkruste mit Gemüsebeilage einrollt, nachdem das Ganze mit süßer Sojasoße beträufelt wurde. Nach diesem Gang wird das ausgelöste Entenfleisch in einer vorab ausgewählten Zubereitungsart serviert, z. B. mit Knoblauch gegrillt, gehackt oder mit schwarzem Pfeffer.
Für diese opulente Mahlzeit muß man in Deutschland in ausgewählten Restaurants eine Menge Geld berappen. Hierzulande kostet das umgerechnet 26 Euro, was für thailändische Verhältnisse zwar teuer, für uns jedoch geradezu lächerlich günstig ist.
Zum Abschluß des Heiligen Abends saßen wir noch einige Zeit in unserer weihnachtlich geschmückten Wohnung zusammen. Für den ersten Feiertag hatte Ulrike von der deutschen Bäckerei „Zimt“ u. a. einen kleinen Christstollen bestellt. So etwas kostet hier, da die wichtigsten Zutaten meist von fern importiert werden müssen, entsprechend. Im nächsten Jahr werden wir uns den Stollen wahrscheinlich selber aus der Heimat mitbringen.Leggi altro
Erfahrungen der anderen Art 1
6 gennaio, Tailandia ⋅ ⛅ 31 °C
So mancher wird sich über unsere längere Sendepause gewundert haben; denn unsere letzte Meldung datiert immerhin vom Heiligen Abend vergangenen Jahres.
Nun, in der Zwischenzeit ist aber auch eine Menge passiert. Es begann schon einmal damit, daß sich Ulrikes ehemalige Sekretärin Silke K. aus der Deutschen Rentenversicherung Bund (ex BfA) beginnend im letzten November ein Kurzzeit-Sabbatical genommen hatte.
Zunächst war sie mit Freundinnen als Newcomerin zum Entdecken nach Südostasien gekommen und hatte von Bangkok aus Kambodscha und Vietnam bereist. Dort war sie dann von den unerwarteten Überschwemmungen betroffen worden, die eine Reihe von für diese Jahreszeit untypischen Taifunen ausgelöst hatten.
Diese waren von den Philippinen kommend im November/Dezember Richtung Nordwest gezogen und hatten auf die Küste treffend zunächst Süd- und Mittelvietnam überquert und waren dann weiter über Laos gewandert, wobei sie auch den Norden Thailands noch mit reichlich Regenwasser tränkten. Silke war daraufhin vorzeitig und unplanmäßig wieder nach Bangkok zurückgekehrt und war hier dann mit ihrem inzwischen ebenfalls nach Thailand gereisten Ehemann zusammengetroffen.
Wir kamen mit den beiden für ein gemeinsames Dinner in der Stadt zusammen, bevor sie dann Anfang 2026 wieder in die Heimat zurückkehrten. Sylvester verbrachten wir beide wie bereits im Vorjahr wiederum ganz ruhig daheim in Bang Khen in unserer Wohnung.
Ab dem 3. Januar entwickelte ich ohne besonderes Vorkommnis diffuse Unterbauchbeschwerden, die zu Unwohlsein, einem Gefühl des Aufgeblähtseins und allgemeiner Abgeschlagenheit und Appetitlosigkeit führten. Das für die Behebung solcher Beschwerden bislang immer recht wirkungsvolle Mittel „Flying Rabbit“ aus der Thaiapotheke erwies sich diesmal als wirkungslos.
Bei diesem „Fliegenden Kaninchen“ handelt es sich um eine weiße wässerige Suspension mit den Hauptwirkstoffen Salol (Methysalicylat), Menthol und Anisöl, das in aller Deutlichkeit gesagt wie Laternenpfahl ganz unten schmeckt. Aber es soll ja schließlich nicht schmecken, sondern wirken.....
Ulrike wurde dann am Dreikönigstag energisch und überzeugte mich, ein Krankenhaus aufzusuchen. Anders als bei uns in Deutschland gibt es hier kein entwickeltes System niedergelassener Ärzte mit Praxisbetrieb, sondern man begibt sich bei allen behandlungsbedürftigen Beschwerden immer gleich ins Krankenhaus. Mit unseren bisherigen Malaisen waren wir in dem uns nahe gelegenen privaten Paolo-Hospital ganz gut aufgehoben.
Diesmal schien es sich bei mir jedoch um etwas gravierenderes Internistisches zu handeln. Etwas Internetrecherche führte zwangsläufig auf das hierfür mit guten Referenzen ausgestattete Internationale Bumrungrad-Hospital. Dieses große Privatkrankenhaus befindet sich am innenstadtnahen Beginn der Sukhumvit Road, die ostwärts aus der Stadt hinausführt, zwischen den Nebenstraßen Soi 1 und 3.
Bumrungrad (das erste U wird hierbei als A ausgesprochen) bedeutet übersetzt „sich um die Bevölkerung kümmern“ oder auch „das Volk ernähren“. Es ist das größte Privatkrankenhaus in Südostasien, gegründet 1980 und hat einen Durchsatz von 1,1 Millionen Patienten pro Jahr. Das Krankenhaus mit 580 stationären Betten und 85 für die Intensivpflege beschäftigt über 1.200 Ärzte in 47 Fachabteilungen. Neben der stationären Versorgung verzeichnet man in Spitzenzeiten bis zu 5.500 ambulante Patienten täglich. Das Krankenhaus ist ein nationaler Hotspot für Medizintouristen aus vieler Herren Länder. Das Bumrungrad-Krankenhaus belegt im 2025er Newsweek-Ranking der 100 besten Krankenhäuser weltweit just den 100. Rang und damit die Spitzenposition für Südostasien. Auf Rang 1 befindet sich die Mayo Clinic in Rochester/USA, die Charité liegt auf Rang 7, das Uniklinikum Heidelberg auf Platz 14, Das Klinikum der Ludwig-Maximilians-Uni München auf dem 23. Rang und die Uniklinik Eppendorf in Hamburg auf Platz Nr. 35 (https://rankings.newsweek.com/worlds-best-hospi…).
An den jeweiligen Empfangstresen der einzelnen Abteilungen verfügt man über Anleitungsblätter für Fremde in Englisch, Chinesisch, Vietnamesisch, Kambodschanisch, Koreanisch, Mongolisch, Hindi, Arabisch und sogar Somali und Äthiopisch. Unseren gemachten Beobachtungen zufolge rekrutiert sich der überwiegende Anteil auswärtiger Patienten allerdings aus dem arabischsprachigen Raum des Mittleren und Nahen Ostens. Das, was diese Klientel im Allgemeinen im Wahn überheblicher Superiorität gegenüber den einheimischen Menschen hier verhaltensmäßig an den Tag legt, ist unbeschreiblich. Es kann einen nur noch das Speien ankommen. Diese Herablassung und Großspurigkeit, die man alltäglich beobachten kann, ist unbeschreiblich und erfüllt einen mit stiller Wut. Und darüber hinaus nährt das natürlich bei einem selbst die genuin ohnehin vorhandene Verachtung gegen derartige arabische Kreaturen. Pfui Deibel!
Wir waren mit unterschiedlichen Vermutungen über die Ursache der bei mir aufgetretenen Beschwerden ins Bumrungrad gekommen. Ulrike vermutete, daß diese unter Umständen auf die längerfristige Anwendung massiverer Analgetika im Zuge meiner Hüftgelenkskomplikationen im vergangenen zweiten Halbjahr 2025 zurückzuführen wären. Ich hatte damals – nachdem das erste Kurzschaft-Implantat des rechten Hüftgelenks bereits nach einem Monat aus dem Oberschenkelknochen wieder herausgebrochen war, ein Langschaft-Implantat eingebaut erhalten. Die ganze Geschichte führte zu einem insgesamt viermonatigen Aufenthalt in beteiligten Krankenhäusern und der Rehaklinik.
Ich hingegen vermeinte, einer der festgestellten Steine aus meiner Gallenblase habe sich eventuell auf Wanderschaft begeben und Komplikationen verursacht. Jedenfalls waren wir alsbald in der richtigen Fachabteilung angelangt und nach einer ersten Untersuchung durch eine kleine freundliche Internistin, Dr. Poungpen, ging es dann erst einmal zum Blutabnehmen und Röntgen. Behufs des zweiten hieß es, sich aller Oberkleidung zu entledigen und stattdessen einen Kittelüberwurf anzuziehen.
Nachdem diese Untersuchungen erfolgt waren, konfrontierte uns Dr. Poungpen mit der vorläufigen Diagnose: intestinal obstruction, zu Deutsch Ileus bzw. Darmverschluß. Peng, das saß! Gut, daß ich präventiv daheim bereits meine Siebensachen präpariert hatte und mit dem Nötigsten versehen angereist war; denn nun hieß es: stationärer Aufenthalt und laufende Überwachung. Ein Ileus per se ist stets eine lebensbedrohliche Angelegenheit. Ich installierte mich also etwas in dem mir zugewiesenen Einzelzimmer. Dieses war sehr geräumig und verfügte neben Bett, Nachttisch und ausreichendem Schrankraum über eine bequeme Couch direkt unter dem großen Fenster, einen Eßtisch mit vier Stühlen, eine kleine Küchenzeile mit Mikrowelle und Wasserkocher, ein Abwaschbecken und einen geräumigen Kühlschrank. Vorn im Eingangsbereich befand sich ein modern ausgestattetes Bad mit angrenzender separater ebenerdiger Dusche.
Alsbald erhielt ich dann auch eine Magensonde über die Nase, über die eine kontinuierliche Absaugung von Verdauungssekret und Darmgasen erfolgte, um den doch recht angeschwollenen und aufgeblähten Leib zu entlasten. Über einen Zugang über die Armvene erfolgte eine kontinuierliche Flüssigkeits-Volumenzufuhr und die Applikation einer abwechselnden Antibiose-Kombination von Cephalosporinen und Metronidazol. Letzteres ist ein Chemotherapeutikum aus der Gruppe der Nitroimidazole, das vor allem gegen Anaerobier (Bakterien, die in sauerstofffreiem Milieu leben) zum Einsatz kommt.
Ein Schild in meinem Blickbereich unterrichtete die Pflegenden über eine absolut einzuhaltende Abstinenz, was Essen und Trinken betraf. Bald wurde ich jedoch bereits wieder aus meinem Zimmer abgeholt und unter Kontrastmittel ein Computertomogramm des Bauchraumes gefahren.
Sodann wurde ich in die Nachtruhe entlassen, wofür ich mir ausnahmsweise die Hilfe eines Schlafmittels erbat, denn das Fremdgefühl des Schlauches die Kehle hinab im Verein mit der gesamten Aufregung des Tages hätten sonst ein halbwegs erfolgreiches Durchschlafen verhindert.Leggi altro
Erfahrungen der anderen Art 2
12 gennaio, Tailandia ⋅ 🌙 26 °C
Am nächsten Morgen rollte man eine mobile Röntgenanlage zu mir herein und schaute sich erneut meinen Bauchraum an. Auch an den Folgetagen blieb die Abstinenz bestehen. Meine Ernährung erfolgte ausschließlich über die intravenöse Zufuhr von osmotisch eingestellter Flüssigkeit mit Glukosezusatz.
Die Pflegekräfte waren alle durch die Bank sehr nett und freundlich und es fiel positiv auf, daß – abweichend zum sonst in Bangkok und Gesamtthailand vorhandenen Sprachdefizit, was das Englische angeht – das Verstehen und Sprechen bei allen erfreulich gut entwickelt ist. Sonst könnte man ja auch kaum das angestrebte Level in Bezug auf den Medizintourismus halten.
Lästig war auf die Dauer nur, daß in der ganzen Zeit meines Aufenthaltes alle drei bis vier Stunden – selbst nachts!! – jemand ins Zimmer kam, um Blutdruck, Körpertemperatur und Sauerstoffsättigung des Blutes zu kontrollieren.
Durch das geräumige Krankenzimmer war es für Ulrike angenehm, jederzeit kommen und gehen zu können. Sie hätte sogar auf der Couch nach Voranmeldung übernachten können, verzichtete jedoch darauf im Interesse ihres Rückens. So besuchte sie mich treulich jeden Tag, was schön war. Das Krankenhaus verfügt im Mezzanin-Zwischengeschoß über dem Erdgeschoß über eine größere Ladenzeile mit unterschiedlichen Restaurants und anderen Geschäften mit Artikeln des täglichen Bedarfs, so daß man sich – sofern man keiner Diät unterliegt – jederzeit auch dort versorgen kann.
Nach zwei Tagen wurde dann die Saugvorrichtung abgestellt und die Magensonde wieder gezogen, und man begann mit einem vorsichtigen Nahrungsaufbau. Das sah zunächst einmal so aus, daß einem eine Schale lauwarmen Reiskochwassers und eine zweite mit einer „klaren Gemüsebrühe“ serviert wurde, beides ohne Salz, wobei nach dem Geschmack zu urteilen das Gemüse an dem beteiligten Wasser irgendwann einmal in größerer Entfernung vorbeigeflogen sein mußte. Ergänzt wurde dieses delikate Menü durch zwei Gläser Apfelsaft.
Am dritten Tag begann man dann die klaren Flüssigkeiten sukzessive gegen gehaltvollere Suppen auszutauschen: Tomaten-, Kürbis-, Pilz- oder Maissuppe erscheinen einem dann bereits als kleine Delikatesse. Es gab jetzt zusätzlich auch Joghurt als Dessert.
Am vierten Tag hat man mich dann für ein MRT angemeldet. Da diese Geräte wegen des eingesetzten flüssigen Heliums, das für die Kühlung und die Erzielung der Supraleitfähigkeit in den Magneten auf 4,2 Kelvin (-268 °C) benötigt wird, kontinuierlich laufen müssen, werden sie zwecks Amortisation der Investitionskosten auch 24/7 eingesetzt. Das regelmäßige klopfend-zirpende Geräusch, das man als Patient stets wahrnimmt, wenn man sich dem Untersuchungsraum nähert, rührt von Kompressoranlage her, die zur Heliumverflüssigung notwendig ist. Die Anschaffung eines neuen Siemens Magnetom-Gerätes schlägt – abhängig von der gewünschten Feldstärke (1,5 bis 7 Tesla) – beispielsweise mit 0,85 bis 3,5 Mio. € zu Buche. Hinzu kommen die Kosten für Installation, Aufrechterhaltung der Heliumkühlung und Wartung. Katastrophal ist für ein MRT der sogenannte „Quench“: da versagt die Heliumkühlung und die Flüssigphase verwandelt sich schlagartig in Gas und pfeift über ein Sicherheitsventil idealerweise ins Freie ab. Neubefüllung und Reparaturen des betroffenen Gerätes kosten anschließend bis zu 50 T€.
Also wurde ich gegen 22:20 h zur Vorbereitung ins Erdgeschoss gebracht. Dazu flößte man mir in einer Art Druckbetankung innerhalb von 40 Minuten insgesamt 3 l Kontrastmittel als Suspension auf Wasserbasis ein. Fühlte mich etwas an den berüchtigten Schwedentrunk im 30jährigen Krieg erinnert. Danach hieß es insgesamt 2,5 Stunden in Rücken- und auch Bauchlage bewegungslos in der Röhre auszuharren, was zunehmend schwer fiel, zumal die letztens operierte rechte Hüftseite immer wieder Sperenzchen zu machen beliebte. Glücklicherweise versah man mich vorsichtshalber angesichts der zuvor eingetrichterten Flüssigkeitsmenge mit einer Windel, was sich im weiteren Verlauf auch als durchaus sinnvoll erwies……
Gegen 2 Uhr am folgenden Morgen lag ich dann aber erschöpft und glücklich ob der überstandenen Prozedur wieder in meinem Bett.
Nun fragt man sich, woher ist dieser Darmverschluß bei mir gekommen? Nun, vor mehr als 30 Jahren mußte ich mich einmal notfallmäßig einer erkundenden Eröffnung des Bauchraums (sogen. Laparotomie) unterziehen. Aufgrund eines ärztlichen Pfuschs bei einem 5 Tage zuvor erfolgten ambulanten kleinen chirurgischen Eingriff waren Eitererreger in meine Blutbahn gelangt und hatten zu einer Sepsis geführt, deren Ursache auf den ersten Blick nicht erkennbar war (sogen. akutes Abdomen). Also inspizierte man die Bauchhöhle, spülte alles sorgsam mit Methylenblaulösung, um etwaige Verletzungen der Darmwand zu identifizieren, legte ein doppelläufiges Ileostoma an, also einen künstlichen Ausgang des Dünndarmendes auf die Bauchdecke und mich anschließend für drei Wochen bis kurz vor Weihnachten 1995 in ein künstliches Koma auf die Intensivstation.
Dort entwickelte ich nach und nach Versagenserscheinungen diverser innerer Organe, überlebte das alles jedoch glücklicherweise und dank der Fähigkeiten der Ärzte und Pfleger des Universitätsklinikums Benjamin Fanklin in Berlin-Steglitz (heute Campus Steglitz der Charité). Das erwähnte Ileostoma verlegte man nach einem halben Jahr wieder zurück und fügte den Dünndarm wieder an den Dickdarm, dort wo er ordnungshalber hingehört.
Dieser komplexe Eingriff erzeugte nun jedoch diverse Verwachsungen im Innern und diese haben jetzt nach all den Jahren zum Ileus geführt. Da staunt der Laie – der Fachmann wundert sich aber nicht, denn so etwas liegt durchaus im Bereich des Möglichen.
Diese ganzen Behandlungen sind nun nicht umsonst, sondern summieren sich auch hier zu etlichen Tausend Euros. Normalerweise sind wir bislang immer bei Krankenhausbehandlungen und verschriebenen Medikamenten in pekuniäre Vorleistung gegangen und haben uns das Geld im Nachgang von unserer Auslands-Reisekrankenversicherung zurückgeholt.
Das Bumrungrad als großenteils durch den Medizintourismus getragene Einrichtung bietet nun seiner Klientel jedoch einen zusätzlichen Service an. Eine im Hause befindliche Abteilung stellt den Direktkontakt zu den betreffenden Krankenversicherungsunternehmen her und rechnet im Idealfall direkt mit diesen ab. So auch in unserem Fall, wenngleich die Kommunikation zwischen Deutschland und Bangkok einesteils durch den vorliegenden Zeitversatz von plus 6 Stunden zu Europa erschwert wurde, andererseits aber hier ganz besonders durch eine total verschnarchte Abwicklung des auf Krankenkassenseite eingeschalteten weiteren speziellen Dienstleisters N.N. in Düsseldorf.
Nach fünf Tagen besuchte mich sogar Nick, unser lieber Schneider, dem wir seit mehreren Jahren – auch als regelmäßige Kunden – freundschaftlich verbunden sind. Eigentlich waren wir für den 7. Januar zum Lunch verabredet gewesen, was durch die Ereignisse jedoch leider überholt worden war.
Die Lage des Krankenhauses ist recht kurios. Es liegt keinesfalls direkt an der großen Hauptverkehrsstraße Sukhumvit, wie man eigentlich vermuten könnte, sondern inmitten dichter angrenzender Bebauung in einem nur durch zwei enge Nebengassen (Soi 1 und 3) erschlossenen Stadtquartier.
Diese Sois sind so schmal, daß sich zwei begegnende Fahrzeuge einander oft nur mit Mühe passieren können. In diesem Fall wird eine Zufahrt unter Notfallbedingungen zwangsläufig zum Vabanque-Spiel. Ich möchte mir lieber nicht vorzustellen, wie die Situation bei einer Katastrophen-Großlage aussähe….
Der rund 200 m lange querriegel-artige Hauptbau weist mit seiner Nordwestseite zum nahe gelegenen Chalerm Maha Nakhon-Expressway, einer der innerstädtischen Maut-Schnellstraßen. An dieser Seite hat das Gebäude in der sechsten Etage einen breiten Vorbau, der vom Gebäudeinnern betretbar und als Gartenanlage mit Wasserspielen und kleinen Pavillons (Salas) gestaltet ist. Der Haupteingang auf der anderen Seite weist eine überdachte Vorfahrt mit sorgfältig gepflegtem Innenhof auf, wo sich sowohl das große Geisterhaus befindet, als auch stets frische blühende Orchideen zu sehen sind.
Nach acht Tagen konnte ich reichlich mit Medikamenten versehen erst einmal wieder nach Hause gehen. Einstweilen war mir ein Verzicht auf Kaffee, Tee, Milch, kohlensäurehaltige Getränke und blähendes Gemüse nahegelegt worden. Nach einer Woche habe ich mich nochmals ambulant bei Dr. Poungpen vorgestellt: erneutes Röntgen und Blutbild. Nun soll abschließend am 3. Februar ebenfalls ambulant eine kombinierte Gastro- und Koloskopie erfolgen, um mögliche weitere innere Befunde auszuschließen. Inzwischen habe ich mich mit gutem Erfolg schrittweise wieder an meinen ernährungsmäßigen Normalzustand herangearbeitet.
Drei Wochen nach meiner Entlassung habe ich mich dann am 3. Februar auf ärztlichen Rat ambulant ergänzend und unter Nachsorgegesichtspunkten einer zusätzlichen Gastro- und Koloskopie unterzogen. Die vorbereitende Reinigung des "Innenraums" erforderte zwar an drei aufeinanderfolgenden Tagen den jeweiligen zügigen Konsum von 2,5 l Polyethylenglykol-Suspension zwecks Durchspülung. Das Getränk mußte jeweils innerhalb von 2 Stunden konsumiert werden und hatte ein widerliches künstliches Erdbeeraroma. Die Quälerei hatte dann zumindest das beruhigende Ergebnis, daß sich abgesehen von einer milden Gastritis (vermutlich infolge des längerfristigen Analgetikakonsums im vergangenen Jahr) keine besonders bemerkenswerten Befunde zeigten.
Die gesamte Prozedur, also die stationäre Behandlung plus der ambulanten vom gestrigen Tag summiert sich auf insgesamt umgerechet 19,5 T€. Gut, daß wir die Auslandsreisekrankenversicherung abgeschlossen haben und daß die Klinik direkt mit dieser abrechnet.Leggi altro

petrolundcurryLieber Christian, was für eine Geschichte! Wir hoffen, dass jetzt weiterhin alles positiv verläuft. Was für ein Glück, dass Du im Krankenhaus so gut versorgt werden konntest. Nun alles Gute für Dich und liebe Grüße an Ulrike!

Orthoklas on tourDanke für die guten Wünsche - Unkraut vergeht nicht und herzliche Grüße zurück nach Warburg!

ViaggiatoreAch du jeh, da ist man mal längere Zeit nicht so aktiv im Internet und dann lese ich dieses Erlebnis. Puh! Da ist es ja noch einmal glimpflich ausgegangen. Gute Besserung weiterhin! Liebe Grüße aus Köln!❤️

Orthoklas on tourVielen Dank für die guten Wünsche, wir grüßen zurück an den Rhein!
Wahltag in Thailand
8 febbraio, Tailandia ⋅ ⛅ 30 °C
Heute erleben wir mal wieder einmal eine Premiere in unserer jahrzehntelangen Erfahrung in und mit Thailand. Wir sind zum ersten Mal vor Ort, wenn die thailändische Bevölkerung zur Wahl eines neuen Parlamentes aufgerufen ist. Und am heutigen Tag kommt - erstmals verbunden mit einer Parlamentswahl - noch ein Referendum dazu, ob an einer Verfassungsänderung gearbeitet werden soll.
Der heutige Wahltermin kam nur zustande, weil der seit Mitte Dezember nur noch geschäftsführende Premierminister das Parlament vorzeitig auflöste, wodurch Neuwahlen innerhalb von 60 Tagen notwendig wurden. Vergleichbares erlebten wir in Deutschland ja auch im vergangenen Jahr 2025.
Innenpolitik ist hierzulande ein besonders sensibles Thema. Seit der letzten Parlamentswahl vor knapp drei Jahren gab es drei (!) Premierminister in Folge, wovon zwei durch Entscheidungen des Verfassungsgerichtshofes wegen vorgeblicher "Unwürdigkeit zur Amtsausübung" des Amtes enthoben wurden. Die Auflösung des Parlaments im Dezember erfolgte vor dem Hintergrund des derzeit immer noch schwelenden Grenzkonfliktes mit Kambodscha, wobei seit dem Ende Dezember vereinbarten Waffenstillstand hier eine fragile Ruhe herrscht.
Gewählt wird heute das sogenannte Repräsentantenhaus, vergleichbar unserem Bundestag. 500 Sitze sind zu vergeben, 400 davon gehen an die Direktkandidaten der Wahlkreise, 100 kommen über die Listen der Parteien ins Parlament. Dieses Mal wird der Premierminister nun ausschließlich durch das Repräsentantenhaus mit absoluter Mehrheit, also mindestens 251 Stimmen, gewählt werden. Noch 2023 hatte der sehr militärlastig besetzte Senat als zweite Kammer quasi ein Vetorecht, da zusätzlich auch im Senat eine absolute Mehrheit für den Kandidaten erforderlich war.
So kam es 2023 aus unserer durch deutsche Verhältnisse geprägten Sicht zu dem absurden Ergebnis, dass der Kandidat der sehr fortschrittsorientierten Move Foreward-Partei, die die Wahl mit überwältigender Mehrheit gewonnen hatte, die Mehrheit im Repräsentantenhaus zwar gewann, anschließend im Senat aber scheiterte. Die Wahlgewinnerpartei wurde in der Folge durch den Verfassungsgerichtshof aufgelöst. Es formierte sich nun eine Koalition aus 13 Parteien; neuer Premier wurde ein Vertreter der darin stärksten Partei.
Der thailändische Verfassungsgerichtshof selbst nun aber gilt als hochumstritten, da er wiederholt durch weitreichende Urteile gegen populäre Politiker und Parteien eingegriffen hat, was Kritiker als „juristischen Putsch“ des konservativen Establishments werten. Das Gericht wird als Instrument konservativer Eliten angesehen, um demokratisch gewählte Regierungen zu stürzen.
Aktuelle und zentrale Kontroversen
1. Absetzung von Regierungschefs:
Im August 2025 enthob das Gericht Premierministerin Paetongtarn Shinawatra wegen eines ethischen Verstoßes in Ausübung ihres Amtes. Hintergrund war ein geleaktes Telefonat mit dem kambodschanischen Ex-Staatschef.
Bereits im August 2024 war ihr Vorgänger Srettha Thavisin vom selben Gericht abgesetzt worden, weil er ein vorbestraftes Kabinettsmitglied ernannt hatte.
2. Auflösung der Opposition:
Im August 2024 ordnete das Gericht die Auflösung der populären Move Foreward Party (MFP) an. Grund war deren Forderung nach einer Reform des strengen Gesetzes gegen Majestätsbeleidigung – Lèse Majesté (Artikel 112), was das Gericht als Versuch wertete, die konstitutionelle Monarchie zu stürzen.
Die Führungsriege der Partei, darunter der Wahlsieger von 2023, Pita Limjaroenrat, erhielt ein zehnjähriges Politikverbot.
3. Eingriff in Verfassungsreformen:
Das Gericht bremst regelmäßig Versuche aus, die aktuelle, vom Militär geprägte Verfassung grundlegend zu überarbeiten. So urteilte es im September 2025, dass für eine vollständige Neufassung der Charta insgesamt drei Referenden notwendig seien.
Das Gericht wird oft als Teil einer „Justizialisierung der Politik“ beschrieben. Es hat seit 2006 mehrere Ministerpräsidenten abgesetzt und zahlreiche Parteien aufgelöst, die dem Einflusskreis des ehemaligen Premiers Thaksin Shinawatra oder neuen progressiven Kräften zugerechnet wurden. Internationale Beobachter wie die International IDEA (Institute for Democracy and Electoral Assistance) oder Human Rights Watch sehen darin eine systematische Aushöhlung demokratischer Prinzipien.
Nun ist heute also Wahltag, das Finale eines sehr kurzen Wahlkampfes. Alle Werbemittel der Parteien konnten erst produziert werden, nachdem in einer öffentlich live übertragenen Lotterie (die die Thai ja per se sehr lieben!) die Nummer des Listenplatzes der einzelnen Parteien bestimmt worden war. Im Vorfeld mussten die Parteien auch die Namen von bis zu drei Kandidaten für das Amt des Premierministers festlegen.
Nachdem das passiert war, wurden die Straßen über Nacht mit Wahlwerbung der insgesamt 57 zur Wahl zugelassenen Parteien zugepflastert. Die Bilder sind bis auf die ersten beiden alle im Radius von drei Fußminuten rund um unsere Wohnanlage gemacht worden. Man sah in den vergangenen fünf Wochen in den Medien auch immer wieder Bilder von Wahlkampfkundgebungen.
Die Wahllokale wurden offenbar oft sehr wohnortnah eingerichtet und werden, so entnahm ich es Bildern und Berichten zur Stimmabgabe der Spitzenkandidaten, nicht selten auch in Form temporärer Zeltkonstruktionen beispielsweise auf Parkplätzen von Wohnanlagen aufgebaut. Schon am vergangenen Sonntag war eine Stimmabgabe möglich, wenn auch der eigentliche Wahltag erst heute am 8. Februar ist. Die Wahllokale sind von 8.00 bis 17.00 geöffnet, also zu Zeiten mit Tageslicht. Mit ersten Ergebnissen wird relativ bald nach Schließung der Wahllokale gerechnet.
Nach den Umfragen wird keine Partei die absolute Mehrheit im Repräsentantenhaus erreichen. Es wird also wiederum zu Koalitionsverhandlungen kommen, und das wird sicherlich eine geraume Zeit beanspruchen.
Die Umfragen sehen die Nachfolgerin der vorerwähnten Move Foreward-Partei auf dem ersten Platz. Deren Wahlprogramm ist im Vergleich zu 2023 moderater z. B. im Hinblick auf das Brand-Thema Majestätsbeleidigung. Die Partei findet viel Zustimmung bei den jüngeren Altersgruppen, die einen Großteil der Wahlberechtigten ausmachen.
An zweiter Stelle in den Umfragen steht die Partei des aktuell geschäftsführenden Premierministers Anutin. Im Verhältnis zu früheren Wahlen folgt dann weit abgeschlagen auf dem dritten Platz die Partei der beiden vom Verfassungsgerichtshof des Amtes enthobenen früheren Premierminister.
Hinter dieser Partei steht eine in der Vergangenheit mächtige Dynastie von Thai-Chinesen um den früheren Premierminister Thaksin. Gegen diesen wurden wegen Korruption Haftbefehle ausgefertigt, denen er sich durch zeitweilige Flucht in die Arabischen Emirate entzog - eine endlose Geschichte. Die frühere Macht scheint zwar zu bröckeln; es könnte dennoch sein, dass die künftigen Abgeordneten dieser Partei plötzlich in die Rolle des Königsmachers geraten werden.
Bis die neue Regierung steht, gehen Experten von Verhandlungsprozessen bis Mai oder Juni aus. Und sie sagen auch, dass die große Mehrheit der heute zur Wahl stehenden Parteien keine entscheidende Rolle im Parlament spielen werden.
Eine für uns in Deutschland ganz ungewöhnliche offizielle Anordnung noch zum Abschluss:
Schon am vergangenen Wochenende und auch dieses Wochenende gilt zwischen 18.00 h am Samstag und 18.00 h am Sonntag ein absolutes Verbot für den Verkauf, den Ausschank und öffentlichen Konsum von Alkohol. Und absolut bedeutet, dass egal wo und in welcher Umgebung sich eine Person aufhält, es eben keinen Alkohol gibt. Nicht im 7/11, nicht im Restaurant, nicht in der Rooftopbar. Nicht für Thai und auch nicht für Ausländer. Keine Ausnahmen in touristischen Gegenden. Nirgendwo. Begründung: Respekt vor der Würde der Wahlhandlung.
Das ging bereits in den letzten Wochen wie man sich lebhaft vorstellen kann in den einschlägigen sozialen Netzwerken viral, wobei natürlich niemand gehindert ist, sich rechtzeitig mit Stoff zu versorgen und diesen stikum zu Hause zu genießen. 😉
Für denjenigen, der noch etwas tiefer in das Thema insteigen möchte, ist beim nächsten Footprint zunächst einmal ein aktueller Länderreport des Bangkok-Büros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Form eines PDF-Dokumentes angefügt.Leggi altro

ViaggiatoreSehr interessante Beschreibung. Für mich besonderes: hoher moralischer Anspruch und die Konsequenzen bei diesbezüglichen Verfehlungen und das Alkoholverbot als Respektbezeugung gegenüber einer solchen Wahl. Apropos Militär. "Darfst" du dich zu dessen Rolle in der Gesellschaft äußern?
Nach der Wahl vor amtlichem Endergebnis
10 febbraio, Tailandia ⋅ ☀️ 28 °C
Nun ist Tag 2 nach der Wahl, und ich bin wirklich froh um die Möglichkeit, den Wahlabend hier direkt vor Ort verfolgen zu können. Mittel der Wahl hierzu Thai PBS International, ein englischsprachiger Fernsehsender.
Aus Deutschland kennen wir es ja so, dass bei Bundestagswahlen die großen Sender mindestens 30 Minuten vor Schließung der Wahllokale mit Sondersendungen starten. Schlag 18.00 gibt's die Prognose, die im Laufe des Abends dann mit diversen Hochrechnungen untermauert wird. Irgendwann geht der Interessierte dann doch zu Bett, im sicheren Wissen, am nächsten Morgen mit dem vorläufigen amtlichen Endergebnis zu erwachen. Und in den letzten Jahren war es doch zunehmend und überwiegend so, dass Prognose und vorläufiges amtliches Endergebnis recht nah beieinander lagen.
Diesen vertrauten Ablauf eines Wahlabends in Thailand zu erwarten, wäre sicher vermessen. Denn: andere Länder, andere Sitten!
So gab es um 17.00 h, als die Wahllokale schlossen, keine Prognose, sondern das Ergebnis einer Umfrage. Diese war sehr grob, nur bezogen auf die Sitzverteilung, und entsprach dem, was ich am Wahltag im Footprint schon dargestellt hatte. Spoiler an dieser Stelle: die Umfrage bildete das Wahlergebnis NICHT ab 😉
Im Fernsehen gab es im Laufe des Abends nun nicht etwa diverse Hochrechnungen. Vielmehr konnte man quasi im Livestream in Echtzeit verfolgen, wie die einzelnen Wahlbezirke zum jeweiligen Zeitpunkt aufgrund des Auszählungsstandes bezogen auf die Parteien und Sitze ihr Aussehen veränderten. Ich fand das, ehrlich gesagt, relativ verwirrend, weil es sich quasi im Minutentakt bewegte und veränderte. Offenbar gab es auch nicht, wie ich es aus meiner Erfahrung als Wahlhelferin bei diversen Wahlen in der Vergangenheit kenne, eine klare Prioritäts-Reihenfolge in der Auszählung (Beispiel aus Deutschland: Bundestag vor Landtagswahl vor Volksbegehren; erst eines komplett fertig haben, bevor man sich dem nächsten widmet).
Hier in Thailand läuft offensichtlich alles parallel, Direktkandidaten, Parteienliste und Referendum. Das führte dazu, dass nach fast fünf Stunden immer noch lediglich unter 20% der Gesamtheit ausgezählt waren. An dieser Stelle habe ich dann abgebrochen und gehofft, dass am nächsten Morgen hoffentlich mehr Klarheit erzielt würde.
Und so kam es auch. Über Nacht hatte sich der Trend verfestigt, der am Sonntagabend schon absehbar war.
Gewonnen hat nicht etwa die in den Umfragen der letzten Wochen an Favoritenstelle gesetzte People Party, die Nachfolgerin der Move Foreward-Partei. Sie rangiert an zweiter Stelle, hat vor allem in den großen Städten ihre Wahlkreise gewonnen und damit ihre Direktkandidaten durchgebracht. So gewann sie in Bangkok sämtliche der 33 Wahlkreise. Bei der Zahl der Listenmandate ist sie mit 31 von hundert zu vergebenden Mandaten klare Gewinnerin. Knapp 9,8 Mio. Wahlberechtigte wählten über die Listenwahl die People Party. Insgesamt entsendet die Partei damit118 Abgeordnete ins Parlament.
Wahlsieger ist die konservative Bumjaithai-Partei des derzeit geschäftsführend amtierenden Premierministers Anutin. Sie hat insbesondere bei der Landbevölkerung im Nordosten und Süden gepunktet. 193 Abgeordnete stellt sie insgesamt, hat aber bei den Listenmandaten nur knapp 6 Millionen Stimmen bekommen, mehr als ein Drittel weniger als der Zweitplatzierte.
An dritter Stelle rangiert die Phuea Thai-Partei, die die beiden abgesetzten Premierminister der vergangenen Legislaturperiode stellte. Sie rutscht um fast die Hälfte von bisher 141 Sitzen auf nur mehr 74 ab.
Als Vierte folgt im Rang mit 58 Sitzen die konservativ orientierte Kla Tham-Partei.
12 kleinere Parteien schicken jeweils lediglich einen einzelnen Abgeordneten nur über die Listenwahl ins Parlament, vier eine einstellige Anzahl aus einer Kombination von Direkt- und Listenmandaten, und eine lediglich einen Direktkandidaten ohne zusätzliches Listenmandat. 38 der 57 angetretenen Parteien haben gar kein Mandat gewonnen.
Keine Partei hat somit alleine die erforderlichen Abgeordneten zur Wahl des Premierministers (und anderer Entscheidungen, die eine absolute Mehrheit erfordern). Es muss also eine Koalition gebildet werden. Derzeit sieht es danach aus, als würden die beiden konservativ orientierten Parteien Bumjaithai-Partei und Kla Tham-Partei zusammengehen. Sie kämen gemeinsam nach heutigem Stand (10.02., 16.00 h Bangkok-Zeit , Auszählungsrate von gut 94 % der abgegebenen Stimmen) auf 252 von 251 erforderlichen Stimmen: denkbar knapp, politisch aber wegen der inhaltlichen Nähe wahrscheinlich ohne allzu komplizierte Koalitionsverhandlungen realisierbar.
Amtlich wird die Sitzverteilung ohnehin erst nach der Bestätigung der zentralen Wahlkommission, bei uns wäre das der Bundeswahlleiter. Im Moment laufen schon diverse Beschwerden wegen Wahlunregelmäßigkeiten, es erscheint somit nicht ausgeschlossen, dass in einzelnen Wahlbezirken neu gewählt werden muss. Aber so etwas hatten wir in Deutschland ja auch schon; die Berliner, die uns hier folgen, werden sich erinnern 😉.
Mal schauen, ob die neue Regierung bis zu unserer Rückreise am 27. Mai steht… 😉
Das Referendum zur Frage, ob an einer Verfassungsänderung gearbeitet werden soll, wurde übrigens mit über 65 % der abgegebenen Stimmen angenommen.
Böse Lästerzungen vermuten übrigens bereits medienöffentlich, dass nun nach der Wahlentscheidung das offenbar von interessierten nationalistischen Kreisen am Kochen gehaltene Problem mit dem benachbarten Kambodscha sehr schnell beigelegt werden dürfte.......
Derweil rumort es bereits schon wieder an anderer Stelle hinter den Kulissen. Laut der Onlinezeitung Khaosod online (Khaosod, wörtlich „frische Nachrichten“ oder „Live-Nachrichten“, ist eine thailändische Tageszeitung mit landesweiter Verbreitung) forderte der Vorsitzende der Ruam Thai Sang Chart-Partei, Pirapan Salirathavibhaga, die Wahlkommission (EC) dringend auf, eine landesweite Neuauszählung anzuordnen. Er begründete dies mit weit verbreiteten Unregelmäßigkeiten, die auf Wahlbetrug bei der Wahl am 8. Februar hindeuten könnten.
In einem Facebook-Post erklärte Pirapan, zahlreiche Vorfälle hätten Zweifel an der Freiheit und Fairness der Wahl aufkommen lassen. Dazu zählten die Verlegung von Wahllokalen ohne vorherige Ankündigung, die Stimmauszählung hinter verschlossenen Türen, das Abdecken von Überwachungskameras und verdächtige Markierungen auf einzelnen Stimmzetteln.
Er verwies außerdem auf online kursierende Videos, die angeblich zeigen, wie Wahlhelfer eine große Anzahl von Stimmzetteln markieren, sowie auf Berichte über Stimmenkauf in mehreren Wahlkreisen.
In einigen Gebieten habe die Anzahl der abgegebenen Stimmen die Anzahl der Wahlberechtigten überstiegen. Der Vorsitzende zitierte eine Erklärung der Wahlbeobachtungsorganisation iLaw, wonach die anhand von Bildern aus den Wahllokalen ermittelten Stimmenzahlen nicht mit den von der Wahlkommission veröffentlichten Zahlen übereinstimmten, was das Gesamtergebnis möglicherweise verfälsche. Er wies zudem auf den Fund entsorgter Wahlunterlagen im Wahlkreis Chon Buri 1 hin, was bereits zu öffentlichen Protesten geführt habe.
Pirapan warnte, dass die Wahlkommission sich der Pflichtverletzung schuldig machen könnte, sollte sie nicht innerhalb ihrer verfassungsmäßigen Befugnisse handeln, insbesondere durch die Anordnung einer transparenten landesweiten Neuauszählung.
Ihr seht also: es bleibt spannend, und wir werden euch über wichtige Neuigkeiten gerne auf dem Laufenden halten 😉Leggi altro

ViaggiatoreDanke dir für deine sehr gut beschriebene Wahlbeobachtung, die man auch über die deutschen Medien veröffentlichen könnte!
Dolce Far Niente in Hua Hin
17 febbraio, Tailandia ⋅ ☀️ 31 °C
Am Montag nach der Parlamentswahl bin ich alleine - lange geplant - für ein paar Tage nach Hua Hin gefahren. Etwa drei Stunden Fahrt südwestlich am Golf von Thailand gelegen, also auf der Seite Richtung Myanmar, war Hua Hin in der Vergangenheit traditionell ein Familien-Badeort für die Thai, um unkompliziert ans Meer zu kommen.
Pattaya auf der östlichen Seite des Golfes ist noch näher an Bangkok gelegen, beide Orte sind auch bei Touristen und Auswanderern sehr beliebt. Der königlichen Familie gefällt Hua Hin schon seit den 1920er Jahren so gut, dass sie sich mehrere Sommerresidenzen dort errichten ließen, was der Beliebtheit des Ortes sicher einen zusätzlichen Schub verlieh.
Für mich stand Hua Hin schon länger auf der Liste der Orte nach dem Motto: Da will ich gerne mal hin. Bei näherer Beschäftigung wuchs allerdings auch meine innere Skepsis. Von der Ursprünglichkeit früherer Jahrzehnte schien nicht mehr viel übrig geblieben zu sein. Als es darum ging, eine Unterkunft zu finden, hatte ich die Wahl zwischen "mitten im Trubel " oder "eher ruhiger". Mein Ziel für diese Auszeit war klar: nach den turbulenten Monaten des letzten Sommers/Herbstes sowie des Jahresbeginns 2026 innerlich wieder halbwegs auf ein normales Niveau zu kommen und einfach faul zu sein und mich ein bißchen verwöhnen zu lassen. Also fiel die Wahl auf ein Hotel schon auf dem Gebiet des Nachbarortes Cha Am nördlich von Hua Hin direkt am Strand - wobei der Übergang zwischen beiden Gemeinden fließend ist. Dies erwies sich je länger je mehr als eine hervorragende Wahl.
Für den Transport zwischen Bangkok und Hua Hin habe ich mich, nachdem ich die unterschiedlichen Möglichkeiten - Bahn, Bus oder Privattransfer von Haus zu Haus - geprüft hatte, für die dritte Alternative entschieden. Auf diese Weise fahren wir ja seit Jahren nach Koh Chang, und preislich ist es verglichen mit deutschen Verhältnissen sehr viel günstiger. Die Organisation läuft komplett per Email. Am Tag vor der Fahrt bekommt man Namen des Fahrers und Nummernschild des Autos mitgeteilt, und die Fahrer sind immer überpünktlich da.
Gut 200 km ist die Strecke lang und führt durch insgesamt vier Provinzen. Ist man erst einmal dem Verkehrsgewühl Bangkoks entronnen (und den größten Teil fährt man über Expressways, aber auch das bewahrt nicht vor Stau!), trifft man auf autobahnähnlich ausgebaute Straßen, die sechsspurig geraden Weges Richtung Süden führen. Das ist wesentlich mehr "Rennstrecke" als die Piste Richtung Osten nach Koh Chang! Auf dem Gebiet von Cha Am und weiter südlich sind es immerhin noch vier Spuren, die die Orte durchschneiden. Immer wieder gibt es Ampeln im Straßenverlauf, um Fußgängern in den Ortschaften die Überquerung zu ermöglichen.
Von der Hauptstraße weg zur Lobby des Hotels waren noch einmal ca. 500 m zu fahren, was durch die direkte Strandlage der Anlage begründet ist. Eine ruhige und entspannte Atmosphäre empfing mich, das Zimmer im 7. und obersten Stock mit Meerblick; so hatte ich mir das vorgestellt.
Am nächsten Mittag hatte ich mich zum Meeting des Rotary-Clubs Hua Hin angemeldet und mir für die 15 km Weg im südlicheren Bereich von Hua Hin ein Auto über die Grab-App bestellt, wie wir das in Bangkok ja auch praktizieren. Die Fahrten hin und zurück durch das Ortsbild von Hua Hin führten zu der Entscheidung, mich für die Tage in der wirklich sehr schönen Hotelanlage einzuigeln und Sonne und Wasser zu genießen. Hua Hin vermittelte mir auf keinen Fall den Eindruck von entspanntem Badeurlaub. Zu beiden Seiten der Schnellstraße, die den Ort durchschneidet und vom Strand trennt, sah ich wuselige Sois, große Einkaufs- und Vergnügungsmalls, und hatte leider gar kein typisches Thailand-Gefühl.
Das Meer weist hier sehr deutliche Gezeiten auf, ich habe sie stärker als auf der östlichen Seite des Golfes empfunden. Bis auf zwei Tage wehte die rote Flagge, die das Baden im Meer als zu gefährlich deklarierte. An den zwei restlichen Tagen war die Flagge gelb, aber zu keiner Zeit grün. Durch den zum Hotel gehörenden Privatstrand hatten wir weder eine Belästigung durch Jetski-Fahrer als auch Reitangebote zu Pferde als fragwürdige Touristenbelustigung, wie es weiter südlich überall der Fall zu sein scheint. Mir und vielen anderen Hotelgästen, mit denen ich ins Gespräch kam, fehlte das allerdings auch keineswegs.
Zum Wochenende hin und im Vorgriff auf das chinesische Neujahrsfest, das in diesem Jahr am 17. Februar beginnt, wurde es im Hotel merklich voller mit thailändischen Wochenendgästen und Touristen aus China. Dennoch konnte ich durch die entspannte Atmosphäre die Zeit gut genießen und bin merklich entspannter nach Bangkok zurückgekehrt.
Was ich zu den schönen Erinnerungen zähle, sind die teilweise spektakulären Sonnenaufgänge über dem Meer. Das Video bringt noch unseren alten Freund, den Koel, zu Gehör. Dieser hier liebte das Spektakel ganz besonders.
Fazit: In Hua Hin kommt es sehr darauf an, was man sucht und will. Es gibt eine große Anzahl von Auswanderern, die hier fest leben und teilweise nicht verstehen können, wie man seinen Lebensmittelpunkt nun ausgerechnet in Bangkok haben kann. Mein Eindruck war, dass sich Hua Hin mit Riesenschritten und unaufhaltsam in Richtung Pattaya mit Sex-und Drogentourismus entwickelt.
Wenn man sich mit Bedacht den richtigen Ort sucht und eher Entspannung und Erholung sucht, dann findet man den auch, aber eher nördlich Richtung Cha Am. Mit Grab ist man dann bei Bedarf dennoch relativ schnell im Trubel.
Ich war froh, dass ich mit meinem Hotel intuitiv die für mich richtige Wahl getroffen habe. Dort hat es mir so gut gefallen, dass ich mir die Wiederholung einer solchen Auszeit gut vorstellen kann!Leggi altro

Orthoklas on tourNee, kleiner Irrtum: durch den niedrigeren Breitengrad erscheint der zunehmende und abnehmende Mond hier eher liegend. Ist die Sichel/Schale nach unten geöffnet, läuft er sinnbildlich aus, nimmt also ab. Weist die Öffnung nach oben, wird sie gerade gefüllt, zunehmender Mond.




























































































































































































ViaggiatoreIch freue mich wieder von Herzen euch begleiten zu dürfen! Ich sende die herzlichsten Genesungswünsche an Christian! Toi toi toi, das ihr die Deadline einhalten und ihr eure 2. Heimat besuchen und den Aufenthalt genießen könnt! Liebe Grüße aus Köln, eure Steffi 🫶🍀🙏🧡☀️
ViaggiatoreBleibt stark! Beinahe hätte ik euch Hals und Beinbruch gewünscht. Will mich aber nicht eurem Unmut aussetzen. Also seit frohgemut und zuversichtlich. Alles wird GUT.
ViaggiatoreHallo ihr lieben 🥰 oh das klingt aber garnicht 🫣 Wir hoffen den Christian geht’s von Tag zu Tag besser… Wir freuen uns schon sehr wenn wir uns dann im Bangkok treffen und wir euch kennenlernen🤗 bis dahin liebe Grüße Anne und Toni aus Dresden🤗