• Eins - zwei - drei - und schon vorbei!!

    May 26 in Thailand ⋅ ⛅ 36 °C

    Nun ist es also wieder soweit! Morgen am 27.05. wird unser Flieger um die Mittagszeit vom Flughafen Suvarnabhumi gen Amsterdam Schiphol abheben. 7 Monate Thailand gehören der Vergangenheit an. 😢

    Anfang des Monats haben wir uns nun doch noch mit Freundin Rucha, ihrer Tochter Ruchalin und deren Ehemann Jack zum Mittagessen verabreden können. In dem Restaurant, umgeben von einem gepflegten hübschen Garten samt Koiteich wird vor allem südthailändische Küche serviert. Hier waren wir bereits schon einmal vor eineinhalb Jahren mit Poms und ihrem Sohn. Unter nettem Geplauder und von gutem Essen begleitet vergingen die Stunden nur allzu rasch.

    Rucha, inzwischen über 90 Jahre alt, und zum zweiten Male verwitwet, war in zweiter Ehe mit Dietrich Helmcke verheiratet, einem meiner akademischern Lehrer. Dieser hatte im weiteren Verlauf seiner Laufbahn von der Freien Universität Berlin kommend einen Lehrstuhl an der Georg-August-Universität Göttingen inne. Sie grub im Verlauf ihrer Tätigkeit als Paläontologin gemeinsam mit französischen und belgischen Fachkollegen eine Reihe von bedeutenden Fossilien z. T. bis dahin unbekannter Wirbeltiere (Vertebraten, hier Reptilien, speziell Saurier und Schildkrötenvorläufer) in Thailand aus und hat diese erstmals beschrieben. Einige dieser neuen Arten tragen zu ihrer Ehre darum heute auch ihren Namen. Ich kenne Rucha bereits über 40 Jahre lang.

    Ein Artikel unter ihrem Namen in Co-Autorschaft mit dem Franzosen Eric Buffetaut zum Thema Wirbeltierfossilien aus dem Erdmittelalter (Mesozoikum, genauer: Trias bis Kreide) aus dem Scientific American von 1985 ist angefügt.

    Derweil hat nun erwartungsgemäß in Thailand die Regenzeit mit so manchem ergiebigen Schauer tagsüber und auch nachts eingesetzt, wiewohl die Temperatur sich noch nicht so recht entscheiden konnte, folgsam herunterzugehen. Vorgestern am Pfingstsonntag haben wir angesichts der nahenden Abreise unsere vier großen Gepäckstücke, von denen jedes bis zu 23 kg wiegen darf, mit unseren Siebensachen gefüllt. So manches an Kleidung lassen wir für unsere Rückkehr Ende Oktober dennoch in Bangkok zurück. Abends waren wir dann noch einmal zum Farewell-Dinner beim Sonnenuntergang im Baan Rabiang Naam angesagt, dem Terrassenrestaurant direkt am Flußufer des Chao Phraya. Inzwischen zählen wir dort nun auch halbwegs zu den Stammgästen.

    Nachdem wir gestern am Pfingstmontag unsere Wohnung für eine längere Abwesenheit vorbereitet haben (Leeren und Abtauen von Kühl- und Tiefkühlschrank, Schließen sämtlicher Vorhänge, Entfernen von Batterien aus Fernbedienungen etc.), kappten wir die Hauptsicherung und fuhren mit unserem gesamten Gepäckberg 40 km östlich aus der Stadt heraus in ein flughafennahes Hotel. Das haben wir bei unseren letzten beiden Aufenthalten genauso praktiziert. Es ist einfach angenehmer, wenn man am Reisetag keinen allzu langen Anfahrtweg zum Flughafen mehr vor sich hat, zumal wenn der Flug morgens oder vormittags startet, was in Thailand bei Interkontinentalflügen Richtung Westen öfter der Fall ist.

    Hier im Hotel angekommen, stellte ich dann zur großen Freude fest, daß ich ausgerechnet mein Portemonnaie samt Personalausweis, Führerschein und so weiter in der Wohnung liegen gelassen hatte. Wäre ja nur allzu schön, wenn mal etwas reibungslos glatt laufen könnte! Ulrike ist daraufhin gestern noch einmal zur Wohnanlage zurück gefahren und hat das Vergessene eingesammelt. Das Hotel hier ist sehr bequem und gepflegt. Zur Anlage gehört auch ein Teakholzhaus in traditionellem Thai-Stil auf Stelzen gebaut. Es befindet sich am Ufer eines der zahlreichen Khlongs, die das Mündungsgebiet des Chao Phraya mit Richtung Meer entwässern.
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