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- Day 20
- Thursday, July 21, 2022 at 10:36 PM
- ⛅ 24 °C
- Altitude: 34 m
IndonesiaPangkung Umedesa8°11’17” S 114°54’53” E
Frauenpower

Heute brauchte ich einige Stunden mehr Schlaf, deswegen fielen Mediation und Yoga am frühen Morgen für mich aus. Nach einem reichhaltigen Frühstück mit Obstteller, Porridge mit Kokosnunssmilch und einem kleinen Omelett mit Gemüse, begebe ich mich heute wieder auf eine Spazierrunde mit Carol. Spaziergang am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen bzw. tut auch ohne Sorgen und Kummer gut, insbesondere in guter Gesellschaft. Auch in diesem Zusammenhang fällt mir mal wieder auf, wie wohltuend gute Gespräche insbesondere unter Frauen tun können. Nichts gegen Männer, ihr seid auch toll und auch bedeutsam für uns, aber Frauen brauchen Frauen, denn manche Dinge kann nur eine andere Frau nachvollziehen. Vorausgesetzt man ist einigermaßen auf einer Wellenlänge, haben wir Frauen uns gegenseitig potenziell unheimlich viel Bereicherndes zu schenken. Je mehr wir in unserer Energie sind, desto mehr sind wir auch in der Lage davon zu verteilen. Im Allgemeinen sagt man zwar, eine gute Beziehung, welcher Art auch immer, basiere auf Geben und Nehmen. Aber an diesem Punkt möchte ich Robert Betz zitieren, dem ich in dieser Thematik voll und ganz zustimme: Beziehungen gelingen nicht mit Geben und Nehmen, weil sie keine Geschäfte sind (zumindest nicht sein sollten, denke ich). In einem Geschäft nehme ich mir einfach, was ich will, gebe Geld dafür und damit hat sich das. In Beziehungen wäre dieses geschäftliche Modell auf Dauer vermutlich ziemlich zerstörerisch. Beziehungen gelingen durch Schenken und Beschenken lassen. (Robert Betz, sinngemäß zitiert). Dies intendiert den feinen, aber wichtigen Unterschied der Freiwilligkeit, die bestenfalls so bedingungslos wie möglich ist. Zurück zur Energie, die wir, wenn wir reichlich davon haben, mit anderen teilen können: Nachdem ich meine gestrige Purpose-Krise überwunden habe, fühle ich mich sehr energiegeladen und mit allem verbunden. Nicht zuletzt auch durch den Spaziergang und das Gespräch mit Carol, den gestrigen Kontakt zu Anja, die Gespräche mit Hanja oder Svenja letzte Woche, die Zeit mit meiner Mama und ich erinnere mich auch an die vielen wertvollen Gespräche und Treffen mit den anderen Frauen aus meinem Leben zuhause in Deutschland. Es ist so schön, dass es euch gibt! Ihr seid so wahnsinnig wertvoll und bedeutsam, vergesst das niemals! Jede, die sich dadurch nun angesprochen fühlt, ja, DU bist auch gemeint und DU bist nicht allein. Wenn ich wieder zuhause bin, kann ich es kaum erwarten eure vertrauten Gesichter wieder live vor mir zu sehen und mit euch in positiven Schwingungen zu baden, davon habe ich gerade reichlich und die bringe ich euch allen gerne mit. Wie ein Glücksbärchi🧸🌈.
Die Spa-Behandlungen, von denen ich heute drei hatte, standen im Zeichen der Milch. Vormittags hatte ich eine Ganzkörpermassage mit warmer Milch und anschließendem Saunabad. Nachmittags hatte ich eine Behandlung, die sich "Takhrodhara" nannte. Ähnlich dem Shirodhara, liegt man auf dem Rücken und die Stirn bzw der Kopf werden mit einer warmen Flüssigkeit begossen. Bei Shirodhara war es das warme Öl, heute war es warme, fast heiße Milch. Ich liege also da, mit einem Stirnband zur Sicherheit, dass nichts in die Augen läuft und dann beginnt der Guss. Es ist unvorstellbar angenehm! Wenn der warme Milchstrahl die Stirn trifft und an dieser hin und her entlangwandert (1h lang wohlgemerkt), um dann über Kopf und Haar hinabzufließen, ist das augenblicklich so entspannend, dass sich der ganze Körper quasi paralysiert anfühlt. Nicht, dass das bereits außergewöhnlich gut genug wäre! Zum Abschluss folgt dann auch nochmal eine Kopf-, Arm-, Gesichts-, und Nackenmassage. Das ist hier zum Teil alles gleichzeitig möglich, weil selten eine Therapeutin alleine arbeitet. Normalerweise wird man immer von mindestens zwei Therapeutinnen behandelt, die das alles so geschickt und gekonnt durchführen, dass man denkt, es würden zehn Hände gleichzeitig massieren.
Zum Abendessen entscheide ich mich heute mal für eins der gefühlt 100 Kleider, die ich unnötigerweise mitgebracht habe. Ich konnte ja nicht ahnen, dass der Dresscode hier eher entspannt und gemütlich ist. Bzw. habe ich nicht auf Anja gehört, die das wohl vorausgesagt hat. Aber heute ist es Zeit für das "Bali-Kleid", das ich extra für den Urlaub im Vorhinein gekauft habe.Read more
TravelerWunderbar geschrieben.. ich fühle und sehe und spüre jedes Wort🥰