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- Day 1
- Saturday, July 2, 2022 at 5:38 PM
- ⛅ 26 °C
- Altitude: 38 m
GermanyFlughafen Düsseldorf51°16’37” N 6°45’45” E
Flughafenchaos überstanden

Ganze fünf Stunden vor dem Abflug kam ich am Düsseldorfer Flughafen an....denn das aktuell berüchtigte Flughafenchaos aufgrund fehlender Arbeitskräfte führt in dieser Zeit nicht selten zum Verpassen der Flüge (wenn sie denn fliegen).
Ein Hoch auf den ausgeliehenen Kindle! Lesen ist wunderbar, wenn man gezwungenermaßen nichts anderes tun kann als warten.
Nun, eine halbe Stunde vor dem Boarding, sitze ich erschöpft vor dem Gate und entspanne meine vom stundenlangen Stehen ermüdeteten Glieder. Darauf einen überteuerten Becher mit Wassermelone! 🍉 🤤 Bevor ich daran dachte, ein hübsches Foto davon zu schießen, hatte ich ihn auch schon genüsslich verspeist.
Nun heißt es noch ein wenig warten und hoffen, dass alles nach Plan verläuft...Read more
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- Day 2
- Sunday, July 3, 2022 at 2:00 AM
- ⛅ 26 °C
- Altitude: 34 m
IndonesiaPangkung Umedesa8°11’17” S 114°54’53” E
Lange Reise ins Paradies

Dass der Flug nach Bali lang sein wird, wusste ich und war darauf eingestellt. Für notwendiges Entertainment während der insgesamt 15 Stunden Flug sorgte weiterhin der wunderbare Kindle und eine große Auswahl an kostenlosen Filmen, die man sich im Flugzeug anschauen konnte. Darüber hinaus hatte ich das Glück die Bekanntschaft einer reizenden kleinen und jungen Familie zu machen, neben der ich saß. Das besonders niedliche Baby versüßte uns allen die Zeit allein mit seiner Anwesenheit und eroberte mit seinem strahlenden noch zahnlosen Lächeln mein Herz im Sturm.
Die Ankunft am Flughafen in Denpasar war nichtsdestotrotz lang und heiß ersehnt eine aufregende Angelegenheit. Endlich angekommen in Bali! Doch würde ich durch die Kontrollen kommen? Hat mein Koffer es zeitgleich mit mir auch hierher geschafft? Würde ich den Treffpunkt für den Transport ins Resort finden? Ja, ja und ja. Es lief alles wie am Schnürchen und ich muss gestehen, dass ich mich wie eine VIP fühlte, als ich den Fahrer mit einem Schild, das groß meinen Namen trug, entdeckte. Das klimatisierte Auto tat sein Übriges zu meiner Euphorie. Auf meine Frage, wie lang die Fahrt ins Resort dauern würde, antwortete der sehr freundliche und zuvorkommende Fahrer "One hour." So lehnte ich mich entspannt zurück und verfolgte fasziniert die Fahrt im balinesischen Straßenverkehr, der insbesondere in der Stadt reichlich voll war. Insofern hielt sich meine Verwunderung nach 1,5 Stunden Fahrt noch sehr in Grenzen, da ich sehr froh darüber war, einen offenbar geübten und ruhigen Fahrer zu haben, der sich problemlos im für mich unübersichtlichen Meer aus Autos und vor allem Rollern, die wie aus dem Nichts aus allen Richtungen auftauchten und an allen Seiten zwischen den Autos herfuhren, zurechtfand und gelassen für unser sicheres Fortkommen sorgte.
Nach 2 Stunden Fahrt mehrten sich die Fragezeichen in meinem Kopf und meine anfängliche Euphorie wandelte sich in Unruhe um. Aber "Stopp!", sprach ich im Innern zu mir selbst. Im Urlaub darf alles etwas länger dauern und es dauert nun mal so lange wie es dauert.
Nach 2,5 Stunden entwickelte sich die Unruhe in ausgewachsene Ungeduld. Nach 3 Stunden konnte ich diese nicht mehr im Zaum halten und kam einfach nicht mehr umhin die Frage aller Fragen zu stellen (obwohl ich wirklich lange versucht habe sie zurück zu halten): "Wann sind wir denn da?" Der freundliche Fahrer antwortete: "One hour more." Ich war schockiert, denn ich konnte nicht mehr. Schließlich saß ich davor schon 15 Stunden im Flugzeug, hatte zusätzlich vorher und zwischendurch insgesamt 8 Stunden Wartezeit, war also bereits seit 23 Stunden auf dieser Reise. Mein ganzer Körper verlangte danach sich zu strecken, zu bewegen, zu duschen und dann zu liegen und die Neuigkeit über eine weitere Stunde Autofahrt brachte mich an meine Grenzen. Nach etwa 3,5 Stunden Fahrt meldete sich meine mittlerweile volle Blase immer dringender und auch wenn ich nicht umhin kam mich ein wenig wie ein großes Kind zu fühlen meldete ich mich ein weiteres Mal beim Fahrer mit dem starken Bedürfnis nach einer Toilette. Doch so einfach war dies nun nicht....denn wir waren nun irgendwo im Nirgendwo und ich erkannte die Bredouille des Fahrers, der nicht wusste, wo er mich in der Düsternis kurz vor Mitternacht sicher meinem Bedürfnis nachgehen lassen sollte. Alle Stellen, die ihm in kurzer Entfernung einfielen, hatten schon geschlossen. Draußen auf den Straßen und Wegen hielten sich viele Straßenhunde auf, wie ich mulmig zur Kenntnis nahm. Doch natürlich hätte ich mich zur Not auch einfach irgendwo unter einen Baum gesetzt, wenn es nicht anders gegangen wäre. Als der Fahrer jedoch dann sagte, dass es nur 10 Minuten bis zum Resort seien, wusste ich, dass dies gerade noch geht und tatsächlich trafen wir nach 4 Stunden Fahrt am Ziel ein, wo ich mich endlich erleichtern konnte. Nach diesen Strapazen war der überaus herzliche Empfang trotz so später Stunde eine Wohltat. Ich erhielt eine wunderschöne Blumenkette als Willkommensgruß um den Hals gelegt und konnte mich mit einem köstlichen Limettengetränk und einem vorbereiteten feuchten und eiskalten Handtuch wohltuend erfrischen. Anschließend wurde ich in meine sehr ansprechend hergerichtete Unterkunft gebracht, in der sogar ein köstliches Sandwich im Kühlschrank auf mich wartete. So liebevoll umsorgt und nach einer schnellen erfrischenden Dusche im Freilichtbad, konnte ich mich ins Himmelbett legen und endlich schlafen.Read more
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- Day 3
- Monday, July 4, 2022 at 8:00 PM
- ⛅ 27 °C
- Altitude: 34 m
IndonesiaPangkung Umedesa8°11’17” S 114°54’53” E
Wunderschön ist untertrieben💕

Die Ankunft auf Bali geschah in abendlicher Dunkelheit, von daher hatte ich zu dem Zeitpunkt nicht die leiseste Ahnung, was für ein Panorama an landschaftlicher Schönheit mich umgibt. Es ist so wunderschön hier, dass das Wort "wunderschön" dem Anblick, der sich mir hier am nächsten Morgen im Tageslicht bot, gar nicht gerecht wird.😱 Es wiederholt sich dieser Moment, in dem ich wünsche, bessere Fotos schießen zu können, um das, was ich sehe, besser einzufangen und jedem zu zeigen, der es sehen will.
Aber weil dies nur begrenzt möglich ist, darf man sich nun mit Hilfe meiner ergänzenden Worte eine Vorstellung dieses Ortes machen oder besser noch: Man sieht es sich hier selbst mal an.
Als ich am Morgen zum Frühstück mein Zimmer verlasse, stehe ich in einer farbenfrohen Idylle aus Palmen, bunten Blumen und Pflanzen, die mir fremd sind. All dies harmonisch arrangiert in einer Art großem Traumgarten, durchzogen von romantisch verschlungenen Wegen, die zu verschiedenen Häuschen oder lauschigen Plätzchen oder ruhigen Meditationsorten führen. Ich wusste gar nicht, wo ich zuerst hinschauen sollte bei all dieser Pracht. Ein Stück vor dem Infinity Pool, hinter dem sich das blaue, endlose Meer am Horizont erstreckt, ist ein großer Tisch für 6 Personen eingedeckt, an den ich mich setzen darf. Die MitarbeiterInnen sind an Freundlichkeit, Aufmerksamkeit, Warmherzigkeit, Hingabe, Güte, Feinsinnigkeit und ja, ich muss es sagen, an Liebe nicht zu übertreffen. Ich werde bestens umsorgt mit einem Glas frisch gepressten Wassermelonensaft (ist das nicht bereits traumhaft?!) und einem Teller mit geschnittenem Obst vorab. Anschließend konnte ich mein Frühstück aus einem ansprechenden Angebot aus der Frühstückskarte wählen : Müsli / Porridge oder/und Omelett mit Gemüse oder/und Nasi Goreng und noch anderen Angeboten. Ich entschied mich für Porridge und Müsli, verfeinert mit Honig, Zimt und gerösteten Kernen👌 Es war natürlich köstlich. Der balinesische Kaffee rundete das ganze ab.
Nach dem Frühstück erhielt ich eine Führung zu den wichtigsten Punkten durch das Resort, für eine erste Orientierung. Und dann war es auch schon Zeit für den ersten Punkt auf meinem individuell erstellten Tagesplan: Denn das Zen Resort ist ein Ort, an dem man Ayurvedaurlaub macht. Und dieser startet mit der Konsultation des Arztes und der Bestimmung des eigenen Dosha-Typen, nach dem sich die Behandlungen und Verhaltens- sowie Ernährungsempfehlungen orientieren. Diese zutiefst interessante, ganzheitliche und uralte Philosophie der menschlichen Gesundheit eröffnet sich mir als völlig neue Welt und ich bin sehr neugierig und gewillt in diese einzutauchen und zu sehen, was es mit mir macht.
Zwischen dem köstlichen Mittag- und Abendessen erwarteten mich zum einen der Spaziergang durch den resorteigenen Wald und mein Highlight des Tages: Massage mit anschließendem Blumenbad! Spätestens an diesem Punkt fühlte ich mich wie eine Königin und mir fehlen immernoch die Worte um meiner Begeisterung und auch Ergriffenheit Ausdruck zu verleihen.
Nach der balinesischen Segenszeremonie, an der wir ordnungsgemäß im Sarong mit hübscher Schleife gekleidet teilnehmen durften, kam der Tag mit einem 3-gängigen Abendessen in angenehmer Gesellschaft der derzeit 4 anderen Gäste zu seinem harmonischen Ausklang....Read more
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- Day 4
- Tuesday, July 5, 2022
- 🌧 28 °C
- Altitude: 34 m
IndonesiaPangkung Umedesa8°11’17” S 114°54’53” E
Heilung kann anstrengen

Nun bin ich den 2. Tag hier auf Bali und an geregelten Schlaf ist für mich leider noch nicht zu denken. Denn die 6 Stunden Unterschied in der Zeit haben es ganz schön in sich. Dementsprechend habe ich die vergangene Nacht nur 1 Stunde geschlafen und bin etwas gerädert. Da ich sowieso wach bin und nichts verpassen möchte, gehe ich um 6 Uhr zur Sunrise Meditation mit anschließendem Sunrise Yoga. Bereits um 5 Uhr schallt leiser Gesang durch die Luft, denn jeden Morgen läuft der Priester durch das Resort und segnet es. Und auch jede Yoga Stunde startet mit einem Gebetsgesang, der zunächst ziemlich gewöhnungsbedürftig für mich ist. Aber Ilu, die netteste Yogalehrerin der Welt, möchte ich auf keinen Fall enttäuschen, also lasse ich mich einfach mal drauf ein.
Nach einem reichhaltigen Frühstück sehe ich meinem ersten Tagesordnungspunkt entgegen: Zentsu. Beim Zentsu handelt es sich um eine im Zen Resort einzigartige Behandlung, die darauf abzielt, innere Gefühle und Erinnerungen aus den ersten 9 Monaten seines Lebens heraufzubeschwören, um so zu einem tiefen Gefühl der Entspannung, Geborgenheit, Sicherheit und Liebe zu kommen und emotionale Heilung zu erreichen. Wer will das nicht? Also los, Badeanzug an und rein in den Pool. Dort wartet die liebe Ilu, denn auch das ist eine ihrer zahlreichen Aufgaben, der sie mit Herz nachgeht. Ich lege mich mit dem Kopf auf das schwimmende Nackenkissen und lasse mich auf dem Rücken treiben. Wichtig ist während der ganzen Prozedur die Augen geschlossen zu halten und möglichst entspannt zu bleiben, während Ilu mich über das Wasser bewegt und zieht. Zunächst fühlt es sich sehr eigenartig an, ich fühle mich unsicher und geradezu ausgeliefert, weil ich nichts sehe und nicht weiß, was als nächstes geschieht. Doch dann entspanne ich immer mehr und fühle mich wohl.......bis mir schlecht wird. Da müssen wir die Heilung und Reise zu mir selbst an dieser Stelle leider unterbrechen, denn ich bin reisekrank.
Ein Glück, dass dies nicht der einzige Punkt auf dem Tagesplan ist, denn mir stehen noch zwei weitere Behandlungen bevor: 1,5 h Abhyangam Oil (Ganzkörpermassage mit Öl) vor dem Mittagessen und am Nachmittag noch 1h Shirodhara. Dabei werden mir im Liegen warme Öle, Butter und Milch langsam über die Stirn nach hinten über den Kopf gegossen, was Stress lösen, das Gedächtnis verbessern und gut gegen Migräne sein soll. Es fühlt sich definitiv fantastisch an und nach diesen Behandlungen fühle ich mich wieder deutlich besser. Das Sunset Yoga vor dem Abendessen entspannt mich zusätzlich, sodass ich mich einer diesmal hoffentlich erholsamen Nacht entgegensehne.
Leider kehrt die Übelkeit aus mir unerfindlichen Gründen im Laufe des Abends wieder zurück und der Jetlag hat mich immernoch fest in der Hand. Ich schlafe wieder nur 2 Stunden.Read more
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- Day 5
- Wednesday, July 6, 2022
- ⛅ 29 °C
- Altitude: 34 m
IndonesiaPangkung Umedesa8°11’17” S 114°54’53” E
"Weinen ist Heilung"

Mir ist schon wieder oder immer noch schlecht und geschlafen habe ich nach 2 Uhr auch nicht mehr. Und so langsam ist es nicht mehr lustig. Das Zen Resort wäre aber nicht das Zen Resort, wenn sich nicht jemand meiner Problematik annehmen würde. Mister Mahendra, der Besitzer höchstpersönlich, der sich zu den Mahlzeiten zu unserer kleinen Gruppe dazugesellt, verordnet mir daraufhin direkt eine Fußreflexzonenmassage, nach der ich gut schlafen soll. Gesagt, getan, geschlafen. Wenn auch nur für 1,5 h, aber danach fühle ich mich wieder besser und bereit für die nächsten Anwendungen. Das heutige Highlight (neben der Fußmassage) ist 1,5 h Padaghata. Dabei handelt es sich um eine Ganzkörpermassage, bei der sich die Therapeutinnen mit ihren Füßen über den Körper bewegen und diesen entspannen, tiefen Schmerz in den Gelenken lösen, und Fettverbrennung anregen sollen. Das anschließende Bashpasweda ist ein 30 minütiges Kräuterbad, das die Blutzirkulation anregen, Gifte entfernen und die Fettverbrennung anregen soll. Ich bin danach die Entspannung in Person. Nach dem Sunset Yoga (vielleicht war es zu viel für heute) ist mir jedoch wieder schlecht.
Es rührt mich sehr, dass alle besorgt nach meinem Befinden fragen und die Küche mir zum Abendessen extra eine Moringasuppe kocht, die exzellent schmeckt und mir gut tut, jedoch am Ende doch nichts an der Übelkeit ändert. Also verabschiede ich mich heute früh ins Bett. Die Übelkeit steigt, mein Körper spielt verrückt und zum ersten Mal seitdem ich hier bin, habe ich Heimweh und vermisse meine Mama, denn sie wüsste jetzt bestimmt am besten, was zu tun wäre. Als mir das bewusst wird, fließen die Tränen und zwar ordentlich. Ich weine um alles, was mir zu beweinen in den Sinn kommt und dann....ist die Übelkeit weg und ich schlafe ein. Ich möchte an dieser Stelle auf Mister Mahendras Zitat: "Weinen ist Heilung" zurückgreifen. Denn tatsächlich hat sich das heilsam angefühlt. Zum ersten Mal schlafe ich auf Bali 8 Stunden durch.Read more
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- Day 6
- Thursday, July 7, 2022
- ☀️ 30 °C
- Altitude: 34 m
IndonesiaPangkung Umedesa8°11’17” S 114°54’53” E
Pause

Nach einer durchgeschlafenen Nacht starte ich heute mit starker Migräne in den Tag. Das ist wohl der Kater nach dem Weinen gestern Abend und es fühlt sich an, als wären innere Wunden gesäubert, jedoch noch empfindlich. Aber ich fühle mich dennoch leicht. Es werden heute alle Behandlungen abgesagt, damit ich mich gründlich erholen kann und wieder zu Kräften komme.
Auch die Mahlzeiten darf ich deswegen heute auf meinem Zimmer einnehmen. Diese Ruhe ist sehr wohltuend.
Mister Mahendra verordnet mir eine weitere Fußreflexzonenmassage, die mich noch mehr schlafen lassen soll. Tatsächlich schlafe ich nach dieser Massage weitere 5 Stunden und erwache wieder als ich selbst kurz vor dem Abendessen, zu dem ich mich wieder gesellschaftsfähig fühle.
Man hat allseits Verständnis für meinen emotionalen Ausbruch mit darauffolgender Rückzugsphase, offenbar ist das gar nicht ungewöhnlich hier.Read more
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- Day 7
- Friday, July 8, 2022
- ⛅ 30 °C
- Altitude: 34 m
IndonesiaPangkung Umedesa8°11’17” S 114°54’53” E
Das Geheimnis des Open Chakra

Seit ich hier angekommen bin, habe ich andere Gäste nun schon einige Male von der Open Chakra Behandlung sprechen hören. Was es genau damit auf sich hat, sagte jedoch keiner, man sah nur stets ein wissendes geheimnisvolles Lächeln im Gesicht derer, die es bereits hinter sich hatten. Auch folgt an dem Tag, an dem das Open Chakra ansteht, keine weitere Behandlung, denn "man braucht dann Zeit für sich". Oh je, hoffentlich ist es nicht wieder etwas, das Übelkeit bei mir auslöst!
Die Gerüchte über die Auswirkungen der Behandlung mehrten sich und steigerten sich ins für mich Unglaubliche: Offenbar macht die Open Chakra Behandlung etwas mit einem, löst wieder innere Blockaden oder Ähnliches, sodass danach heftige emotionale Reaktionen folgen können. Die meisten erzählten, dass sie danach weinen mussten (Hatte ich schon, bitte das auch nicht schon wieder...), vom Bedürfniszu schreien hörte ich auch; aber von der verrücktesten Reaktion erzählte Mister Mahendra: Ein Gast sei nach der Behandlung aufgesprungen, unbekleidet nach draußen gerannt, in den Spa Bereich gekommen, wo die anderen Gäste behandelt wurden und küsste wahllos verschiedene Leute dort.
Das klang schon sehr skurril. Ich kann nur hoffen, dass meine verrückte Seite nicht zu sehr getriggert wird und es mir im Nachhinein unangenehm wird.
Nun ist der Tag gekommen! Es geht mir wirklich wunderbar! Ich fühle mich leicht, frei, vital, wach und zutiefst zufrieden. Ich wage zu sagen, ich bin glücklich!
Heute soll meine Open Chakra Behandlung stattfinden und als die anderen Gäste das erfahren sehe ich wieder in geheimnisvoll lächelnde und wissende Gesichter. Die Behandlung ist in eine ganz bestimmte Vorbereitung eingebettet, über die wir schriftlich informiert worden sind. Eine halbe Stunde vor der Behandlung (nachdem man gründlich geduscht und sich in den Spa-Kimono gehüllt hat), soll man sich in seinem Zimmer mit dem Stuhl vor eine leere Wand setzen und meditieren. Die Therapeutin holt einem an diesem Punkt dann ab und führt einen in den abgeschiedenen Teil des Wellnessbereichs. Man soll dabei die ganze Zeit darauf achten, keinen Blickkontakt zu irgendjemandem aufzunehmen und mit niemandem zu reden, auch nicht mit der Therapeutin. Man soll sich voll und ganz darauf fokussieren emotional und gedanklich völlig in der Gegenwart zu sein. So mache ich es.
Im Wellnessbereich angekommen beginnt nach einem Fußbad und einem Gebetsgesang die Therapeutin die insgesamt zweistündige Behandlung. Mir erscheint es deutlich kürzer, da ich währenddessen einschlafe. Mein eigenes Schnarchen weckt mich auf.
Nach der Massage, die es im Endeffekt ist, werde ich wieder zurück auf mein Zimmer gebracht, wieder ohne Blickkontakt oder sonstige Kommunikation zu irgendjemanden und setze mich wieder auf den Stuhl vor die leere Wand. Nach 20 Minuten gehe ich duschen, denn ich bin über und über mit warmen Öl begossen worden.
Meinen Zustand nach der Behandlung kann ich beschreiben als sehr freudig, aber ausgeglichen, friedlich, leuchtend, warm. Ich hatte keine emotionalen Eskapaden, aber es geht mir saugut.
Am Nachmittag bespricht Mister Mahendra den Report über meine Open Chakra Behandlung, denn die Therapeutin schreibt auf, welche meiner Chakren wie beschaffen sind, wo es Blockaden gab, wo ich achtsam sein darf und an welchem Schwerpunkt ich weiter arbeiten darf. Höchst interessant und spannend und ich freue mich auf alles, was noch kommt.Read more
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- Day 8
- Saturday, July 9, 2022
- ⛅ 29 °C
- Altitude: 34 m
IndonesiaPangkung Umedesa8°11’17” S 114°54’53” E
Tagesausflug mit mehreren Highlights

Nach fast einer Woche habe ich wirklich das Gefühl hier angekommen zu sein. Ich fühle mich im Grunde wie zuhause, gleichzeitig erscheint mir vieles immernoch wie im Traum, weil es fast zu schön ist, um wahr zu sein. Nicht, dass ich vorher unglücklich oder übermäßig traurig gewesen wäre, nein. Aber ich befinde mich seit etwa 2 Tagen in einem andauernden Gefühlszustand, den ich zuletzt als Kind erlebt habe: tiefgreifend geborgen, vertrauensvoll, glücklich, positiv aufgeregt, geradezu vibrierend vor Lebenslust und Energie. Hat es damit zu tun, dass das Resort hier tatsächlich eine Art heiliger Ort mit einigen starken Energiepunkten ist? Kann sein, ich weiß es nicht, aber was auch immer es ist, es fühlt sich großartig an.
Heute steht ein Tagesausflug auf dem Plan: Wir besuchen den örtlichen Basar, laufen danach durch den Dschungel, besuchen einen Tempel und erfrischen uns schließlich im Hot Spring, wo es Becken mit Heilwasser gibt. Auf geht's!
Der Basar ist sehr eindrucksvoll und mit nichts aus der Heimat zu vergleichen. Über mehrere Etagen verstreut reihen sich Verkaufsstand an Verkaufsstand und bieten alles an, was das Einkaufsherz begehrt. Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Kleidung, Kosmetik, Blumen, Haushaltswaren etc....auch wenn ich in der Nähe der Fleisch- und Fischstände würgen muss, weil der Geruch so streng ist, gefällt mir der Basar sehr gut und ich kaufe Litschis und Salak. Ich habe mich nicht vertippt! Ich meine nicht Salat, sondern tatsächlich Salak, auch Schlangenfrucht genannt und köstlich!
Nach dem Basar führt uns unser Fahrer, der uns engagiert und des interessanten Informierens nicht müde, begleitet, durch einen Teil Dschungel. Die Natur ist atemberaubend, es gibt so viel zu sehen und zu erkunden, dass wir trotz der Hitze des Weitergehens nicht müde werden. Und wenn man sich ein wenig auskennt, findet man auch noch leckere gesunde Snacks alle paar Meter: Wir probieren Tamarind frisch vom Baum gepflückt (kannte ich bisher nur als Soße zum Würzen, aber es ist tatsächlich auch eine Frucht, die man roh essen kann) und eine noch nicht ganz reife Mango. Wir laufen immer wieder an Palmen mit dicken Bananenstauden vorbei und sind ganz verzaubert von dem Ananasstrauch. (Wer gibt jetzt zu, dass er oder sie auch dachte, dass Ananas auf einem Baum oder einer Palme wachsen?) Es ist ein geradezu magischer Anblick eine heranwachsende oder auch reife, noch nicht gepflückte Ananas zu entdecken. Es scheint, als hätte sie jemand einfach inmitten eines Strauchs platziert und vergessen, aber so wächst die Ananas tatsächlich.
Zwischendurch pflücken wir eine kleine Waschnuss vom Baum und waschen uns damit im kleinen Bach die Hände. Wir kommen an einfachen Höfen vorbei, die von gewissenhaften Wachhunden bewacht und verteidigt werden und ich wäre direkt umgedreht, wäre nicht unser mutiger Begleiter dabei gewesen, der uns sicher an den bellenden Tieren vorbeigelotst hat.
Was mir auch hier zum wiederholten Mal auffällt und einfach entzückend zu sehen ist, sind die zahlreichen kleinen Tempel und hübsch arrangierten Opfergaben, die hier und da auf dem Boden zu finden sind. Gegen Mittag werden wir gebeten besonders ruhig zu sein, weil zu dieser Zeit die Geister im Wald seien und nicht gestört werden möchten.
Wir machen uns im nächsten Schritt auf den Weg zum Vihara Buddhist Tempel. Und zu diesem fallen mir als erstes folgende Worte ein: imposante Pracht. Egal ob buddhistisch oder nicht, es ist berechtigterweise eine Attraktion. Wir lassen es uns nicht nehmen, eine Weile dort zu meditieren und uns Ratschlag aus dem ...ich nenne es mal "Buch der Weisheit" zu holen. Das geht so: Man zieht ein nummeriertes Stäbchen aus einem Behälter und schlägt dann die Seite zu der gezogenen Nummer auf, wo zu verschiedenen Lebensbereichen Ratschläge nachzulesen sind. Leider sind die Informationen entweder auf Indonesisch oder Chinesisch verfasst, sodass ich selbst nicht einfach nachlesen kann (natürlich habe ich die Seite abfotografiert), aber gemerkt habe ich mir, dass es für mich derzeit keine gute Idee sei, eine größere Investition zu machen und ich lieber sparen soll. Das werde ich beherzigen.
Mittlerweile sind wir alle gut durchgeschwitzt und freuen uns auf die Hot Springs Becken. Dort im leicht müffelnden Heilwasser halten wir uns eine Weile auf, schwimmen und lassen es uns gut gehen bis es Zeit für die Rückfahrt wird. Mittlerweile sind wir ziemlich hungrig und hauen ordentlich rein und ich habe es in dieser Woche immernoch nicht geschafft, Bilder von dem wunderbaren Essen zu schießen, weil bisher stets der Hunger und der Appetit größer und dringender gewesen sind als das Fotografierbedürfnis. Aber den leckeren Moringakuchen gibt es als Bild, bitteschön.
Am Nachmittag sitze ich vor dem Meditationsbaum, so wie es Mister Mahendra mir an's Herz gelegt hat. Ich bleibe weiter dran und hoffe auf den Zuwachs an Weisheit. What a wonderful day!Read more
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- Day 9
- Sunday, July 10, 2022
- ⛅ 26 °C
- Altitude: 34 m
IndonesiaPangkung Umedesa8°11’17” S 114°54’53” E
Schicksal und Delfine

Da reise ich alleine nach Bali und lerne hier eine junge Frau in meinem Alter kennen, die auch aus Deutschland kommt, in der gleichen Stadt wohnt, eigentlich fast in der gleichen Nachbarschaft, den gleichen Beruf ausübt und auch schon einen Bandscheibenvorfall hatte. Aber vorher sind wir uns noch nie über den Weg gelaufen. Nun wollte das Schicksal ganz offensichtlich, dass wir uns hier auf Bali im Zen Resort treffen und kennenlernen. Das ist eine schöne Überraschung und noch schöner ist, dass wir uns auch noch gut verstehen. Nicht selten schallte in den letzten Tagen unser Gekicher durchs ruhige Resort und das ausgedehnte Pläuschchen nach dem Abendessen wurde zur Regelmäßigkeit in dieser Woche. So wie auch am gestrigen Abend, an dem wir nach dem Essen bei einem Mocktail (alkoholfreier Cocktail) zusammensaßen und uns unterhielten. Da es etwas spät wurde, ist das Aufstehen heute früh eine Herausforderung, denn heute geht es raus auf's Meer zum Segelausflug mit Delfinen. Dafür sollen wir um 4:45 Uhr bereit sein. Körperlich anwesend sind wir, doch der Geist ist noch im Bett. Im Zombiemodus steigen wir ins Auto, das uns an den Strand fährt. Es ist noch dunkel und frisch. Am Strand warten bereits einige Männer, die den Katamaran vorbereiten, dessen Passagiere wir beide und der, ich nenne ihn mal "Kapitän" und dessen Sohn sind. Dann heißt es einsteigen und noch als wir nur mit dem halben Boot im Wasser sind, merke ich bereits, dass der Wellengang mir gar nicht bekommt. Um Schlimmeres zu vermeiden, habe ich wohlweislich meine Reisetabletten eingepackt und nehme nun schnell eine davon. Aufgrund des enthaltenen Schlafmittels machen sie zwar auch müde, aber Müdigkeit ziehe ich der Übelkeit eindeutig vor. Und dann geht es los! Der Motor wird eingeschaltet und wir fahren allmählich weiter raus auf das in der Dunkelheit liegende tiefschwarze Meer. Es ist ruhig, entspannt...und wir warten. Allmählich bildet sich ein schwach orangefarbener Streifen auf dem Horizont, dem wir entgegenfahren. Und allmählich verfärbt er sich immer mehr und die Dunkelheit lichtet sich. Es ist ein einmaliger Anblick und das Gefühl sich diesem Bild Welle für Welle entgegenzubewegen, mit dem Wind in Gesicht und Haaren, ist wunderschön. Die Reisetabletten wirken und ich kann den Seegang sogar genießen. Als die Sonne sich allmählich und vorsichtig zeigt, könnte es nicht schöner sein! Ich zitiere Hanja: "Wenn man das sieht, ist es kein Wunder, dass die Menschen an einen Gott glauben."
Der Ausflug hat sich bereits bis zu diesem Moment mehr als gelohnt und wir sind glücklich und sentimental.
Und dann geht es jedoch richtig los! Auf einmal mehren sich weitere Boote, alle mit der gleichen Absicht und Sehnsucht...das Sichten der Delfine. Die Sonne steht mittlerweile am Himmel, die Spannung liegt in der Luft. Und plötzlich aus dem Nichts ist es soweit! Eine Gruppe von Delfinen zeigt sich und schwimmt an uns vorbei! Ich kann mir einen begeisterten Aufschrei nicht verkneifen, denn wann sieht man sonst schon Delfine in freier Wildbahn ein paar Meter neben sich im Wasser?! Die Delfine zeigen sich einige Schwimmzüge über dem Wasser und tauchen dann wieder für kurze Zeit unter, um dann anderer Stelle wieder aufzutauchen.
Es ist phänomenal das zu beobachten!
Das finden nicht nur wir, sondern auch die Leute der anderen Boote und es entwickelt sich eine Art "Wer sieht die Delfine zuerst und ist am schnellsten dort"-Wettspiel. Erst finde ich das ziemlich lustig, nach einiger Zeit ärgern wir uns über die aggressive Fahrweise der anderen Kapitäne. Sie überfahren die armen Delfine fast!
Wir sind sehr zufrieden mit unserem Kapitän, der sich zurückhaltender zeigt und uns trotzdem eine gute Sicht auf die wunderschönen Tiere ermöglicht. Schließlich kehren wir pünktlich zum Frühstück ausgehungert zurück ins Resort, wo mich anschließend die Behandlung "Marma Energy" (ayurvedische Ganzkörpermassage, die verjüngend und revitalisierend auf die Energiepunkte des Körpers wirkt) erwartet. Dann ist es auch schon Zeit für das Mittagessen und danach muss ich mich traurigerweise von meiner neu gewonnenen Freundin verabschieden, da sie nach Ubud weiterzieht. Glücklicherweise brauche ich jedoch nicht allzu traurig sein, denn in den nächsten Tagen werde ich sie zum einen einmal in Ubud besuchen und zum anderen sehe ich sie definitiv zuhause in Deutschland wieder. Jackpot!Read more
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- Day 10
- Monday, July 11, 2022
- 🌧 27 °C
- Altitude: 34 m
IndonesiaPangkung Umedesa8°11’17” S 114°54’53” E
Ein ganz normaler Tag im Zen Resort

Die Gäste des Zen Resort kommen und gehen und selbst nach einer Woche ist es möglich Personen so ins Herz zu schließen, dass der Abschied nicht leicht fällt. 3 liebe Menschen, die Teil meiner ersten Woche waren, sind nun wieder weg und der heutige Tag erscheint deshalb eher etwas nüchtern. Nun bin ich wieder mehr auf mich selbst zurückgeworfen, also gehe ich natürlich morgens und abends zu Meditation und Yoga, habe eine Behandlung im Spa (1,5h Ganzkörpermassage mit Puder mit anschließendem Schwitzen in dem Saunakasten), schwimme zwischendurch bei Regen im Pool (das war schön!), gehe ein wenig mit angenehmer Begleitung spazieren (allerdings nur bis zum nächsten Straßenhund, dann kehren wir Angsthasen wieder um) und mache meine Schreibhausaufgaben, die ich von Mister Mahendra aufbekommen habe. Dann noch ordentlich reingehauen bei den köstlichen Mahlzeiten, die wieder schneller verzehrt waren als der Foto-Gedanke kam (nur das Dessert hat es wieder auf's Foto geschafft) und nun ist es Abend und ich werde bis zum Einschlafen noch gemütlich lesen.
Morgen geht es auf zum Ausflug: Trekking und die Munduk Wasserfälle. Darauf freue ich mich schon sehr.☺ Gute Nacht!Read more
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- Day 11
- Tuesday, July 12, 2022
- ⛅ 27 °C
- Altitude: 34 m
IndonesiaPangkung Umedesa8°11’17” S 114°54’53” E
Ausflug nach Munduk

Heute ist ein Tagesausflug geplant! Es geht ins bergige Munduk, das an vielen Stellen eine traumhafte Aussicht für uns bereithält. Wir starten mit einer kleinen Wanderung durch das wunderschöne Munduk und seine Reisfelder. Unser aufmerksamer und mit seiner Familie in Munduk lebender Führer Agus versorgt uns (Svenja und mich) mit vielen interessanten Informationen über die Gegend, deren Einwohner und Pflanzen. Es gibt so viel zu sehen und zu entdecken! Auch wenn mir der Schweiß in Strömen läuft, genieße ich die Wanderung sehr. Wir kommen an einem kleinen Geschäft für Kaffee, Gewürze, Kakao und Reis vorbei und erfahren etwas über die Kakaofrucht, von der ich bis dahin überhaupt keine Ahnung hatte. Wenn man eine Kakaoschote öffnet, entdeckt man ca. 20 bis 30 Kakaobohnen, die auf den ersten Blick an Knoblauchzehen erinnern. Die einzelnen Bohnen lassen sich abziehen und sind (da war ich überrascht und fasziniert!) von einem essbaren süß-sauren weißen Fruchtfleisch umgeben, das man ablutschen kann. Der perfekte Snack für unterwegs, den ich mitnehmen und aufessen darf. Die Kakaobohnen an sich werden über mehrere Tage fermentiert und dann getrocknet. Um daraus die uns bekannte Schokolade zu machen, werden sie zerstoßen bzw gemahlen und geröstet und dann mit anderen Zutaten zur Schokoladenherstellung zusammengemischt.
Wir passieren während der Wanderung u.a. weitere Kakaopflanzen, Zimt- und Nelkenbäume. Die Nelken werden ebenso per Hand mit Hilfe einer Bambusleiter (ohne Sicherung!) geernet. Ich stelle nicht zum ersten Mal fest, dass man hier offenbar allgemein sehr mutig ist.
Der nächste Stopp zum Naschen ist ein Zuckerrohrfeld, das Agus Onkel und Tante gehört, die uns herzlich empfangen und mit einer Kostprobe frischen Zuckerrohrs versorgen, dessen Verzehr eine Kunst für sich ist. Man beißt (wenn möglich, denn Zuckerrohr ist sehr hart und erfordert starke Zähne) ein Stück ab, zerkaut die Masse, lutscht das süße Wasser heraus und spuckt anschließend den nicht essbaren faserigen Rest wieder aus. Danach sind wir äußerst klebrig, aber auch wieder gestärkt und machen uns nun auf den Weg zur Hauptattraktion, den Wasserfällen von Munduk. Um ins Wasser zu gehen, ist es an diesem Tag zu frisch, aber zumindest mit den Füßen im Wasser nähern wir uns dem Wasserfall und können einige Erinnerungsfotos schießen.
Der plötzlich eintretende Regen sorgt jedoch dafür, dass wir auch mit Regenschirmen trotzdem auf dem Weg zurück zum Auto durch und durch nass werden. In solche einem "desolaten Zustand" (Zitat Svenja) war ich vorher noch nie in einem Restaurant, aber hier ist das kein Problem und wir fühlen uns trotzdem wohl. Nicht zuletzt, weil uns eine Kellnerin bereits mit zwei Decken entgegenkommt, mit denen wir uns wärmen können, in Munduk ist es nämlich frischer, erst recht in nasser Kleidung. Man könnte meinen, der Regen hätte unseren Ausflug beeinträchtigt, aber wir sind glücklich und erheitert über den Verlauf und genießen den fantastischen Ausblick auf die neblige, bergige Landschaft in vollen Zügen! Hunger haben wir auch und freuen uns auf unsere Bestellung, die ziemlich lange auf sich warten lässt, aber als Entschädigung bekommen wir ein paar Kräcker vorab. Nach dem ich mich im Resort nun an kleine Portionen gewöhnt habe, bin ich ziemlich überfordert mit meinem "Seafood Basket", den ich bestellt habe. Ehrlich gesagt, war es ein erfreulicher Anblick für meine gierigen Augen, aber ganz aufessen konnte ich ihn nicht. Den eingepackten Rest verspeiste ich mit Svenjas und Johannes Hilfe im Resort zum Abendessen. Was für ein erfrischender, lustiger und außergewöhnlicher Tag!Read more
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- Day 12
- Wednesday, July 13, 2022 at 9:37 PM
- ⛅ 25 °C
- Altitude: 34 m
IndonesiaPangkung Umedesa8°11’17” S 114°54’53” E
Heiliger Vollmond

Heute war ein ganz besonderer Tag. Aufgrund des Vollmonds war die Segnung heute nochmal in einen ganz besonderen feierlichen Rahmen gebettet. Nicht nur war der ganze Abend begleitet von Musik, auch die große Buddha-Statue wurde heute verschoben. Denn eine Buddha-Statue darf man nur während des Vollmonds an einen neuen Platz stellen. Dies geschah während wir an der Segenszeremonie teilnahmen. Wir wurden wieder reichlich mit Wasser übergossen und bekamen als Zeichen der Segnung Reis auf Stirn und Brust geklebt und ein Armband um's Handgelenk gebunden. Diese Segenszeichen darf man nicht einfach abnehmen, sondern man muss warten bis sie von alleine abfallen. Da ich aber keine Reiskörner im Bett haben möchte, wische ich doch zumindest die letzten drei auf der Stirn und auf der Brust selbst ab.
Das Abendessen ist heute besonders schön arrangiert und findet nicht wie sonst im Restaurant statt, sondern direkt neben dem Pool. Der Weg dorthin ist heute mit Teelichtern ausgelegt. Mit entsprechender Musik ist die Atmosphäre heute romantisch und sehr feierlich und die Mitarbeiter haben sich zum gegebenen Anlass in traditionell balinesische Festtagskleidung gekleidet. Für das Pärchen unter uns Gästen ist heute ein romantisches Candlelight Dinner an einem separaten Tisch auf einer kleinen Aussichtsplattform aufgebaut worden. Wunderschön!
Die Gebetsgesänge aus dem nah gelegenen Tempel begleiten uns heute das ganze Abendessen über. Sie bilden einen interessanten klanglichen Kontrast zu z.B. "You're beautiful" von James Blunt und das Schöne ist, dass tatsächlich beides gleichzeitig hier reinpasst. So wie auch die unterschiedlichen Gäste hier ins Zen Resort passen. Heute ist Svenjas letzter Abend, morgen steht also wieder ein Abschied von einer liebgewonnenen Person an.Read more
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- Day 13
- Thursday, July 14, 2022 at 5:00 PM
- ⛅ 27 °C
- Altitude: 204 m
IndonesiaTukad Ubud8°30’27” S 115°15’44” E
Ausflug nach Ubud

Heute mache ich einen Ausflug nach Ubud und besuche Hanja! So eine Freude!
Die Reise beginnt direkt nach dem Frühstück und ist sehr komfortabel für mich, da mich einer der Fahrer in die etwa 2,5h entfernte Stadt fährt und später wieder zurück bringt. Das kostet mich nur ca. 10€ und weil das so günstig ist, gebe ich dem Fahrer am Ende sehr gerne ein gutes Trinkgeld dazu, denn der Service ist fantastisch. Nyoman oder auch Pa Nyoman zeigt mir die Gegend und bringt mich zwischendurch zu besonders schönen Aussichtspunkten, z.B. mit Blick auf einen großen See, damit ich dort Fotos machen kann. In Ubud angekommen, ist der Kontrast zum Norden, aus dem wir gefahren kommen, groß. Hier ist es deutlich touristischer, voller, lauter. Die Straßen sind voller Autos sowie Roller und überall sehe ich eindeutig erkennbare Touristen, die sich im Trubel Ubuds zurechtfinden.
Es ist wunderbar, Hanja nochmal auf Bali wiederzutreffen und so gemeinsam etwas in Ubud zu unternehmen. Da wir aus Zeitgründen in der Anzahl der möglichen Unternehmungen beschränkt sind, entscheiden wir uns für einen Besuch im Monkey Forest, Shopping und natürlich Essen gehen.
Der Monkey Forest ist, wie der Name sagt, ein Wald, in dem Affen leben und frei herumlaufen. Das ist eine sehr spannende Angelegenheit, denn da ich im Vorhinein bereits einige Geschichten über das Verhalten der Affen gehört habe, bin ich ziemlich aufgeregt und vorsichtig. Ich nehme vorsorglich meine Ohrringe und Sonnenbrille ab und verstaue sie in der Tasche, über die ich mit Argusaugen wache. Es ist nämlich schon oft passiert, dass ein Affe derartige Dinge, die ihm auffielen, für etwas Essbares hielt und deshalb flink stibitzte. Das sollte mir nicht passieren! Schauen in Distanz ist toll, aber mir soll kein Affe zu nah kommen. Von daher sind wir beide auf der Hut, als wir durch den Monkey Forest spazieren. Es ist durchaus faszinierend, die Affen frei um sich herum zu sehen und besonders die Familien mit den Babyaffen sind entzückend anzuschauen.
Nach einem späten, aber leckeren Mittagessen mit erfrischendem Wassermelonensaft (den brauchen wir unbedingt auch in Deutschland!) gehen wir auf Shoppingtour durch verschiedene Marktstände und Boutiquen. Handeln ist angesagt! Das fällt mir jedoch hier besonders schwer, weil es allgemein bekannt ist, dass Bali sehr unter dem fehlenden Tourismus während der Pandemie gelitten hat. Zum Teil merkt man es den Leuten an, die geradezu verzweifelt ihre Ware anpreisen und verkaufen möchten.
Ich kaufe eine kleine runde Handtasche, zwei Sarongs und eine Hose und bin sehr zufrieden mit meiner Ausbeute für insgesamt ungefähr 20€.
Irgendwann wird es Zeit sich wieder zum mit Nyoman vereinbarten Treffpunkt zu begeben, um zurück ins Resort zu fahren. Auf diesem Weg nehme ich plötzlich eine Bewegung aus dem Augenwinkel wahr: Ein Affe nähert sich und rennt neben mir her die Augen auf meine Plastiktüte mit den Einkäufen fixiert. Ich kenne seine Absicht und erschrecke mich laut und wild mit dem Arm rudernd. Dies lässt ihn seine Zähne fletschen, aber er lässt mich, Gott sei Dank, in Ruhe! Nichts wie weg ins Auto!
Einige Tage später macht auch Hanja eine unangenehme Erfahrung mit einem Affen. Dieser reißt ihr in einem unerwarteten Moment blitzschnell das Handy von der Handykette und läuft damit weg, um hineinzubeißen. Glücklicherweise bleibt er in der Nähe und ein Wächter kann ihn dazu bringen, vom Handy abzulassen, indem er ihm einige Süßigkeiten hinwirft. Das ging also nochmal gut, dennoch: Achtung vor hungrigen Affen! Sie sind flink und geschickt und schneller als man denkt! ⚠️Read more
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- Day 14
- Friday, July 15, 2022 at 9:44 PM
- ⛅ 26 °C
- Altitude: 34 m
IndonesiaPangkung Umedesa8°11’17” S 114°54’53” E
Ein Hoch auf die Spa-Behandlungen!

Nach dem gestrigen Ausflug in den Trubel Ubuds bin ich heute müde und froh, wieder zur Ruhe kommen zu können. Meditation und Yoga am Morgen lasse ich heute ausnahmsweise ausfallen und starte mit dem Frühstück. Für mich gibt es neben dem üblichen Obstteller und frisch gepressten Saft eine Portion Porridge mit Kokosmilch. Köstlich und trotz kleiner Portion so sättigend, dass ich das Mittagessen ausfallen lasse und die Zeit bis zum Abendessen mit zwei Salaks und Mandarinen aus meinem täglich frisch aufgefüllten Obstkorb überbrücke.
Am Vormittag erwartet mich die Behandlung "Marma Energy" mit anschließendem heißem Kräuterbad, nach dem mir ein bisschen schwummerig ist, weil das Wasser doch sehr heiß war und meinen Kreislauf danach etwas lahmlegt. Nichts, was ein kleines Mittagsschläfchen im klimatisierten Zimmer nicht kurieren könnte!
Am Nachmittag klopfen plötzlich zwei Mitarbeiterinnen aus dem Spa an meine Tür... die zweite Behandlung für den heutigen Tag habe ich gar nicht auf dem Schirm gehabt! Als ich in den Plan schaue, wird mir klar, wieso: Gestern Abend gab es zum 4. oder 5. Mal einen aktualisierten Plan, den ich außer Acht gelassen und deshalb die Behandlung "Pizhichil" um 15 Uhr nicht gesehen habe. Die Pläne werden im Zen Resort flexibel und nah an den individuellen Bedürfnissen immer wieder angepasst. (Man sollte nur stets auf den aktuellsten Plan schauen.)
Obwohl ich bereits über 30 Minuten zu spät war, durfte ich die Behandlung noch wahrnehmen. Gott sei Dank! Denn definitiv ist "Pizhichil" ein weiteres Highlight unter den Behandlungen. Auch "Royal Herbal Oil Bath" genannt, bezeichnet dies ein Vorgehen, bei dem man immer wieder am ganzen Körper mit warmem Kokosöl übergossen und dabei massiert wird. Da die Liege für diese Bahndlung mit einer Art dickem Gummibezug überzogen ist, dessen Ränder sich etwas nach oben wölben, sammelt sich das vergossene Öl im so entstandenen Behälter und man badet so quasi wirklich in dem Öl. Ich hätte nie gedacht, wie himmlisch es sich anfühlen kann, mit angenehm warmem Öl begossen zu werden! Herrlich. Die ganze Prozedur dauerte insgesamt 1,5h, in denen ich wieder gründlich von Kopf bis Fuß und bis in die Finger-, Zehen- und Haarspitzen durchgeknetet wurde bis ich mich fühlte, als bestünde ich selbst aus warmem Wachs. In der anschließenden Dusche versuchte ich erfolglos das Öl aus meinen Haaren zu entfernen. Nach dem 5. Mal Einshamponieren und Ausspülen gab ich schließlich auf. Morgen kriege ich sowieso wieder Öl in die Haare massiert. Dass es den Haaren gut tut, macht sich jedoch auch für mich mehr und mehr bemerkbar! Meine Haare wirken insgesamt gesünder und sogar fülliger, somit werde ich meinen Kopf auch in Zukunft zuhause hin und wieder mal mit Kokosöl massieren.
Nach diesem Erlebnis verbringe ich heute die 2 Stunden bis zum Abendessen in meinem Zimmer, da ich keine Lust habe, heute nochmal zu schwitzen und damit nochmal zu duschen. Die Zeit genutzt habe ich, um in der geliehenen Literatur zum Thema Ayurveda zu schmökern. Ein sehr umfangreiches Thema und die Ernährungsempfehlungen sind im Detail ebenfalls zahlreich und komplex. Definitiv soll man nicht zu viel und nicht zu wenig essen und so natürlich wie möglich. Aus diesem Grund sind die Portionen zu den Mahlzeiten hier im Resort auch sehr klein! Ich könnte normalerweise mindestens das Doppelte, wenn nicht Dreifache davon essen. Und je nach persönlicher Zielsetzung ist auch nichts dabei, hier doppelte Portionen zu bestellen, denn niemand wird zu irgendetwas gezwungen. Da ich nun aber doch auch gern ein paar Kilos verlieren mag, wo ich schon mal hier bin, versuche ich mich an die Mini-Portionen zu gewöhnen. Mehr noch: Ab morgen startet mein Detox-Plan! Das heißt, dass es für die nächsten drei Tage (und nach Belieben auch länger) nur frische Säfte und Suppen zu den Mahlzeiten für mich gibt. Das wird eine Herausforderung. Toi toi toi!
Heute beim Abendessen fühle ich mich irgendwie einsam, als ich da allein am großen für mehrere Personen gedeckten Tisch sitze. Da alle Personen, mit denen ich irgendwie eine Verbindung aufgebaut habe, weg sind, hat das gemeinsame Essen seinen Reiz etwas verloren. Meine Detox-Säfte nehme ich ab morgen vielleicht lieber auf meinem Zimmer ein und bin die nächste Zeit mehr für mich.Read more
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- Day 15
- Saturday, July 16, 2022 at 9:42 PM
- ⛅ 25 °C
- Altitude: 34 m
IndonesiaPangkung Umedesa8°11’17” S 114°54’53” E
Detox Tag 1

Heute fängt meine Fastenkur an, in die ich mich hochmotiviert stürze. Die angesetzten 3 Tage Saft- bzw. Suppenkur plane ich sogar auf eine ganze Woche zu verlängern, wenn es gut läuft, denn schließlich möchte ich so viele gesundheitliche Vorteile wie möglich dadurch für mich erwirken.
Gestern Abend bekam ich bereits meinen 3-Tage-Detox-Plan, der mir für das Frühstück um 8 Uhr, nachdem ich Meditation und Yoga ab 6 Uhr hinter mich gebracht habe, einen "Zen Powehouse Smoothie" ankündigt. Dieser sieht nicht appetitlich aus mit seiner grauen Farbe, aber überraschenderweise schmeckt er vorzüglich! Banane, Sonnenblumenkerne und noch andere wertvolle Zutaten seien enthalten und machen mich für's Erste zufrieden. Dass die anderen Gäste neben mir Rührei, Pancakes oder sogar Nasi Goreng zum Frühstück genießen, macht mir an dieser Stelle gar nichts aus und ich bin stolz auf mich. Am Vormittag steht eine weitere Udwartana Behandlung an (Massage mit Puder), die zusätzlich die Entgiftung und auch Fettabbau unterstützen soll. Danach fühle ich mich bereits straffer und bleibe weiterhin motiviert. Zwischendurch trinke ich den mir in einer Thermoskanne gebrachten Cumintee aus Cuminsamen und Wasser und vertiefe mich ins Lesen. Den Saft "Ayurveda Punch" zum Mittagessen lasse ich mir auf mein Zimmer bringen, weil sich allmählich doch der Hunger meldet und ich nicht ertragen möchte, wie die anderen alle richtiges Essen schlemmen. Der Saft (irgendwas mit Kurkuma, Ingwer und Limette) ist schnell getrunken und ich bin wiedereinmal froh, dass ich hier Lektüre zur Ablenkung habe, denn die vier Stunden bis zum nächsten Smoothie um 16 Uhr sind sehr lang...meine Laune ist leider nicht mehr die beste, aber ich trinke weiter Cumintee, der meinem Magen etwas zu tun gibt und lese, weil die Realität mir grad zu hart ist.
Der "Zen Golden Glow Smoothie" schmeckt mir sehr gut, weil ich glücklicherweise die Kombination aus Spinat und irgendeinem Obst (vielleicht Apfel?) mag, aber gesättigt bin ich davon natürlich nicht.
Wie gut, dass um 17 Uhr Yoga stattfindet und mich wiederum etwas ablenkt und fordert. Danach fühle ich mich ziemlich gut und vor allem leicht und kann mich nach einer ausgiebigen Dusche wieder dem Lesen widmen. Das erste Buch ist nun bereits durchgelesen, aber ich habe vorsorglich mehrere Bücher im Vorhinein bereits runtergeladen und kann direkt mit dem nächsten beginnen. Meine Gedanken schweifen zwischendurch immer wieder ab und ich ersehne die als Abendessen vorgesehene Kohlsuppe im ersten und den Salat als zweiten Gang.
Endlich ist es soweit und ich begebe mich dieses Mal mit den anderen Gästen ins Restaurant, um mich nicht komplett abzuschotten. Aber wirklich auf ein Gespräch konzentrieren (und das ja auch noch auf Englisch!) kann ich mich nicht, denn meine Gedanken kreisen nur um die Kohlsuppe, die ich gleich essen darf. Schließlich erhalte ich die (erschreckend!) kleine Portion Kohlsuppe und esse sie in größter Sorgfalt und Aufmerksamkeit, damit das Vergnügen nicht allzu kurz ausfällt. Ein Vergnügen ist es allemal, denn die Suppe ist hervorragend. Die Kellnerin nickt lachend, als ich mich anschließend rückversichere, dass da auch noch ein Salat kommt. Es ist die gleiche, der ich um 16 Uhr schon vor ihrem Klopfen an meiner Tür den Saft quasi aus der Hand genommen habe. Sie hat meine Not direkt erkannt und schaut nun immer halb mitfühlend, halb lachend. "Du bist heute so still, Olga", merkt Mr Mahendra an und ich erkläre ihm ehrlich, dass ich quasi am Verhungern bin. Wieso ich mir das antäte, fragte seine Frau. "Du wirst doch leiden!" "Ja, ich leide jetzt schon!", schreit es in mir. Das kleine Tässchen Suppe und der Salat, der woanders nur als Garnitur durchgehen würde, waren nur ein Tropfen auf dem heißen Stein meines Hungergefühls! Ich erinnere mich immer schwerfälliger daran, wieso ich das mache. "Weil es gesund ist", ist meine klägliche Antwort. Und wenn, dann ziehe ich diese Prozedur hier durch, wo mir alles vorbereitet und gebracht und später auch wieder abgeräumt und gereinigt wird und ich mich um nichts dergleichen kümmern muss.
Aber es ist trotzdem hart, schon am ersten Tag! Ich möchte dennoch gerne wenigstens die drei Tage durchhalten. Tschakka!Read more
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- Day 16
- Sunday, July 17, 2022 at 4:38 PM
- ⛅ 27 °C
- Altitude: 34 m
IndonesiaPangkung Umedesa8°11’17” S 114°54’53” E
Detox Tag 2

Mein Darm schreit scheinbar nach gewohnter fester Nahrung, denn die Nacht musste ich insgesamt 3 Mal aufstehen und die Toilette aussuchen. Smoothies und Säfte rutschen halt deutlich schneller durch den Körper und das überfordert den meinen erstmal. Morgens zum Frühstück bekomme ich den "Golden Spice", ein Saft, aus dem ich unter anderem Karotte rausschmecke. So gut und lecker es gestern morgen mit dem ersten Smoothie angefangen hat, der quasi wie ein Dessert schmeckte, so ungesüßter werden die kommenden Säfte und Smoothies. Offenbar wird der Obstanteil der Säfte zugunsten des Gemüseanteils immer mehr heruntergeschraubt. Der zweite ("leafy green Juice") und dritte Saft ("Cucumber delight") des heutigen Tages sind beide grün. Der erste schmeckt nach Spinat oder Moringa und der zweite nach Gurke und Limette. Ich glaube, das Obst wurde da, bis auf die Limette, ganz weggelassen. Ich fühle mich müde und unzufrieden, aber ich möchte es gern bis zum Ende des dritten Tages durchziehen.🙏
Die Spa-Behandlungen von heute waren: Abyangam Oil (Ganzkörpermassage mit Öl) und Bashpasweda (Dampfbad im Schwitzkasten), was beides die Entgiftung und auch Fettabbau unterstützt. Immerhin fühle ich mich etwas schlanker und leichter.Read more
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- Day 17
- Monday, July 18, 2022 at 9:30 PM
- ☁️ 26 °C
- Altitude: 34 m
IndonesiaPangkung Umedesa8°11’17” S 114°54’53” E
Detox Tag 3

Hatte ich erwähnt, dass ich die Detox-Tage verlängern möchte? Ich nehme alles zurück. Die Säfte kommen mir bald zu den Ohren raus. Ich kann nicht mehr und will nicht mehr, aber ich habe die drei Tage Saftfasten durchgehalten und darüber bin ich schon froh und auch stolz.
Heute bin ich nach dem Frühstückssaft mit der lieben Carol, die mit ihrem Freund da ist, zum Strand spaziert. Gestern Abend waren wir auch bereits ein wenig spazieren und sie zeigte mir ihren Lieblingstempel am Strand. Besonders interessant sind die zwei gruseligen Statuen an den Seiten des Eingangstors. Diese sollen die bösen Dämonen der See abwehren und die Götter im Inneren des Tempels, die die Menschen an Land beschützen, schützen.
Carol ist zwar deutlich kleiner als ich, aber mit ihr fühle ich mich sicherer im Angesicht der Straßenhunde, weil sie einen souveränen und sicheren Umgang mit diesen hat und sich stets zwischen mich und die Hunde schiebt. Ich liebe sie dafür.
Der schwarzsandige Strand ist anders als alle Strände, die ich vorher besucht habe. Wir sind quasi die einzigen Touristen, die man dort sieht. Stattdessen treffen sich viele Einheimische hier und genießen Strand und Meer. Und wieder einmal stelle ich fest, dass diese uns Touristen wirklich herzlich und neugierig willkommen heißen. Jeder Roller, jedes Auto, jede Gruppe, die wir passieren, begrüßt uns mit einem freudigen "Hello!". Die kleinen Kinder winken aufgeregt, weil wir vielleicht die ersten Touristen sind, die sie hier sehen und durch die helle Hautfarbe auffallen. Ilu fragte mich, als wir die Behandlung in Pool hatten, ob alle Menschen in Deutschland so weiß seien wie ich. Nein...ich bin auch für deutsche Verhältnisse überaus krass weiß. 🤷♀️ Dass balinesische Frauen eine helle Haut erstrebenswert und schön finden, ist für mich eine neue Erfahrung, denn bei uns in Deutschland versucht man, wenn möglich, schön gebräunt zu sein. Verrückte Welt! Jeder wie er oder sie mag und vielleicht könnten wir alle versuchen auch mal zufrieden mit unserem natürlichen Erscheinungsbild zu sein, wäre das nicht befreiend?
Auf dem Weg zurück zum Resort spricht uns ein Mann an, der uns herzlich in sein Restaurant am Strand einlädt. Es stellt sich heraus, dass er der Ehemann einer Mitarbeiterin in unserem Resort ist und damit nochmal doppelt vertrauenswürdig wirkt, als sowieso schon. Carol und ich verabreden uns für morgen zum Frühstück in diesem Restaurant, was ich besonders prima finde, weil dann nicht alle im Resort sehen werden, wie ich zu meiner ersten richtigen Mahlzeit nach drei Tagen reinhauen werde! Ich kann es kaum erwarten.
Heute habe ich eine Kräuter-Bündel-Massage mit anschließendem Blumenbad. Die heißen Kräuterbündel sind u.a. gefüllt mit Knoblauch, Ingwer, Chili, Kurkuma und duften wie ein köstlicher Eintopf. Damit werde ich massiert, was wunderbar ist, aber meine Gedanken wieder nur um's Essen kreisen lässt. Ich kann mich gerade so davon abhalten, mich selbst abzulecken. Das Blumenbad ist ein Fest für die Augen und ich mag das Kunstwerk an arrangierten Blumen gar nicht zerstören. Da sehe ich plötzlich meinen Namen darin ausgelegt! Und weil ich von der langsamen Sorte bin, sehe ich erst mit drittem Blick die komplette Botschaft, die mich wirklich rührt. 🥰Read more
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- Day 18
- Tuesday, July 19, 2022 at 9:20 PM
- ⛅ 25 °C
- Altitude: 34 m
IndonesiaPangkung Umedesa8°11’17” S 114°54’53” E
Das Leben ist schön, wenn man satt ist.

Heute kann ich endlich wieder vernünftig essen! Die Nacht war schrecklich und voller Qualen; ich habe sie quasi auf der Toilette verbracht. Mein Körper kommt einfach nicht mit den Säften zurecht, aber dies hat nun sowieso sein Ende. Ich stehe früh auf, um an der Meditation und am Yoga teilzunehmen, merke aber schnell, dass ich zu schwach bin. Ich habe wirklich so gar keine Kraft mehr und kann nicht einmal einfache Aufwärmübungen im Stehen machen, muss mich setzen und meine Arme kann ich auch nicht oben halten. Ich hatte es zwar ohnehin entschieden das Fasten auf die 3 Tage zu beschränken, aber auch Ilu empfiehlt mir, es dabei zu belassen. Im Fastenplan steht, dass man sich nach den 3 Tagen unglaublich gut fühlen würde, diesen Effekt vermisse ich derzeit. Ich habe zwar ein wenig an Umfang hier und da verloren, aber mit Sicherheit auch Muskulatur, deshalb vermutlich die Schwäche. Egal! Ich gehe nach der halbherzig mitgemachten Stunde Meditation auf mein Zimmer (Yoga erscheint mir grad unmöglich) und dusche lieber, bevor ich mich mit der lieben Carol zum Frühstück im Restaurant am Meer treffe. Wir sind die einzigen Gäste und können uns auch hier über einen exzellenten Service exklusiv für uns freuen. Ich bestelle in größter Vorfreude einen frischen Wassermelonensaft, Tee, Omelett mit Gemüse, kleinen Würstchen, einer Scheibe Brot und einen Obstteller. Ich kann bzw mag mich kaum unterhalten, weil ich so sehr ins außerordentlich leckere Essen vertieft bin! Jetzt fühle ich mich endlich unglaublich gut, weil ich wieder unglaublich gut esse. Danach bin ich zutiefst zufrieden und angenehm satt. Mein Körper entspannt sich wieder und mein Magen ist leise und glücklich. Weil der Gastwirt so glücklich ist, dass wir zu ihm gekommen sind, erhalten wir auch noch eine kleine gebackene Banane umsonst serviert mmmmmh. Die geht auch noch rein.
Einige Zeit später stößt Johannes, Carols Freund, noch dazu und wir haben eine äußerst interessante und inspirierende Unterhaltung über Doshas, Beziehungen zu sich selbst und anderen und Lebenszielen. Ich finde es sehr bewundernswert wie die beiden miteinander sprechen, wie sie sich vertiefen und wie klug sie sind. Sie könnten alterstechnisch meine Eltern sein, von daher greifen sie natürlich auch auf einen größeren Erfahrungsschatz zurück, aber sie gehören zu den Leuten, die ihre Überlegenheit nicht raushängen lassen, sondern mir mit viel Wohlwollen, Güte und auch ehrlichem Interesse auf Augenhöhe begegnen. Ich nehme Wertvolles aus diesem Gespräch im Herzen mit und bin dankbar für diesen wunderbaren Morgen.
Der Weg zurück zum Resort bringt mich außer Atem, scheinbar hat auch meine Kondition etwas gelitten. Ich nehme mir vor, diese und auch meine Muskeln wieder aufzubauen und in Zukunft erstmal keine tagelangen Fastenkuren zu machen, sondern lieber alltäglich bewusster zu essen.
Heute stehen zwei Wellnessbehandlungen an. Die erste am Vormittag ist wieder eine Massage mit gefüllten, heißen Bündeln. Dieses Mal sind sie jedoch nicht mit Kräutern und Gewürzen, sondern mit gekochtem Reis und Milch gefüllt. Es duftet deshalb lecker nach Milchreis. Das bringt mich zum Schmunzeln, wenn ich an gestern denke. Nun kann ich aber den Duft zufrieden genießen. Danach geht es in Milchreis mariniert in den Saunakasten. Heute halte ich die 30 Minuten nicht bis zum Schluss durch, weil der Kreislauf doch noch zu angeschlagen ist, aber ich spüre dennoch wie allmählich meine Kräfte zurückkehren. Da ich zur Mittagszeit noch keinen Hunger verspüre, lasse ich das Mittagessen ausfallen und gönne mir lieber eine Pause nach der Sauna und vor der nächsten Behandlung um 15 Uhr. Ich lese und gleite dann in ein entspanntes Nickerchen. Die Behandlung um 15 Uhr heißt Abhyangam Fruit. Dabei werde ich erst wieder gründlich massiert und im Anschluss wieder mariniert, dieses Mal in frischem Fruchtpüree. Das soll feuchtigkeitsspendend und verjüngend wirken. Danach gehe ich zum 5. Mal heute duschen und verbringe die Zeit bis zum Abendessen lesend und in Ruhe. Das Abendessen ist ein Fest. Zunächst einmal habe ich bis dahin definitiv wieder Hunger und ich habe beschlossen, so viel zu essen, bis ich zufrieden bin. Ich habe im Vorhinein ehrlich versucht, mich an die kleinen Portionen zu gewöhnen und lasse es nun sein, sonst bekomme ich nachts wieder Hunger. Ich bestelle mir deshalb eine doppelte Portion Suppe als Vorspeise und zwei verschiedene Hauptgerichte. Dafür lasse ich das Dessert weg. Die zwei Hauptgerichte werden gemeinsam auf einem Teller für mich angerichtet und schmecken köstlich! Das eine Gericht ist marinierter Tofu im Bananenblatt, dazu Spinat und Reis; das andere ist Fisch mit Gemüse und Kartoffeln. Vor allem der Fisch schmeckt vorzüglich und ich genieße jeden einzelnen Bissen. Zusammen ergeben die Gerichte die Portion, die ich brauche, um wirklich satt und zufrieden zu sein. Und schaut euch doch bitte mal den Teller an! Sieht das aus wie eine doppelte Portion? In meiner Welt nicht.
Es tummeln sich mittlerweile einige neue Gesichter im Resort, die nach und nach auch zum Abendessen eintrudeln. Die Stimmung ist heiter und angenehm. Mich zieht es nach einiger Zeit aber wieder in die Ruhe meiner Räume und ich verabschiede mich für heute, um mich wieder vor dem Einschlafen dem spannenden und romantischen Fantsyroman zu widmen. Auch hier gute Nacht und bis morgen💕Read more
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- Day 19
- Wednesday, July 20, 2022 at 9:38 PM
- ⛅ 25 °C
- Altitude: 34 m
IndonesiaPangkung Umedesa8°11’17” S 114°54’53” E
Lost in Bali

Heute war ein guter und auch komischer Tag. Gut, weil hier alles wunderbar ist und ich meditiere, Yoga mache, spazieren gehe, schlafe, lecker esse, massiert werde und einfach die Seele baumeln lasse. Komisch ist es heute, weil mir eine Sache nicht aus dem Kopf geht bzw meine Sicht ein wenig auf den Kopf gestellt hat. Gestern habe ich die Angelegenheit noch beiseite geschoben, aber heute bestimmt sie meine Gedanken. Ich wurde gefragt, was mein "Purpose" im Leben sei, also mein Daseinszweck. Darauf hatte ich keine genaue Antwort. Und heute wälze ich die Gedanken hin und her und suche nach meinem Purpose. Das hab ich vorher noch nie gemacht, weil ich immer dachte, einfach da zu sein und das Leben zu leben, möglichst schön zu gestalten und zu genießen, reiche. Aber nun suche ich leider erfolglos meinen eigentlichen, zentralen Purpose. Scheinbar habe ich keinen Purpose. Dieses Wort verfolgt mich den ganzen Tag und schwebt wie eine dunkle Regenwolke über mir und ich fühle mich so richtig verloren. Lost in Bali.
Da hilft nur noch eins: eine liebe Freundin. Als ich meine Gedanken und Gefühle mit Anja, meiner lieben Freundin in Thüringen, teile, geht es mir bereits innerhalb von 15 Minuten viel besser und die Regenwolke wird durchbrochen von Sonnenstrahlen bis sie sich komplett auflöst.
Mir wird klar, dass es mir für jetzt erstmal genug ist, einen Sinn und Zweck für nächstes Jahr, nächsten Monat, nächste Woche, morgen oder auch einfach hier und jetzt zu haben. Ich muss nicht direkt mein ganzes Leben verstehen oder im Voraus interpretieren oder bestimmen können. Manche Menschen kennen vielleicht schon ihren großen Lebenssinn. Dieser kann sich im Laufe der Zeit möglicherweise auch verändern.
Es ist nicht falsch, sich die Frage nach dem Lebenssinn zu stellen, aber ich mag mich nicht in eine gedankliche Suche verrennen, die in ein unendliches Labyrinth der Möglichkeiten führt und zu weit in eine mir unbekannte Zukunft führt, die ich nur bedingt beeinflussen kann. So lange ich mich sinnvoll fühle, indem ich nur im Moment bin und atme, ist mir das genug Purpose.
Und deshalb bin ich für jetzt sehr glücklich mit Anjas Worten zum Purpose, mit denen ich mich zu 100% identifizieren kann: "Eat, love, sleep, repeat." ("Iss, liebe, schlafe, von vorne wiederholen.") DANKE💕
Ergänzend dazu möchte ich noch die abschließenden Worte am Ende der Yogaroutine anbringen, die Ilu uns immer nennt und die, glaube ich, auch sehr viel Purpose in ein Leben bringen können:
1. "Think of a good thing in our life."(Denk an eine gute Sache in unserem Leben)
2. "Speak good things. Keep the truth." (Sprich gute Dinge. Bewahre die Wahrheit.)
3. "Do good things by your heart." (Tue Gutes von Herzen)
Auch dafür bin ich sehr dankbar und nehme es im Herzen mit.Read more
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- Day 20
- Thursday, July 21, 2022 at 10:36 PM
- ⛅ 24 °C
- Altitude: 34 m
IndonesiaPangkung Umedesa8°11’17” S 114°54’53” E
Frauenpower

Heute brauchte ich einige Stunden mehr Schlaf, deswegen fielen Mediation und Yoga am frühen Morgen für mich aus. Nach einem reichhaltigen Frühstück mit Obstteller, Porridge mit Kokosnunssmilch und einem kleinen Omelett mit Gemüse, begebe ich mich heute wieder auf eine Spazierrunde mit Carol. Spaziergang am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen bzw. tut auch ohne Sorgen und Kummer gut, insbesondere in guter Gesellschaft. Auch in diesem Zusammenhang fällt mir mal wieder auf, wie wohltuend gute Gespräche insbesondere unter Frauen tun können. Nichts gegen Männer, ihr seid auch toll und auch bedeutsam für uns, aber Frauen brauchen Frauen, denn manche Dinge kann nur eine andere Frau nachvollziehen. Vorausgesetzt man ist einigermaßen auf einer Wellenlänge, haben wir Frauen uns gegenseitig potenziell unheimlich viel Bereicherndes zu schenken. Je mehr wir in unserer Energie sind, desto mehr sind wir auch in der Lage davon zu verteilen. Im Allgemeinen sagt man zwar, eine gute Beziehung, welcher Art auch immer, basiere auf Geben und Nehmen. Aber an diesem Punkt möchte ich Robert Betz zitieren, dem ich in dieser Thematik voll und ganz zustimme: Beziehungen gelingen nicht mit Geben und Nehmen, weil sie keine Geschäfte sind (zumindest nicht sein sollten, denke ich). In einem Geschäft nehme ich mir einfach, was ich will, gebe Geld dafür und damit hat sich das. In Beziehungen wäre dieses geschäftliche Modell auf Dauer vermutlich ziemlich zerstörerisch. Beziehungen gelingen durch Schenken und Beschenken lassen. (Robert Betz, sinngemäß zitiert). Dies intendiert den feinen, aber wichtigen Unterschied der Freiwilligkeit, die bestenfalls so bedingungslos wie möglich ist. Zurück zur Energie, die wir, wenn wir reichlich davon haben, mit anderen teilen können: Nachdem ich meine gestrige Purpose-Krise überwunden habe, fühle ich mich sehr energiegeladen und mit allem verbunden. Nicht zuletzt auch durch den Spaziergang und das Gespräch mit Carol, den gestrigen Kontakt zu Anja, die Gespräche mit Hanja oder Svenja letzte Woche, die Zeit mit meiner Mama und ich erinnere mich auch an die vielen wertvollen Gespräche und Treffen mit den anderen Frauen aus meinem Leben zuhause in Deutschland. Es ist so schön, dass es euch gibt! Ihr seid so wahnsinnig wertvoll und bedeutsam, vergesst das niemals! Jede, die sich dadurch nun angesprochen fühlt, ja, DU bist auch gemeint und DU bist nicht allein. Wenn ich wieder zuhause bin, kann ich es kaum erwarten eure vertrauten Gesichter wieder live vor mir zu sehen und mit euch in positiven Schwingungen zu baden, davon habe ich gerade reichlich und die bringe ich euch allen gerne mit. Wie ein Glücksbärchi🧸🌈.
Die Spa-Behandlungen, von denen ich heute drei hatte, standen im Zeichen der Milch. Vormittags hatte ich eine Ganzkörpermassage mit warmer Milch und anschließendem Saunabad. Nachmittags hatte ich eine Behandlung, die sich "Takhrodhara" nannte. Ähnlich dem Shirodhara, liegt man auf dem Rücken und die Stirn bzw der Kopf werden mit einer warmen Flüssigkeit begossen. Bei Shirodhara war es das warme Öl, heute war es warme, fast heiße Milch. Ich liege also da, mit einem Stirnband zur Sicherheit, dass nichts in die Augen läuft und dann beginnt der Guss. Es ist unvorstellbar angenehm! Wenn der warme Milchstrahl die Stirn trifft und an dieser hin und her entlangwandert (1h lang wohlgemerkt), um dann über Kopf und Haar hinabzufließen, ist das augenblicklich so entspannend, dass sich der ganze Körper quasi paralysiert anfühlt. Nicht, dass das bereits außergewöhnlich gut genug wäre! Zum Abschluss folgt dann auch nochmal eine Kopf-, Arm-, Gesichts-, und Nackenmassage. Das ist hier zum Teil alles gleichzeitig möglich, weil selten eine Therapeutin alleine arbeitet. Normalerweise wird man immer von mindestens zwei Therapeutinnen behandelt, die das alles so geschickt und gekonnt durchführen, dass man denkt, es würden zehn Hände gleichzeitig massieren.
Zum Abendessen entscheide ich mich heute mal für eins der gefühlt 100 Kleider, die ich unnötigerweise mitgebracht habe. Ich konnte ja nicht ahnen, dass der Dresscode hier eher entspannt und gemütlich ist. Bzw. habe ich nicht auf Anja gehört, die das wohl vorausgesagt hat. Aber heute ist es Zeit für das "Bali-Kleid", das ich extra für den Urlaub im Vorhinein gekauft habe.Read more