• Aït Ben Haddou

    November 10, 2024 in Morocco ⋅ 🌙 21 °C

    Die letzten Kilometer bis zum höchsten Punkt des Passes waren heute schnell geschafft, auch wenn es fast immer konstant bergauf ging. Ganz oben waren zwei Radler aus London, die für ein paar Tage durch Marokko fuhren und ein Foto von mir machten. Sie waren aber bei Weitem nicht die Einzigen die ich heute traf. Die Route scheint sehr beliebt zu sein, denn insgesamt kamen mir noch sechs weitere Radler entgegen.
    Nach dem Aufstieg ging es erstmal bergab, doch bei Weitem nicht so lange wie ich mir erhofft hatte. Entlang am Rand eines Tals, das ein kleiner Fluss gegraben hatte, ging es im ständigen Wechsel teils steil bergauf und - ab. Trotzdem - oder gerade deshalb machte es aber sehr viel Spaß dort zu fahren. Es war auch sehr beeindruckend, dass links und rechts des Tals alles nur von Geröll und Felsen bedeckt war, während unten im Tal, neben dem Fluss Pappeln, Palmen und vieles mehr wuchsen.
    Bald kam ich in der Festungsstadt Aït Ben Haddou an, die einigen bekannt vorkommen müsste. Sie war nämlich Drehort für Prinz of Persia, Gladiator und Game of Thrones. Und das nicht ohne Grund, mit den alten Lehmhäusern, die sich direkt an den Berg schmiegen, hat das Dorf eine tolle Atmosphäre. Und da ich am Abend kam, waren auch schon nicht mehr so viele Touristen da, sodass ich in Ruhe durch die Gassen bis auf den Berggipfel schlendern und von dort die Aussicht genießen konnte.
    Obwohl etwas störte doch: Der Wind wehte ganz schön kräftig und mit dem Sand in den Augen, hatte man das Gefühl, in der Wüste angekommen zu sein. Als ich dann nach einigen km Halt machen wollte, war ich froh über meinen Bambusstock, denn zum Anlehnen gibt's hier weit und breit nichts.
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