• Die Aran Inseln

    3 de junio de 2024, Irlanda ⋅ ☁️ 13 °C

    Der Tag startete bewölkt. Ich hatte eine ruhige Nacht an den Bridges of Ross gehabt und freute mich, heute nicht an irgendwelche Termine bzw. Zeiten gebunden zu sein. Ich lag noch eine ganze Weile im Zelt und beobachtete die Wellen unter mir. Nach einem kurzen Check des Wetters merkte ich, dass es heute doch garnicht so gut angesagt war. Ich beschloss heute erst auf die Aran Inseln zu fahren und die Kliffs of Moher hinten anzustellen, wenn es wieder mehr nach Sonne aussah. Die letzte Fähre auf die Inseln, die am Mittag auch wieder zurück ging, sollte um 11 ablegen und ich musste noch knapp 1,5h fahren. Hui jetzt aber schnell, sonst wird das nix😬🙈 Also fix das Zelt verstauen und losgebrezelt (das war glaub ich das allererste Mal in diesem Urlaub, dass ich tatsächlich die Geschwindigkeiten gefahren bin, die hier vorgegeben sind🫣). Es war eine wilde Fahrt und dort angekommen musste ich ja noch einen Parkplatz finden. Ich dachte es würde ein ruhiger Tag werden und jetzt hatte ich mehr Stress als die ganzen letzten Tage 🤦🏼‍♀️ Schnell das Fahrrad abgeschnallt und ab zum Pier. Puhh, ich kam gerade noch rechtzeitig an zum Boarding. Zu meiner Enttäuschung durfte man eigene Fahrräder garnicht mitnehmen, da die Fähren zu 'busy' seien. Natoll🙄 Aber gut was solls, drüben gab es einen Verleih.
    Als ich das Boot betrat wurde mir schnell klar, warum man außer sich selbst nix mitnehmen durfte, das Boot war rappelvoll mit Menschen 🙈 Drüben angekommen ging ich direkt zum Verleih und suchte mir einen hübschen 7-Gang-Drahtesel aus. Und looooos :) Natürlich musste es genau jetzt anfangen zu regnen, war aber nicht schlimm da es nur Niesel und ansonsten warm war. Man sah schnell was das Besondere auf der Insel ist - ungefähr die komplette Fläche ist durch die typischen Steinmauern unterteilt. In manchen liegen Kühe und grasen gemütlich, in anderen stehen Pferdchen. Überhaupt gibt es hier so viele Tiere, gefühlt in jedem Hof steht ein Pferd. Der Blick über die grünen Felder und Mauern mit dem Meer im Hintergrund war toll. Ich fuhr einfach drauf los (gut, zu viele Möglichkeiten gab's ja nicht), vorbei am Aussichtspunkt von dem aus man Robben beobachten kann (wahrscheinlich eher in den ruhigeren Stunden, jetzt war weit und breit nix zu sehen) , und bis in die Mitte der Insel. Hier gab es ein paar Shops und da ich hier eh meine Frühstücksrast einlegen wollte, stellte ich das Fahrrad ab und fing an ein bisschen zu stöbern. Der Laden mit den Wollsachen war gut besucht und eine Dame und ein älterer Herr kümmerten sich ganz lieb und geduldig um die KundInnen (die taten mir echt ein bisschen Leid, es wurde immer voller und die zwei da zwischendrin, ganz bemüht den Horden an Touris die Besonderheiten der schönen Stücke zu erklären 🙈). Nach viel Anprobieren und Vergleichen fand ich dann auch genau den Pulli, den ich mir vorgestellt hatte (leider keiner der Handgestrickten, aber einen ganz tollen beigefarbenen aus Merinowolle 😍😍😍). Ich bedankte mich bei den beiden und zog weiter - Ach ja, ich wollte ja was essen, vor lauter Shopping hatte ich das fast vergessen 😅👌🏼Nebenan war ein kleines Café und ich holte mir eine Gemüsesuppe mit frisch gebackenem Brot - so gut! :)
    Danach gings wieder aufs Rad, ich wollte ja schließlich auch noch den Rest der Insel sehen. Zum westlichen Ende reichte es mir nicht mehr ganz (Berg hoch mit 7 semigut funktionierenden Gängen geht nur so lala😃🤷🏼‍♀️), ich fuhr bis ich den Leuchtturm sehen konnte (wie ich da so stand und guckte, kam ein Mann mit seinem Hund und meinte nur "looks like the end of the world right?" - ja da hatte er absolut Recht, einfach abgefahren!) und drehte dann um, um sozusagen noch durchs Innere der Insel zu fahren. Hier gab es jetzt nicht mehr allzu viel neues, aber es war schön einfach gemütlich zu radeln und ein bisschen zu gucken :) Ich brachte das Fahrrad zurück und dann ging es auch schon mit den Horden an Menschen zurück aufs Boot.
    Als ich wieder festen Boden unter den Füßen hatte, überlegte ich kurz noch zu den Cliffs of Moher zu fahren (irgendwie hatte ich das Gefühl, morgen könnte das Wetter schlecht werden). Da ich aber ziemlich platt war und es dann nur für einen kurzen Besuch und nicht die ganze Wanderung am Cliff Walk gereicht hätte entschied ich mich dagegen. Ich fuhr zum Whitestrand, Miltown Malbay, um hier die Nacht zu verbringen. Neben mir stand eine ältere Dame mit ihrem Wohnmobil. Wir kamen ins Gespräch - sie und ihre Freundin sind um die 80 Jahre alt und tingeln gemeinsam mit ihren Bussen in der Welt umher, wie cool einfach!
    Es gab noch eine Kleinigkeit zu essen und dann wars auch schon wieder Zeit fürs Bettchen.
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