Can't wait - Irland here I come 🤩🤗
May 17, 2024 in Germany ⋅ 🌧 12 °C
2 Jahre ist es her, dass es mich nach weit weg gezogen hat. Nach meiner 9-wöchigen Skandinavien-Reise 2022 wollte ich letztes Jahr einfach nur den Sommer daheim genießen. Und genau das habe ich auch gemacht 🤗☀️👯🥳🫠
Jetzt ist es aber wieder soweit - Irland ruft und ich freue mich einfach nur unglaublich, welche Erlebnisse und Eindrücke es für mich bereit halten wird.
Bevor es so richtig los geht, wird aber noch ein Zwischenstopp in Köln eingelegt. Wie jedes Jahr fahren wir nach Hürth zum Pfingst-Cup. Dieses Jahr ist das 50jährige HBC-Jubiläum, es wird also wieder ordentlich gefeiert - ich drücke mir selber die Daumen, dass mein einziges Problem dieses Wochenende der Gruppenzwang Kölsch zu trinken sein wird und nicht noch was anderes dazwischen kommt (nachdem ich noch vor ein paar Tagen meinen Reisepass nicht finden konnte und mehrere Nächte geträumt hab, dass sie mich nicht mit auf die Fähre lassen, wäre doch so ein "uppsi-Kreuzbandriss oder Handy geschrottet" genau mein Ding 😬🤷🏼♀️🙈🤞🏼🤞🏼🤞🏼Read more
Hürther Pfingst-Cup - wie immer ein Fest
May 19, 2024 in Germany ⋅ ⛅ 19 °C
Die Fahrt Freitag lief gut, wir waren gegen 21.40 Uhr an der Halle und konnten direkt zur perfekten Feier-Stunde mit einsteigen. Die Auslosung bescherte mir ein cooles Team und wir fanden uns nach und nach draußen zusammen.
Es folgten zwei Tage gute Laune, Sonnenschein, ein bisschen Basketball zocken und gaaanz viel Feierei 🥳🥳🥳
Das Kölsch schmeckte mir dieses Mal überraschend gut und so war Sorge Nummer 1 von den Tagen zuvor schon mal aus dem Weg geräumt 😁🍻👌🏼😎Read more
Von Calais nach Dover
May 19, 2024 in England ⋅ 🌙 14 °C
Es ist Sonntag Mittag - 14 Uhr - und mir geht der A***** auf Grundeis.
Irgendwie bin ich diesmal deutlich aufgeregter vor meiner Reise, als bei der letzten. Mir ist schon den ganzen Tag flau im Magen und ich bin total hibbelig, Zeit dass es endlich los geht 🤩🤩🤩
Hürth war einfach wieder der Hammer, ich hatte ein super Team, das Wetter hat gehalten und die Party gestern Abend war einfach nur grandios. Bis auf eine leichte Muskelzerrung bei Danni gab es in unserer Gruppe zum Glück keine Verletzten. Also alles in allem ein sehr gelungenes Wochenende, wenn jetzt auch noch alles beim Fährübergang klappt bin ich happy :)
Noch schnell allen tschüss gesagt, Zeug zusammen gepackt und ab ging die Fahrt Richtung Calais zur Fähre nach Dover.
Die Sonne strahlte und ab dem Zeitpunkt in dem ich losfuhr wurde ich langsam entspannter. Ich kam gut durch und bis auf ein paar Belgier, die im Abendverkehr das Gefühl hatten, sie könnten doch noch zwei Minuten rausfahren und dafür mit ihren fetten Karren wild mit cm-Abständen zu den anderen Autos die Straßenseiten kreuzten, gab es auch nix Aufregendes. Es ging einfach nur zäh geradeaus und ich merkte langsam doch die zwei letzten sehr kurzen Nächte 🙈
Dann zeigte die Anzeige endlich Calais! Es war gerade einmal 18.30Uhr, ich hatte also noch 1,5h Puffer bis ich bei der Fähre sein musste. Ich beschloss noch irgendwo tanken zu gehen und mir dann ein Plätzchen in der Sonne zum Vespern zu suchen, denn die strahlte schon die ganze Fahrt so schön und ich wollte noch ein bisschen davon abbekommen ☀️😍🤗
Tja Pustekuchen - die Autobahn endet in Calais einfach mal direkt IM Hafen und eine Kurve später stand ich auch schon vor dem ersten Schalter zur Passkontrolle.
Ich erstmal direkt mitten im Weg angehalten, Warnblinker rein und in meiner Schockstarre versucht herauszubekommen, welchen Schalter ich nehmen muss. Zum Glück war die eMail schnell zur Hand, die mir sagte, dass Irish Ferries die richtige Adresse war und so schlau den Schalter zu meinem Linken Fenster zu nehmen war ich zum Glück auch noch 👌🏼😎
Der Herr an der französischen Kontrolle wollte eigentlich garnix von mir, die Dame am englischen Schalter nahm das ganze schon etwas genauer. Ich bin noch nie an einer Grenze groß was gefragt worden, deshalb war ich komplett überrumpelt. Auf ihre Frage, was ich in England wolle bekam mein Gegenüber nur ein paar gestotterte Worte, sodass sie wohl schnell beschloss dass ich ungefährlich bin und mich mit einem netten Lächeln ziehen ließ. So, jetzt nurnoch bis vor zur Fähre und dann ist das meiste schon geschafft - nope, ein junger Mann in Warnweste hatte mich entdeckt und winkte mich zur Seite, wo noch 4 andere Herrschaften warteten. Ich musste die Türen aufmachen, um einen Blick auf mein Gepäck zu ermöglichen. Die arme Frau stocherte ein bisschen in meinem Zeug herum, kam aber bei meinem (für mich gut organisierten!) Chaos nicht besonders weit.. 😅🤷🏼♀️ Es schien schon fast überstanden, da schaute sie nach oben, klopfte auf den Koffer vom Dachzelt und sagte "so, dann das bitte kurz noch öffnen". Ich glaub mir sind fast die Augen rausgepurzelt, ich hab mich schon gesehen wie ich da ne Ewigkeit am rumzerren und reinstopfen vom Zelt bin, nachdem die 2 Sekunden in den Koffer geguckt haben. Ich glaub ich hab nur sowas wie "Puhh ok, das wird dann aber ne größere Aktion werden als nur kurz" gesagt🙈🙈. Im Nachhinein war ich tatsächlich ein bisschen verwundert, dass sie meine leichte Panik in der Stimme nicht erst recht stutzig gemacht hat, aber nach kurzer Rücksprache, ließen sie mich ohne weitere Kontrolle gehen. 🥵😮💨
Mit klopfendem Herzen ging es weiter und nachdem ich ungefähr nochmal 5 Kreisel passiert hatte und kreuz und quer durch das Labyrinth dieses Hafens geschleust wurde, war ich einfach nur erleichtert, als ich die Reihen sah, in die man sich einordnen musste (ganz ehrlich, wär ich da einmal falsch abgebogen, ich hätte da niewieder rausgefunden!).
Nach ein paar Minuten kam ein netter Kontrolleur und ließ sich mein Ticket zeigen. Da ich so früh schon da war bot er mir an, eine Fähre früher zu nehmen, da die noch da war und noch Plätze frei waren. Na umso besser 🤗👍🏼🤩 Dieser Teil war jetzt zum Glück nicht mehr so aufregend, schnell waren alle im Schiff verstaut und ich suchte mir ein ruhiges Plätzchen, um mein Vesper zu essen und das Formel 1-Rennen zu schauen. Bis auf ein paar WLAN-Aussetzer klappte das dann auch - Lando wurde zweiter und ich war im Glück :)
In Dover angekommen ging alles ganz zackig und nach einem weiteren Hafenlabyrinth hatte ich es auf eine normale Straße geschafft 👌🏼🤗
Ich versuchte mich nicht zu sehr von dem schlechten Englisch der Tante aus dem Navi ablenken zu lassen, die plötzlich auch nurnoch miles- und feet-Angaben machte. Gut, dass noch ein paar Autos vor mir fuhren, den Linksverkehr hätte ich bei all der Aufregung sonst echt schon wieder vergessen 🤦🏼♀️
Also so überfordert wie heute war ich wirklich schon lange nicht mehr - die spinnen die Briten!! 😅🙈
Ich fuhr zu einem Stellplatz, den ich vorher schon rausgesucht hatte und da es noch hell war, fand ich ihn zum Glück auch schnell. Der Platz lag direkt an der Strandpromenade und die großen Kiesel leuchteten in der untergehenden Sonne wunderschön orange-rot. Waaaaahhh endlich angekommen, dieser Anblick und der Geruch nach Meer, ließ mich die ganze Aufregung vergessen 🏴🌊☀️
Ich ging ein Stück, setzte mich, atmete kurz durch bei einem wunderschönen klaren Sonnenuntergang und hörte den Anglern zu, die Bob Marley hörten und den Tag mit einem Bierchen ausklingen ließen.Read more
Der erste Tag❤️
May 20, 2024 in England ⋅ ☀️ 14 °C
Die erste Nacht war nicht so wirklich erholsam. Die Angler waren noch einige Stunden da, aber das störte mich eigentlich nicht. Es war mehr der Wind, der zwar nicht sonderlich stark war, aber dafür sorgte, dass die Verbindungen der Drahtseile am Dachzelt ständig klimperten und das Zelt ein bisschen flatterte. Außerdem war es doch ziemlich frisch mit meiner normalen Decke, für die nächste Zeit muss ich wohl doch nochmal zu meinem geliebten Daunenschlafsack greifen 🥰🤗
Ich war dementsprechend früh wach, wurde aber beim Aufschlagen des Zelteingangs mit Sonne im Gesicht und einem wunderschönen Blick über den weiten und menschenleeren Strand vom Tag empfangen. Wer braucht schon Schlaf, wenn man DAS haben kann 🤩☀️😍
Ich machte mich ans Zusammenpacken des Zeltes und fing an das ganze Innenleben und Gepäck im Auto zu sortieren, was durch die Kontrolle am Hafen und die Fahrt etwas durcheinander geraten war. Danach wurde der Drahtesel gesattelt und ich machte mich auf Richtung Samphire Hoe Country Park zu den Kreidefelsen. Ich hatte morgens viele Menschen joggen gesehen. Alle waren sehr knapp bekleidet gewesen, dementsprechend ging ich davon aus, dass es ein warmer Tag werden würde. Nach den ersten Metern ging mir auf, dass das wohl nur das verschobene Temperaturempfinden der Briten war - der Wind war aaarschkalt🥶🥶🙈 Zum Glück hatte ich vorgesorgt und die warme Jacke war schnell übergeworfen.
Erst gings am Hafen von Folkstone entlang, am Fischmarkt vorbei und dann immer schön den steilen Berg hinauf. Oben angekommen und nach 20min schon fix und fertig musste ich leider feststellen, dass mein Navi mich verarscht hatte - ein Drehkreuz verhinderte, dass ich weiterfahren konnte und zu Fuß bzw. ein anderer Weg wäre zu weit gewesen... Naja, dann bleibt diese Station eben evtl. für den Rückweg. Wieder unten am Berg angekommen, sah ich ein kleines uriges Café - da ich noch nicht gefrühstückt hatte, beschloss ich mir zur Feier meines ersten richtigen Urlaubstages eine Kleinigkeit zu gönnen 🙃 Es gab Spiegeleier auf getoastetem Brot, dazu einen Saft aus der Tüte - mein verkürzter Ausflug gefiel mir sehr 😁👌🏼.
Zurück am Auto packte ich schnell zusammen und machte mich auf den Weg zu meiner nächsten Station - Rye. Noch schnell den Tank aufgefüllt und am Supermarkt gehalten (E10 kostet hier einfach mal nur 1,48 und im Supermarkt bin ich mit Süßkram, Brot und frischem Gemüse mit nur 15 Pound rausgekommen - ein wahrgewordenes Träumchen für alle kleinen Schwaben🤑🤓👌🏼).
Kurzer Nachtrag hierzu: ich hab NATÜRLICH vercheckt, dass hier mit Pound und nicht mit Euro gezahlt wird... 🙋🏼♀️Die Freude über die sensationellen Spritpreise hielt also nicht ganz so lang wie erhofft, aber im Vergleich zu Skandinavien ist hier trotzdem alles ein Schnapper😁👍🏼
Rye war wundervoll, ein wunderschönes Städtchen mit verwinkelten Gassen und alten Fachwerkhäusern, die mich der Reihe nach eins mehr als das andere verzückten😍
Ich schlenderte kreuz und quer bevor ich zurück zum Auto lief, um die letzte Etappe des heutigen Tages anzutreten. Es ging zu einem Stellplatz nahe von Stonehenge, was ich mir morgen ansehen möchte. Ich hatte Glück, dass noch etwas Platz auf dem kleinen Parkplatz war und quetschte mich zwischen zwei Wohnmobile.
Die Nachbarin zu meiner Rechten schaute vorbei und ich dachte schon hoffentlich gibt's kein Ärger (der Abstand zu den anderen Autos betrug tatsächlich maximal 30-40 cm🙈), doch sie wollte nur Hallo sagen und spickelte ganz vergnügt und neugierig in mein Auto. Sie und ihr Mann waren aus Schottland und nach zwei Monaten bereits wieder auf dem Rückweg ihrer Reise. Sie bot mir an, dass ich jederzeit klopfen könne, wenn ich was brauchen sollte und ging mit ihrem Hund eine Runde übers Feld.
Schnell das Zelt aufgeschlagen und den Kocher angeworfen. Mein Magen hing schon durch, umso leckerer schmeckten meine Nudeln dann, die ich in der Abendsonne genießen konnte.
So langsam komme ich an und realisiere, dass ich noch eine Weile unterwegs sein werde. Ich hab noch so viel Tolles vor mir, das wird soooo gut😍😍😍Read more
Stonehenge & Tintagel Castle
May 21, 2024 in England ⋅ ⛅ 16 °C
Die Nacht war perfekt. Ich habe einige Stunden durchschlafen können und wachte noch vor meinem Wecker auf. Wieder wurde ich von der Sonne begrüßt, als ich aus dem Zelt kletterte ☀️🤗
Ich wollte noch vor den großen Menschenmassen am Monument von Stonehenge sein, deshalb packte ich schnell alles ein.
Die nette schottische Dame war natürlich direkt wieder dabei und half mir ganz lieb, die Ecken des Zelts zu verstauen. Als ich mich bedankte antwortete sie nur "Ah, don't worry Darling!" und mir ging das Herzchen auf 🥰
Ich schnappte mein Rad und los gings - davor machte ich aber nochmal nebenan kurz halt. Der Stellplatz war direkt neben Woodhenge, was anscheinend mal der Prototyp für Stonehenge gewesen war, nur eben aus ca. 8m hohen Baumstämmen. Davon war nicht mehr wirklich viel zu sehen, aber man bekam durch die Anordnung und die Tafeln eine Idee des großen Ganzen.
Nach einer knappen halben Stunde mit dem Rad war ich bei Stonehenge - da das Informationszentrum das die Leute per Shuttlebus hinkarrt erst später aufmacht, peilte ich einen Aussichtspunkt der außerhalb des abgegrenzten Bereichs lag, an. Der lange Schotterweg dorthin war zerfurcht von riesigen Schlaglöchern. Ich war froh mit dem Rad unterwegs zu sein und gleichzeitig fasziniert, wie viele sich hier doch mit ihren Campern hergetraut hatten. Die meisten der hier an der Seite parkenden Gefährte sahen aber eher nach abgestellt und vergessen, im besten Fall noch nach Dauercampern aus. Ich lief den kleinen Pfad noch von der Straße bis hin zum Zaun, der das Monument umgibt und freute mich, dass ich bis auf ein paar ganz Wenige alleine war. Schon vom Weg waren die großen Steine langsam sichtbar geworden und jetzt wo man so davorstand (trotz des Abstand und durch die Abgrenzung), war das schon echt beeindruckend. Ich bin ja immer für so mystisches Zeug zu haben und das Ding is ja mal einfach der Hammer wenn man sich vorstellt, wann das errichtet worden ist!!! 🤯💪🏼🙈
So langsam kamen mehr Leute dazu - mein Zeichen wieder aufzubrechen.
Zurück am Auto sah ich, dass meine netten schottischen Nachbarn weg waren. Mist ich hatte noch überlegt tschüss zu sagen bevor ich mit dem Rad los bin, aber dachte sie wollten noch bis mittags bleiben.. Naja...
Ich machte mir ein schnelles Müsli und plante in der Sonne sitzend die weitere Route. Das Amphitheater, das ich mir unbedingt ansehen wollte, würde bis zu meiner Ankunft heute geschlossen sein. Ich buchte ein Ticket für den nächsten Tag und fuhr anstelle davon erst zum Tintagel Castle. Dabei ging es auf der Fahrt ganzschön spannend zu. Die Straßen wurden immer enger, bis sie eigentlich nurnoch die Breite für ein Auto hatten. Gegenverkehr kam trotzdem - und wie der kam😱 - und teilweise musste ganzschön rangiert werden, um aneinander vorbei zu kommen.
Es ging ins Städtchen Tintagel, was nur so überlaufen war von Menschen. Auf dem Weg bis hierhin wurde die Landschaft irgendwie immer mediterraner, es tauchten Palmen in Vorgärten auf und auch die Häuser erinnerten mich jetzt mehr an das spanische Hinterland, total verrückt.
Ich fand einen Parkplatz, machte mir noch kurz ein Sandwich to go und lief den steilen Weg nach unten Richtung Tintagel Castle. Ich wollte erstmal die Gegend drumherum ein bisschen erkunden und bog dafür auf den Caostel Trail ab. Von hier hatte man einen schönen Blick auf die lange Brücke, die Insel auf der sich die Reste der Burg befinden und die Steilküste.
Ich genoss die Landschaft, bog noch kurz zu der Kirche auf dem Hügel ab und drehte dann Richtung Brücke wieder um.
Ich hatte Glück und konnte meine Heritage Card verwenden, also freier Eintritt zur Burg :)
Die gestapelten Steine und Reste der Burg waren teilweise schon mit Gras überwachsen und durch die zarten bunten Blumen überall, sah alles ganz bezaubernd aus, im Hintergrund das Meer - einfach nur schön!
Ich drehte die Runde zu Ende und kehrte dann zum Auto zurück.
Ich fuhr noch ein ganzes Stück südlicher und fand ganz versteckt meinen nächsten Übernachtungsplatz, der etwas oberhalb von Hendra Beach bei Praa Sands lag. Das nenn ich mal eine Aussicht!!! Ich konnte es nicht erwarten meine Füße in den Sand zu bekommen, also schnell runter zum Strand, Schuhe aus und los🥰🌊🤗
Das Wasser war arschekalt, aber es war einfach herrlich und ich ging noch ein ganzes Stück den Strand hinunter.
Danach wurde mein Nachtlager aufgeschlagen und da es noch so schön warm war, probierte ich zum ersten Mal die Panoramafunktion des Dachzelts aus - ja Halleluja, wie cool is das denn🤩🤩🤩 Ich vesperte und genoss die Aussicht bis es dunkel wurde, dieser Platz ist echt eine 12/10!🫠🥰Read more
The Minack Theater
May 22, 2024 in England ⋅ 🌬 15 °C
Ich wurde wach, weil es ziemlich warm im Zelt war. Als ich die Augen aufmachte wusste ich auch gleich warum - die Sonne strahlte schon und als ich den Reißverschluss aufzog wurde der Ausblick auf den Strand freigegeben. Die Aussicht von hier oben war einfach nur genial! Ich genoss noch den Ausblick, bis ich richtig wach war und machte mich dann langsam ans Zusammenpacken. Ich hatte auf 10 Uhr ein Ticket im Minack Theater ganz unten im Südwesten gebucht und freute mich schon tierisch darauf.
Als ich los wollte merkte ich, dass ich kein Netz hatte - naja den Schleichweg zurück wusste ich noch, unten würde es bestimmt wieder gehen... Hmm nöö, auch hier kein Netz - das war wahrscheinlich der SIM-Umstellung geschuldet, Frau Lisa musste ja noch eine Woche vor Urlaubsbeginn eine neue Karte kaufen und die Umstellungen mit Rufnummermitnahme & Co kamen jetzt eben zu einem etwas ungünstigen Zeitpunkt.. 🙄🙋🏼♀️🤷🏼♀️
Naja immerhin konnte ich noch die Karte vom Navi öffnen, so viele Möglichkeiten gab's hier ja nicht, das würde schon gehen. Mit ein paar Mal falsch fahren und Wendemanövern kam ich dann letztendlich doch einigermaßen pünktlich am Ziel an - nach der Hauptstraße ging es immer Richtung "The Lands End" , eine ziemlich passende Beschreibung für die Gegend, alles wurde immer verwinkelter und schmaler, bis ich das Gefühl hatte einen Weg durch die Dünen zu fahren, immer mit dem Blick aufs Meer vor mir. Die Seiten der Straße blühten wunderschön, auch wenn das Fahren hier irgendwie anstrengend ist, daran kann ich mich echt nicht sattsehen 🥰🙃🤗
Die nette Dame am Eingang des Theaters erklärte mir alles, wünschte mir viel Spaß und da ich direkt in der ersten Gruppe war hatte ich "Ages of time", die ich gerne nutzen dürfte :)
WOOOW, was für ein Ausblick!!! Direkt von hier oben hatte man einen wahnsinns Blick über das gesamte Amphitheater, das Meer und den paradiesischen Porthcurno Beach mit türkisblauen Wasser ringsrum. Da sagt nochmal einer in England wäre es nur kalt und trüb! Wahrscheinlich ist das gerade wirklich nicht die Norm und zu lange bin ich ja auch noch nicht unterwegs, aber bislang habe ich einfach NUR perfektes Wetter gehabt und das hier vor mir hätten auch die Malediven sein können, ich hätts geglaubt - aber nein, so kann es wohl auch in England aussehen, einfach nur gigantisch ☀️☀️☀️
Ich lief durch die Reihen und sah mir alles an. Da ich sonst heute nurnoch Auto fahren musste und tatsächlich dann für meine nächste Station Regen angesagt war, wollte ich noch so viel von der Sonne mitnehmen wie ging. Ich suchte mir ein Plätzchen und nutzte das WLAN, um noch ein bisschen für mein Tagebuch zu schreiben und die letzten Footprints hochzuladen. Auch mein Handyproblemchen konnte ich zum Glück lösen und so war das drohende Unheil nochmal abgewendet 😁👌🏼
Ich verließ diesen wunderschönen Ort nur ungern, die ankommenden Schulklassen halfen mir dabei...
Auf nach Wales - ich wollte in Südwales die Nacht verbringen, da es dort morgen noch am freundlichsten bleiben sollte und ich von dort nur ca. eine Stunde zur Fähre brauche, die mich dann am Mittag nach Irland bringen wird🤩🤗
Nach einer Stunde Fahrt dann der erste kleine Dämpfer - die bekannte Kontrollleuchte im Display war zurück... Hatte ich noch die letzten Tage gedacht, die Geschichte wäre überwunden, da weder auf der langen Fahrt von daheim nach Köln, noch auf einer der anderen Strecken etwas gewesen war, so sagt mein Auto jetzt: Ätschegäbele🖕🏼❌🚫
Nagut ok, bei der vielen Fahrerei die letzten Tage und vor allem dem wilden Gekurve durch die engen Straßen, konnte ich meinem Anton nicht mal übel nehmen, dass er streikte, ein Skandinavien 2.0 brauche ich aber trotzdem nicht!!
Nach einer kurzen Pause ging es weiter, doch nach einer halben Stunde ging es wieder los. Also nochmal rausgefahren, eine Kleinigkeit gevespert und einen Nap gemacht. Ich beschloss einfach langsamer zu fahren und da es mittlerweile angefangen hatte ordentlich zu regnen, ging es mit gemütlichen 90km/h weiter bis zum Ziel.
Der Stellplatz heute kommt absolut nicht an den letzten heran, aber er ist nah an der Stadt und von hier bin ich morgen fix an der Fähre, dann kann das nächste Kapitel beginnen 🇮🇪🤗Read more
Willkommen auf der grünen Insel 🇮🇪🐑🤗
May 23, 2024 in Ireland ⋅ 🌬 13 °C
Ich hatte diese Nacht unten im Auto geschlafen, da ich mich sonst ein bisschen sehr auf dem Präsentierteller gefühlt hätte und es über Nacht regnen sollte. Es war natürlich deutlich enger wie oben im Zelt, ging aber trotzdem echt gut und ist als Alternative absolut in Ordnung 👍🏼:)
Nachdem ich alles verstaut und noch eine kleine Runde über den Hügel nebenan gedreht hatte ging es mit Vorfreude los Richtung Fähre. Die Fahrt war entspannt und verlief ohne Zwischenfälle.
Als ich in Pembroke ankam, war schnell klar, dass es diesmal nicht wie am Hafen in Calais laufen würde - als ich dann aber einfach rechts wie in ein Industriegebiet einbiegen musste und direkt vor dem Schalter stand, war ich dann doch etwas verdutzt. Vor dem Schalter waren ein paar Parkflächen eingezeichnet und ich wollte gerade parken, da beugte sich die Dame im Schalter schon aus ihrem kleinen Kabuff heraus und winkte mich freundlich zu sich. Völlig überfordert (mal wieder) fuhr ich hin und ließ das rechte Fenster runter. Ich wollte nach meinem Pass greifen, da rief sie mir schon zu "Are you Lisa?" - hö? Ok, hier wird man also direkt persönlich begrüßt, wieviele fahren denn mit, dass die die Nummernschilder schon auswendig weiß!?!? 😅👌🏼Ich bejahte ihre Frage und schon streckte sie sich aus ihrem Häuschen in mein Auto und hielt mir freudestrahlend mein Ticket hin. Ok, das war definitiv anders als die Geschichte in Frankreich, in Pembroke reicht also der Vorname zum Reisen, auch nicht schlecht 😂😂👌🏼 Ich musste nurnoch durch ein Tor und schon stand ich vor der Fähre. Mit mir warteten nur eine Hand voll anderer Autos und als wir verladen waren stellte ich fest, dass es tatsächlich nur so um die 20 Autos waren. In der Fähre suchte ich mir ein Plätzchen und vesperte erstmal. Der Kapitän machte eine Durchsage und hatte irgendwie Schwierigkeiten mit dem Knopf für die Mikrofone - es ertönte ein Gong mit anschließender Ansprache Ladies & Gentleman - dann Knistern und Stille - dann wieder der Gong + Ladies & Gentlemen. Nach vier Anläufen brachte er dann aber doch auch den Rest noch raus. Ich hörte erst nicht richtig hin, aber nachdem ich mit halbem Ohr hörte wie er meinte "In case of emergency, don't panic, don't run, take some warm clothes and go outside...but I think we won't need that today...", wusste ich nicht, ob ich beunruhigt sein oder lachen sollte. Naja hoffen wir mal das Beste🤞🏼Ich ging nach draußen, um den kleinen Fjordcruise mitzubekommen. Leider gab es nicht so richtig was zu sehen und ich machte es mir drinnen gemütlich. Als ich gerade am einnicken war, sah ich plötzlich zwei Delphine aus dem Wasser springen. Ich dachte schon ich halluziniere im Halbschlaf, aber da tauchte sie nochmal auf 🥰🙃🤩 Ich sprang direkt auf und bin raus, aber da sah ich dann leider nix mehr. Egal, die Sonne schien und nach einer weiteren halben Stunde landeten wir im Hafen von Rosslare. Die Abwicklung war genauso unkompliziert wie bei der Abfahrt und schon war ich auf irischem Boden unterwegs. Die grüne Insel machte ihrem Namen direkt alle Ehre, vom Straßenbild war es eigentlich ähnlich wie in England (vielleicht noch ein bisschen mehr Schlaglöcher), aber die Begrenzungen waren weniger dünenhaft, mehr aus hohen Büschen, Bäumen oder saftigen Hecken. Was mir auch direkt auffiel waren die vielen Steinmauern, die Felder und Fiehweiden einzäunen, vor allem Kühe hats hier viele (garnich so viele Schafe, wie ich erwartet hatte), die fleißig am Kerrygold-Butter-Produzieren waren :)
Ich fuhr zum Cullenstown Beach, an dem ich übernachten wollte und kam bei Sonnenschein an. Noch so ein herrliches Fleckchen Erde - Irland, was für ein Empfang 🥰🥰🥰
Nach kurzer Zeit hielt ein Stück weiter ein Camper und ein Ire barfuß und in kurzen Hosen (ich war zu der Zeit schon in eine Decke gewickelt...) stieg aus und zog mit seiner Angel los. Als er bei mir vorbei kam, rief er mir nur zu "How many fish do you want?" und lachte sich kaputt 😂 Nach einer Weile kam er wieder und ich sah schon, dass er wohl kein Glück gehabt hatte. Auf meine Frage nach dem Fisch grinste er nur schief und meinte "Do you like seaweed?" und zuckte mit den Schultern. Wir plauderten ein bisschen und er erzählte mir davon, dass hier wohl viele Touristen mit ihren Pferden ankommen und alles verwüsten würden. Ich hatte mich vorher schon gewundert, als ich auf dem Schild am Eingang des Strandes gelesen hatte "no horses" und auf dem Schiff hier her war auch ein Hänger mit Pferd geladen, also irgendwie scheint das hier wohl so ein Ding zu sein 🤷🏼♀️🙈 Er verabschiedete sich und meinte nur wenn ich was bräuchte oder was rauchen wolle, er wäre gleich da drüben und wir wünschten uns eine gute Nacht 😅🙋🏼♀️✌🏼
Wir hatten Vollmond nachts - ich war kurz vor dem Schlafengehen nochmal auf die Toilette gegangen und sah die helle Kugel über dem Meer. Es fühlte sich noch nicht ganz realistisch an, dass ich jetzt hier war und nach drei perfekten Tagen in England, das Ganze einfach genauso schön weiterging 🥰🤗🇮🇪Read more
Tintern Abbey bis Mahon Falls
May 24, 2024 in Ireland ⋅ ☁️ 13 °C
Die Nacht war ruhig und ich wurde von den Wellen geweckt - gibt's was Besseres, ich glaube kaum!? 🥹🫠🤗
Mein Kumpel von nebenan war schon weg, ich schaute noch ein wenig aus meinem Zelt und genoss die Sonne, packte dann in Ruhe zusammen und fuhr los zu meinem ersten Ausflugsziel: Tintern Abbey - eine alte Klosterruine. Auf Empfehlung des netten Mannes vom Empfang ging ich auch noch durch die Tintern Woods zum Colclough Walled Guarden. Hier blühte leider noch nicht so wirklich was, aber beim Weg durch die Woods fühlte man sich wie im Urwald, so laut war das Vogelgezwitscher :)
Weiter gings, next stop: Hook Lighthouse.
Zeit fürs Frühstück - ich setze mich vorne an die Felsen und genoss die Aussicht. Die Felsen sind hier überall wie in Schichten, das sieht echt abgefahren aus! Ich ging ein bisschen weiter vor zum Wasser. Als eine andere deutsche Frau vor Freude quitschte, sah ich es auch: eine Robbe streckte ihren Kopf aus dem Wasser und beobachtete uns :)
Ich ging weiter um den Leuchtturm herum und fand auf der Rückseite eine Art Canyon. Das sah echt aus, als wären die Felsen hier einfach auseinandergebrochen und das schroffe in Kombination mit dem Meer und dagegen die kleinen zarten rosa Blumen und der Flaum an Gras bis an den Rand der Klippen, verzauberten mich mal wieder komplett 🤩🙃 Das war echt unerwartet schön, ich hatte vorher nicht gedacht, dass ich hier so viel sehen würde :)
Weiter gings nach Dunmore - ein Städtchen direkt am Meer, was mediterranes Flair haben soll. Eine richtige Altstadt habe ich garnicht gefunden, viel mehr Bestand die Stadt eigentlich vor allem aus dem Hafen. Kurz war ich enttäuscht, aber je länger ich so am Wasser entlang lief, desto mehr entdeckte ich - die vielen Reetdachhäuser und der Blick auf die Klippen, das sah tatsächlich mehr nach Italien aus, als nach Irland :)
Es blieb aber bei einem kurzen Zwischenstopp. Mittagessen gab's am Copper Cost Drive view point und danach fuhr ich den Abschnitt die Copper Cost entlang - einfach wunderschön!!
Da ich noch etwas Weg gutmachen wollte bis zur morgigen Station Kilkenny, fuhr ich noch zur Magic Road und den Mahon Falls. Der Weg hier hin war stressig. Ich glaub ich war auch einfach ein bisschen durch für den Tag, aber die Straßen wurden einfach immer schlimmer auf dem Weg hierhin und die Iren stehen den Deutschen in Sachen Drängeln in nichts nach! Ich mein ok ich bin ein Touri und kenn mich nicht aus, aber die sind ja teilweise auch nicht aus der Gegend und fetzen da trotzdem um die Kurven wie sonst was und die Kombination aus diesen unübersichtlichen Kurven und den teilweise ganzschön üblen Schlaglöchern macht mich echt bissl fertig 🙈
Naaajaaaaaaaaaaaaa auf jeden Fall war ich fix und fertig als ich auf Höhe der Magic Road ankam und als ich den blöden Stein der die Stelle markieren soll wo die optische Täuschung zu sehen ist, nicht direkt entdeckt hab, bin ich halt weitergefahten zu den Mahon Falls ein Stück höher noch. Hier gab es nun endlich auch ein paar Schäfchen und ich war fürs erste wieder friedlich gestimmt 🐑🐏🤗
Der Weg zu den Mahon Falls war nicht weit. Nachdem ich die letzten Tage fast nur an der Küste war, war das jetzt das komplette Kontrastprogramm. Ich fühlte mich direkt wieder nach Norwegen versetzt, die hohen Felswände um mich herum und der Wasserfall, so faszinierend und einschüchternd zugleich!
Nach einer knappen Stunde war ich wieder am Auto und definitiv Zeit für mich einen Schlafplatz zu suchen, den ich dann in der Nähe von Kilkenny auch schnell gefunden hatte. Die nächsten Tage sollte es vom Wetter schlechter werden. Irgendwie kam mir das entgegen - ich bin noch nicht einmal eine Woche unterwegs und hab schon so viel gesehen. Heute habe ich definitiv ein bisschen übertrieben, aber insgesamt wird es meinem Kopf guttun, wenn ich mal zwei Tage runterfahren und ruhiger machen kann.Read more
Cheers Kilkenny🍻
May 25, 2024 in Ireland ⋅ ☁️ 14 °C
Die Nacht war herrlich ruhig gewesen und ich wäre am liebsten noch liegen geblieben. Da ich an einem Spielplatz stand, wollte ich es aber nicht zu sehr ausreizen... Ich fuhr zum einzigen Campingplatz bei Kilkenny und ließ mir von Dan meinen Platz zeigen. Keine fünf Minuten später stand ich unter der heißen Dusche - wie neu geboren 👌🏼👌🏼👌🏼
Danach gings zu Fuß nach Kilkenny und nach ca. 25 Minuten entlang des River Nore war ich in der Innenstadt. Hier war es ganzschön trubelig, vor allem ums Schloss und den Platz davor tummelten sich die Leute. Ich ging erstmal weiter, durch die Buttership Lane bis vor zur St. Cainnech-Kathedrale, wo ich auf den 30m hohen Rundturm stieg. Der Turm ist innen so schmal, dass gerade einmal die Treppen reinpassen, die nach oben hin immer steiler werden. Bei Gegenverkehr musste man sich kurz echt was überlegen 😃 allein der Aufstieg war es wert, der Blick von oben war aber auch schön :) Wieder heil unten angekommen machte ich meine kleine Touri-Runde zuende und kam wieder vorne am Platz an. Hier gab es einen kleinen Markt mit ein paar Ständen und Fressbuden. Ich entschied mich für Pizza und setzte mich ein bisschen abseits zu einem jungen Typ, der sang und Gitarre spielte. Das is hier schon cool in Irland, gefühlt an jeder Ecke wird Lifemusik gespielt und es kommen Leute zusammen.
Ich hatte den jungen Typ vom Pizzastand gefragt, welche Bar am besten wäre um noch etwas Livemusik zu hören und er nannte mir das "Biddy Early's". Es hatte mittlerweile zu regnen angefangen, also machte ich mich auf den Weg dort hin - ein bisschen gemütlich ins Warme sitzen, ein bisschen Schreiben, Livemusik genießen und vielleicht noch eine Portion Fish&Chips essen... Das zumindest war meine Vorstellung.... Biddy Early's Vorstellung war da eine ganz andere und als ich dort ankam wurde mir doch ziemlich schnell bewusst, dass ich mit 'gemütlich' hier mal komplett falsch gewickelt war. Im Folgenden werde ich chronologisch aufzählen was passiert ist, ich kann schon mal vorwegnehmen, dass meine Überforderung diesmal wirklich nicht mehr zu toppen war 😂🙈🤯
Also, ich kam bei Biddy Early's an und sah, dass neben der normalen Tür noch ein Durchgang zu einer Art überdachtem Innenhof war, der mit Fähnchen geschmückt war. Ich ging rein und sah die Bühne und die Bar - aha hier sollte also das Geschehen ablaufen. Da ich auf allen Tischen reserviert-Schilder sah fragte ich eine Bedienung, ob sie noch irgendwo ein freies Plätzchen für mich hätte - sie schaute mich kurz an und meinte ah du bist alleine, ja dann kannst du hier sitzen wenn du magst. Sie zeigte auf einen Barhocker vor mir mit einem hochkant gestellten Fass als Tisch davor. Ok cool, ich freute mich dass es geklappt hatte und ignorierte erstmal, dass sie mich damit direkt vor die Bühne und im Vergleich zu den Plätzen drumrum, die alle mehr so aus Sofas und Sesseln bestanden, auch ziemlich auf den Präsentierteller platziert hatte🙋🏼♀️🙈 Dazu kam, dass ich ja noch in meinem kompletten Touri-Outfit unterwegs war - Schal, Fleece, Regenjacke, Rucksack, ungeschminkt und zerzuselte Haare. Um mich herum nur aufgedonnerte Mädels mit fünf Tonnen Schminke im Gesicht, ein Röckchen kürzer als das andere, hohe Schuhe (die irgendwie alle zu klein waren) und ein Selbstbräunerunfall nach dem nächsten. Alle waren schon richtig in Partylaune und es herrschte ein Geräuschpegel wie auf dem Wasen. Eine Gruppe von 5 Jungs fand alle 10 Sekunden etwas neues was sie lautstark anfeuern konnten und vor mir war eine große Gruppe Mädels von einem Junggesellinnenabschied, die auch schon richtig on fire waren. Da alle um mich rum Cocktails tranken, holte ich mir auch etwas - einen Erdbeerdaiquiri - vielleicht würde der ja helfen, mich nicht mehr ganz so sehr fehl am Platz zu fühlen.
Da saß ich also an meinem Fass, mitten im Raum, direkt vor der Bühne und unter den ganzen aufgebrezelten Damen einfach so deeeeermaßen underdressed. Normal hab ich ja wirklich überhaupt keinen Schmerz damit alleine irgendwo hinzugehen und vielleicht auch als Touri aufzufallen, aber ich hielt es echt schier nicht aus - wann würde denn endlich die Band anfangen zu spielen!?!
Und dann endlich ging es los - die Band spielte die ersten Töne von I shot the sheriff und gleich waren alle dabei und während ein Klassiker nach dem anderen gespielt wurde (immer schön etwas schlüpfrig verändert), füllte sich die Tanzfläche - was zwischen mir und der Bühne ungefähr einen Meter getrug - immer mehr. In der Pause zum nächsten Lied fragte die Band nach der zukünftigen Braut und wo sie alle her seien und es wurde auf die Liebe gesungen und getrunken. So langsam bekam ich etwas Angst, dass sie mich entweder demnächst auch fragen würden was ich hier so alleine machte oder dass mich eine der dancenden Ladies schnappt und mich durch den Raum piruettiert. Ich gebs zu, mich ergriff leichte Panik - ich leerte mein Getränk und verließ fluchtartig die Location 😅😅🙈
Ohmann, es war Samstag Abend und wahrscheinlich verpasste ich jetzt die Party meines Lebens. Wären meine Mädels dabei gewesen, wir hätten die Bude abgerissen, aber so allein und in meinem Touri-Dress war mir das jetzt einfach eine Nummer zu arg... Ich musste echt lachen, wie ich da so durch den Regen zurück zum Campingplatz lief, was bitte hatte ich da grad erlebt!? 😂😂🙈Read more
Rock of Cashel
May 26, 2024 in Ireland ⋅ ☁️ 14 °C
Der nächste Tag startete freundlich. Ich frühstückte in der Sonne und da die Wettervorhersage garnicht mehr so schlecht war, entschied ich weiterzufahren und nicht nochmal eine Nacht zu bleiben.
Der nächste Stopp war "Rock of Cashel", ein beeindruckendes Teil, was bereits schon von der Autobahn gut sichtbar war. Nach einem kurzen Infofilmchen machte ich einen Rundgang - Kultur für heute✅.
Ich war auf dem Weg vom Parkplatz an einem süßen Café vorbeigekommen und machte jetzt auf dem Rückweg hier Halt. Es gab ein Sandwich und lecker Rüblikuchen :) Nebenher streamte ich den Formel 1 GP in Monaco und genoss die warme Gemütlichkeit, während es draußen regnete 🤗
Die letzte Aktion des Tages war an meinen nächsten Schlafplatz zu fahren, an den Ballyandreen Beach. Das Wetter war trüb und ich kam bei Niesel an, morgen früh sollte es aber besser sein und von hier startete der Ballycotton Cliff Walk, den ich machen wollte.Read more
Natur - Stadt - Gefängnis - Natur
May 27, 2024 in Ireland ⋅ ⛅ 15 °C
Mein Wecker klingelte früh. Da ich für 12 Uhr eine Tour zur Spike Island gebucht hatte und noch den Cliff Walk machen wollte, musste das leider sein. Es regnete und ich war versucht einfach liegen zu bleiben 🙈 Aaaaber nein - wozu hatte ich mir denn sonst die arschteure Regenjacke gekauft, man kann ja nicht für alles auf gutes Wetter warten (va. nicht hier, wo es sich eh so schnell ändern kann). Also los, angezogen, zusammengepackt und losmarschiert. Die Luft war herrlich und die Aussicht machte alles wieder wett. Nach der Hälfte der Strecke kam die Sonne raus und es wurde richtig warm. Ich ging soweit, bis ich die kleine Insel mit dem Ballycotton Lighthouse darauf gut sehen konnte und drehte dann um. Ich war komplett alleine unterwegs und es war einfach traumhaft dem kleinen Pfad zu folgen ohne nachdenken zu müssen und einfach nur die Landschaft auf sich wirken zu lassen. Kurz bevor ich das Auto wieder erreichte, sah ich nun auch das in dieser Gegend berühmte Geisterschiff - ein altes Schiffswrack, dass da auf den Felsen hing. Mensch fast hätte ich das Highlight verpasst, aber so war das jetzt echt mal ein schöner kleiner Ausflug gewesen :)
Ich fuhr nach Cobh, von wo das Boot zur Spike Island starten sollte. Schon beim Reinlaufen in die Stadt zeigte sich ein tolles Bild, die komplette Waterfront bestand aus bunten Häusern und darüber trohnte die imposante Kathedrale. Die Stadt war gut besucht und auch hier erklang aus dem ein oder anderen Eck wieder Lifemusik. Ich lief zum J.F. Kennedy Pier und kurz drauf ging es auch schon los. Wir bekamen eine kleine Einweisung über die Geschichte von Spike Island und dann hatte jeder genug Zeit, selbstständig loszuziehen und sich das Gefängnis und die Insel anzusehen - immer wieder verrückt was Menschen einfach tun🙈
Als ich wieder zurück am Pier in Cobh ankam, überlegte ich noch ins Heritage Center zu gehen, ein Museum über die Titanic, die große Hungersnot und die Lusitania - als ich die Menschenmassen darin sah, überlegte ich es mir anders - für den Tag hatte ich vielleicht auch schon genug Geschichtsträchtiges gesehen🤷🏼♀️ Anstelle dessen ging ich noch die Straße hoch zum "Deck of Cards", eine Reihe bunter Häuser an einer brutal steilen Straße, die an die Lombard Street in San Francisco erinnert. Dahinter wieder die Kathedrale, das sieht schon echt cool aus!
Ich war platt von dem Tag und es war Zeit für mich einen Platz für die Nacht zu suchen. Eigentlich wollte ich auch in Cork noch das ein oder andere anschauen, aber die Schlafmöglichkeiten hier in der Ecke sind ziemlich bescheiden und irgendwie wollte ich jetzt auch langsam mal an die Westküste kommen, also beschloss ich die anderen Sachen ausfallen zu lassen und noch ein Stück weiterzufahren. Nach einer Stunde Fahrt landete ich an meinem heutigen Stellplatz kurz vor dem Old Head of Kinsale.
Bis zum Leuchtturm war es noch ein Stück, deshalb wartete ich auf ein Sonnenloch, schnappte mir mein Rad und fuhr los, um mir zum Abschluss des Tages den Turm von der Nähe anschauen zu können. Es ging ziemlich steil die Straße runter und weil es anschließend wieder ordentlich hoch ging, ließ ich es laufen. Unten ging es durch ein Tor und direkt dahinter tauchte so ein Speedbump auf. Ich bremste scharf ab, sodass ich verhindern konnte dass es mich reinhaute, aber immernoch schnell genug um flott weiterzufahren - in dem Moment schoss jemand von rechts auf mich zu und schrie wild mit den Armen fuchtelnd STOP STOOOOP. Huch, wo kam der denn her!? Ich tat wie mir geheißen - es stellte sich heraus, dass das der Wart vom Golfplatz war (ich hatte auf der Karte vorher wohl gesehen, dass es da durch einen Golfplatz ging, aber ich wollte ja NUR zum Leuchtturm, und dachte nicht dass das ein Problem werden könnte 🤷🏼♀️). Ok, seinem Gesicht nach zu urteilen, hatte ich ihn wohl etwas überrascht, nach dem kurzen Schreckmoment hatte er aber direkt seine irisch-förmliche Gelassenheit zurück und erklärte mir geduldig, dass es sich hier um einen exclusiven Golfplatz handle, bei dem die Leute ein Jahr im Voraus buchen mussten und es 400€ pro Person koste, einen Platz zu bekommen. Uppsi, dann war das also auch geklärt 😅✌🏼 Er verwies mich auf die Klippen vor dem Eingang des Platzes und die Infotafeln zu deutscher Geschichte oben auf dem Hügel, da ich ja aus Deutschland bin, wäre das ja sicher auch sehr interessant für mich... Ja toll danke, eigentlich war ich ja nur wegen dem Leuchtturm hier in die Pampa gefahren, das war ja mal ein mega Fail 🙄🤦🏼♀️
Naja wo ich schon hier war, konnte ich mir zumindest die Klippen anschauen - und die entschädigten zum Glück auch ein bisschen :) überall flogen Möven über und zwischen den Klippen, es sah ein bisschen aus wie 'in einem Land vor unserer Zeit' und die Felsen waren echt gigantisch! Ich stand eine Weile da und beobachtete das treiben, bevor ich wieder zum Auto zurück ging. Ich bereitete mein Bett vor und machte es mir wegen dem Niesel nochmal im Auto gemütlich. Es zog ganzschön zu und als das Auto anfing vom Wind hin und herzuschaukeln merkte ich, dass das heute Nacht wohl keine gute Nacht für im-Dachzelt-schlafen war - es heißt zwar, dass es einiges aushält, aber die Böen war echt heftig. Ich beschloss das Zelt wieder einzupacken und heute im Auto zu schlafen. Mittlerweile war es draußen stockdunkel und natürlich fing es jetzt auch zu regnen an... zusammen mit dem Wind - ein Traum, um auf dem Autodach rumzukraxeln und das Zelt einzupacken 👌🏼 1A!!Read more
Baltimore Beacon & Mizen Head
May 28, 2024 in Ireland ⋅ 🌬 13 °C
Es war ein trüber Morgen. Es hatte die ganze Nacht geregnet und ich war immer wieder wach geworden weil das Auto wackelte von den Böen. Zum Glück hatte ich nachts noch das Zelt wieder eingepackt, das wär sonst eine richtig ungemütliche Angelegenheit geworden 🫣🙈 Wiederwillig (und eigentlich auch nur weil mir alles weh tat wie ich da auf die 1,60m in mein Auto reingequetscht war wie eine Banane) schälte ich mich aus dem Bett.
Der erste Stop heute war der Baltimore Beacon - ein wie eine Rakete aussehender Turm am südlichen Ende der Insel. Die Klippen und der Ausblick waren beeindruckend - wie sich die Felsen schichtförmig aufstapeln, richtig cool! Der Beacon war relativ gut besucht, deshalb blieb es bei einem kurzen Besuch. Dann ging es weiter Richtung Mizen Head, einer alten Leuchtturmstation mit überführender Brücke. Auf dem Weg dahin machte ich noch Halt beim Barley Cove Beach, der hufeisenförmig geschwungen ist und zu dem es einen auf dem Wasser schwebenden Steg geben sollte. Der Weg vom Parkplatz zum Steg ging sehr schön über Holzpanele durch die Dünen. Überall blühten kleine gelbe Blümchen, richtig hübsch :)
Den schwebenden Steg gab es auch, nur gab es irgendwie nicht genug Wasser, dass er hätte wirklich schweben können 😅👌🏼 Naja, ich ging trotzdem drüber und bis vor an den Hauptstrand. Es war gerade Ebbe und man konnte sehr weit nach vorne laufen bis zum Wasser. Die Strände hier sind echt wunderschön, ganz feiner weißer Sand und tüekisfarbenes Wasser - wären die Temperaturen ein bisschen anders, es wäre paradiesisch (wobei es das optisch auch so allemal ist!!). Nachdem ich mein Vesper verspeist hatte ging es zum Auto zurück und weiter zum Leuchtturm. Mittlerweile war es schon 16.15Uhr und damit kurz vor Schließzeit, aber die Station wollte ich noch mitnehmen. Der Weg zum Mizen Head war spektakulär, wie die Brücke da so zwischen den Felsen hängt und der Blick runter auf den ganzen Komplex und die Insel, das sieht schon richtig cool aus! Ich ging die einzelnen Aussichtsplattformen ab und schaute mir das kleine Museum in der Leuchtstation an,dann war es auch schon Zeit wieder umzudrehen. Es wurde Zeit sich einen Schlafplatz zu suchen. Auf dem Rückweg auf die Hauptstraße hatte ich nochmal einen super Blick auf den Barley Cove Beach, es ging vorbei an saftigen grünen Wiesen und süßen Kühen die gemütlich in der Gegend umherschauten und die glaub ich wirklich im Leben nicht auf die Idee kämen über die teilweise nur kniehohen Steinmauern, die die Felder trennen, zu steigen... 😃🐮🤗
Am 'Altar' - Aussichtspunkt schlug ich mein Lager auf, kochte mir noch eine Kleinigkeit und setzte mich gemütlich in die Sonne, bevor es Zeit war zum Schlafen :)Read more
Das Bantry House
May 29, 2024 in Ireland ⋅ ⛅ 12 °C
Ich wurde wach und die Uhr sagte 9.00 Uhr - huch, was war denn da passiert!? Normal war ich immer schon gegen 7 Uhr wach geworden, aber ich glaub der Wind hat mich heute Nacht ein bisschen auf Trapp gehalten, sodass ich wohl noch etwas Schlaf nötig hatte. Der erste Blick aus dem Zelt zeigte, dass die Sonne zurück war, es war ein milder Morgen :) Noch ein bisschen verschlafen packte ich das Zelt zusammen, bevor ich noch eine kurze Runde über die Felsen drehte und dann Richtung Bantry House aufbrach. Die ganze Westküste entlang verläuft der 'Wild Atlantic Way', wunderschöne Strecken an der Küste und am Meer entlang. Mit solchen Ausblicken in den Tag zu starten, das hat schon was :) Ich kam am Bantry House & Gardens an, ein altes Herrenhaus das zu einem Bed & Breakfast umfunktioniert und für Besucher zur Besichtigung freigegeben worden war, in dem die Besitzer aber nach wie vor leben. Die Gartenanlage ist wirklich wunderschön und dann das große Gebäude vor dem Panorama am Wasser, das war schon echt was Besonderes. Ich ging in den Tea Room und gönnte mir zum Frühstück einen Scones mit Cream & Jam und dazu eine Heiße Schoki mit ordentlich Marshmallows (die junge Frau meinte es echt gut damit - davon könne man nie genug nehmen, meinte sie 😃). Danach ging ich noch vor zur Rezeption und nach einer kurzen Einweisung ließ mich der nette Herr am Empfang mit einer Infomappe alleine losziehen. Normal Find ich sowas ganz interessant aber eher öde, aber die Räume hier hatten schon echt Ausstrahlung. Die großen Fenster überall mit dem schönen Blick ums Haus und die Tatsache, dass das Haus noch bewohnt wird, gab dem Ganzen irgendwie etwas total Besonderes.
Der nächste Halt war Glengarriff Woods, ein Naturreservat in dem ich einen längeren Spaziergang machen wollte und der Start für den Ring of Beara (der deutlich weniger überlaufene, aber wohl mindestens genauso schöne Ring zum berühmten Ring of Kerry). Es ging vom Parkplatz erst zum Wasserfall (goldiges kleines Ding, im Vergleich zu Norwegen wirklich winzig, aber für irische Verhältnisse wohl schon ein Prachtexemplar 🤗), dann eine große Runde immer dem Esknamucky Walk (jap der heißt wirklich so süß) nach, auf den Lady Bantry's Lookout und wieder zum Parkplatz. Das war schön :) da es schon zu spät für die Dursey Cable Car war, fuhr ich nur gemütlich noch ein Stück weiter, bis zu meinem heutigen Schlafplatz. Es war erst 16 Uhr, aber die Sonne strahlte und so schnappte ich mir meinen Campingstuhl und machte es mir gemütlich. Als die Sonne langsam unterging, fiel das Licht so wunderschön aufs Wasser und ließ das Grün der Hügel und das Blau des Wassers fast magisch leuchten. Ich ging vor zur Spitze des Platzes und staunte vor mich hin. Dieser Ort und dieser Moment ist definitiv ein weiteres Highlight - absolute Ruhe, keine Menschen und nur das Plätschern der Wellen und das Sausen des Windes 😍🤗❤️Read more
Kaffeefahrt durch den Kenmare Bay
May 30, 2024 in Ireland ⋅ ⛅ 10 °C
Ich wurde wach und die Sonne strahlte bereits - ich hab wirklich so ein Glück mit dem Wetter! ☺️😊☺️
Nach kurzem Aufräumen ging es los, den Schleichweg zurück auf die normale Straße. Ich wollte zur Dursey Cable Car, einer kleinen (ursprünglich) Viehgondel, mit der man nach Dursey Island übersetzen konnte. Auf dem Weg dahin hielt ich kurz bei Dunboy Castle, einem Geisterschloss. Der Weg dahin war wieder einmal eine Augenweide - der verwachsene Schotterweg, nebendran eine Pferdekoppel und dann das Wasser das an den Seiten über und über mit Rhododendron bewachsen war. Das Schloss selber war irgendwie ziemlich gruselig und ringsrum abgesperrt mit Bauzäunen, aber über den morgendlichen Spaziergang freute ich mich trotzdem :) Weiter zur Cable Car... Das winzige Ding kam gerade rechtzeitig auf meiner Seite an, als ich vorfuhr. Da ich später noch eine Boatstour gebucht hatte und man bei der Cable Car immer mit Verzögerungen rechnen muss, da die Locals und ihr Vieh Vorrecht haben, bin ich nicht rüber nach Dursey Island, sondern beobachtete sie nur ein bisschen von unten und ging an den Klippen entlang.
Weiter nach Kenmare. Ich hatte noch ein bisschen Zeit bis es losgehen sollte zur Kenmare Bay Boat Tour, also wollte ich mir vorher noch das Städtchen ansehen. Direkt am allerersten Laden war damit auch schon Schluss. Hier wurden irische Wollsachen verkauft und ich stöberte mich durch. Meine Eltern haben mir vor Jahren schon mal so einen schönen weißen Pulli mitgebracht. Leider war der viel zu klein, deshalb hatte ich ihn nie an... Erst schaute ich nach den ganz typischen weißen mit den Mustern, dann entdeckte ich aber einen grünen und als ich ihn anzog war ich direkt schockverliebt - also gut, einmal einpacken bitte😍🧥🤗 Die überschüssige Zeit war aufgebraucht. Ich fuhr noch das kurze Stück weiter zum Pier und dann gings rauf auf das kleine Boot. Ich freute mich sehr, in der Beschreibung hieß es, man würde die größte Kegelrobben-Kolonie in Irland und evtl. Delphine und mehr Wildlife sehen können. Joa, diese Erwartungen wurden leider in Gänze enttäuscht. Zugegeben in Summe haben wir vier Robben gesehen, ansonsten wurden aber nur das alte Hafengebäude und ein altes Schloss das kaum zu sehen war hinter den Bäumen, angepriesen. Die vorwiegend englische Gesellschaft an Bord störte das wenig, die waren mehr damit beschäftigt zu plaudern und Fotos aufzunehmen auf denen sie nicht dick oder im Gesicht zu kinnlastig aussahen, hätte man ihnen einen Prosecco in die Hand gedrückt wäre die Kaffeefahrt perfekt gewesen 🙄🙈 Naja, ich versuchte die Landschaft zu genießen und freute mich am irischen Akzent des Bootsführers - irgendwie hört sich Irisch für mich wie indisches Englisch an, ist ne blöde Beschreibung, aber das ist irgendwie das erste an das ich dachte als ich es gehört habe, richtig putzig 😅🤗
Da die Bootstour so enttäuscht hatte, entschied ich mich dazu, nochmal durchs Städtchen zu laufen (da war es vorher ja deutlich besser gelaufen 😁). Ich schlenderte ein bisschen umher und da ich heute noch nix Gescheites in den Bauch bekommen hatte und mir kalt war, entschied ich mich in ein Restaurant zu gehen. Es gab Seafood Pie - Yummy!
Das Wetter war herrlich, also entschied ich, noch ein Stück vom berühmten Ring of Kerry zu fahren. Die Aussicht im Abendlicht war der Hammer und ich hielt an den Aussichtspunkten und versuchte diese Dimensionen zu erfassen - am Meer zu leben und einen solchen Ausblick zu haben, muss einfach gigantisch sein!
Mein Schlafplatz lag mal wieder an einem Golfplatz (die Iren haben irgendwie was übrig für Golf scheint mir, oder sie wissen einfach nicht was sie sonst mit dem vielen Platz anfangen sollen🤷🏼♀️). Diesmal erschreckte sich niemand, als ich ankam. Ich wollte noch die letzten Sonnenstrahlen einfangen und ging den Strand entlang, sehr weit kam ich aber nicht, der Wind war einfach zu heftig.. Also zurück zum Auto, reicht dann auch für heute :)Read more
Ring of Kerry und das Ende Westeuropas
May 31, 2024 in Ireland ⋅ ☀️ 12 °C
Ich war in der Nacht etwas durchgeschüttelt worden, aber am Morgen strahlte wieder die Sonne. Die ersten Verrückten stürzten sich schon in die Wellen, irgendwann wollte ich das ja eigentlich auch noch in diesem Urlaub machen (hätte mir da jemand gesagt, dass es schon heute Abend soweit sein sollte, ich hätte ihn für verrückt erklärt!!).
Es ging weiter auf dem Ring of Kerry, vorbei an wunderschönen Küstenabschnitten bis zum Rossbeigh Beach. Auf der einen Seite bestand er eigentlich nur aus großen Kieseln, ich lief ein bisschen durch die Dünen und bis ganz nach hinten, wo die lange Sandzunge ins Meer ragt. Hier überraschte ich ein paar Schäfchen, die durch die Dünen marschierten und protestierten. Ich wechselte zur anderen Strandseite, hier war dieser riesige weiße Sandstrand und kein Mensch weit und breit - wow! Da es hier auch fast windstill war, machte ich es mir im Sand gemütlich und frühstückte :) Danach spazierte ich gemütlich zurück und fuhr weiter zum Bín Bán, einem Aussichtspunkt auf den Klippen von dem aus man einen super Blick hat und mit Glück Delfine beobachten kann - ich werde zwar hoffentlich morgen welche aus der Nähe sehen können, aber schadet ja nichts, jetzt schon mal einen Blick zu riskieren :) Einen schönen Blick gab's definitiv, Delfine leider keine und der Wind verscheuchte mich schnell wieder von den Klippen.
Weiter geht's - ich hatte noch Zeit, deshalb entschied ich mich noch den Slea Head Drive zu fahren. Ich lief das kurze Stück zum Dunmore Head und hatte im Abendlicht eine beeindruckende Aussicht auf das Ende von Western Europe. Ich stand echt eine Weile dort, diese Ausblicke machen süchtig, ich konnt mich kaum losreißen!
Ich fuhr zu meinem heutigen Übernachtungaplatz, der wie sich rausstellte wieder der Parkplatz von Bín Bán war. Auf dem Weg dahin hielt ich aber noch am Carhoo Bay Beach, wenn ich diesen Urlaub noch ins Wasser wollte dann heute, besser würde es wettertechnisch nicht werden 🤩😃 Ich sah einen Kerl, der gerade aus dem Wasser kam, also wenn der das kann (er bibberte schon echt ziemlich), dann schaff ich das doch auch! Ich zog mich schnell um und bevor ich mich versah war ich auf dem Weg zum Wasser. Der innere Monolog der dabei in meinem Kopf ablief, war wenig hilfreich: Hilfe, das wird so kalt werden, ohmann warum mach ich das, ich werde sterben... !
Der Weg vor zum Wasser war weit, genug Zeit um Zweifel zu entwickeln, ich hatte aber das Gefühl, dass die wenigen Leute die sich ins Waaser trauten, immer ganz genau beobachtet wurden, also Kneifen war nicht. Der erste Schritt ging ins Wasser und damit wurden alle Befürchtungen wahr - es war scheeeeiiiiße kalt!!! Joa Lisa, da musst jetzt durch. Ich ging schnell rein (immer mit dem Gesicht zum Meer damit niemand sehen konnte, wie ich versuchte die Kälte wegzuatmen) und fing an zu schwimmen. Ok, es war so kalt, dass ich einfach garnix mehr spürte, mein Körper hatte glaub direkt auf das Überleben der wichtigsten Organe gestellt, Arme und Beine zu versorgen war nicht mehr drin.. 😅🤷🏼♀️👌🏼 Der Weg raus war dementsprechend garnicht so schlimm, alles war taub, ich merkte auch den Wind nicht mehr 🙈😅 Gut dann war das auch endlich abgehakt und ich war reichlich erfrischt👌🏼
Am Schlafplatz angekommen machte ich mir ein Süppchen warm, bekam noch eine kalte Cola von Manfred und Barbara aus Münster ausgegeben, die ebenfalls hier übernachten würden und da der Wind nach 4 Tagen Dauerföhn jetzt tatsächlich nachließ, konnte ich den Abend sogar draußen im Campingstuhl in der Sonne ausklingen lassen.Read more
Wildlife Bootstour - die 2.
June 1, 2024 in Ireland ⋅ ☀️ 11 °C
Es war warm im Zelt als ich aufwachte - ein gutes Zeichen, das heißt die Sonne scheint :) Und genau so war es. Als ich den Reißverschluss aufzog, bot sich mir ein freier Blick auf den Parkplatz und die Bucht. Die Nacht im Zelt war so ruhig gewesen und es hatte so gut getan, sich endlich wieder breitmachen zu können und nicht eingepfercht zusammengerollt im Auto zu liegen 🤩👌🏼
Um 9 Uhr brach ich auf zum Pier in Dingle. Ich fand direkt einen Parkplatz und konnte entspannt am Hafen entlang laufen. Der junge Mann am Schalter zur Dingle Dolphin Boat Tours begrüßte mich gut gelaunt und ich war eingecheckt. Nach der letzten missglückten Bootstour hoffte ich heute auf etwas mehr. Vier Stunden Wildlife-Tour hörte sich zumindest schon mal vielversprechend an :) Es ging los, raus aus dem kleinen Hafen, entlang der roten Sandsteinklippen, die teilweise tolle Figuren machten und dann weiter raus auf den Atlantik. Bereits nach kurzer Zeit tauchte ein einzelner Delfin auf und begleitete uns ein kleines Stück. Insgesamt sahen wir zwei verschiedene Arten Delfine, ein paar Seehunde, eine Art Rochen und einen monströsen Hai (sah für mich aus wie ein weißer Hai, aber ich habe keine Ahnung). Dazu noch etliche Seevögel, die teilweise aussahen wie Pinguine. Der Kapitän meinte, sie hätten letzte Woche Finnwaale gesehen, dieses Glück hatten wir leider nicht, aber auch so bin ich diesmal absolut auf meine Kosten gekommen 🐬🦭🦈🐳🐧
Es war kurz nach 14 Uhr - Zeit für Eis 🍦👌🏼 Ich lief noch ein bisschen durch Dingle, da es aber von Menschen nur so wimmelte, blieb es bei einer kleineren Runde, bevor ich zum Auto zurück ging. Das Wetter war genial, alle waren in kurzen Klamotten und Kleidchen unterwegs. Da ich morgen von Killarney eine Tour zur Gap of Dunloe machen werde und es hier drumrum nicht mehr zu viel zu sehen gibt, hatte ich heute Mittag ein bisschen Leerlauf - perfekt für einen Strandtag🤩☀️🌊🤗👌🏼
Ich fuhr an denselben Strand, an dem ich gestern schon baden war - Carhoo Bay Beach. Heute war deutlich mehr los und ich vernahm direkt die zarten Stimmen von ein paar Landsleuten: "Boah, das Wassa is fuuuiiii kälda als Mann denge tut, fuii kälda" - ein Traum!
Aber der Strand ist riesig und ich fand schnell ein Plätzchen für mich. Ich hatte mich zuvor in einem riesigen Supermarkt hier in Dingle (eine wirklich schöne Abwechslung zu den winzigen Stores in den Dörfern mit jeweils zwei verschiedenen Wurst und Käse zur Auswahl) mit frischen Lebensmitteln eingedeckt und bereitete mir ein Festmahl bestehend aus einem Sandwich mit geräucherter Makrele und einer Zusammenstellung verschiedener Salate vom Buffet zu, dazu gab's einen Smoothy und als Nachtisch Malteser - perfekt!
Der Wind der gestern Abend nahezu ganz verschwunden war, war zurück, deshalb blieb ich in mein Handtuch gewickelt (Sonnenbrand hatte ich trotzdem - auf den Händen 😅🙄🤷🏼♀️). Ich nahm zum ersten Mal in diesem Urlaub mein Buch zur Hand und entspannte in der Sonne :)
Gegen 19 Uhr packte ich zusammen, ich wollte noch ein Stück Richtung Killarney fahren, wo morgen früh um 10 Uhr die Wanderung startet. An einer kleinen Kirche umringt von Feldern mit Schäfchen fand ich mit ein paar anderen Camper einen guten Platz - mal sehen wie die Nacht wird, die kleinen Flauschkugeln machen ein ganzschönes Geschrei 😃🐑🤗Read more
Gap of Dunloe
June 2, 2024 in Ireland ⋅ ☁️ 14 °C
Nach der schönen Bootsfahrt gestern stand heute schon die nächste Tour auf dem Plan - die Gap of Dunloe Tour. So viele gebuchte Sachen hab ich noch nie in einem Urlaub gemacht, aber ich muss sagen, die Preise sind echt ok und manches hatte ich jetzt das Gefühl macht mehr Sinn geführt, als wenn man selber in der Gegend rumeiert und nachher nur die Hälfte sieht. Start der Tour war in Killarney, am O'Connors Traditional Pub. Ich war früh dran, meldete mich kurz an und sah mich noch ein bisschen um. Die Läden waren noch geschlossen, also gab's nicht wirklich was zu sehen, deshalb machte ich noch mein Vesper fertig und wartete auf das Zeichen, dass es losgeht.
Der erste Part der Tour war die Fahrt mit einem Oldtimer zum Ross Castle im Killarney Nationalpark. Dort angekommen hatten wir 45min Zeit für die Besichtigung, bevor es weitergehen sollte. Hmm ok, das hätte ich jetzt nicht gebraucht, aber gut wenn wir schon hier sind... Die Besichtigung der Räume war nur mit Führung möglich und da startete die nächste erst eine halbe Stunde nachdem wir schon wegmussten, na das war ja 1A geplant. Naja gut dann sah ich mir eben draußen alles an und zum Glück verging die Zeit auch recht schnell und es konnte weitergehen. Part II der Tour beinhaltete eine Bootstour durch den Lough Leane, den Muckross Lake sowie den Upper Lake bis zur Lord Brandon's Lodge. Unser Bootsmann erzählte ein bisschen über die Gegend und zeigte uns alle Highlights auf dem Weg.
An der Lodge angekommen strömte erstmal alles Richtung Essen - das ist ja schon ein bisschen witzig, ich hab das Gefühl die Iren machen eigentlich nur Sachen, um dann bei der ersten Gelegenheit irgendwo hinzusitzen, was zu essen und happy Daydrinking zu betreiben 😅👌🏼 Gut soll mir recht sein, dann hab ich den Weg schon für mich alleine 👍🏼 Die Ansage von unserem Fahrer war "after the bridge turn left and at the church turn right otherwise you will get lost and never be found again" - Joa ok, sollte ja nicht allzu schwierig sein. Ich beschloss heute meinen inneren Monk mal abzustellen und nicht ständig auf die Handykarte zu glotzen während dem Laufen, ich wollte einfach den Weg genießen. Es ging ganz idyllisch durchs Grüne, an einem Bächlein entlang, über Steinbrücken und immer gefolgt von Schäfchen, die Gras zuppelten. Ein paar Fahrräder fuhren an mir vorbei, auch ein paar Autos und ganzschön viele Motorräder. Alle grüßte freundlich und freuten sich über die schöne Strecke. Ich wunderte mich ein bisschen, dass die Kirche von der unser Fahrer gesprochen hatte irgendwie nicht kam, aber er hatte ja gemeint es gäbe eigentlich nur diese beiden Punkte wo Abzweigungen kämen, also würde sie ja schon noch auftauchen... Irgendwann - ich war schon eine ganze Weile gelaufen - dachte ich also hier stimmt doch was nicht, ich Lauf die ganze Zeit gemütlich auf dem Flachen, wann geht's denn endlich mal hoch!? Ein Blick auf die Karte erhellte mich: jap, ich war tatsächlich dieser eine Idiot der Gruppe, der falsch gelaufen war😳🙄🙈 Als ich das Ziel, der auch gleichzeitig der Abholort der Tour war bei GoogleMaps eingab packte mich die Panik - noch 3h36min!!!!!!! Fuck, ich war echt ne Stunde komplett in die falsche Richtung gelaufen!?!? Ich fluchte innerlich und begann völlig gestresst zu joggen und wieder in die andere Richtung zu laufen. Wo zur Hölle hätte denn diese blöde Kirche sein sollen, da war nur Grün überall!?!? In so einem Moment der Panik geht einem ja alles Mögliche durch den Kopf, erst dachte ich: ok du musst rennen, das schaffst du ja nie in der vorgegebenen Zeit, dann: scheiße jetzt muss ich echt per Anhalter nach Killarney zurück oder wenn dich niemand mitnehmen will, musst du das auch noch laufen😱😱😱 der letzte Gedanke war dann zum Glück etwas rationaler: ok hilft nix, du musst zurück zur Lord Brandon's Lodge und fragen, ob sie dich mit dem Boot wieder mit zurück nehmen (die Tour kann man in beide Richtungen machen, das hätte also gehen müssen)... Ohmann ich Idiot echt!!!! In dem Moment kam ein Auto angefahren (vom Zeitpunkt der Erkenntnis bis jetzt waren vielleicht gerade mal 20 Sekunden vergangen, ich war also noch ziemlich durch den Wind). Die beiden die drinsaßen grüßte freundlich und bevor ich selber richtig schalten konnte wirbelte ich schon herum und winkte ihnen, dass sie anhielten. Ich hielt ihnen panisch die Karte hin und sagte ich hab den falschen Weg genommen, könnt ihr mich mitnehmen (sie sprachen Deutsch, deshalb konnte ich dann ein bisschen flüssiger erklären)? Noch bevor sie so richtig verstanden hatten was überhaupt abging sagten sie schon, na klaaar spring rein. Mein Herz hemmerte, ich war so erleichtert, ich hätte heulen können🙈
Erwin aus der Schweiz und Anita aus Aachen, beide unabhängig voneinander seit ein paar Jahren nach Irland ausgewandert und eigentlich gerade auf dem Weg etwas essen zu gehen, weil sie ihren Rucksack mit Vesper daheim vergessen hatten- meine Helden🤗 Als sie jetzt die ganze Geschichte nochmal von mir hörten und verstanden was eigentlich passiert war, lachte Erwin nur herzhaft: Awaaa nieeeeee, das schaffst du ja niiieeemals zu Fuß!! Sie beschlossen mich bis hoch zur Gap of Dunloe zu fahren und freuten sich, dass ihr etwas frustiger Nachmittag nun doch noch eine aufregende Wendung gefunden hatte :)
Um das klar zu stellen, ich hätte irgendwo abbiegen müssen RICHTUNG einer Kirche und nicht AN einer Kirche, wie er gesagt hatte! Dem Paar mit Kind und Hund war es genauso gegangen, die beiden waren letztendlich wirklich gerannt und hatten natürlich richtig Spaß mit Kinderwagen & Co🙈
Erwin und Anita hätten mich auch komplett bis zum Kate Kearney's Cottage gefahren, aber als wir oben an der Gap angekommen waren ließ ich mich absetzen, ich hatte mich ja schließlich durch die Aktion schon vor dem Aufstieg gedrückt und ein bisschen was wollte ich ja schon noch sehen - der Ausblick ins Tal von hier oben war echt genial. Ich bedankte mich nochmals und wir verabschiedeten uns. Von hier waren es noch 1,5h zu gehen, das würde knapp werden, aber wenn ich zügig lief würde es schon gehen.
Ich genoss nur kurz den Ausblick von hier oben auf die Serpentinen unter mir, bevor ich die Beine in die Hand nahm und zügig loslief (bzw. Berg runter wurde gejoggt😅👌🏼). Also im Gegensatz zum Weg hoch der ziemlich trist war, war das hier echt ne Wucht. Ich kam an zwei Seen vorbei und wo in Irland Wasser ist, sind auch Rhododendron-Sträucher. Die pinken Büschel in der sonst sehr steinigen und tristen Landschaft, waren mal wieder eine Augenweide 😍 Ich lief flott vor mich hin und machte hier und da ein paar Fotos - soviel Zeit muss sein, dann muss ich eben schneller laufen🤷🏼♀️😋
Ich kam eine viertel Stunde vor Abfahrt am Cottage an. Puuuh, das war echt ein bisschen zu viel Aufregung jetzt, aber die Landschaft war wunderschön und die Begegnung mit Anita und Erwin war einfach so lieb gewesen, dass ich absolut happy in den Bus zurück nach Killarney stieg.
Als wir wieder am Pub angekommen waren, war die Stadt nicht wiederzuerkennen. Die Straßen platzen fast vor lauter Menschen - gut, dann hat sich die Idee noch ein bisschen zu bummeln auch erledigt 🙈 Ich war zwar ziemlich bedient nach all der Aufregung, entschied mich aber trotzdem dazu noch bis Tarbert zu fahren, wo ich dann die Fähre rüber nach Killimer nehmen wollte, um morgen Richtung Cliffs of Moher zu kommen. Als ich am Hafen ankam, war gerade Boarding - perfekt, dann kann ich das gleich erledigen und muss nicht noch bis morgen warten 👌🏼 In 20min waren wir drüben und dann fuhr ich nurnoch zum Parkplatz an der Ross Bridge, wo ich heute Nacht übernachten wollte. Boah, was ein Tag!!!Read more
Die Aran Inseln
June 3, 2024 in Ireland ⋅ ☁️ 13 °C
Der Tag startete bewölkt. Ich hatte eine ruhige Nacht an den Bridges of Ross gehabt und freute mich, heute nicht an irgendwelche Termine bzw. Zeiten gebunden zu sein. Ich lag noch eine ganze Weile im Zelt und beobachtete die Wellen unter mir. Nach einem kurzen Check des Wetters merkte ich, dass es heute doch garnicht so gut angesagt war. Ich beschloss heute erst auf die Aran Inseln zu fahren und die Kliffs of Moher hinten anzustellen, wenn es wieder mehr nach Sonne aussah. Die letzte Fähre auf die Inseln, die am Mittag auch wieder zurück ging, sollte um 11 ablegen und ich musste noch knapp 1,5h fahren. Hui jetzt aber schnell, sonst wird das nix😬🙈 Also fix das Zelt verstauen und losgebrezelt (das war glaub ich das allererste Mal in diesem Urlaub, dass ich tatsächlich die Geschwindigkeiten gefahren bin, die hier vorgegeben sind🫣). Es war eine wilde Fahrt und dort angekommen musste ich ja noch einen Parkplatz finden. Ich dachte es würde ein ruhiger Tag werden und jetzt hatte ich mehr Stress als die ganzen letzten Tage 🤦🏼♀️ Schnell das Fahrrad abgeschnallt und ab zum Pier. Puhh, ich kam gerade noch rechtzeitig an zum Boarding. Zu meiner Enttäuschung durfte man eigene Fahrräder garnicht mitnehmen, da die Fähren zu 'busy' seien. Natoll🙄 Aber gut was solls, drüben gab es einen Verleih.
Als ich das Boot betrat wurde mir schnell klar, warum man außer sich selbst nix mitnehmen durfte, das Boot war rappelvoll mit Menschen 🙈 Drüben angekommen ging ich direkt zum Verleih und suchte mir einen hübschen 7-Gang-Drahtesel aus. Und looooos :) Natürlich musste es genau jetzt anfangen zu regnen, war aber nicht schlimm da es nur Niesel und ansonsten warm war. Man sah schnell was das Besondere auf der Insel ist - ungefähr die komplette Fläche ist durch die typischen Steinmauern unterteilt. In manchen liegen Kühe und grasen gemütlich, in anderen stehen Pferdchen. Überhaupt gibt es hier so viele Tiere, gefühlt in jedem Hof steht ein Pferd. Der Blick über die grünen Felder und Mauern mit dem Meer im Hintergrund war toll. Ich fuhr einfach drauf los (gut, zu viele Möglichkeiten gab's ja nicht), vorbei am Aussichtspunkt von dem aus man Robben beobachten kann (wahrscheinlich eher in den ruhigeren Stunden, jetzt war weit und breit nix zu sehen) , und bis in die Mitte der Insel. Hier gab es ein paar Shops und da ich hier eh meine Frühstücksrast einlegen wollte, stellte ich das Fahrrad ab und fing an ein bisschen zu stöbern. Der Laden mit den Wollsachen war gut besucht und eine Dame und ein älterer Herr kümmerten sich ganz lieb und geduldig um die KundInnen (die taten mir echt ein bisschen Leid, es wurde immer voller und die zwei da zwischendrin, ganz bemüht den Horden an Touris die Besonderheiten der schönen Stücke zu erklären 🙈). Nach viel Anprobieren und Vergleichen fand ich dann auch genau den Pulli, den ich mir vorgestellt hatte (leider keiner der Handgestrickten, aber einen ganz tollen beigefarbenen aus Merinowolle 😍😍😍). Ich bedankte mich bei den beiden und zog weiter - Ach ja, ich wollte ja was essen, vor lauter Shopping hatte ich das fast vergessen 😅👌🏼Nebenan war ein kleines Café und ich holte mir eine Gemüsesuppe mit frisch gebackenem Brot - so gut! :)
Danach gings wieder aufs Rad, ich wollte ja schließlich auch noch den Rest der Insel sehen. Zum westlichen Ende reichte es mir nicht mehr ganz (Berg hoch mit 7 semigut funktionierenden Gängen geht nur so lala😃🤷🏼♀️), ich fuhr bis ich den Leuchtturm sehen konnte (wie ich da so stand und guckte, kam ein Mann mit seinem Hund und meinte nur "looks like the end of the world right?" - ja da hatte er absolut Recht, einfach abgefahren!) und drehte dann um, um sozusagen noch durchs Innere der Insel zu fahren. Hier gab es jetzt nicht mehr allzu viel neues, aber es war schön einfach gemütlich zu radeln und ein bisschen zu gucken :) Ich brachte das Fahrrad zurück und dann ging es auch schon mit den Horden an Menschen zurück aufs Boot.
Als ich wieder festen Boden unter den Füßen hatte, überlegte ich kurz noch zu den Cliffs of Moher zu fahren (irgendwie hatte ich das Gefühl, morgen könnte das Wetter schlecht werden). Da ich aber ziemlich platt war und es dann nur für einen kurzen Besuch und nicht die ganze Wanderung am Cliff Walk gereicht hätte entschied ich mich dagegen. Ich fuhr zum Whitestrand, Miltown Malbay, um hier die Nacht zu verbringen. Neben mir stand eine ältere Dame mit ihrem Wohnmobil. Wir kamen ins Gespräch - sie und ihre Freundin sind um die 80 Jahre alt und tingeln gemeinsam mit ihren Bussen in der Welt umher, wie cool einfach!
Es gab noch eine Kleinigkeit zu essen und dann wars auch schon wieder Zeit fürs Bettchen.Read more
Cliffs of Moher
June 4, 2024 in Ireland ⋅ ☁️ 13 °C
Ich wurde wach, als meine Nachbarin und ihre Freundin weiterzogen. Der Himmel war bedeckt, später sollte es besser werden, ich hatte also noch ein bisschen Zeit. Die Sonne kam dann aber doch schneller raus als gedacht und als ich den Strand so vor mir sah und wie sich ein paar Frühschwimmer darin vergnügten, bekam ich irgendwie auch Lust auf eine Erfrischung am Morgen. Wer weiß wie oft ich in diesem Urlaub noch die Möglichkeit haben werde... Also los, kurz umgezogen und vor ans Wasser. Wie schon beim letzten Mal fing ich auf dem Weg nach vorne an meine Entscheidung zu bereuen. Auch dieses Mal war es arschekalt, aber irgendwie trotzdem nicht ganz so schlimm wie beim ersten Mal. Ich schwamm eine kleine Runde, dann gings raus zum abduschen und aufwärmen. Jetzt war ich wach und bereit für den Tag :)
Es ging zu den berühmten Cliffs of Moher. Ich parkte in der Nähe des Moher Towers, ganz unten am Ende des Cliff Walks. Schon auf dem Schotterweg vor zu den Klippen merkte ich, dass der Wind heute eine neue Kategorie war. Die Leute die mir entgegen kamen, waren dick eingepackt und die Kapuzen ganz eng zusammengezurrt um die Gesichter. So wie es einen hier auf dem Weg schon hin und her schubste, konnte das da vorne ja ein Spaß werden. UND WIE ES DAS WURDE!!! Vorne am Tower angekommen, bekam ich ernsthaft Zweifel, ob das wirklich eine gute Idee war, da jetzt an den Klippen entlang zu gehen. Der Wind war so heftig und kam gefühlt gleichzeitig von allen Seiten, dass man sich richtig konzentrieren musste. Die Leute hielten sich an irgendwelchen Sachen fest und wenn sie liefen sah es aus, als würden sie von einem Unsichtbaren hin und hergeworfen. Beim Versuch Fotos zu machen, konnte ich das Handy nicht still halten und hätte das Mädel nicht schnell reagiert, wäre mir auch direkt meine Sonnenbrille abhanden gekommen 😅🙈 Es war verrückt!!
Ok gut jetzt war ich ja schon mal da, wenn es wirklich nicht besser werden würde konnte ich ja immernoch umdrehen... Zum Glück war es nicht überall ganz so heftig und der Cliff Walk war auch mit ein bisschen Abstand zur Klippe, sodass keine Gefahr bestand runtergefegt zu werden. Als das Phänomen Wind dann nicht mehr die ganze Aufmerksamkeit für sich beanspruchte, sah ich auch endlich warum ich überhaupt hergekommen war - die Cliffs of Moher. Ich weiß nicht welcher Idiot in den Rezensionen geschrieben hat, dass man auch an anderen Küstenabschnitten Irlands solche, wenn nicht sogar noch viel schönere Klippen sehen könne, fest steht (zumindest von dem was ich bislang gesehen habe): er hat Unrecht!! Wie abgefahren ist denn bitte dieses Bild!?!?!? Von meiner Laufrichtung wurden die Felsen schön von der Sonne angestrahlt und von hier unten sah man perfekt wie sie wie ein Fächer hintereinander liegen. Also das ließ mir echt die Kinnlade offen stehen! Ich lief den Weg entlang, blieb immer wieder stehen, knippste endlos viele Bilder und versuchte dieses Bild in mein Hirn zu brennen. Sowas cooles!!
Je näher ich dem O'Brians Tower kam, desto mehr Menschen kamen mir entgegen und als ich dann vorne am offiziellen Parkplatz ankam offenbarte sich das ganze Ausmaß der Tourihölle. Von hier strömte Alles gen Aussichtsplattform. Mit Kind und Hund wurde sich gegen den Wind gestemmt, der auch hier wieder echt übel war. Plötzlich bekam ich ein paar Tropfen ab. Hmm komisch, Regen war doch garnicht angesagt!? Ich schaute nach oben und sah weit und breit keine Wolke am Himmel. Na toll, also entweder hatte grad jemand in die Luft gespuckt, oder (und das nehm ich jetzt einfach mal ganz hoffnungsvoll an) es hatte jemand versucht was zu trinken und der Wind hatte seine eigenen Pläne... Wie auch immer, ich verwarf meinen Plan bis ganz zum Ende des Cliff Walks zu gehen und drehte beim O'Brians Tower um. Von dieser Seite, hatte man sowieso nur einen sehr diesigen Blick gegen die Sonne auf die Klippen, da war das von der anderen Seite schon schöner gewesen. Ich floh aus dem Gewimmel und ging ein ganzes Stück weiter, bis ich eine schöne Stelle zum Vespern fand. Ich machte es mir bequem und saugte den Blick auf die Klippen auf. Zum Glück hatte ich mich dagegen entschieden, gestern 'noch schnell' herumkommen, das hier war wirklich jede Minute wert und ich hätte mir in den Hintern gebissen, wenn ich das nur so halblebig gemacht hätte.
Da es noch recht früh war, wollte ich noch bis Galway fahren, eine Studentenstadt in der es wohl Abends heiß hergeht. Nach diesem schönen Tag wollte ich mich noch mit etwas zu Essen und evtl. etwas Livemusik belohnen. Leider wurde die Suche nach einer Dusche zu einer Schnitzeljagd bei der der Schatz am Ende gestohlen wird und nachdem ich drei mal hin und her gefahren war reichte es mir und ich beschloss weiterzufahren. Ziemlich bedient kam ich am Céibh an Spidéil, einem Strand nahe Galway an. Was ein Tag! :)Read more
Errisbeg
June 5, 2024 in Ireland ⋅ 🌬 12 °C
Ich war total gerädert. Die Nacht war furchtbar gewesen, ich war ständig aufgewacht weil entweder Leute am Strand rumschrien, der Wind am Zelt rüttelte oder irgendwer mit dem Auto angefahren kam, um kurz drauf wieder wegzufahren. Dementsprechend zäh war mein Start in den Tag. Ich packte kurz zusammen und frühstückte erstmal. Heute stand die Wanderung auf den Errisbeg an und da gegen Mittag die Sonne erst richtig rauskommen sollte, hatte ich noch ein bisschen Zeit gemütlich zu machen. Die 1,5h Fahrt versüßte ich mir mit Podcast hören und dann war ich auch schon am wunderschönen Gurteen Beach angekommen, von wo aus ich starten wollte. Es ging erstmal ein ganzes Stück an der Straße entlang. Das ist hier ja schon witzig - hier gibt's so viel Natur, aber alles joggt, spaziert mit den Hunden oder flaniert in Warnwesten an der Straße entlang, ich glaub so richtige Spazierwege hats hier garnich. Ich fiel also nicht besonders auf, als ich die enge Hauptstraße entlanglief und für den ein oder anderen kleinen Stau sorgte, alle lächelten mir zu und grüßten - ein freundliches und gut gelauntes Völkchen die Iren 😍🤗
Da die Routen auf der Errisbeg nicht markiert sind, hatte ich mir Offlinekarten runtergeladen. Die Karte sagte: jetzt rechts - hmm ok, da war ein großes Metalltor, sah irgendwie eher nach Privatgelände aus. Die Aufschrift 'no dogs' auf einem Stein ermutigte mich dann aber doch, dass das wohl tatsächlich der offizielle Weg war und ich öffnete das Tor und ging über die Wiese. Dann ging es rechts hoch. Es waren schon ein paar Trampelpfade zu sehen, nur war ich mir nicht sicher, ob die tatsächlich von Menschen oder von den ganzen Schäfchen gemacht worden waren, die hier überall lagen und grasten :) naja gut, wahrscheinlich halt irgendwie da hoch. Durch die großen Felsen war der Aufstieg ziemlich simpel. Schon auf dem Weg hoch sah ich wie der Ausblick hinter mir immer beeindruckender wurde. Man hatte mal wieder das Gefühl Richtung Westen auf das absolute Ende der Welt zu schauen. Kurze Zeit später war ich auf dem ersten Gipfel angekommen. Von hier hatte man einen superschönen Blick auf die beiden sichelförmigen Strände, von denen ich gestartet war. Das Licht war genial, immer wieder wurden Teile der Landschaft von der Sonne bestrahlt während andere durch Wolken im Schatten lagen. Dadurch änderte sich ständig das Bild, der Fokus auf Details wurde immer wieder neu gestellt und man entdeckte wieder etwas anderes. Der Wind war ähnlich wie bei den Cliffs of Moher, aber ich wollte mir diese Aussicht noch ein bisschen länger ansehen. Also verschanzte ich mich hinter dem großen Steinhaufen, zog alles an was ich dabei hatte und holte mein Vesper heraus. Herrlich!
Da es echt frisch war blieb es aber bei einer kleinen Rast und es ging weiter zum Gipfel. Der war schnell erreicht und HAAAALLELUJA was war das denn!??? Ich hatte gedacht, ich hätte meine Vesperpause mit dem besten Ausblick genossen, aber das hier schoss echt jeden Vogel ab. Von hier hatte man einen 360Grad-Rundumblick und in jede der vier Himmelsrichtungen gab es einfach was anderes zu sehen. Es war als wäre jeder Bereich in ein anderes Thema eingeteilt worden: Nach Norden eine Seenplatte, wie ich sie noch nie gesehen hab - ganz flach, nur das helle Grün der Wiesen und dann hunderte von kleinen Seen, die wie Tupfen dunkelblau darauf gesetzt waren. Nach Osten Berge, ebenfalls grün überzogen, was mich irgendwie an diese flauschig-stupfigen Eisenbahnwelten erinnert hat. Nach Süden die Strände, eine Bucht reihte sich an die nächste mit strahlend weißem Sand und türkisfarbenen Meer. Und nach Westen der ewig weite Ozean, der in dem disigen Licht optisch mit dem Horizont verschmolz. Dazu noch das wechselnde Licht und die vielen Wolken, die aussahen als wären sie einfach in den blauen Himmel geworfen worden (ich weiß, klingt alles irgendwie bissl kitschig und übertrieben, aber da war einfach so viel los, ich hab sowas noch nie gesehen!!!). Ich weiß nicht wie oft ich mich im Kreis gedreht hab um zu versuchen, das alles aufnehmen zu können. Ich war so baff und konnte nur stehen und glotzen. Der Wind war so heftig und kalt, ich spürte meine Hände schon garnicht mehr, meine Nase lief ununterbrochen und meine Augen tränten (offiziell natürlich alles vom Wind, aber ich gebe zu, da haben mich schon auch kurz die Emotionen gepackt - wie kann ein Ort so schön sein bitte und einfach ALLES zusammen in einer Landschaft vereinen!!? 🥹) Ich stand gefühlt ne Ewigkeit da, weil ich mich einfach nicht losreißen konnte, aber irgendwann war ich so durchgefroren, dass es nicht mehr ging. Als ich mich an den Abstieg machte, war mein Kopf ganz leer. Ich hatte gedacht das würde ne ganz süße kleine Wanderung werden, mit SOWAS hatte ich einfach überhaupt nicht gerechnet. Ich ging noch zu dem anderen der zwei Strände, setzte mich auf einen Felsen und versuchte mich ein bisschen zu sammeln, bevor ich wieder rüber zum Auto ging.
Zeit sich einen Platz für die Nacht zu suchen. Mein Weg mit dem Auto ging wunderschön an der Küste entlang, ich hatte mir nämlich einen Platz an genau einer solchen Landzunge ausgesucht, auf die ich vorhin von oben Richtung Westen geschaut hatte. Es war irgendwie sehr besonders, zu wissen wie das von oben aussah wo ich jetzt hinfuhr und dass die Sonne schien, ich ständig den Blick aufs Wasser hatte und die Straßen wieder so kleine Schleichwege waren, die über und über mit Blumen an den Seiten bewachsen waren, machte es mal wieder besonders bezaubernd 😍🤩🤗
Ich kam am Eyrephort Beach Nähe Kingstown an. Über mir waren dunkle Wolken und es regnete. Weiter hinten über dem Meer war der Himmel aber komplett frei und die Sonne schien. Das war ein weiteres schönes Bild an diesem Tag und bei dem Regenbogen der dabei entstand dachte ich an den Leprechaun, der mir vielleicht heute diesen schönen Tag beschert hatte :)Read more
Connemara-Nationalpark
June 6, 2024 in Ireland ⋅ ⛅ 14 °C
Neuer Tag, neue Wanderung. Heute ging es in den Connemara-Nationalpark ein Stückchen weiter oben im Norden. Ich freute mich, die Beschreibung der Gegend lautet 'Eine Mischung aus kanadischen Wäldern und schwedischer Seenlandschaft'. Der Weg dort hin allein lohnte schon, denn es ging wieder bei gutem Wetter auf schmalen, blumenverzierten Wegen am Wasser entlang. Dort angekommen stellte ich schnell fest, dass das hier kein Geheimtipp war (zumindest nicht die Wanderung die ich rausgesucht hatte). Der Parkplatz war schon gut besucht... Ich ging kurz am Besucherzentrum vorbei und startete dann direkt zum Upper Diamond Hill Walk, der bis auf die Spitze des gleichnamigen Berges führte. Erst ging es ganz entspannt über Holzpanele durchs Moor, dann steil über große Felsstufen in Serpentinen nach oben bis zum Gipfel (erinnerte mich irgendwie an die Wanderung auf den Reinebringen in Norwegen am Ende meiner Skandinavienreise damals, hier waren es auch solche Stufen gewesen). Von hier hatte man einen tollen Blick auf die Inselgruppe vor dem Festland und den ganzen Küstenabschnitt. Sehr schön, aber an den gigantischen Ausblick von gestern kam es nicht ran. Die Route führte hinter dem Gipfel runter und um den Diamond Hill herum zurück. Der Blick hier hinten ins Tal fesselte mich im Gegensatz zu dem nach vorne deutlich mehr. Man sah in ein grünes Tal, das so unberührt aussah dass es fast unecht wirkte. Es war durchzogen mit Flussläufen und im Gegensatz zu dem grünen Pelz der die Hügel überzog und sie ein bisschen karg und gleichzeitig so saftig wirken ließ, waren die Flussläufe über und über voll mit den pinken Blüten vom Rhododendron. Also auf diese Farbkonstellationen komm ich einfach nicht klar, das ist sooo schön!
Ich ging gemütlich weiter und nahm unten noch den kleinen Restschlenker vom Lower Diamond Hill Walk mit bis zum Besucherzentrum zurück. Hier hatte ich vorhin schon einen Tea Room erspäht und wollte sehen, was sie Leckeres im Angebot hatten - was hier in Irland echt toll ist, es gibt einfach üüüberall (wirklich auch MITTEN in der Pampa) kleine Cafés mit selbstgebackenen Kuchen. Ich entschied mich für die Tagessuppe und einen Rhabarber-Erdbeer-Crumble-Kuchen 🤤🤗
Nach der Stärkung ging es weiter, das Wetter war super und ich hatte heute nix mehr sonst geplant, als noch ein bisschen weiter Richtung Westport zu fahren, wo ich morgen eeendlich mal meine größere Radtour starten möchte. Ich entschied mich wieder für den etwas längeren, dafür aber mit wunderschöner Aussicht auf die Küste gespickten 'wild atlantic way'. Davor ging es aber erstmal noch durch den Connemara-Nationalpark und jetzt fuhr ich quasi durch genau so ein Tal, in das ich zuvor geschaut hatte. Es wechselte zwischen 'am Fluss entlang' und damit durch Felder von Farnen, durch Bögen aus Baumkronen und Rhododendron und 'über die Ebene' an Seen vorbei immer dem Weg entlang durch die Massen an Schäfchen schlängelnd, die sich von nichts aus der Ruhe bringen ließen. Die lagen da einfach am Straßenrand und hielten mit geschlossenen Augen kauend das Gesicht in die Sonne 🐑🥰. Also gelogen haben sie nicht, Connemara hat echt von allem was und ich habe jede Minute der Fahrt geliebt!!
Ich hielt am Carownisky Beach und machte einen kleinen Spaziergang im Sand - das wird wahrscheinlich heute die letzte Gelegenheit sein, meine Füße ins Wasser zu halten, also genoss ich es nochmal besonders. Es war mild, aber wieder ordentlich windig. Also Campingstuhl raus, Decke um die Beine und das Näschen zur Sonne. Ich war die letzten Tage sehr faul mit Schreiben, also war jetzt Nachsitzen angesagt. Gibt Schlimmeres bei dem Ausblick :)Read more
Achill Island
June 7, 2024 in Ireland ⋅ ☁️ 14 °C
Eeeeeeeees ging es weiter nach Westport. Von hier wollte ich nun endlich die Radtour starten, auf die ich mich schon von Anfang an gefreut hatte. Es war bewölkt und gegen Mittag sollte es evtl. regnen, aber im Großen und Ganzen sollte es ganz gut bleiben. Es ging ein kurzer Stück noch durch Westport, bis ich auf den Greenway gelangte, der bis Achill Island führen sollte. Diese Greenways gibt es hier überall (das sind ausgeschriebene Rad- und Spazierwege) und dieser hier war teilweise ganz frisch gemacht worden und dadurch super zu fahren. Es ging schön durchs Grüne, zwischen Weiden mit Schäfchen und an einem Fluss entlang. Leider sah man das Wasser überhaupt nicht, ich hatte irgendwie gedacht, das das den ganzen Weg über der Fall sein würde. Naja ok, war trotzdem schön. Bis zum ersten der zwei schönen Strände auf Achill island sollten es knapp 4h sein, von da wäre es dann nochmal ca. 1h bis zu dem Hostel, das ich gebucht hatte (knapp 60km an einem Tag sollten reichen und ich freute mich jetzt schon auf eine gescheite Dusche heute Abend 🤗). Nach der Hälfte der Wegstrecke ca. kam ich am höchsten Punkt der Route an. Jetzt wurde endlich auch die Sicht aufs Meer frei, was bis zum Ende auch so bleiben sollte :) ich war eigentlich ganz zufrieden, bis hier hin war das echt ganz gut gegangen 👍🏼
Das sollte nur leider nicht so bleiben... Mit dem Passieren des Schildes 'Welcome to Achill Island' kam wieder mein geliebter Wind auf. Ich strampelte mir einen ab und kam trotzdem kaum vorwärts. Jetzt merkte ich wie die Beine langsam nachließen und der Frust stieg. Ich weiß schon warum ich lieber zu Fuß unterwegs bin, beim Fahrrad fahren kann bei mir echt schnell die Stimmung kippen. Und das war heute wohl so ein Tag. Der Wind blies unaufhörlich, es war kalt, meine Nase lief ununterbrochen (wie kann ein einzelner Mensch eigentlich so viel Rotz produzieren, irgendwas stimmt doch da nicht 🙄🤦🏼♀️) und mein Hintern tat dermaßen weh, dass ich mich jetzt schon aufregte in der Vorahnung, dass das morgen zurück dann ja ein richtiger Spaß werden würde. Ich verfluchte mich innerlich, warum musste ich auch immer die längste Strecke nehmen, die Hälfte oder zumindest von Newport hätte doch vollkommen gereicht! Bis zum Strand und dann noch zum Hostel wären nochmal 2h gewesen, natoll also wird nichtmal das was. Ich hasste jeden weiteren Meter und war einfach nur froh, als ich endlich in die Straße zum Hostel einbiegen konnte (war natürlich Schotter und ein Schlagloch nach dem anderen, ums dem geschundenen Hintern nochmal so richtig zu geben👌🏼). Das Mädel am Empfang war dann aber so süß und die Dusche war nicht mehr weit, sodass meine Laune sich langsam wieder etwas hob. Ich hatte einen Platz im 10-Bett-Dorm gebucht und war, bis auf Katy die mich nett begrüßte, die einzige bislang. Ich hatte also freie Auswahl 👍🏼 Die Dusche tat unheimlich gut und ich fühlte mich danach schon viel besser :) Bis das hauseigene Restaurant öffnete war noch Zeit, also wollte ich noch ein bisschen schreiben. JA PERFEKT! Ich hatte den Adapter für mein Ladekabel im Auto vergessen - direkt kurz Panik bekommen, mein Akku zeigte noch 51% und ich hatte auf dem Hinweg schon nachgeladen (solange bis die Powerbank den Geist aufgegeben hatte, das hatte ich nämlich vorher auch nicht kontrolliert 👌🏼🤦🏼♀️). Scheiße, wie find ich morgen den Weg zu meinem Auto zurück 😱🙈 Also gut, wieder runter zur Rezeption und gefragt, ob sie vielleicht Adapter haben - NOPE... Die liebe Rezeptionistin bot mir daraufhin an, mein Handy an ihrem Computer zu laden solange ihre Schicht lief und ich nahm dankend an😍
Jetzt musste ich nurnoch eine Beschäftigung finden (meinereiner Generation ist ja irgendwie ohne das Handy ein bisschen aufgeschmissen 🙈), also erkundetee ich den kleinen Fairytale Waldweg vor dem Haus, lief ein bisschen in der Gegend herum, schaute mich im Haus um und fand mich dann in der Bar ein, wo ich mir eine Portion Fisch auf Kartoffelbrei mit Safransoße, einen Apfelpie mit Vanilleeis und mein erstes Guinness gönnte. Danach unterhielt ich mich noch ein bisschen mit einer Angestellten die Pause machte und dann wars auch langsam Zeit fürs Bett :)Read more
Von Achill nach Dublin
June 8, 2024 in Ireland ⋅ ⛅ 15 °C
Die Nacht im 10-Bett-Zimmer war echt erholsam gewesen und dadurch dass ich gezwungenermaßen schon relativ früh im Bett war, war ich auch um 7 Uhr schon perfekt ausgeschlafen. Ab 8 Uhr gab es Frühstück, also versuchte ich mich leise anzuziehen und zusammen zu packen. Ich frühstückte, bedankte mich und trat dann den Rückweg an. Mein Akku war bei 75%, das sollte reichen, wenn ich einmal auf dem Greenway war, ging es ja eigentlich nur geradeaus👍🏼
Mir graute es trotzdem ein bisschen davor, wenn das nochmal sone Tortur werden würde, wär der Tag gelaufen und eigentlich freute ich mich jetzt auf Dublin. Der Hintern tat noch ein bisschen weh, aber es ging, mein Radl knackte und ächtste unter mir, dass ich ein bisschen Angst hatte es würde jeden Moment auseinander fallen (die Kette sieht echt übel aus und so insgesamt habe ich das Gefühl, dass ich es durch Wind und Wetter diesmal wirklich ein bisschen zugerichtet hab das arme Ding. Ich bin insgesamt diesmal so wenig gefahren und es war im wahrsten Sinne des Wortes eingerostet - das nächste Mal muss ich da nen Überzug drüber schmeißen 🙈), aber die Sonne scheinte und das macht ja irgendwie immer alles direkt um 10% besser ☀️🤗
Außerdem war der Wind deutlich weniger heute (oder er schob mich ausnahmsweise mal eher von hinten an) und es ging mehr bergab, wodurch ich deutlich einfacher vorankam. In 3 Stunden (am Vortag waren es 4,5h gewesen, nur mal als Vergleich 🤷🏼♀️) war ich wieder am Auto. Das war diesmal echt nicht schlimm gewesen, keine Ahnung was das gestern war!
Bis Dublin waren es 3h Fahrt. Ich hatte Anfang der Woche mit Teresa, einer Freundin von Nora die mir ganz lieb angeboten hatte gerne vorbeikommen zu können falls ich in Dublin vorbeikäme, geschrieben und wir hatten uns für heute Abend verabredet. Ich fuhr gemütlich (das war seit einer langen Zeit mal wieder eine größere Strecke und ich wollte mindestens eine Pause einlegen, um mein Autole nicht direkt wieder überzustrapazieren), machte einen kurzen Stopp in Mullingar, um mir die Grundschule von Niall anzugucken (eigentlich mehr als Scherz für Lena, aber war schon witzig und wenn ich eh hier vorbei kam... 😃🤷🏼♀️) und mit ein paar Mal verfahren in Dublin, kam ich schließlich bei Teresa an :) Sie war geradeeben mit ihrem kleinen Sohn Lenni heimgekommen und winkte mir auf der Straße zu - was ein Timing 🤩👌🏼 Es gab ein kurzes Abendessen und ich überlegte kurz was ich mit dem restlichen Abend anfangen sollte. Samstag Abend in Dublin, eigentlich optimal um die Stadt ein bisschen unsicher zu machen und sich einen schönen Pub zu suchen. Irgendwie erinnerte mich die Situation an Kilkenny und Dublin war ja noch größer... Allein der Gedanke an den Trubel in der Stadt überforderte mich komplett - ich traute mich schlichtweg nicht und entschied daheim zu bleiben🙈😬🤷🏼♀️Read more
DUBLIN
June 9, 2024 in Ireland ⋅ ☁️ 14 °C
Lenni schlief bis 7 Uhr, wodurch die Nacht für mich deutlich länger ausfiel als ich erwartet hatte. Wir starteten ganz gemütlich in den Tag, mit einem kleinen Frühstück. Gegen 11 Uhr sollte ein Flohmarkt aufmachen, zu dem wir gehen wollten, Lenni blieb aber natürlich nicht so lange still sitzen, also gingen wir los und machten noch einen Abstecher am Spielplatz. Als wir am Flohmarkt ankamen war der schon gut besucht. Da war eine ganze Halle voll mit Ständen, mit ganz viel Klamotten aber auch anderem Krimskrams. Sogar ein DJ war da und legte Musik für die kauffreudigen Leute auf. Wir stöberten uns durch die Sachen und wurden auch beide fündig :) Danach gingen wir noch ein Stück Richtung Stadtkern zusammen, bevor Teresa und Lenni Richtung ihrer Wohnung abbogen und ich alleine loszog. Vielleicht konnte ich ja jetzt endlich noch ein paar Mitbringsel für daheim finden. Auf dem Weg zur Shopping-Meile gings erstmal durch das berühmte Viertel Temple Bar. Hier reiht sich ein Pub an den nächsten und wenn man Abendprogramm und Livemusik sucht, ist das auf jeden Fall the place to be👌🏼. Ich ging weiter zur George's Street und zur Grafton Street und shoppte mich von Laden zu Laden. Ok, wenn man Shopping liebt, ist man hier auf jeden Fall richtig, die Kreditkarte glühte, das wird noch spaßig, wenn die Abrechnung kommt🙈 Ich fand echt schöne Sachen, unter anderem ein paar Fressalien und ein Weinchen aus den Wicklow Mountains. Hochzufrieden ging ich zu PI Pizza, um mich von meiner erfolgreichen Tour zu stärken. Ich war echt ganzschön platt, weil ich heute schon gut Strecke gemacht hatte. Ach jetzt noch ein bisschen Livemusik und ein Pint zum Abschluss, komm das geht jetzt schon noch. Teresa hatte mir zuvor noch geschrieben, dass eine Freundin von ihr in einem Pub in meiner Nähe auftreten würde, also wollte ich mir das mal ansehen. Als ich in den Pub schaute war da aber eher so Restaurant-Stimmung und es war auch keine Musik zu hören. Direkt gegenüber gings dafür schon ziemlich ab und ich beschloss hier einen Versuch zu wagen. Der kleine Pub war proppenvoll, also quetschte ich mich mit meinen zwei überdimensionalen Shoppingtaschen, randvoll gefüllt mit Kram, bis vor zur Bar, wo noch ein Hocker frei war. Ich bestellte ein Guinness (keine Ahnung was zur Zeit los ist, dass ich plötzlich Bier trink.. Auf der einen Seite wird man irgendwie nicht ganz so Tourimäßig angeguckt, auf der anderen Seite finde ichs irgendwie garnich mehr so abartig... Bissl gruselig, bin mal gespannt ob das so bleibt, oder ob mich hier einfach die Stimmung mitgezogen hat😅🤷🏼♀️) und ließ die Stimmung auf mich wirken. Natürlich blieb ich nicht unbemerkt. Neben mir war eine Gruppe älterer Herren. Paul sprach mich an und war direkt hellauf begeistert. Nach und nach wurden alle seine Kumpels rangezogen und vorgestellt. Ich bekam zu jedem die Kurzfassung und musste meine Geschichte jedes Mal neu erzählen😅 Es dauerte nur ein paar Minuten, dann war ich adoptiert 🤷🏼♀️ Eigentlich wollte ich ja nur ein bisschen Musik hören, aber jetzt war es zu spät, jetzt war ich mittendrin und wenn mein Glas halb leer war, stand direkt schon das nächste da und es wurde 'Sláinte' gerufen, was soviel wie 'viel Gesundheit' bedeutet 👌🏼🍻 Und dann kam Peter, auch Pete genannt. Paul schrie "oh da ist Pete! Warts ab, keine 2 Minuten und er tanzt" - jou, da hatte er recht - der rüstige Mitte/Ende 80-Jährige gab mir zur Aufsicht sein Bier und stürmte die Tanzfläche. Dabei zog er sich immer mal eine Dame heran, setzte ihr seinen Hut auf und drehte sie im Kreis. Als er zum nächsten Lied wiederkam, sah ich es schon kommen - natürlich musste ich auch dran glauben, das Guinness half, dass es mir egal war, dass mich der ganze Pub anglotzte 🤷🏼♀️
Als die Livemusik endete hieß es zwar, dass es gleich weitergehen würde, aber irgendwie gingen alle und ich war nurnoch mit Alan alleine... Hmm ok, das war jetzt dann irgendwie doch komisch 😃 Kurz vorher war ich mit zwei Mädels aus Frankfurt (Julia und Larissa) ins Gespräch gekommen, sie wollten auch gerade weiter und ich fragte sie, ob sie mich mitnehmen würden... Na klaaar... Also verabschiedete ich mich von Alan und wir gingen weiter in den nächsten Pub und dann noch einen weiter. Hier war das Publikum etwas jünger und die Stimmung richtig gut. Einer spielte Gitarre und der Herr an der Fiedel eskalierte komplett. Das war mal Irish Folk vom feinsten 💃💃💃
Wir blieben noch eine Weile, bis wir das Gefühl hatten es wäre Zeit heimzugehen. Wir schnappte unsere Jacken und ich zog meine zwei riesen Taschen (die ich ja immernoch überall mit hinschleifen musste😂🙈) unter der Bank hervor, wo ich sie zuvor verstaut hatte. In dem Moment als ich sie anhob platzte die eine Tasche und das nächste was ich hörte war ein 'klirr'... Die Weinflasche war zersprungen und entleerte sich mitten im Raum über den Boden.... AAAAAHHHHHHHHHHH HILFEEEE!!! Eine Kellnerin kam gleich gerannt, entrollte gefühlt eine halbe von diesen Riesenklorollen auf den Boden (zum Glück war der Wein in Papier gewickelt gewesen, sodass es keine freien Scherben gab!!!) und gab mir (woher auch immer eine Bar solche Tüten hat 🤷🏼♀️) zwei neue große Papiertüten. Verdammt war das unangenehm, wir schmissen schnell alles wieder in die Tüten und flohen aus dem Pub. Ok jetzt war definitiv Zeit heimzugehen! Ich verabschiedete mich von Julia und Larissa und lief los. Schlappe 40 min später (durch den kleinen Fauxpas gerade waren die Taschen nicht mehr ganz so schwer, aber das muss ein Bild gewesen sein - ich da leicht angeschossen, zwei so riesen Tüten schleppend in der Nacht durch Dublin 👌🏼) war ich endlich wieder an der Wohnung von Theresa angekommen. Sie hatte mir das Schlafsofa schon bereit gemacht und ich war froh mich nach dieser unerwarteten Wendung des Tages einfach nurnoch hinlegen zu können 😍🤗👍🏼Read more
Wicklow Mountains
June 10, 2024 in Ireland ⋅ ☁️ 14 °C
Kurz nach 7 Uhr wachte ich wieder auf. Huiuiui Was war das denn gestern gewesen, mir brummte der Schädel. Bier macht also auch Kater - gut, hätten wir das dann auch geprüft ✅
Ich hörte klein Lenni tapsen, also ließ ich ihn rein, bevor Teresa die nächste größere Wäsche-Diskussion führen musste. Wir nahmen zusammen ein kurzes Frühstück ein, bevor die zwei zur Kita bzw. zur Arbeit losmussten. Puhh ok, am liebsten hätte ich mich nochmal hingelegt, aber ich hatte heute ja auch noch Pläne. Ich duschte kurz, sortierte meine ganzen Einkäufe (zum Glück hatte der arschteure Kaschmirpullover, den ich meinem Bruder zum Geburtstag schenken wollte, nix von dem Wein abbekommen!!🙈🙈), holte mein Rad aus der Tiefgarage und fuhr das Auto vor um alles einzuladen. Also gut, dann los! Etwas behäbig fuhr ich los Richtung Wicklow Mountains und nach einem Mayonnaise-getränkten Wrap gings auch schon etwas besser, sodass ich bereit war für die geplante Wanderung. Als ich am Parkplatz ankam, sah ich, dass das hier wohl die nächste Touristenattraktion war. Ich beschloss die Glendalough Cathedral auszulassen und lieber ein Stück weiter oben direkt am Upper Lake zu starten (die Route die ich rausgesucht hatte wäre knappe 6h gegangen, das hätte ich heute sowieso nicht gepackt! 😂🙈).
Es ging direkt am Anfang ordentlich hoch, ohmann entweder das würde mich jetzt wach bekommen, oder ich würde mich jeden einzelnen Schritt verfluchen. Zum Glück wurde es schnell humaner, die Bewegung tat gut und der Wind pustete mir das Hirn frei😃👍🏼. Es ging über Holzpanele nach oben, teilweise durch etwas moorigen Untergrund, teilweise über normale Wege, immer mit schönem Blick über die zwei Seen und die bewaldete Landschaft drumrum. Zurück am Parkplatz setzte ich mich auf eine der Bänke in die Sonne und vesperte. Danach gab's noch eine heiße Schoki vom Imbiss und dann war ich bereit, mir ein Plätzchen für die Nacht zu suchen. Ich fand eine schöne Stelle am Cahore South Beach und freute mich, heute nochmal das Zelt nutzen zu können. Ich schrieb noch ein bisschen Tagebuch und ließ meine Dublin-Erlebnisse revue passieren - ja doch, Dublin hat auf jeden Fall einen bleibenden Eindruck hinterlassen 😅👌🏼🤗Read more













































































































































































































































































































































































































































































TravelerLiebe Lisa, ab heute KEINE Albträume mehr…✌️😉😎