Safari die 2.
March 9, 2025 in Sri Lanka ⋅ ☀️ 23 °C
Pünktlich um 4.30Uhr wurden wir geholt. Damid war unser Fahrer. Wir sammelten auf dem Weg noch 3 Jungs aus England ein und fuhren dann zum Eingang des Yala Nationalparks, wobei wir hier schon eine Kostprobe bekamen, wie es nachher im Park sein würde. Damid raste durch die kleinen Sträßchen und überholte die anderen Autos. Aus allen Ecken kamen andere Safari-Jeeps geschossen, jeder wollte schneller sein und bereits die lange Straße bis vor zum Park wurde Rennerles über die Speedbumps gemacht. Wir waren noch zu früh, der Park öffnet ab 6 Uhr. Es hatte sich aber schon eine Schlange an Jeeps davor gebildet. Keine Ahnung ob Damid sich mit einem Kumpel abgesprochen hatte oder ob er einfach nach dem Motto 'Dreistigkeit siegt' es mal versuchte, auf jeden Fall fuhr er rechts an allen vorbei und drückte sich dann in ein paar Jeeps Entfernung vom Gate in eine kleine Lücke zwischen die wartenden Autos.
Als die Tore geöffnet wurden, gab's kein Halten mehr, die Jeeps rasten los und überholten sich immer wieder auf der von Schlaglöchern zerfurchten Staubstraße - die Leopardenjagd war eröffnet. Schon bei der ersten Safari in Sigiriya wurden wir ordentlich durchgerüttelt, aber das war nochmal ne Schippe drauf. Damid nahm eine andere Route wie die anderen Fahrer. Die war ursprünglich gesperrt gewesen, da es vor ein paar Tagen heftig geregnet und alles überschwemmt hatte, doch hier macht ja jede/r seine eigenen Regeln, deshalb gings an der Absperrung vorbei und teilweise durch knietiefes Wasser immer weiter. Bereits nach ein paar Minuten schrie Damid "Leopard, Leopard!!!" und raste los - und tatsächlich sahen wir wie ein Leopard federnd im Gebüsch verschwand (bzw. Lulu und ich sahen es wohl, Sara sah nur noch den Schwanz und die Jungs schliefen noch zu sehr, um auch nur irgendwas zu sehen). Damid war ganz außer sich vor Aufregung und fragte ständig 'Did you see it??' - er konnte nicht fassen, dass er diese Sekunde in seinem Verzeichnis als erfolgreich gesichteten Leopard verbuchen konnte. Als er sich wieder gesammelt hatte fuhren wir weiter. Wir sahen einen Elefant, getupfte Rehe und Antilopen, Krokodile, Adler, Papageien und viele kleinere und größere kunterbunte Vögel, dann noch Mangusten, Echsen und viele badende Büffel die aussahen als würden sie ihren Spa-Day richtig genießen.
Wir dachten an nix Böses als wir zu einer Stelle kamen, an der sich gefühlt alle Jeeps versammelt hatten. Erst dachten wir, es wären tatsächlich Leoparden gesichtet worden, doch alle verfolgten sie wie wild einen großen Elefanten. Damid erzählte uns dass das der gefährlichste Elefant hier im ganzen Reservat sei, der immer die Jeeps angriff und dem deshalb schon einer seiner Zähne abgebrochen war - jap davon hatten wir auf Instagram schon diverse Videos gesehen und da blieb es leider nicht nur beim Angriff auf die Jeeps, denn wenn der Elefant den Jeep umgeworfen hatte rannten da die Menschen die zuvor panisch aus dem Auto gesprungen waren herum und das passte dem Tier natürlich auch nicht unbedingt... Wir hatten das Gefühl, dass die Fahrer den Elefanten extra provozierten, in dem sie extrem nah ran- und dann wieder rückwärts vor ihm wegfuhren. Der arme Kerl war komplett umzingelt. Als er dann tatsächlich auf einen Jeep zuging und anfing den Innenraum abzusuchen wurde es uns zu doof. Wir sagten Damid, wie hätten genug gesehen und zum Glück ließ er es gut sein und drehte um. Es ging weiter über die Huggelpiste, wo wir noch das ein oder andere sahen, die Leoparden blieben aber leider versteckt. Auf dem Weg raus aus dem Park checkte Damid die Reifen und stellte fest, dass er sich eine fette Schraube reingefahren hatte. Er hielt unter einem Baum und in nullkommanix war der Reifen gewechselt.
Zurück an der Unterkunft packten wir schnell zusammen, machten den Check-out und weiter gings mit dem Tuktuk gen Süden 🤩 Auf der Fahrt gab's keine weiteren Komplikationen, wir hielten nur kurz, um nochmal die Reifen zu checken, Obst zu kaufen und für den Fahrerwechsel. Zu sehen gab's auf der Strecke nicht wirklich was, die Straßen waren gesäumt von Müll und es gab nur hier und da ein zerfallenes Haus. Dafür freuten sich weiterhin die Leute an uns und wir wurden wieder viel gegrüßt. In Tangalle angekommen bezogen wir direkt unsere nächste Unterkunft - Huiii das is mal n Häuschen 😍😁👌🏼
Da wir den ganzen Tag noch nichts richtiges in den Bauch bekommen hatten gingen wir aber direkt nochmal los und fuhren zu einem Restaurant das uns empfohlen worden war. Wir waren fix und fertig, aber der Blick aufs Meer entschädigte und wir freuten uns auf was leckeres zu Essen 🤩☀️🤗
Blöd nur, dass das Restaurant keine Kartenzahlung akzeptierte und wir kein Bargeld mehr hatten - der nächste ATM war 20min entfernt... Hauptsache Früchte auf dem Weg gekauft, keiner hatte ans Geld gedacht 😅🙄🤦🏼♀️
Egal, das musste bis nach dem Essen warten, wir verhungerten fast.
Da wir jetzt an der Küste waren trauten Sara und ich uns jetzt auch endlich mal an ein Fischgericht. Das Essen kam, alles sah so gut aus und schmeckte noch besser, dazu der Ausblick auf das Meer und die untergehende Sonne - wir waren happy :) Eigentlich wären wir ja am liebsten noch runter an den Strand, da es aber langsam schon dunkel wurde und wir ja das kleine Geldproblemchen noch zu lösen hatten, sollte das heute wohl nicht mehr sein... Hoffentlich dann morgen!!!
Sara und ich schnappten uns das Tuktuk und düsten in die nächste Stadt. Mit neuem Geld in der Tasche ging es zurück, wir zahlten und fuhren zur Unterkunft, wo uns unser kleines Haushundi freudig begrüßte 🥰🐕
Wir saßen noch ein Weilchen draußen, bevor uns die Müdigkeit den Stecker zog. Ab morgen wird endlich mal richtig abgeschaltet und relaxt 🤩🤗👍🏼Read more






















