Tag der Anreise
25. februar 2025, Tyskland ⋅ 🌧 7 °C
Neues Jahr, neue Abenteuer :) Dieses Mal ist es aber ein bisschen anders als sonst... Zum einen geht es schon im Februar los - normalerweise eine Zeit in der ich mich erstmal langsam aus dem Winterschlaf kämpfe oder wenn ich ganz verrückt drauf bin ans Skifahren denke.... uuund zum anderen geht es ins tropisch warme Sri Lanka, eine Ecke die ich eben genau wegen diesem Klima bislang eher gemieden habe. Als Sahnehäubchen bin ich dieses Mal auch nicht alleine unterwegs, sondern habe mit Sara und Lulu zwei Miturlauberinnen am Start, die sich genauso sehr freuen auf Alles was da so kommen mag.
Der Wecker klingelte um kurz nach 3 in der Nacht. Da ich die letzten zwei Wochen schon akribisch meine Sachen zusammengesucht und gepackt hatte, musste ich nur noch mich wach und bereit machen. Das regelte aber schnell die Aufregung - endlich ging es los🤩🤩🤩
Sara holte mich ab und zusammen dünsten wir nach Ötlingen, wo wir Lulu trafen und gemeinsam an den Bahnhof liefen. Es ging mit dem Zug nach Stuttgart und von da weiter nach Frankfurt. Das Einchecken und die Abwicklung mit unserem Gepäck ging schnell und reibungslos und schwuppsdiwupps saßen wir am Gate, fertig zum Abflug.
Nach knapp 7h Flug kamen wir in Doha an und waren alle schon ziemlich bedient. Zum Glück war der Zwischenstopp nicht lange und da der Flughafen in Doha so riesig ist, waren wir eigentlich nur damit beschäftigt an unser Gate zu kommen, bevor es dann auch schon wieder weiter ging. In Colombo gelandet schlug uns wie erwartet beim Verlassen des Fliegers direkt die schwülwarme Luft entgegen. Wir fanden unseren Fahrer am abgemachten Treffpunkt im Gewusel und fuhren zur Unterkunft. Trotz der Uhrzeit waren einige Tuktuks und einzelne Personen unterwegs und an jeder Straßenecke lagen Hundis die uns unbeeindruckt anschauten. Wir hielten noch an einem ATM und beim Anblick der Scheine die er uns ausspuckte erlitten wir einen kleinen Schock. Durch den hohen Umrechenkurs (1€=330LKR) lag da ein riesen Bündel Geldscheine vor uns im Automat, den wir etwas unbeholfen in unsere Taschen stopften 😅🙈
Kurze Zeit später waren wir in Ayana Beach Boutique angekommen und bezogen unser wunderschönes und angenehm klimatisiertes Zimmer. Wir waren endlich da 🤩🤩🤩
Ich konnte nicht anders und lief kurz nach vorne zum Strand - es war stockdunkel, aber einfach nur die Wellen zu hören war schon der absolute Hammer! Kurz noch die Zähne geputzt und dann ab ins Bett - die Uhr zeigte 4:45Uhr an👌🏼Læs mere
Der erste Tag
26. februar 2025, Sri Lanka ⋅ ☁️ 30 °C
Wir wurden vom Geräusch eines Traktors geweckt (wahrscheinlich war es nur ein Tuktuk, aber es hörte sich nach schwerem Gerät an😃). Ein Blick auf die Uhr sagte 7Uhr - ich war ganz kurz etwas empört über den Lärm am frühen Morgen, bis mir aufging dass mein Handy noch nicht auf die lokale Uhrzeit umgestellt hatte - joa es war dann eigentlich doch schon 12.30Uhr😅👌🏼
Die Sonne strahlte und ich sprang aus dem Bett, um gleich nach vorne zum Strand zu springen. Huuuiiiiiii das war vielleicht ein bisschen zu flott gewesen, als ich am Wasser stand drehte sich alles und die Sonne bruzzelte derart auf mich runter - wir hatten es uns ja schon ausgemalt mit der Hitze hier, aber das war auf jeden Fall ANDERS heiß! Egal, wir schauten uns ein bisschen um bevor es schnell zurück ins Kühle ging. Wir brauchten Wasser! Also zogen wir uns kurz um und gingen nach vorne. Unsere Gastgeber wünschten uns mit einem verschmitzten Lächeln einen guten Morgen, fragten uns nach unserer Nacht und wiesen uns den Weg zum nächsten kleinen Store wo wir mit Händen und Füßen ein paar Flaschen Wasser kauften.
Wieder zurück am Haus setzten wir uns oben unter den Pavillon und gingen die Route für die nächsten Tage miteinander durch - boah das wird einfach grandios!!!
Langsam bekamen wir ein Hüngerchen und bestellten das hausgemachte Curry mit Reis. Nach kurzer Zeit wurden mehrere Schüsseln mit Bohnen, Jackfruit, Kochbananen und noch anderen Köstlichkeiten aufgetischt, dazu noch ein frischer Wassermelonensaft, geht's noch besser???!? Alles war so lecker, nur die Schärfe (obwohl wir in weiser Voraussicht extra "mild" bestellt hatten) trieb mir leicht die Tränen in die Augen😅😅👌🏼 Na da schauen wir mal wie mein Körper das so verpackt 🙈🤷🏼♀️😅
Da der angekündigte Regen heute wohl doch ausblieb und sich ein herrlicher Sonnenuntergang ankündigte, gingen ich vor zum Strand. Unser Nachbar entdeckte mich direkt und wir plauderten und schauten den vielen Hunden zu, die es sich ebenfalls am Strand gemütlich gemacht hatten. Lulu und Sara kamen auch dazu und wir liefen noch ein Stück am Strand. Die Wellen spritzten, die Sonne strahlte und wir waren kollektiv verzückt von allem was wir da so sahen.
Das war ein echt toller erster Tag! Morgen vormittag geht es weiter Richtung Sigiriya ins Landesinnere, wo wir ein absolut fanciges Hostel gebucht haben und ein paar Ausflüge machen wollen. Mal sehen was uns erwartet, wir freuen uns schon sehr :)Læs mere
Roys Villa
27. februar 2025, Sri Lanka ⋅ ☁️ 32 °C
Es ist Tag 3 unserer Reise. Heute soll es weiter gehen nach Sigiriya. Wir machten uns fertig und bestellten Frühstück. Unser Gastgeber gab sich wieder besonders viel Mühe und zauberte uns köstliche Dinge, nur leider brauchte er dafür auch ein bisschen mehr Zeit - eine viertel Stunde bevor wir eigentlich abfahren wollten kam das Essen.. 😅🤷🏼♀️ Alles schmeckte sehr gut, aber die Portionen waren wieder kaum zu schaffen. Mit einer guten halben Stunde Verspätung ging es los, unser Fahrer wartete schon mit grummeligem Gesicht. Kaum auf der Hauptstraße angekommen waren wir auch schon mitten im Getümmel. Busse überholten Busse, wir überholten LKWs und Tuktuks, Tuktuks drehen einfach auf der Straße um, nebenher kommen noch aus allen Ecken Mopeds die auch noch ein bisschen mitmischen wollen, nicht zu vergessen die Fahrradfahren, Fußgänger und Hunde. Sara saß vorne und wusste garnicht vor was als erstes Angst haben. Ich war einfach nur fasziniert und da mich das geordnete Chaos an meinen eigenen Lebensstil erinnerte war mir das ganze Geschehen einfach nur sympathisch 😅👌🏼🤗
Es ging auf die Autobahn. Tuktuks und Motorräder müssen hier draußen bleiben und die kleineren Straßen nehmen. Die Beamten klärten gerade zwei Touris auf einem Roller auf. Na da hätten wir ja direkt mal richtig ins Klo gegriffen, wenn wir doch von Anfang an ein Tuktuk gemietet hätten. Aber nicht nur deshalb waren wir froh ein Taxi genommen zu haben. Die Busse hier sehen zwar verdammt cool und originell aus mit ihrem bunten Anstrich, den vielen Verzierungen und Lichterketten, gleichzeitig sehen sie aber auch aus, als wären sie aus einem anderen Jahrhundert und würden jeden Moment komplett auseinander fallen.
Nach zwei Stunden ging der erste Tropenschauer über uns nieder - naja dafür dass wir dachten dass wir von Tag eins nass werden würden hat das Wetter doch ganz gut gehalten 👍🏼🫠
Nach weiteren knappen zwei Stunden bog unser Fahrer in eine kleine Seitenstraße ein und nach ein paar engen Sträßchen und etlichen Schlaglöchern waren wir am Hostel angekommen.
Roshan empfing uns gut gelaunt, erklärte uns alles (nicht ohne uns ordentlich auf die Schippe zu nehmen 😅👌🏼) und brachte uns dann schließlich zu unserem Zimmer. Wir hatten ursprünglich den Dorm gebucht, da der aber schon voll war hatten wir kurzerhand ein Upgrade in ein eigenes Zimmer mit Bad bekommen - Mensch so ein Pech 🤩👍🏼🤷🏼♀️
Wir bestellten schnell ein paar Snacks an der Bar und zogen uns in die Chillout Area zurück. In zwei Stunden sollte es zur Sunset-Wanderung gehen, gut dass es in dem Moment anfing wie aus Eimern zu schütten. Joa schauen wir mal, ob wir nachher wandern oder zum Tempel schwimmen werden😅✌🏼
Es wurde weniger (zumindest für kurz), also machten wir uns auf und kamen dann 10 min später bei strömendem Regen an. Gut dass das ein Barfuß-Hike war, das hätten auch meine wasserdichten Schuhe nicht gepackt. Man hörte schon den Gesang vom Tempel (kein echter Gesang, eher eine wummernde Dauerschallplatte). Wir wurden angehalten ohne zu sprechen hinaufzulaufen und nach ein paar Abzweigungen und etlichen Treppenstufen waren wir oben angekommen. Der Ausblick war durch den Regen etwas getrübt, trotzdem war es cool über den Dschungel und die Seen schauen zu können.
Wieder zurück am Hostel war schon fast Essenszeit. Roshan nahm sich die Zeit und ging mit uns den Plan für unsere nächsten Tage durch. Er gab uns Tipps, welche Stationen Sinn machten und organisierte im Kopf schon jeden Schritt 😃👍🏼
Es war Burger-Tag und es wurde ordentlich aufgetischt. Ein Eis zum Nachtisch rundete das Ganze ab. Anschließend wurde eine kleine Rede gehalten, in der wir willkommen geheißen und die Aktivitäten des nächsten Tages durchgegangen wurden. Wir trugen uns entsprechend in die Listen ein und gingen aufs Zimmer. Morgen früh soll es um 4.30Uhr zum Sunrise-Hike auf den Pidurangala-Rock gehen, höchste Zeit also eine Mütze Schlaf zu bekommen.Læs mere
Pidurangala-Rock, Dambulla, Lion's Rock
28. februar 2025, Sri Lanka ⋅ 🌧 27 °C
Das mit der Mütze Schlaf wurde nicht so richtig was - erst wurde draußen ordentlich gefeiert und dann ging ein Schauer nach dem anderen über uns nieder. Als eine Kokosnuss mit einem ordentlichen Wumms aufs Dach fiel hatte ich genug und kruschtelte meine Oropax aus der Tasche. Wie mir später berichtet wurde fing wenig später ein streunender Hund auf unserer Veranda an Krawall zu machen und mit unseren Schuhen zu spielen. Sara konnte gerade rechtzeitig noch alles retten, bevor sie in Fetzen hingen. Davon hatte ich dank Oropax dann nix mehr mitbekommen, aaaaber wie gesagt es war einiges los die Nacht. Entsprechend frisch schauten wir drein, als um 4 Uhr der Wecker klingelte. Draußen regnete es in Strömen. Wir waren uns fast sicher, dass die Wanderung nicht stattfinden würde bei dem Wetter, trotzdem machten wir uns fertig und gingen vor zum Treffpunkt. Die Wanderung wurde auf ein paar Stunden später verschoben, wer noch länger blieb sollte morgen nochmal eine Chance bekommen. Also ab zurück ins Bett.
Um 11 Uhr war der Ausflug zu den Cave-Tempeln von Dambulla geplant. Wir schafften es gerade noch so rechtzeitig zum Frühstück bevor es losging, die Nacht hatte uns echt zugesetzt. Eine halbe Stunde später waren wir am Eingang des Tempels. Wir kauften die Tickets und dann ging es erstmal einige Treppen hoch. Oben angekommen mussten wir die Schuhe abgeben, um barfuß die heiligen Stätten betreten zu können. Der Tempel war unter und in den Fels gebaut worden, außen ganz in weiß uns in den Höhlen ganz farbenfroh und bunt mit Naturfarben bemalt. Es war beeindruckend wie dort eine Buddhastatue neben der nächsten saß. Mir hatten es aber vor allem die Decken angetan - jeder Centimeter war bemalt, es reihte sich ein Symbol ans nächste, das sah echt fantastisch aus!
Als wir uns alles angesehen hatten machten wir uns auf den Weg nach unten, gingen noch am Museum vorbei und wurden dann von unserem Fahrer wieder eingesammelt. Er brachte uns zu einem Platz mit lokalem Essen und wir testeten uns ein bisschen durch.
Wieder zurück am Hostel entschieden wir uns einen kleinen Nap zu machen bevor es abends dann zum Sunset-Hike auf den Lion's Rock gehen sollte. Ursprünglich war hier 16.30 Uhr als Abfahrt festgelegt worden. Als ich um 16.20 Uhr vorne nachfragte schaute man mich aber nur verdutzt an und meinte "Ja Abfahrt war um 4...Wir können aber noch gehen...". Ahhh was war denn aus der 'Sri Lanken-Time' geworden? Normalerweise ging es hier doch eher ein paar Minuten später los als früher!?!?! Naja gut, also schnell zurück und die anderen geweckt. Wenige Minuten später waren wir vorne und pferchten uns in den Truck. Ein deutsches Pärchen, das es genauso wie wir verstanden hatte kam auch noch mit und so waren wir eine süße Gruppe von 5 Leuten. Vor Ort wurde uns noch ein Guide organisiert und schon ging es los. Rock war gut gelaunt, da wir aber etwas später losgegangen waren und er uns noch die Wandmalereien zeigen wollten bevor dieser Abschnitt der Wanderung geschlossen wurde, hatte er ein ganzschönes Tempo drauf 😅🙈 Es ging die ersten 500 von insgesamt 1200 Stufen hinauf, immer mit kurzen Zwischenstopps und Erklärungen zu dem was wir da so sahen. Der Ausblick von oben war hier schon beeindruckend. Die Wandmalereien handelten von den 500 Frauen, die der König um sich schaarte und die wohl den ganzen Tag in den unteren Pools plantschten zur Freude des Königs - die Schönsten von ihnen wurden hier oben am Fels verewigt, vollbusig und behangen mit edlem Schmuck. Früher waren die Mönche diesen Abschnitt an Bambusleitern hochgeklettert (das kann man sich echt kaum vorstellen, der Fels ist so glatt und steil🤯), wir konnten glücklicherweise die Wendeltreppe nehmen. Dann ging es weiter zum Eingang des Lion Rocks. Durch einen nachempfundenen Löwenschlund liefen wir die letzten Abschnitte über Metallstufen nach oben - Rock in seinen pinken Crocs vorne weg, wir hinterher. Oben angekommen wurden wir durch die Ruinen des Königs geführt und da wir durch die Wolken und den Regen trotzdem auch ein bisschen Aussicht hatten, genossen wir den Blick und schossen ein paar Fotos.
Danach ging es flott nach unten und rechtzeitig zur Dunkelheit und bevor das nächste Gewitter über uns einbrach waren wir wieder unten angekommen.
Zurück am Hostel gab's eine Blitzdusche und Abendessen. Es war Karaokenacht und da wir ziemlich groggy vom Tag und wenig erpicht darauf waren zu einem schiefen Ständchen verdonnert zu werden, zogen wir uns ins Zimmer zurück und spielten noch eine Runde Karten bevor wir schlafen gingen.
Morgen können wir ausschlafen und mittags geht's zur Safari, hoffen wir auf eine gute Nacht :)Læs mere
Elefanten-Safari & Quiznacht
1. marts 2025, Sri Lanka ⋅ ☁️ 24 °C
Es tat sooooo gut auszuschlafen! Wir standen ganz gemütlich auf und frühstückten in Ruhe. Um 12.30Uhr gings dann los zur Elefanten-Safari. Dabei wurden wir derart durchgeschüttelt, dass ich froh war noch einigermaßen frische Bandscheiben zu besitzen. Das Wetter schien zu halten, das war Highlight Nummer 2 des Tages. Kurze Zeit später entdeckten wir schon die ersten Elefanten - durch das viele Grün drumrum sahen wir aber eher die Rücken als wirklich das ganze Tier... Dazu kam noch, dass unser Fahrer leider wenig motiviert war. Er ließ alle anderen Jeeps vor oder fuhr nur halblebig hinterher. Dementsprechend wenig sahen wir am Anfang. Zum Schluss bekamen wir aber dann doch noch ein paar Mal die Chance den grauen Riesen schön beim Mampfen zuschauen zu können. Noch kurz kollektiv zum Abschluss zum Ausguck hochgelatscht und ein bisschen die Aussicht genossen, dann hoppelten wir wieder zurück zum Hostel. Auf dem Weg zurück sahen wir neben der Straße auch noch ein paar Elefanten, das ist hier ja anscheinend garnicht so selten dass die einfach gemütlich über die Straße schlendern... 🥰🤷🏼♀️😃Im Hostel gab's dann lecker Abendessen (Eierfladen mit 8 verschiedenen Currys🤤🤤🤤) und anschließend wurde die Quiznacht gestartet. Roshan's Neffe leitete das ganze und dem kleinen Mann zuzuschauen war einfach schon eine Show😅👌🏼Nach dem Quiz gings flott ins Zimmer, morgen früh wollen wir es nochmal mit dem Sunrise-Hike versuchen, das Wetter soll top werden, also Daumen drücken 🤞🏼🤞🏼🤞🏼Læs mere
Pidurangala-Rock & der Bus nach Kandy
2. marts 2025, Sri Lanka ⋅ ☁️ 24 °C
Es ist Tag 6 unserer Reise und wir haben schon viel gesehen und erlebt. Auch heute wird ein Highlight folgen, da war ich mir schon gestern Abend sicher. Dass es neben dem Aufstieg auf den Pidurangala-Rock auch noch die Busfahrt zu unserer nächsten Station sein würde, damit hatte ich allerdings nicht gerechnet...
Aber eins nach dem anderen:
Erstmal erlebten wir ein Déja-vu, denn um 4 Uhr klingelte der Wecker. Diesmal waren es keine Feierwütigen, der Regen oder Hunde, die uns den Schlaf geraubt hatten. Nein, es waren unsere neuen direkten Nachbarn, die bis um 1 in der Nacht ihre Sachen packten, Türen knallten und zusammen sangen... Hostels sind dann wohl doch nicht so unser Ding 🤷🏼♀️🤦🏼♀️ Aaaaaalso wir wieder verdruckt aufgestanden und nach vorne in den Gemeinschaftsbereich geschleppt - wenigstens sollte es trocken bleiben (seit Tagen der erste Tag mit Sonne🤩), deshalb waren wir trotz des wenigen Schlafs voller freudiger Erwartung.
Nach kurzer Fahrt im stickigen Jeep waren wir am Eingang angekommen und schon liefen wir los, ein paar Treppen an einer kleinen Gedänkstätte vorbei. Danach ging es dann zwar weiterhin über Stufen, nur waren die sehr unterschiedlich hoch, durch den vielen Regen die letzten Tage rutschig und in der Dunkelheit schlecht zu sehen. Das Herausfordernste für mich war es aber einfach, um kurz nach 5 in der Nacht von 0 auf 100 sonen Berg hochzustiefeln. Es brauchte nur wenige Minuten und alle waren am schnaufen und keuchen. Die Stufen waren anstrengend, doch danach gings erst richtig ans Eingemachte - über Stock und Fels ging es immer weiter nach oben. Zwischenzeitlich musste man sich an einem Seil am Felsen hochziehen und am Ende nochmal ordentlich durch einen Engpass klettern bis wir schlussendlich oben waren auf dem heiligen Pidurangala-Rock. Es wehte ein angenehmer Wind. Wir liefen ein ganzes Stück auf dem Felsen nach hinten, um einen schönen Blick auf die aufgehende Sonne zu haben. Hier blieben wir eine Weile, bis der ganze Dschungel um uns rum in einem diesigen Licht erschien. Auf der anderen Seite wurde nun mehr und mehr auch der Lion's Rock sichtbar, auf den wir vorgestern Abend gestiegen waren. Dieses berühmte Bild vom Felsen der im Unesco-Welkulturerbe steht, selber sehen zu können, war schon ein richtig cooles Gefühl. Unten erwachte der Dschungel immer mehr zum Leben, man hörte die vielen Vögel und auch die Pfauen, die hier so reichlich vertreten sind, ließen wieder ihre typischen Miau-Rufe ertönen. Wir sahen zu bis der Lion's Rock vollständig im Licht lag und machten (wie alle anderen die so früh den Aufstieg gewagt hatten) Bilder von der Landschaft und von uns und dem Felsen. Vor dem Abstieg gab's dann noch ein Gruppenfoto mit der ganzen Hostel-Gruppe und jeder durfte mal die Flagge von Sri Lanka halten. Der Abstieg war fast noch beschwerlicher wie der Aufstieg. Zum einen wollten auf einen Schlag ALLE wieder runter, zum anderen kamen gleichzeitig auch immernoch Leute von unten hoch. Dass manche dann auch noch mit Flip-flops und Sandalen unterwegs waren auf den rutschigen Felsen, machte die Sache nicht unbedingt besser... Letztendlich schaffte es unsere Gruppe bis auf ein paar blaue Flecken unversehrt wieder nach unten 👌🏼
Zurück am Hostel kam die Müdigkeit. Wir gingen erstmal aufs Zimmer und machten einen Nap. Anschließend packten wir unsere Sachen zusammen und gaben das Zimmer frei. Wir bestellten Frühstück und planten die nächsten Schritte unserer Reise weiter. Noch schnell der Check-out und dann mussten wir nurnoch warten bis der Drop-off zum Bus nach Kandy startete. Bis dahin waren noch fast 2h Zeit und die zooooogen sich wie Kaugummi. Um wirklich was zu machen fehlte uns die Energie, um zu schlafen der Platz (alle Liegeplätze in der Chillout-Zone waren belegt).
Endlich war es 13 Uhr und wir wurden mit dem Jeep an die Bushaltestelle gekarrt. Kurze Zeit später kam auch schon der richtige Bus. Schon von Weitem wurde wild gehupt - eine Mischung aus "Hee, wollt ihr mit?" und "Macht hinne Leut, wir haben nicht ewig Zeit!". Der Bus stand noch nicht mal richtig, da sprang auch schon ein Mann aus der offenen Türe. Er rannte nach hinten, öffnete eine Luke und fing an uns unsere Rucksäcke abzunehmen und in das Loch zu bugsieren. Wir waren froh, dass alles reinpasste und schlüpfen schnell in den Bus. Die meisten Sitzplätze waren schon besetzt, wir fanden aber noch einzelne freie und waren froh, dass es geklappt hatte. Als wir gezahlt und uns gerade angefangen hatten an die Situation zu gewöhnen stieg ein junger Mann ein. Um den Hals hing ihm ein großer Lautsprecher und ein Mikrofon hatte er auch parat. Die Aufschrift auf seinem T-Shirt "Never Give Up" ließ großes Vermuten. Die Musik im Bus stoppte und aus unserer dunklen Vermutung wurde Gewissheit - er würde singen! Mit einem kurzen Knacken wurde die Box angeschmissen, orientalische Beats erfüllten den Bus und er bereitete sich sichtlich nervös auf seinen Auftritt vor. Die ersten zaghaften Töne fanden den Weg durchs Mikrofon und wir wussten nicht ob uns unangenehmer war was da geboten wurde oder wie die Mitfahrenden den armen Kerl anstarrten.
Der Bus hielt gefühlt an jeder Ecke und es stiegen jedes Mal deutlich mehr Leute ein als aus. Alle quetschten sich an unserem Nachwuchs-Superstar vorbei, der ließ sich davon aber keinesfalls beirren und sang ohne Emotionen zu zeigen weiter. Nach ein paar Stationen hatte er seinen Auftritt beendet. Er wurde von den Fahrgästen mit kleinem Geld für seine Darbietung entlohnt, sein Abgang wurde weiterhin durch drönende Musik aus seinem Lautsprecher begleitet.
Der Gang war nun gespickt mit Menschen. Da die Sitze in diesen Bussen eher für sehr zarte Menschen (die sind hier alle so winzig!) gemacht sind, hing meine rechte Poseite etwas über. Bei der turbulenten Fahrweise und den kurvigen Straßen hatte ich also ständig damit zu kämpfen, nicht in den Gang und damit gegen die Menschen die sich da dicht an dicht drängten zu kippen. Gleichzeitig wollten ständig Leute von vorne nach hinten oder von hinten nach vorne, dazwischen der Geldeintreiber, der sich noch zusätzlich durch die Reihen quetschte - kurz gesagt ich hatte ständig einen Hintern oder Taschen im Gesicht, von hinten gab's den ein oder anderen Ellenbogen am Kopf und ich lag mehr oder weniger ständig auf Lulu, die es am Fenster wenigstens etwas entspannter hatte. Im Vergleich zu Sara hatte ich aber zumindest keine Genitalien auf der Schulter und es hatte auch niemand versucht sich auf meinen Schoß zu setzen, also wer will sich denn hier eigentlich beschweren..!? 😅🤷🏼♀️
Die Musik im Bus variirte nun von traditionellen Remixes zu allgemein Bekanntem, stoppte jedoch alle paar Minuten, weil der Fahrer telefonierte. Dann, wie sollte es anders sein, fing es zu regnen an und die Fenster wurden teilweise geschlossen, sodass die Luft noch dünner wurde um uns rum. Was soll ich sagen, es war ein Träumchen der Extraklasse😅👌🏼
Völlig fertig kamen wir in Kandy an und waren einfach nur froh, dass es auch unsere Rucksäcke in dem ganzen Chaos bis hier hin geschafft hatten. Unsere kleine Reisegruppe zerstreute sich in die verschiedenen Richtungen. Unser Empfang funktionierte nicht so richtig und da wir einfach nur ankommen wollten nahmen wir das Angebot eines Tuktuk-Fahrers an, uns zum Hotel zu fahren. Auf der 3minütigen Fahrt zauberte er uns trotz der vergangenen Strapazen ein Lächeln ins Gesicht und ob es nun an unserer Müdigkeit lag oder nicht, noch auf der Hälfte der Fahrt hatte er uns für den nächsten Tag eine Kandy-City-Tour mit seiner Wenigkeit als Tourguide aufgeschwätzt😅😅🙈 Naja für heute war uns alles egal, wir werden sehen was das morgen gibt. Wir checkten ein und liefen für ein schnelles Essen noch in die Stadt, mehr war nicht mehr drin. Gute Nacht!Læs mere
Kandy-City-Tour
3. marts 2025, Sri Lanka ⋅ ☁️ 27 °C
Wir waren auf 7.30 Uhr mit Roshan (der Name Roshan scheint hier sowas wie Spyros für die Griechen auf Korfu zu sein - jeder zweite hier heißt so... Da wir aber gute Erfahrungen mit Roshan Nr. 1 gemacht hatten, war das für uns absolut in Ordnung 😅🤷🏼♀️) zur angekündigten Kandy-City-Tour verabredet. Die Nacht war ok gewesen, zwar war das Hotel direkt neben den Zugschienen und wenn der vorbei fuhr klang das eher wie eine Helikopterlandung als ein Zug, aber mit Oropax gings ganz gut und wir waren früh schlafen gegangen und dadurch recht fit 😃👍🏼
Roshan stand schon bereit mit seinem Tuktuk, wir sprangen rein und schon ging es los. Es hing Nebel in den Hügeln und es war noch angenehm kühl, dementsprechend voll waren die Straßen. Wir schlängelten uns zwischendurch und waren schnell am ersten Haltestopp angekommen - es gab local breakfast. Dann ging es weiter zum Ambuluwawa-Tower, ein 48m hoher Turm, den man über Steinstufen bis hoch zur Spitze erklimmen kann. Schon von Weitem sah Roshan den Berg hinauf und meinte, es könne schwierig werden mit dem Tuktuk da hoch und eventuell müsse eine aussteigen und laufen, wenn es das kleine Gefährt mit unserem Gewicht nicht schaffen sollte😂😂 Na das kann ja was werden🙈
Und tatsächlich, nach den ersten Kurven ächste das Tuktuk schon beunruhigend unter uns. Das war aber noch lange nicht das Ende. Immer steiler ging es hoch. Roshan fuhr entschlossen weiter, er hatte den 1. von 3 Gängen eingelegt, das Tuktuk schrie, dass wir Angst hatten gleich könnte was explodieren. Als er dann auch noch anfing auf der sowieso schon engen Straße zickzack zu fahren um der Steigung auszuweichen dachte ich, ok das wars jetzt aber wirklich.... aaaaber nein, wir schafften es tatsächlich bis ganz nach oben und niemand musste laufen 😅👌🏼🙈 Das Alles war natürlich schon wieder aufregend gewesen, der spannendste Teil stand uns aber ja noch bevor - der Turm. Es ging die ersten Stockwerke nach oben. Im dritten Stock gab es die erste Aussichtsplattform. Wir verschnauften kurz und schauten uns um. Hmm, das war halt von hier schon verdammt hoch und jetzt sollten ja noch etliche Stochwerke folgen 😬🫣Also gut, weiter geht's. Bis Stockwerk 9 konnte man im Inneren des Turmes aufsteigen, ab da ging es nurnoch außen weiter da es innen zu schmal wurde. Sara kapitullierte und Lulu und ich versuchten noch ein Stück. Ich denke bei mir war es so ca. Stockwerk Nr. 12 als der Weg so schmal wurde, dass ich mit dem Rucksack nicht mehr richtig durchpasste. Ich hätte seitlich gehen und den Rucksack über das Geländer hängen müssen, um weiterzukommen - das war mir dann doch zu doll... 🤯🫣🙈
Ich suchte die nächste Nische und ließ Lulu vorbei. Sie schaffte es tatsächlich bis ganz nach oben, das war schon eine wilde Nummer 😅👌🏼
Wieder heile unten angekommen machte Roshan noch ein kleines Fotoshooting mit uns, bevor wir zurück Richtung Kandy fuhren. Auf dem Weg wurden einige Zwischenstopps eingebaut:
Nr. 1 war eine Teefabrik. Wir wurden über die verschiedenen Sorten aufgeklärt und durften die Fabrik und die Maschinen anschauen. Das Interessante hier ist, dass schwarzer und auch grüner Tee aus ein und derselben Pflanze hergestellt werden, nur die Zubereitung ist eine andere. Beim schwarzen Tee werden die Blätter gehackt, anschließend zur Oxidation ausgelegt und dann durch Hitze getrocknet. Beim grünen Tee lässt man die Blätter ganz. Sie werden mit Dampf erhitzt/gedämpft und anschließend getrocknet. Der edelste Tee aus dieser Rubrik ist aber der weiße und der goldene Tee. Sie werden nur aus den Babyblättern die sich noch garnicht entfaltet haben gewonnen und ist dadurch noch reicher an Antioxidantien und all den anderen tollen Sachen. Diesen Tee verwenden die Sri Lanker mehr wie einen Energy-Shot oder Medizin und da er so besonders und selten ist, wird er nicht international verkauft (toll, das gute Zeug behalten sie also für sich 🤷🏼♀️). Wir wurden aus der Fabrik und nach oben in den Verkaufsraum geführt und durfen nun alle Sorten die uns zuvor vorgestellt wurden probieren. Der Royal Tea (ein mittelstarker Schwarztee) und der White Tea schmeckte uns allen am besten. Da man den White Tea nur sehr teuer online erhält, wollten wir davon etwas mitnehmen. Fast hätten wir uns verrechnet und ein kleines Vermögen für 100g ausgegeben, nach kurzer Überlegung wurden es dann für jede die 50g - mit knapp 30€ immernoch ziemlich ordentlich... 🙈
Nr. 2 war eine Holzwerkstatt. Das kleine Familienunternehmen stellte Holzornamente, Figuren und die traditionellen bunt bemalten Holzmasken her. Die nette Dame zeigte uns, wie sie aus sogenanntem Regenbogenholz verschiedene Farben für die Bemalungen herstellen können und erzählte uns etwas über die Lasierung einiger Holzkästchen (die wird nämlich aus Insekten-Kot gewonnen, das fand sie ziemlich witzig 😃👍🏼). Viele der geschnitzten Elemente waren aus Ebenholz (das seltene Holz muss von der Regierung abgekauft werden, um es verarbeiten zu dürfen), anderes aus Mahagoni (das sei hier das 'normale' Holz) und wieder anderes aus Palmenholz (das war extrem leicht und wunderschön durch seine getupfte und gestreifte Maserung). Alles war so schön und wir konnten natürlich auch hier nicht ohne ein Souvenir gehen... 😅🙈
Nr. 3 war eine Herbal Tour. Roshan fuhr uns zu einer kleinen Plantage, wo alles mögliche wuchs. Ein Guide führte uns durch den Garten und zeigte und erzählte uns alles in einem Affenzahn, dass ich kaum folgen konnte. Das war alles so interessant und faszinierend, wenn man sich mit diesen natürlichen Stoffen auskennt ist das schon ne richtig coole Sache!
Wir wurden in eine Art Vorführraum gebracht und ehe wir auch nur gucken konnten wurden schon die verschiedenen Tinkturen und Cremes an uns getestet. Lulu und ich bekamen eine kleine Gesichtsmassage, dann gab's für Lulu noch Öl ins Haar und für mich Schmerzöl auf die Knie (beides natürlich wieder verbunden mit einer etwas emotionslosen Massage der besagten Stellen) 😃. Am liebsten hätten sie alles an uns demonstriert, aber wir konnten sie dann doch stoppen und wurden als letzten Schritt in den Verkaufsraum geführt. Wir fühlten uns echt wie die letzten Idioten und konnten nicht fassen dass wir dieser kapitalistischen Masche sehenden Auges in die Falle gingen, aber man will ja immer glauben, dass es stimmt was einem erzählt wird (weil WENN das stimmt, dann wär das einfach der absolute Knaller!!!) und wir wollten auch später nicht bereuen, geknausert zu haben, wo es sich gelohnt hätte den Schwaben mal beiseite zu schieben 🤷🏼♀️
Für uns alle 3 gab's die Enthaarungscreme - eine Creme die eigentlich die Mönche benutzen, um ihre Köpfe lange haarfrei zu halten, nach 3maliger Anwendung sollen die Haare bis zu 10 Jahren weg bleiben - ja gibt's denn soooooowas, warum weiß davon niemand was???? HER DAMIT!!!! Lulu kaufte außerdem noch eine Gesichtscreme und ein Migräneöl, na hoffen wir mal dass das Zeug wirklich was taugt! 🫣😃🙈
Unsere kleine Shoppingeskalation war zu Ende, nun standen noch die Religion und Kultur auf der Liste. Für den Punkt Religion ging es zu einem großen Tempel. Roshan kaufte ein paar Blumen und Räucherstäbchen und zeigte uns wie man das hier machte. Er erzählte uns die Geschichte von Buddha, wie er erst Schlechtes tat und dann durch seine Frau wachgerüttelt wurde und sich nach 15 Jahren der Meditation im Wald um 180°drehte. Er erklärte uns alles mit einer solchen Leidenschaft, dass man merkte wie sehr er die Lebensart des Buddhismus liebt und lebt. Am Ende fasste Roshan den Buddhismus in 4 Worten (eher Glaubenssätzen) zusammen. Diese 4 Worte sagt jeder Buddhist 2x am Tag zu bestimmten Uhrzeiten vor sich auf, um sich daran zu erinnern und Buddha zu danken.
1. 'Respektiere und wertschätze die Frauen' (= sie sind der Ursprung allen Lebens)
2. 'Wer von anderen nimmt, kann nicht schlafen' (=stehle nicht, tue nichts Unrechtes, sonst musst du immer damit rechnen, dass der Bestohlene vor deinem Haus steht und es wieder haben will)
3. 'Tue keinem anderen Lebewesen etwas an' (Beispiel: die kleinen Ameisen und wir großen Menschen)
4. 'Behalte deinen Glauben bei dir' (= er sollte nicht mit dem Mund verbreitet werden, du sollst ihn immer im Herzen tragen und danach leben)
Roshan erzählte noch so viel mehr drumrum, aber das waren so die Kernaussagen.
Bei seinen schönen Worten wurde ich fast ein bisschen emotional. Diese Idee der Lebensweise ist so schön und würden mehr Menschen danach leben, könnten wir eine so schöne und friedliche Welt haben...!
Als letzter Programmpunkt stand die Kultur auf dem Plan. Roshan brachte uns zu einer traditionellen Tanzshow. Wir mussten echt lachen, denn wir wurden einfach überall wo wir mit ihm auftauchten wie VIPs behandelt (tja Beziehungen muss man haben😎). So auch hier - wir wurden direkt an den anderen Leuten vorbei und in die erste Reihe verfrachtet. Die Tänze und die Outfits waren beeindruckend. Alles wurde begleitet von rhythmischem Getrommel. Es gab zb. einen Tanz der Teepflückerinnen, dann noch einen Pfauentanz und noch viele mehr. Für den letzten Part wurden wir ein Stockwerk tiefer gebeten - die Feuershow🤯🫣🙈 Die Jungs heizten sich nochmal richtig ein mit wildem Getrommel, Gesang und Pfiffen. Dann wurden mit Feuerstäben die Arme entlang gestrichen, mit Pulver Feuerbälle durch die Luft geschleudert und zum krönenden Abschluss über brennende Kohlen gegangen. Wir standen ca. mit einem Meter Abstand daneben... AIAIAIIII Die waren echt nicht mehr ganz sauber!!! 🙈
Roshan hatte echt nicht zu viel versprochen. Er hatte uns einen ganzen Tag Kandy-City-Tour angekündigt und definitiv auch geliefert! Wir waren fix und fertig, es wird sicher ein paar Tage brauchen diese ganzen Eindrücke zu verarbeiten... Was für ein genialer Tag!Læs mere
Tschüss Kandy - Hallo Ella
4. marts 2025, Sri Lanka ⋅ ⛅ 27 °C
Unsere Abreise aus Kandy stand bevor. Der Tag gestern war uns noch in schöner und bunter Erinnerung. Roshan hatte uns einen Fahrer nach Ella vermittelt - 5h nochmal mit dem Bus wollten wir uns dann doch nicht geben, die eine Buserfahrung reicht uns dann vielleicht auch für diesen Urlaub 😅🤷🏼♀️👍🏼
Das kleine rote Auto fuhr vor und ein netter Mann stieg aus und nahm uns direkt unsere Sachen ab. Während wir aus der Stadt fuhren gab er uns zu den verschiedenen Ecken noch ein paar Infos und es fühlte sich ein bisschen wie eine zweite Sightseeing-Tour an. Nachdem wir aus der Stadt waren schlängelte sich die Straße eng durch die Berge. Das sollte für den Rest der Fahrt auch so bleiben und wir waren doppelt froh, uns für den Fahrer und gegen den Bus entschieden zu haben!
Nach 1,5h machten wir eine kleine Rast an einem Aussichtspunkt. Anschließend ging es weiter, immer schlängelnd an den Teeplantagen vorbei. Früher baute hier jeder der ein bisschen Land besaß Tee an. Als die Briten die Herrschaft übernahmen kauften sie das ganze Land auf, rodeten fast alle Bäume und verkauften das Land an ein paar reiche Leute, die dann ihre großen Teeplantagen draufsetzten. Aktuell gibt es wohl 4 große Kompanien, die das Monopol haben, die kleinen Leute müssen sich mit Gemüse- und Blumenanbau begnügen...
Die Aussicht war herrlich, die grün bewachsenen Hügel, die Teeplantagen auf denen man immer mal bunte Punkte zwischen den Reihen sah (die Teepflückerinnen mit ihrer farbenfrohen Gewändern), gewaschene Kleidung, die zum trocknen über die Hecken oder auf die Dächer gelegt worden war und immer zwischendurch kleine Dörfer durch die man fuhr. Wir machten noch einen kurzen Halt, an einer Stelle, von der man aus der Ferne einen großen Wasserfall sehen konnte. Als wir ein Stück vor liefen, kam uns ein kleiner Welpe entgegengesprungen und wir waren ganz im Glück. Unser Fahrer hatte Pomelo für uns gekauft und machte ein Zeichen, dass wir weiterfahren sollten. In dem Moment kam ein kleines Mädchen gerannt, schnappte sich den Hund und stolperte mit ihm davon. Ihre zu große Hose rutschte übers Ärschle und sie hatte schwer damit zu kämpfen den Hund hoch genug über dem Boden zu halten und gleichzeitig die Hose wieder hochzuziehen. Trotzdem hatte sie ein breites Grinsen auf dem Gesicht und freute sich wohl ihr kleines Haustier vor uns gerettet zu haben 🤗😅
Kurz vor Ella fuhren wir durch eine etwas größere Stadt. Die Schule war gerade zu Ende und die Straßen und Gehwege waren über und über voll mit Schulkindern. Alle in weiß, von den Klassen nur zu unterscheiden an den verschiedenen Schuhen und Krawatten. Ein paar Minuten später fuhren wir durch einen Steinbogen mit der Aufschrift 'Welcome to Ella' - wir waren also da. Auch wenn man uns vorher schon gesagt hatte, dass Ella ein Touri-Hotspot sei, so doll hatte ich es trotzdem nicht erwartet. Hier lief so gut wie niemand ohne Rucksack rum. Unsere Unterkunft war nur ein kleines Stück von der Hauptstraße entfernt. Das letzte Stück war schlecht betoniert und es ging verdammt steil hoch. Wir merkten schnell, dass unser Fahrer Angst um sein schönes neues Auto bekam und boten an, das letzte Stück zu laufen. Das Angebot nahm er sichtlich erleichtert an 😃
An der Unterkunft angekommen, wurden wir lautstark von den zwei hauseigenen Dackeln in Empfang genommen. Wir bezogen unser Zimmer und gingen nochmal los zur Hauptstraße, um uns noch ein bisschen umzusehen. Es reihte sich ein Shop an den anderen und alles war voll mit Restaurants, Bars und Hotels. Wir shoppten ein bisschen und suchten uns ein Restaurant aus, in dem wir von der Dachterrasse das bunte Treiben unter uns beobachten konnten. Da es hier in den Bergen tatsächlich ein bisschen frischer ist, liefen wir zeitig wieder zurück zur Unterkunft und ließen dort noch gemütlich den Tag ausklingen.Læs mere
Krankenhaus & Wanderung um Ella
5. marts 2025, Sri Lanka ⋅ ☀️ 27 °C
Der Tag startete entspannt. Wir wollten später eine Wanderung machen, da die nicht allzu lang dauern sollte hatten wir aber keine Eile. Wir setzten uns erstmal gemütlich auf die Veranda - naja gemütlich war relativ, direkt neben unserem Zimmer wurde gebaut und dementsprechend ging schon von morgens an die Motorsäge. Im Moment hacken sie auf Steinen rum. Plötzlich flog etwas zu uns rüber und traf Sara am Knie. Ich realisierte erst als ich das Blut sah, dass das ein Steinsplitter gewesen war, der Sara einen tiefen Cut in die Haut geschnitten hatte. Na Weltklasse, das musste auch ausgerechnet passieren, wenn wir hier sitzen... Nicht vorzustellen was gewesen wäre wenn uns so ein Ding am Kopf getroffen hätte!! 🤯🤦🏼♀️🤦🏼♀️ Die Wunde sah zwar nicht so schlimm, aber doch ziemlich tief aus. Wir beschlossen lieber einen Arzt dazu zu fragen. Ein Mitarbeiter fuhr uns zum Krankenhaus - naja das war halt ein Raum mit ein paar Liegen drin, wir waren froh, dass es nur eine solche Wunde und nix Größeres war. Sara wurde zum Arzt gebracht, die Wunde wurde gereinigt und geklebt. Dann gings zurück zur Unterkunft. Puhh den Start in den Tag hatten wir uns anders vorgestellt!
Wir sammelten uns und beschlossen heute eine leichtere Runde um Ella herum und ohne große Steigung zu gehen. Vorher gab's aber noch unten an der Ecke Frühstück.
Zuerst liefen wir zu einem Ausguck, von dem man den Ella Rock sah. Danach gings einmal um Ella drumrum. Dabei kamen wir zu allererst an der berühmten 9Arch-Bridge vorbei. Schon verrückt was Menschen früher schon gebaut haben, ohne große Geräte!
Wir wollten schon weitergehen, da meinte ein Tuktuk-Fahrer 'the train is coming' - ja Mensch praktisch, dann schauen wir uns das doch gleich mal an👌🏼😃 Der Zug kündigte sich mit wildem Gehupe an, bis er aber dann letztendlich da war dauerte es noch eine ganze Weile - er tuckerte wirklich seeehr gemütlich vorwärts. Die Leute drehten total durch und machten ihre Fotos, wir schauten uns das Spektakel kurz an, knipsen auch ein paar Bilder und gingen dann weiter. Ab hier wurde es deutlich ruhiger, da wir keinen der beliebten Trails gewählt hatten waren kaum Leute unterwegs, außer die, die uns von ihren Ständen mit Getränken, Früchten und sonstigem Krimskrams zugrinsten :)
Wir waren früh am Nachmittag mit unserer Runde durch und wussten nicht so richtig die Zeit zu füllen bis zum Abendessen. Erst wollten wir noch zu einem Wasserfall laufen, da die Entfernungsangaben hier aber etwas schwierig einzuschätzen sind und es nurnoch bergab ging, brachen wir ab und beschlossen doch erstmal noch zurück zur Unterkunft zu gehen, uns kurz frisch zu machen und anschließend nochmal loszugehen.
Abendessen gab's im beliebtesten Laden der Stadt - hier muss man tatsächlich anstehen und wählt sein Essen schon in der Schlange aus, dass man direkt essen kann wenn man zum Platz kommt und dann auch schnell wieder weg ist für die nächsten Gäste. Es schmeckte fantastisch, wir werden wieder kommen 🤩👌🏼🤤Læs mere
Mit dem Zug nach Nuwara Eliya
6. marts 2025, Sri Lanka ⋅ ⛅ 24 °C
Heute stand der Ausflug nach Nuwara Eliya an. Wir hatten im Voraus schon Tickets für den gehypten Zug gekauft, der schön durchs Grüne und an Wasserfällen, Teeplantagen und tollen Aussichten vorbei fahren soll. All das bekamen wir auf der 3stündigen Fahrt auch zu sehen und zu dem noch unfreiwillig die ganzen Fotoshootings von den Damen und Herren, die sich mit Wallawalleklamotten und wehendem Haar aus den offenen Wagontüren hangen (man konnte schon am Bahnhof erkennen, wer sich zu dieser Rubrik zählte), um das perfekte "schaut-mich-an-was-für-eine-verrückte-Maus-ich-bin-in-meinem-grandiosen-Urlaub"-Bild für Instagram zu schießen. Die Begleitungen, die die Fotos und Videos machten waren aber mindestens genauso übereifrig. Sie hingen sich halb aus den Fenstern und gaben wild Anweisungen - wer tatsächlich einfach nur die Landschaft bestaunen und verrückterweise mal ein Bild vom fahrenden Zug ohne Handy, Ellenbogen oder der Visage von wildfremden Menschen machen wollte, hatte einfach Pech🙄🤷🏼♀️🤦🏼♀️ Im Laufe der Fahrt wurde das aber etwas besser - die Fotowütigen hatten wohl alles im Kasten, oder wir hatten uns einfach dran gewöhnt - eins von beidem🤷🏼♀️
Der nette Zugführer gab uns Bescheid, dass der nächste Halt Nanu Oya sei, unser Zeichen uns bereit zu machen. Der Bahnhof in Nanu Oya war deutlich größer als der in Ella und es herrschte ordentlich Betrieb. Draußen nahmen wir ein Tuktuk, das uns rüber nach Nuwara Eliya - hier in Nanu Oya gibts wohl Milch- und Erdbeerfarmen, aber da waren wir nicht so scharf drauf. Wir wollten durch Nuwara Eliya schlendern, uns einfach mal treiben lassen und uns das Städtchen zu Fuß anschauen. Der Tuktuk-Fahrer war da natürlich anderer Meinung. Er drückte uns direkt sein vollgeklebtes Rezensions-Büchlein in die Hände und brabbelte ganz aufgeregt von City-Tour und was er uns alles zeigen wolle. Aber das war uns heute zu viel, wir wollten uns alleine umsehen. Widerwillig ließ er uns ziehen und wir marschierten los. Auf dem Weg merkten wir relativ schnell, dass das Ganze wenig vom idyllischen Bergdörfchen an sich hatte, von dem uns alle erzählt hatten (die Sri Lanker kommen wohl gerne in ihren Ferien hier hoch, einfach weil es in den Bergen nicht so heiß ist). Kann natürlich auch sein, dass wir an den falschen Stellen waren, wir werden es nicht mehr erfahren. Naja, wir liefen ein bisschen durchs Getümmel und als wir das Gefühl hatten alles gesehen zu haben, beschlossen wir noch was essen zu gehen und anschließend ein Uber zurück nach Ella zu nehmen. Das Restaurant war ein kleiner lokaler Laden. Die Angestellten schienen etwas überrascht, dass wir da waren und ließen uns ab dem Zeitpunkt in dem wir uns setzten nicht mehr aus den Augen (die Menschen hier sind einfach so putzig, sie wollen einfach immer dass es einem gefällt und schmeckt und man sich wohl fühlt ❤️). Das Essen war sehr lecker und zum Nachtisch bekamen wir noch einen Würfel Kokoskonfekt aufs Haus :)
Wir liefen nochmal durch die Stadt, bis ans andere Ende, wo wir gestartet waren und bestellten dort ein Uber. Das kam auch innerhalb von 2 Minuten und wir fuhren ca. 2h wieder zurück nach Ella.Læs mere
Wanderung nach Demodara
7. marts 2025, Sri Lanka ⋅ ☀️ 24 °C
Unser letzter Tag in Ella stand an. Dieses Städtchen hat schon wirklich was, trotzdem dass es etwas überlaufen von den Touris ist. Es war schön einfach mal Bummeln zu gehen und sich in den Restaurants was Leckeres zu gönnen. Heute wollten wir nochmal eine Wanderung machen, um noch etwas mehr von der Landschaft zu sehen, bevor es dann morgen weiter geht Richtung Yala Nationalpark. Wir holten unten am Rotti-Stand drei von den leckeren Teigfladen und stiefelten los zum Bahnhof. Von hier ging es immer auf oder an den Schienen entlang bis vor zur 9Arches-Bridge. Hier war heute ganzschön was los und wieder waren wir zufälligerweise zu der Zeit da, als der Zug einfuhr. Wir warteten bis der Zug wieder weg fuhr und sich das Getümmel etwas auflöste. Dann gingen wir über die Brücke, schossen von der anderen Seite noch ein paar Bilder und folgten dem Weg der Schienen noch ein Stück weiter. Es ging seitlich (mal wieder) über Stufen nach oben in eine Häusergruppe. Oben angekommen waren wir endlich alleine, jetzt konnten wir ungestört die Natur genießen. Pahhh haste gedacht... Hinter uns hörten wir laute Musik, die immer näher kam. Ein Auto mit 2 riesen Megaphonen auf dem Dach kam angefahren. Wir quetschen uns auf die Seite und ließen es vorbeifahren. Kurz stoppte die Musik, dafür wurde zum Gruß gehupt, gegrinst und gewunken, dann wurde wieder voll aufgedreht gefolgt von Durchsagen. Ist das hier die Radioversorgung für die Bergbewohner oder kann man das ein Hobby nennen? Wie aus Vielem hier wurden wir auch daraus nicht so ganz schlau. Sie waren aber bald weitergefahren und es war wieder nur das Vogelgezwitscher zu hören. Der Weg führte wunderschön durch die Berge, vorbei an Reisfeldern und den ewig weiten Teeplantagen. Daran kann ich mich kaum sattsehen 🥰 Wir waren auf dem ganzen Weg für uns, nur ein paar Teepflückerinnen und schüchterne Plantagenarbeiter grüßten uns aus der Ferne :)
Über einen Abstieg durchs dicke Grün ging es runter bis zum Bahnhof von Demodara. Hier machten wir Rast und aßen die Mango, die wir gestern in Nuwara Eliya vom Markt mitgenommen hatten. Boah das war einfach nicht zu vergleichen mit allem was man so in Deutschland bekommt, so saftig und aromatisch, einfach nur genial!! 🤯😍🤤
Ursprünglich wollten wir hier den Zug zurück nach Ella nehmen. Da von hier aber auch der Calypso-Train Richtung Badulla startete (der dann wieder 3,5h fährt) und wir nicht sicher waren, ob der dann auch in Ella hält, entschieden wir uns für ein Tuktuk zurück.
Wieder in Ella, machten wir eine kleine Pause in der Unterkunft, duschten und gingen dann nochmal los - heute sollte nochmal Tee geshoppt werden. Im zweiten Laden wurden wir fündig und die zwei Jungs waren ganz im Glück, als unsere Liste an Wünschen immer länger wurde. Ich kaufte noch meine Poster und dann gings ein letztes Mal zum 'Matey Hut' Essen. Die Schlange war heute nicht so lang und wir wurden mal wieder belohnt fürs Warten - das Essen und dieses Mal va. der Nachtisch (in Teig frittierte Banane mit Vanilleeis und Karamellsoße) war einfach nur göttlich 🤩Læs mere
Call us Tuktuk-Drivers :)
8. marts 2025, Sri Lanka ⋅ ⛅ 28 °C
Heute war der große Tag gekommen - wir würden unser Tuktuk abholen 🤩🤩🤩
Bevor es losgehen konnte, mussten wir uns aber erst noch als würdig erweisen und unseren Tuktuk-Führerschein machen. Suru war unser Fahrlehrer und nach einer kurzen technischen Einweisung (wir waren heilfroh vorab das Video auf der Onlineseite der Vermietung angesehen zu haben, denn Surus Englisch war milde gesagt etwas schwierig zu verstehen - aber Schlagworte die fielen wurden verstanden und mit Händen & Füßen geht auch immer, also passt👌🏼😅🙈) gings auch schon los auf die Straße. Suru führte uns nochmal alles praktisch vor und dann war es an Lulu und mir, das eben Gehörte umzusetzen. Zu Anfang war das Ganze noch ein bisschen holprig und es vielen öfter die Worte 'No' oder 'not good'... Zwischenrein kam aber auch immer mal ein 'perfect' - die ganze Nummer war also etwas verwirrend. Nachdem wir beide aber den Test rückwärts im "L" fahren bestanden hatten, waren wir doch guter Dinge, dass es laufen sollte, zur Not eben alles rückwärts 🤷🏼♀️
Wir machten alle Papiere fertig und los ging die wilde Fahrt. Naja erstmal noch zurück zur Unterkunft, um unser Gepäck einzuladen (wir waren uns noch nicht so ganz sicher, ob wir auch unseren ganzen Kruscht in das winzige Gefährt bringen würden) und damit wir die 2 oder 3h (je nachdem wie wir uns so anstellen würden) lange Fahrt auch gut überstehen, vorher noch schnell was essen gegangen 👌🏼
Zu Beginn der Strecke Richtung Yala Nationalpark war es tatsächlich eine etwas wilde Angelegenheit, denn die Straße führte mal wieder in Serpentinen durch die Berge. Ich machte den Anfang und da weder jemand sein Frühstück wiedergesehen hat, oder sich getraut hätte über meinen Fahrstil zu beschweren, geh ich mal davon aus, dass es ok war😋😇😁
Die Gangschaltung machte krachende Geräusche, das Tuktuk schrie bereits bei kleineren Steigungen mächtig unter uns und überall um uns rum hupte es (wir natürlich auch, wir hatten ja jetzt die Lizenz dazu😎), es lief also alles nach bester Sri Lankischer Ordnung 👌🏼. Nach ein paar Minuten aber schon der erste Dämpfer - die Tankanzeige war auf 0 gesunken - shit, heißt das wir haben direkt ein Leck irgendwo oder spinnt nur die Anzeige?? Also schnell links rangefahren und nachgeguckt...Noch bevor wir unsere Köpfe unter das Gefährt stecken konnten, fuhr schon ein Motorrad neben uns ran und ein netter junger Mann fragte, ob er helfen könne. Wir checkten gemeinsam den Tank und wurden uns schnell einig, dass die Anzeige wohl einen Wackler hatte. Noch ein paar deutsche Worte mit unserem Helfer (er lernte gerade Deutsch, weil er gerne eine Reise machen wollte) und schon konnten wir unsere Fahrt fortsetzen (nach dem Neustart ging auch die Tankanzeige direkt wieder, also alles tutti 😁👌🏼). Nach der Hälfte der Zeit tauschten wir und Lulu fuhr. Ich war garnich mal so traurig über den Wechsel - zum einen war man doch mächtig angespannt mit den ganzen neuen Eindrücken der Sri Lanker Verkehrswelt, zum anderen sind diese Sitze auf Dauer echt nicht besonders bequem und ich spürte meinen Rücken 😅🙈
Kurze Zeit später dann der zweite Dämpfer - ein Motorradfahrer deutete uns anzuhalten, da unser rechter hinterer Reifen eierte. Er zog die Schrauben wieder fest und wir waren froh, dass wir den Reifen nicht verloren hatten (das komme nämlich relativ häufig vor, wie er erzählte... 🤯🫣). Wir kamen ins Gespräch und als wir erwähnten, dass wir am nächsten Tag Safari machen wollten, wurde er direkt hellhörig. Wie sich rausstellte, machte er selber auch geführte Touren und natürlich wollte er uns direkt überzeugen das Ganze mit ihm und nicht mit der Organisation der Unterkunft zu machen. Da wir endlich ankommen wollten, vertrösteten wir ihn auf eine spätere Antwort und fuhren weiter. In der Unterkunft angekommen, waren wir erstmal fix und fertig, mei war das aufregend!
Groß Zeit zum Verschnaufen gabs aber nicht, wir hatten in den Rezensionen gelesen, dass man sich vom Haus Fahrräder leihen und damit zum Tempel fahren konnte, wo zur Abenddämmerung die Flughunde ihren Weg in die Nacht antraten. Bis dahin war es nicht mehr lang, deshalb schwangen wir uns auf die klapprigen Drahtesel und düsten los.
An der beschriebenen Stelle standen riesige Bäume und alle hingen sie über und über voll mit den garnich mal so kleinen Flughunden. Bis die aber richtig munter geworden waren, entdeckten wir mehr und mehr Vogelarten, die nach dem Tag auf dem Weg in ihre nächtlichen Ruhestätten waren. Von kleinen Vögeln wie schwalbenähnlichen oder Sittiche, über kleinen Papageienarten bis hin zu Kranichen und sogar Pelikane - da war so viel dabei, dass wir kaum wussten wo wir zuerst hinschauen sollten. Alle hatten sie ihren eigenen Platz in dem sumpfigen Seeufer. Doch dann kamen die Flughunde. Einer nach dem anderen flatterten sie los, bis der ganze Himmel schwarz gepunktet war - was für eine Show 😍👌🏼🦇
Es wurde langsam richtig dunkel und wir hatten keine Lichter an den Rädern (nicht dass sich hier irgendjemand daran stören könnte, aber da der Verkehr ja schon bei Licht wild sein konnte, wollten wir es nicht noch mehr herausfordern), deshalb war es Zeit zurückzufahren. Auf dem Weg ging es durch Schwärme an Mücken und wieder vorbei an schlafenden Hunden, Kühen die in aller Seelenruhe im Pulk auf der Straße standen und vielen Menschen, die uns grinsend zuriefen oder wunken. Die sind aber auch alle goldig hier :)
Was für ein Tag! Jetzt sind wir schon fast an der Südküste angelangt, so schnell geht's. Morgen geht's nochmal auf Safari, das heißt mal wieder um 4 Uhr aufstehen... Hoffentlich verschlafen die Tiere nicht, gute Nacht!Læs mere
Safari die 2.
9. marts 2025, Sri Lanka ⋅ ☀️ 23 °C
Pünktlich um 4.30Uhr wurden wir geholt. Damid war unser Fahrer. Wir sammelten auf dem Weg noch 3 Jungs aus England ein und fuhren dann zum Eingang des Yala Nationalparks, wobei wir hier schon eine Kostprobe bekamen, wie es nachher im Park sein würde. Damid raste durch die kleinen Sträßchen und überholte die anderen Autos. Aus allen Ecken kamen andere Safari-Jeeps geschossen, jeder wollte schneller sein und bereits die lange Straße bis vor zum Park wurde Rennerles über die Speedbumps gemacht. Wir waren noch zu früh, der Park öffnet ab 6 Uhr. Es hatte sich aber schon eine Schlange an Jeeps davor gebildet. Keine Ahnung ob Damid sich mit einem Kumpel abgesprochen hatte oder ob er einfach nach dem Motto 'Dreistigkeit siegt' es mal versuchte, auf jeden Fall fuhr er rechts an allen vorbei und drückte sich dann in ein paar Jeeps Entfernung vom Gate in eine kleine Lücke zwischen die wartenden Autos.
Als die Tore geöffnet wurden, gab's kein Halten mehr, die Jeeps rasten los und überholten sich immer wieder auf der von Schlaglöchern zerfurchten Staubstraße - die Leopardenjagd war eröffnet. Schon bei der ersten Safari in Sigiriya wurden wir ordentlich durchgerüttelt, aber das war nochmal ne Schippe drauf. Damid nahm eine andere Route wie die anderen Fahrer. Die war ursprünglich gesperrt gewesen, da es vor ein paar Tagen heftig geregnet und alles überschwemmt hatte, doch hier macht ja jede/r seine eigenen Regeln, deshalb gings an der Absperrung vorbei und teilweise durch knietiefes Wasser immer weiter. Bereits nach ein paar Minuten schrie Damid "Leopard, Leopard!!!" und raste los - und tatsächlich sahen wir wie ein Leopard federnd im Gebüsch verschwand (bzw. Lulu und ich sahen es wohl, Sara sah nur noch den Schwanz und die Jungs schliefen noch zu sehr, um auch nur irgendwas zu sehen). Damid war ganz außer sich vor Aufregung und fragte ständig 'Did you see it??' - er konnte nicht fassen, dass er diese Sekunde in seinem Verzeichnis als erfolgreich gesichteten Leopard verbuchen konnte. Als er sich wieder gesammelt hatte fuhren wir weiter. Wir sahen einen Elefant, getupfte Rehe und Antilopen, Krokodile, Adler, Papageien und viele kleinere und größere kunterbunte Vögel, dann noch Mangusten, Echsen und viele badende Büffel die aussahen als würden sie ihren Spa-Day richtig genießen.
Wir dachten an nix Böses als wir zu einer Stelle kamen, an der sich gefühlt alle Jeeps versammelt hatten. Erst dachten wir, es wären tatsächlich Leoparden gesichtet worden, doch alle verfolgten sie wie wild einen großen Elefanten. Damid erzählte uns dass das der gefährlichste Elefant hier im ganzen Reservat sei, der immer die Jeeps angriff und dem deshalb schon einer seiner Zähne abgebrochen war - jap davon hatten wir auf Instagram schon diverse Videos gesehen und da blieb es leider nicht nur beim Angriff auf die Jeeps, denn wenn der Elefant den Jeep umgeworfen hatte rannten da die Menschen die zuvor panisch aus dem Auto gesprungen waren herum und das passte dem Tier natürlich auch nicht unbedingt... Wir hatten das Gefühl, dass die Fahrer den Elefanten extra provozierten, in dem sie extrem nah ran- und dann wieder rückwärts vor ihm wegfuhren. Der arme Kerl war komplett umzingelt. Als er dann tatsächlich auf einen Jeep zuging und anfing den Innenraum abzusuchen wurde es uns zu doof. Wir sagten Damid, wie hätten genug gesehen und zum Glück ließ er es gut sein und drehte um. Es ging weiter über die Huggelpiste, wo wir noch das ein oder andere sahen, die Leoparden blieben aber leider versteckt. Auf dem Weg raus aus dem Park checkte Damid die Reifen und stellte fest, dass er sich eine fette Schraube reingefahren hatte. Er hielt unter einem Baum und in nullkommanix war der Reifen gewechselt.
Zurück an der Unterkunft packten wir schnell zusammen, machten den Check-out und weiter gings mit dem Tuktuk gen Süden 🤩 Auf der Fahrt gab's keine weiteren Komplikationen, wir hielten nur kurz, um nochmal die Reifen zu checken, Obst zu kaufen und für den Fahrerwechsel. Zu sehen gab's auf der Strecke nicht wirklich was, die Straßen waren gesäumt von Müll und es gab nur hier und da ein zerfallenes Haus. Dafür freuten sich weiterhin die Leute an uns und wir wurden wieder viel gegrüßt. In Tangalle angekommen bezogen wir direkt unsere nächste Unterkunft - Huiii das is mal n Häuschen 😍😁👌🏼
Da wir den ganzen Tag noch nichts richtiges in den Bauch bekommen hatten gingen wir aber direkt nochmal los und fuhren zu einem Restaurant das uns empfohlen worden war. Wir waren fix und fertig, aber der Blick aufs Meer entschädigte und wir freuten uns auf was leckeres zu Essen 🤩☀️🤗
Blöd nur, dass das Restaurant keine Kartenzahlung akzeptierte und wir kein Bargeld mehr hatten - der nächste ATM war 20min entfernt... Hauptsache Früchte auf dem Weg gekauft, keiner hatte ans Geld gedacht 😅🙄🤦🏼♀️
Egal, das musste bis nach dem Essen warten, wir verhungerten fast.
Da wir jetzt an der Küste waren trauten Sara und ich uns jetzt auch endlich mal an ein Fischgericht. Das Essen kam, alles sah so gut aus und schmeckte noch besser, dazu der Ausblick auf das Meer und die untergehende Sonne - wir waren happy :) Eigentlich wären wir ja am liebsten noch runter an den Strand, da es aber langsam schon dunkel wurde und wir ja das kleine Geldproblemchen noch zu lösen hatten, sollte das heute wohl nicht mehr sein... Hoffentlich dann morgen!!!
Sara und ich schnappten uns das Tuktuk und düsten in die nächste Stadt. Mit neuem Geld in der Tasche ging es zurück, wir zahlten und fuhren zur Unterkunft, wo uns unser kleines Haushundi freudig begrüßte 🥰🐕
Wir saßen noch ein Weilchen draußen, bevor uns die Müdigkeit den Stecker zog. Ab morgen wird endlich mal richtig abgeschaltet und relaxt 🤩🤗👍🏼Læs mere
Der Strand will uns nicht... oder doch!?
10. marts 2025, Sri Lanka ⋅ ☁️ 26 °C
Wir wurden wach und stellten schnell fest - es regnet! Ahhhhh das gibt's doch nicht, wir hatten uns so auf einen entspannten Strandtag gefreut und jetzt wo wir endlich an der Südküste waren und keine Ausflüge mehr geplant waren regnete es!?!!!! Och manno, der Strand will uns einfach nicht 😭😓
Naja gut hilft ja nix, dann nutzen wir eben unsere schöne Terasse und lesen hier unsere Bücher... 🙄
Da wir unsere Reserven an Crackern und Keksen gestern komplett aufgebraucht hatten war uns aber klar, dass uns der Hunger irgendwann doch noch aus dem Haus treiben würde...
Zum frühen Mittag sollte es eine Regenlücke geben, also machten wir uns fertig, gingen den Hügel runter und frühstückten dort erstmal. Alles war wieder so lecker und der Besitzer war ein echtes Zuckerstück mit seinen 1,40m Größe :)
Da der Regen in dem Moment tatsächlich aufhörte, liefen wir schnell hoch zur Unterkunft, schnappte unsere Strandtaschen und los gings zum Goyambokka Beach. Auch wenn es noch bewölkt und für später auch noch Regen angesagt war, Hauptsache kurz am Strand die Füße ins Wasser strecken und die Wellen hören, mehr wollten wir garnicht. Als wir unten am Strand ankamen konnten wir unser Glück garnicht fassen - die Sonne kam raus☀️🤩🤗
Es war so schön am Strand entlang zu gehen und durch die Wellen zu laufen. Es reihte sich Bucht an Bucht und Restaurant an Café. Natürlich boten uns alle ihre Liegen an, aber wir wollten erstmal ein bisschen schlendern und schauen. Unter einer Gruppe Palmen fanden wir unser Plätzchen, legten die Sachen ab und dann ab ins Wasser. Die Temperatur des Wassers war perfekt, nicht zu kalt dass man garnicht erst reinkam, aber auch nicht zu warm, dass es keine Abkühlung mehr gewesen wäre - einfach herrlich 🤩🌊☀️ Nach 2h frischte der Wind ordentlich auf und da wir ein bisschen Angst vor einem erneuten Schauer hatten, packten wir zusammen und fuhren nach Hause. Dort einmal frisch gemacht gings auch schon wieder los zum Strand, um den Sonnenuntergang anzuschauen und etwas zu essen. Wir wurden am Tangalle Beach fündig. Der Schauer blieb aus und wir dinnierten mit den Füßen im Sand und den Wellen in den Ohren, hach so schee 😎👌🏼Læs mere
Weiter nach Weligama
11. marts 2025, Sri Lanka ⋅ 🌧 26 °C
Wieder regnete es als wir wach wurden. Auch für heute war das Wetter nicht besonders prickelnd angesagt. Naja mal schauen was wir bekommen, erstmal müssen wir ja eh noch ein Stück weiter fahren zu unserem nächsten Stopp nach Weligama. Wir packten zusammen, gaben nochmal dem Hund zu futtern, packten alles ins Tuktuk und fuhren los. Auf dem Weg hielten wir noch bei Dondra Port, einem Fischerhafen. Ich wollte unbedingt die vielen bunten Fischerboote sehen 🤩🤩 Als wir ankamen hatte es natürlich wieder angefangen zu regnen 🙄 Egal, die Boote sahen so cool aus, dann eben mit bissl Wasser auf dem Kopf... Die Fischer schauten uns teils sehr skeptisch an, teils freuten sie sich und grüßten uns freundlich. Lulu und ich liefen den Pier nach vorne und schauten uns das bunte Treiben an. Es quitschte und plätscherte aus allen Ecken, viele Boote hatten ganzschön Schieflage, aber wie immer schien alles seine eigene Ordnung zu haben und es wurde fleißig gekurbelt und gezogen oder einfach dagesessen und geschaut :) Sowas liebe ich ja! Ich wär gerne noch länger geblieben und hätte das Ganze auf mich wirken lassen, aber der Nieselregen war schon lästig und wir wollten ja dann auch weiter... In Weligama angekommen, ließ ich erstmal beim Rangieren das Tuktuk an einer Mauer hängen... Suuuper, irgendwas schaff ichs doch immer Autos zu schrotten 🙄 Es war aber wirklich nur ein Kratzer, das sollte durch die Versicherung abgedeckt sein... 🤞🏼🤦🏼♀️
Wir bezogen unser Zimmer - das Hotel gibt es erst seit 2 Wochen - der Besitzer empfing uns freudestrahlend und zeigte uns stolz alles. Wir hatten noch nix gefrühstückt, also wieder losgestiefelt. Wir liefen vorne am Strand die Cafés ab und schauten uns ein bisschen um. Es wurde das 'After surf rooftop Café' und es gab wieder leckere Speisen mit schönem Ausblick. Danach liefen wir noch ein Stück die Straße weiter. Hier reihte sich eine Surfschule an die nächste, wenn wir also tatsächlich mal eine Surfstunde machen wollen die nächsten Tage, werden wir hier auf jeden Fall schnell fündig 👌🏼😎🏄🏼♀️
Der Himmel wurde schon wieder ziemlich dunkel und es war unfassbar schwül, deshalb beschlossen wir zurück zu gehen, zu duschen und nach der Regenpause nochmal loszudüsen, um uns Mirissa anzusehen. Morgen wird das Tuktuk abgegeben, deshalb müssen wir das heute nochmal ausnutzen :)
Der vermutete Schauer wurde zu Dauerregen und wir hatten plötzlich wenig Lust nochmal das Haus zu verlassen. Wir wollten uns was liefern lassen, aber irgendwie klappte das nicht und so beschlossen wir gleich gegenüber in einem Restaurant an der Straße zu essen. Der Besitzer freute sich über Kundschaft und plauderte vergnügt mit uns. Das Essen war superlecker und das Obst für unsere Drinks wurde direkt frisch vom angrenzenden Obsthändler geholt, einfach hammer :)
Da es immernoch regnete vertrieben wir uns noch ein bisschen die Zeit mit Karten spielen und mit dem kleinen Kätzchen toben, das der Restaurantbesitzer am Straßenrand gefunden und aufgepeppelt hatte. Auf dem Weg zurück über die Straße wurden wir nochmal richtig nass und als wir ins Zimmer kamen stellten wir fest, dass es über dem Fenster reinregnete. Hmm hoffen wir mal, dass es die einzige nasse Überraschung bleibt, da muss der Besitzer wohl noch ein bisschen nachbessern an der ein oder anderen Stelle... 🤷🏼♀️🙈Læs mere
Tag am Strand
12. marts 2025, Sri Lanka ⋅ ⛅ 30 °C
Heute wurde das Tuktuk abgeholt. Wir waren schon ein bisschen traurig, hier noch die Gegend damit abzufahren, wäre schon cool gewesen... Da der Mensch von der Vermietung erst gegen 12 Uhr da sein wollte, hatten wir ein paar Stunden Leerlauf und genug Zeit, um ganz in Ruhe zu frühstücken. Das Frühstück im Haus war mal wieder mehr als reichlich, aber auch wie immer sehr lecker und die frischen Früchte im mundgerechten Stücken einfach nur yummy🤩🤤👌🏼
Nachdem das Tuktuk erfolgreich übergeben worden war, war es Zeit die Strandtasche zu schnappen - die Sonne strahlte und der restliche Tag sollte der wilden Bruzzelei im feinkörnigen Gestein und lauen Salzwasser vorbehalten sein. Da uns der Strand vor unserer Tür leider nicht so wirklich überzeugte, ließen wir uns nach Midigama fahren. Hier waren die Buchten kleiner und schöner, dafür quetschte sich eine Liege an die nächste und es gab wenig Schatten. Wir wollten zwar bruzzeln, doch wir wussten trotzdem, dass ein Schattenplatz kein so ganz großer Fehler wäre, nur so für den Anfang bis wir nicht mehr ganz so sehr nach Käsekuchen aussahen😅🤩👍🏼 Das bedeutete wir mussten eine Liege nehmen... Noch drei Coconuts dazu und schon sah das Ganze doch nach nem waschechten Strandtag aus 👌🏼🌴☀️ Der Sand war ganz fein, die Wellen hatten es in sich, aber das Wasser war ein absolutes Träumchen. Die Liegen waren so schräg im abgetragenen Sand, dass man fast nach vorne runterrutschte, aber der Ausblick auf das Meer und die Surfer... hach ja, genau so hatten wir es uns doch vorgestellt 😍🤗👍🏼
Wir wechselten vom Wasser auf die Liege und zurück, aßen Snacks, lasen unsere Bücher, ließen uns von Wellen überspülen und alles wieder von vorne - herrlich :)
Irgendwann kam der Hunger, deshalb packten wir zusammen und fuhren zurück. Nach einer erfrischenden Dusche gings nochmal vor Richtung Zentrum. Hier gab es eine Anlage mit Pool, Läden drumrum und im hinteren Bereich Restaurants. Bei 'MARU' wurden wir fündig und ließen es uns für den Abend dort gut gehen :) Das war mal ein richtig entspannter Urlaubstage! ☀️🤗👍🏼Læs mere
Galle
13. marts 2025, Sri Lanka ⋅ ☀️ 31 °C
Heute wollten wir uns Galle ansehen. Das Städtchen liegt ein ganzes Stück weiter westlich an der Küste und das Fort soll sehr lohnenswert sein anzuschauen. Da hier Uber irgendwie nicht so richtig funktioniert und es mit einem Tuktuk zu lange dauert, beschlossen wir doch nochmal den Bus zu nehmen - unsere letzte Erfahrung war ja ganz unterhaltsam gewesen :)
Der nächste Bus kam auch direkt und wir fuhren 40min die Küste entlang. Wie sich rausstellte lag der schönste Teil des Städtchens in dem Fort selber. Es gab hier etliche Restaurants und richtig viele süße kleine Läden. Unser Shoppingherz glühte 🤩 Wir schlenderten umher, über die Stadtmauer, am Leuchtturm vorbei und ungefähr in jeden einzelnen Laden 😅👍🏼 Wir hatten auf 17 Uhr im Restaurant reserviert und wollten noch auf dem Rückweg in Midigama bei den Handwerksständen halten, deshalb lief uns dann tatsächlich ein bisschen die Zeit davon. Es war aber auch brütend heiß und soweit hatten wir das Meiste gesehen, deshalb gings dann wieder zurück zur Bushaltestelle. In Midigama sahen wir uns die schönen Stände mit gewebten Bastkörben, Tontöpfen und vielem mehr an. Aiaiai wie sollen wir das alles in unsere Rucksäcke bekommen?🤯🙈🤷🏼♀️
Wir fuhren zur Unterkunft, machten uns frisch und direkt gings weiter mit dem Tuktuk zum 'The Cliff', einem Restaurant, ganz am Rand von der Bucht, mit schönem Blick aufs Meer und theoretisch auch auf den Sonnenuntergang. Als wir nach vorne zum Klippe geführt wurden, waren wir schon beeindruckt. Der Fels war mit Gras bewachsen und überall lagen Sitzsäcke und Kissen an kleinen Tischen, richtig gemütlich. Lulu hatte anscheinend zum richtigen Zeitpunkt reserviert, denn wir wurden bis ganz nach unten an den vordersten Platz geführt. WOW wie cool! Jetzt fühlten wir uns schon wie so kleine VIPs, die Aussicht war der Hammer! Das Essen konnte leider absolut nicht mit dem Platz mithalten und einen richtigen Sonnenuntergang gab's auch nicht, weil wieder bewölkt... 🤷🏼♀️ Wir genossen den Blick trotzdem bis es dunkel wurde :)
Auf dem Rückweg baten wir unseren Fahrer kurz am Supermarkt anzuhalten, wir wollten Wasser, Mückenspray und va. die empfohlenen Tabletten gegen Seekrankheit kaufen, denn für morgen stand Whale watching auf dem Programm 🤩🤗👍🏼 Wir kaufte das Wasser und ein paar Snacks, konnten aber nirgendwo die angeschriebene Apotheke finden. Auf Nachfrage wurden wir im hintersten Eck über eine ganz schmale Treppe nach oben verwiesen. In welchen Hinterhof würden wir jetzt geführt werden, das war hier schon immer ne spannende Angelegenheit 😅🙈 Oben angekommen fanden wir uns in einem hohen Raum voll mit Kartons wieder. In die linken Ecke war so eine Art Glaskasten gebaut worden mit einer Durchreiche und im Hintergrund waren die Regale mit den gestapelten Medikamenten. Eine winzige Frau war uns gefolgt und nahm nun ihren Platz auf der anderen Seite der Durchreiche ein. Wir erklärten ihr, dass wir whale watching gehen wollten und welches Medikament die Organisation dafür empfiehlt. Sie schaute ins Regal und stellte mit einem schnalzenden Geräusch fest, dass dieses Präparat wohl im Moment vergriffen war,hatte aber eine Alternative parat. Nagut, dann eben die👍🏼😃. Einen kurzen Moment passierte nichts und beide Seiten schauten sich an. Sie hatte die Packung geöffnet und einen Blister rausgenommen und wir warteten eigentlich darauf, dass sie alles wieder zusammenpacken und uns mitgeben würde, da schaute sie uns erwartungsvoll an uns fragte "How much?". Achsooooo.... Wir rechneten kurz und kamen auf 6 Tabletten, sollte der Notfall eintreten und wir noch eine zweite nehmen müssen. Gut, sie zückte die Nagelschere und schnitt uns sechs Tabletten runter😅👍🏼 Das ganze kostete dann 45 Rupis, also ca. 14 Cent👌🏼 War das also auch geschafft, hoffen wir mal, dass sie wirken und wir ein paar Wale sehen morgen 🐳🐬🐟Læs mere
Whale watching🐟🐬🐳
14. marts 2025, Sri Lanka ⋅ ⛅ 26 °C
Wir hatten whale watching gebucht und wurden um 5.30 Uhr abgeholt und an den Hafen von Mirissa gebracht. Dort meldeten wir uns an und dann gings auch schon aufs Boot. Die Sonne ging gerade auf, als das Boot aus dem Hafen lief. Ein paar Fischer waren auch schon unterwegs und grinsten uns von ihren zusammengebastelten Booten, die teilweise wie Katamarane ohne Segel übers Wasser rasten, an. Die Wellen waren eigentlich nicht hoch, aber irgendwie traf das Boot in einem Winkel darauf, dass es vorne ordentlich auf und ab wippte. Es wurden zum Einstieg Obstteller verteilt. Danach gab es noch nicht wirklich was zu sehen außer das weite Blau, deshalb machte ich die Augen zu und döste noch ein bisschen in der aufgehenden Sonne. Da wir oben auf dem Boden nur auf dünnen Matten saßen, wurde es bald ganzschön unbequem für den Rücken. Ich wollte mich gerade umsetzen, da schaute ich hinter mich und sah Sara, die nicht ganz so happy aussah. Ich fragte nach und bekam nur als Antwort "Irgendwie is mir garnich so gut... ". Ohje🙈 Wir hatten doch extra heute ganz früh brav die Tabletten gegen Seekrankheit genommen! In dem Moment drehte sich Lulu zu uns um und irgendwie hatte die so garkeine Farbe mehr im Gesicht. Sie meinte nur "Ja mir is auch richtig schlecht". OHJEEE!! Ich schaute zwischen beiden hin und her und war etwas überfordert - normal war doch ich die mit dem nervösen Magen...Naja gut, so wie die beiden aussahen, konnten wir hier oben auf jeden Fall nicht bleiben. Hinten-unten war es etwas ruhiger, deshalb zogen wir um und die zwei versuchten sich ein bisschen zu beruhigen. Nach einer Weile entdeckte ich ein ganzes Stück vor uns eine Ansammlung von kleineren und größeren Booten. Hier musste es also etwas zu sehen geben. Da ich ja nun die Einzige aus unserer kleinen Gruppe war, die sich auf die eigentliche Sache konzentrieren konnte und ich mittlerweile die Art von Mitreisenden bei solche Ausflügen kenne (die Meisten wissen im Affekt ja nicht mehr unbedingt was respektvoller Abstand bedeutet), wusste ich, dass es sich früh an einer guten Stelle zu positionieren galt. Ich ging also nach vorne und hing mich seitlich in die Reling - das würde spannend werden mit dem Fotografieren ohne Festhalten bei dem Auf und Ab🙈😃
Nach und nach kamen auch ein paar andere dazu und als Delphine gesichtet wurden, war natürlich der Teufel los. Gerade als wir langsam nah genug am Geschehen waren, um dann auch mal richtig was zu sehen, wurde das Frühstück verteilt. Der Reihe nach wurden Toast mit Eiern und Würstchen ausgegeben, immer mit der Anweisung "Sit here!". Euer Ernst?? Jetzt wos losgeht soll ich mich nach hinten setzen und Würstchen futtern 🙄🙈 Ich nahm meinen Teller entgegen, stellte ihn auf meinen Platz und ging wieder nach vorne - das muss ich dann eben nachher kalt essen... Mein Platz vorne war damit natürlich passé, da die Meisten der Mitreisenden aber aus Indien waren, hatte ich tatsächlich (wahrscheinlich das erste Mal in meinem Leben) einen Größenvorteil und sah auch noch aus der dritten Reihe gut :) Und genau in dem Moment tauchte die Gruppe Delphine wieder auf und pflügte durch die Wellen - einfach wunderschön 🐬😍🤗 Nach ein paar Mal auf- und wieder abtauchen waren sie wieder verschwunden. So verbrachten wir ca. eine Stunde - die Delphine spielten Katz und Maus mit den Booten, die rasten immer allesamt an die Stelle wo die Tiere das nächste Mal auftauchten und entweder man war viel zu weit weg, um wirklich was zu sehen oder man hatte Glück und das Geschehen passierte in der Nähe...Da uns aber eine 90prozentige Wahrscheinlichkeit zugesagt worden war, auf der Tour auch Wale zu sehen, drehte die Crew dann irgendwann ab und fuhr weiter....und fuhr....und fuhr...guckte ein bisschen und fuhr weiter.... ohne Wale zu sehen... 😥 Tja das war wohl nix! Ohne auch nur einen Wal gesehen zu haben und nach wie vor mit flauem Gefühl im Magen, fuhren wir zurück in den Hafen. Schade, das mit dem whale watching will irgendwie nicht so richtig klappen bei mir, naja einen Versuch wars wert...
Es war früher Mittag und wir beschlossen zurück zu fahren nach Weligama und den restlichen Tag gemütlich am Strand zu verbringen. Nach einer Weile fanden wir tatsächlich ein schattiges Plätzchen und ließen uns dort nieder. Das Wasser war hier viel flacher wie in Tangalle, man konnte ewig reinlaufen. Die Wellen hatten aber trotzdem Kraft und die Surfschüler hatten ihre Mühe damit.
Gegen frühen Abend kam der Hunger, also gings zurück in die Unterkunft und dann nochmal vor zu den Restaurants. Morgen geht's weiter zu unserem letzten Stopp am Strand - verrückt wie schnell jetzt doch die Zeit wieder vergeht!Læs mere
Weiter nach Ahangama
15. marts 2025, Sri Lanka ⋅ ☀️ 29 °C
Wir hatten die letzte Nacht in Weligama hinter uns gebracht. Heute wollten wir nochmal schick frühstücken gehen, durch ein paar Läden schlendern und dann ins nur 8km weggelegene Ahangama weiterziehen. Gesagt, getan. Wir bestellten ein großes Tuktuk (nach dem ganzen Shopping waren unsere Rucksäcke ziemlich prall und die ein oder andere Tasche mehr musste ja auch noch Platz finden, deshalb reichte ein normales Tuktuk nicht mehr aus😅😅🙈). Ich genoss die Fahrt - das wird wahrscheinlich eine unserer letzten Fahrten mit einem der süßen Gefährte sein... 😥
Es ging nochmal vorbei an den schönen bunten Fischerbooten, an den Straßenständen von Weligama und am Strand von Midigama, an dem wir noch vor ein paar Tagen gelegen hatten (heute standen Unmengen an Rollern davor, ich glaube heute hätten wir keine Liege bekommen🤯). Gegen Mittag waren wir in der neuen Unterkunft und die war einfach nur WOOOW! Schon beim Durchtreten des Tors sahen wir den großen Pool, der wunderschön in der Anlage lag. Es war so warm, dass wir am liebsten direkt mit den Klamotten reingesprungen wären. Zu unserem Glück war unser Zimmer schon fertig und wir konnten direkt einziehen. Wir pfefferten nur unsere Sachen rein, zogen uns die Bikinis über und dann gings direkt ins kühle Nass🤩🤩👌🏼Boah das tat so gut!! Wir blieben den ganzen Tag faul auf den Liegen und im Pool stracken und freuten uns an der Ruhe, die hier im Gegensatz zu den letzten Unterkünften herrschte (gut, nebenan wurde natürlich wieder irgendwas gebaut und ab und zu fiel krachend was vom Dach, aber ansonsten war nur das Rauschen von Wind in den Blättern über uns zu hören 😍).
Wir hatten den ganzen Tag über nichts groß gegessen, dementsprechend meldete sich am frühen Abend der Hunger. Also machten wir uns fertig und liefen los Richtung Restaurant. Da das nur ein paar Meter von unserer Unterkunft entfernt war und die Sonne langsam anfing unterzugehen, schauten wir noch kurz nach vorne zum Strand. Wieder mal ein Secret Beach, den es irgendwie in jedem Städtchen hier gibt und der leider durch seine Größe recht schnell überlaufen und dadurch eben garnicht mehr so secret wirkt... Naja gut, dann wissen wir schon mal, dass wir uns für morgen einen anderen Strandabschnitt raussuchen werden👍🏼😁🤷🏼♀️
Wir liefen zurück und gegenüber in ein kleines Sträßchen, das mehr oder weniger zu einem kleinen Pfad durch die Häuser wurde. Wir landeten in einem Hof - auf dem Schild stand zwar der Name des Restaurants, die Dame die kleine Blüten von einem Strauch pflückte schaute uns aber so skeptisch an, dass wir uns nicht wirklich sicher waren, ob wir hier die richtige Einfahrt genommen hatten. Naja schaun wir mal... Wir liefen ein Stück weiter in den Hof und entdeckten einen Steinweg nach hinten in den Garten. Und tatsächlich, es tat sich ein Sitzbereich auf mit mehreren Tischen und Stühlen und jetzt wurden wir auch freundlich begrüßt und an einen Platz gebracht. Noch bevor wir uns setzten machten sich die Mosquitos über uns her, doch der nette Mann brachte uns gleich Mückenspray und stellte Spiralen auf. Die Menükarte war ziemlich mau, im Prinzip gab's nur Curry 😃 War aber Wurst, denn genau deshalb waren wir ja da. Und das waaaaaar mal ein Curry! Nur kurze Zeit nachdem wir bestellt hatten kam auch schon eine nette Frau mit einem Tablett voller Schalen voll mit Köstlichkeiten - Karotte, Kartoffel, Ananas, Bohnen, Aubergine, Zwiebeln... es hörte garnicht mehr auf. Und dann war das alles auch noch so unfassbar lecker (die eingelegte Ananas trieb mir nur mal wieder die Tränen in die Augen vor Schärfe, trotzdem dass die Köchin ganz überzeugend gesagt hatte "no spicy madame, no spicy!" - jaja das Sri Lankische 'no spicy' kenne ich mittlerweile 😅👌🏼), wir waren uns einig, das war wirklich eins der besten Currys, die wir bis jetzt auf der Reise gegessen hatten🤩👌🏼🤤
Die Portionen waren sehr reichlich und wir aßen bis wir fast platzten. Es war zwar immernoch brutal warm draußen, aber jetzt mussten wir ein bisschen laufen, um den Bauch zu bewegen. Wir liefen ein Stück nach vorne, wo der größere Strandabschnitt beginnt und sich mehrere Restaurants und Läden aneinander reihen. Die Läden hatten noch geöffnet und wir schauten in den ein oder anderen rein, fanden aber nix und beschlossen, morgen bei Helligkeit nochmal wiederzukommen. Es war noch recht früh, deshalb beschlossen wir noch spontan was trinken zu gehen. Vorher waren wir schon an einem Laden mit lauter Musik vorbeigekommen, vielleicht war das ja was. Der Laden war rappelvoll - kein Wunder, die Terrasse war bis vor zum Strand gebaut worden und der Ausblick auf die Wellen war einfach hammer! Wir bestellten eine Runde Cocktails und ergatterten dann doch noch einen Platz an den großen Holzstufen zum Meer. Schade, dass wir nicht noch ein paar Tage haben, um das Meer noch richtig zu genießen. Morgen ist schon der letzte Tag hier bevors nach Colombo geht... Also nochmal alles aufsaugen :)Læs mere
Letzter Tag am Strand
16. marts 2025, Sri Lanka ⋅ ☁️ 26 °C
Und so schnell gehen 3 Wochen vorbei. Heute ist der letzte Tag in Ahangama und der letzte Tag am Strand...
Ich wollte den Tag nochmal richtig ausnutzen und früh los, um die Angler auf ihren Holzpflöcken zu sehen. Deshalb gings schon um 7 Uhr vor zum Strand. Die Affen waren auch schon wach und jagten sich mit wildem Gebrüll durch die Bäume. Der Himmel war grau und für später war Regen angesagt... hoffen wir mal, dass sich der Wetterdienst irrt!
Lulu und ich liefen den gewohnten Weg bis vor zum Strand und sahen schnell, dass der Strand um diese Uhrzeit noch garnicht existiert. Hmm schade, eigentlich wollten wir den langen Sandstrand ablaufen, uns noch ein bisschen umsehen für potentielle Badestellen und wie gesagt die Angler ein bisschen beobachten. Da wir nicht vorne am Wasser laufen konnten, liefen wir eben vorne an der Straße an den Läden vorbei. Bei jeder Abbiegung zum Strand schauten wir, wie es vorne aussah, leider jedes Mal mit dem Ergebnis: kein Strand zum laufen, keine Angler. Mist, wahrscheinlich war hier Sonntags auch Ruhetag und keiner setzte sich auf die Pfähle, die Holzauslagen vor den Strandabschnitten wo sonst der Fisch ausliegt und sich die Leute tummeln, waren auf jeden Fall auch leer. Tja da denkt man die Sri Lanker hätten keine Regeln und jeden Tag würde das immergleiche Chaos herrschen - Pustekuchen, erst der Feiertag und jetzt wird hier auch noch Sonntagsruhe gehalten, das hatten wir echt nicht erwartet 😅🙈 Wir liefen noch ein ganzes Stück, um uns wirklich zu vergewissern, dass heute nix los war und kamen an einen breiteren Strandabschnitt. Hier war es wirklich schön und wir konnten noch ein Stück am Wasser laufen :) Als wir auch noch ums letzte Eck geschaut hatten und nix entdeckten, drehten wir um und machten uns auf den Rückweg. Wir hatten uns zum Frühstück mit Sara verabredet, bis dahin war es aber noch eine Stunde und wir hatten beim Herlaufen ein paar süße Cafés direkt am Wasser gesehen, also beschlossen wir uns noch ein Getränk und ein bisschen schönen Ausblick zu gönnen. So am Meer zu wohnen muss einfach toll sein, ich könnte stundenlang einfach in die Wellen schauen und den Kopf vom Wind freipusten ❤️
Auf 9 Uhr waren wir vorne an der Hauptstraße und wieder zu dritt. Es gab Frühstück im Marshmallow Café. Wir saßen ganz vorne auf der Terasse und hatten einen Mega Blick aufs Wasser. Als unsere Avocado Toasts kamen, kam auch die Sonne raus und wir ließen es uns schmecken 😍👌🏼
Da die Situation mit dem Schatten an diesen Stränden nicht ganz so einfach ist, beschlossen wir heute nochmal unseren tollen Pool in der Unterkunft zu genießen. Vorher wollten wir aber noch ein paar letzte Souvenirs ergattern, also gings nochmal die Straße hoch und runter und dann zurück. Dort wurde nochmal ordentlich entspannt und gefaulenzt. Zum frühen Abend gings dann wieder vor zu den Restaurants. Diesmal versuchten wir das Mermaid's Kitchen und wieder saßen wir wunderschön vorne auf der Terasse mit Blick auf die Wellen. Das Wetter hatte gut über den Tag gehalten, jetzt zog es aber ganzschön zu. Trotzdem bekamen wir endlich einen schönen Sonnenuntergang. Die Sonne ging tiefrot unter und die Kulisse dazu war einfach genial! Dazu schmeckte das Essen noch gut und wir waren im Glück. Gerade als wir beschlossen hatten, jetzt wäre doch ein guter Zeitpunkt zur nächsten Eisdiele zu laufen für einen kleinen Nachtisch, fing es an zu blitzen und kurz darauf folgte ein kleiner aber heftiger Schauer. Froh darüber, dass wir einen Platz unter dem Dach hatten, harrten wir auf unseren Kissen aus, nur um wenige Minuten später festzustellen, dass das Dach wohl schon einige Risse hatte und das Wasser jetzt eben so auf uns runtertropfte 😅🙈 Die Bediensteten rannten hin und her, packten eifrig alles ins Trockene und nebenher wurde fleißig weiterbedient und Bestellungen aufgenommen, das geht hier alles ganz easy nebenher, sind ja immer mehr als genug Leute da 👍🏼😃
Es blieb zum Glück bei dem Schauer und bald konnten wir dann auch zu unserem Eis aufbrechen. Wir fanden eine süße Eisdiele, bestellen und setzten uns auch hier nochmal raus. KÖSTLICH!! Zufrieden traten wir den Rückweg an. Das war er also, der letzte Tag am Meer 🌊😍🤗Læs mere
Colombo
17. marts 2025, Sri Lanka ⋅ ☁️ 26 °C
Der letzte Stopp auf unserer Reise stand an - Colombo. Alles was wir davor über Colombo gelesen und gesehen hatten war sehr widersprüchlich, wir waren also bereit uns überraschen zu lassen und uns für einen Tag ins Getümmel zu stürzen.
Vorher gab's aber noch Frühstück in der Unterkunft. Es wurde wieder aufgetischt was das Zeug hält und da sich dabei ein bisschen Zeit gelassen wurde, konnten wir erst anfangen zu essen als unser Taxi schon da war. Mit einer halben Stunde Verspätung gings dann aber doch los. Wir stopften unsere kurz vor dem Platzen stehenden Rucksäcke und Taschen ins Auto und quetschen uns zu viert hinein (wir hatten beim Frühstück ein Mädel aus Frankreich kennen gelernt, die ganz happy war, dass wir sie mitnahmen und sie kein Taxi alleine zahlen musste).
Der Taxifahrer hatte sich wohl in den Kopf gesetzt, die verloren gegangene halbe Stunde wieder reinzufahren - er fuhr wie ein absolut Verrückter. Unsere französische Freundin fasste sich ein Herz und meinte nach einer Weile und etlichen ziemlich brenzligen Situationen "Wir haben es wirklich nicht eilig, wir möchten gerne lebend in Colombo angekommen...!". Unser Fahrer lachte nur, ließ sich davon aber nicht besonders beeindrucken.
Dann wars fast soweit - ein alter Mann auf einem Moped zog leichtsinnig zum überholen raus und wir mussten eine Vollbremsung machen, um ihn nicht komplett mitzunehmen. Unser Fahrer fluchte, fuhr nach vorne neben den Mann und schimpfte ihm aus dem Fenster entgegen. Der andere zuckte nur mit den Schultern, wackelte mit dem Kopf und fuhr weiter 🤷🏼♀️ Wir mussten an der Seite anhalten und irgendwas am Auto zurücksetzen, bevor es weitergehen konnte. Die restliche Fahrt kostete uns zwar noch ein paar weitere Nerven, ansonsten kamen wir aber letztendlich heile in Colombo an.
Nach dem Check-in bezogen wir unsere Wohnung und schnauften erstmal durch. Ursprünglich wollten wir ein bisschen an den hauseigenen Pool liegen, um erstmal anzukommen. Da das ganze Gebäude aber noch im Bau steckte, war der wenig einladend. Wir beschlossen uns anstelle dessen die Dachterrasse anzusehen und fuhren in den 52. Stock. Hilfe, so weit oben 🤯🤯🤯🙈 Das ist ja eigentlich so garnicht meins, aber der Ausblick auf den Lotus Tower und bis vor zum Wasser, war schon cool!
Nagut, wenn der Pool nix war, dann mussten wir eben gleich los und die Stadt erkunden. Da wir Hunger bekamen, liefen wir zur großen Mall und schauten uns dort ein bisschen um. Die Läden waren nicht sehr beeindruckend und das Essen richtig enttäuschend, das hatten wir uns schon mal anders vorgestellt... Anschließend steuerten wir ein Stadtviertel an, in dem in den Straßen ein Markt für alles Mögliche sein soll.
Wir liefen am Busbahnhof vorbei und dahinter ging es los mit den ersten "Läden". Als ich hineinschaute war ich nicht bereit für das was da zu sehen war. Es handelte sich hier wohl um das Hühner-Abteil und es stapelten sich die teils leeren, teils gefüllten Käfige bis hoch zur Decke. Alles stand vor Dreck, auf dem Boden Berge von Federn und ich will garnicht wissen was noch alles. Dann sah ich die Ratten, die suchend alles abliefen und dazwischen die Menschen barfuß und nur mit ihren um die Hüfte geschlagenen Tüchern bekleidet - ich glaub ich kotze!! Zum Glück waren wir hier schnell vorbeigelaufen und konnten die stinkende Wolke an Tierkadavern und - fäkalien verlassen. Zeit den Schock zu verarbeiten blieb aber nicht wirklich. Wir überquerten die Hauptstraße und waren nun mittendrin im Pettah Market. Hier gab es alles was das Technikherz begehrt. Um uns rum ein einziges Getümmel und Gewühle. Wir holten tief Luft und gingen dann dicht hintereinander weiter geradeaus. Himmel, das hörte garnicht mehr auf! Wir beschlossen abzubiegen und landeten im Stoffviertel. Überall stapelten sich die in Plastik verpackten Stoffe, die Leute schleppten Kartons und Teppiche hin und her oder fuhren ihre Waren auf langen Karren in der Gegend rum. Nebenher drückten sich Menschen, Tuktuks und die Liefer-LKWs durch die Straßen - kurz gesagt, es war ein heilloses Durcheinander und wir waren einfach nur überfordert😅🙈 Wir beschlossen uns langsam wieder einen Weg aus dem Chaos zu bahnen, das war jetzt vielleicht auch genug Markt für heute. So einfach war das nur leider garnicht. Manche Straßen waren durch Fahrzeuge blockiert, andere endeten einfach oder führten im Bogen wo anders hin. Wir bogen in eine etwas ruhigere Straße ein und waren froh, kurz eigenständig laufen zu können und nicht nur hin und hergeschoben zu werden. Die vermeintlich ruhige Straße entpuppte sich als Straße, in der Reis, Couscous und Gewürze verkauft wurden die in großen Scheunen und in riesigen Säcken gestapelt wurden. Hier waren jetzt plötzlich nurnoch hagere Männer unterwegs, die Säcke schleppten und uns mürrisch anschauten. Ok das war jetzt irgendwie ein bisschen gruselig, aber nach Gewürzen wollten wir ja die ganze Zeit schon gucken, deshalb liefen wir weiter. Gerade, als wir uns die Sachen genauer anschauen wollten, kam ein junger Mann und hielt uns sein Handy ins Gesicht. Er rief die ganze Zeit "Smile! Smile ladies!" und hüpfte wie wild um uns herum. Ok, das war jetzt echt zu viel des Guten! Wir nahmen reiß aus und liefen schnell wieder Richtung Bahnhof. Vorne angekommen waren wir nun in der Gemüse- und Fruchtabteilung und hier war das Klientel auch wieder angenehmer. Wir fanden trotzdem, dass wir jetzt genug Markt gesehen hatten und verließen das Viertel. Eigentlich wollten wir uns noch den Floating Market ansehen, der ganz in der Nähe war. Da der aber erst in einer Stunde aufmachen sollte und sich ein Gewitter ankündigte, beschlossen wir zurück zu fahren und uns kurz im Hotel auszuruhen.
Unser Plan ging perfekt auf und die Tuktuk-Fahrt zurück zum Hotel hob unsere Laune wieder 😅👌🏼 Nach dem Schauer gings nochmal los zum Essen. Wir gönnten uns ein letztes Mal Traditional Curry (es konnte leider mit dem aus Ahangama nicht mithalten, aber war trotzdem sehr lecker!) und ließen den Abend dann noch in einer Rooftop Bar mit Blick auf den schönen leuchtenden Lotus Tower ausklingen. WOOOOW, was für ein Tag!Læs mere
Tag der Abreise
18. marts 2025, Sri Lanka ⋅ ☀️ 24 °C
Unsere letzte Nacht war angenehm. So hoch oben im 22. Stock war es zur Abwechslung mal tatsächlich ruhig gewesen und da wir sogar 2 Schlafzimmer hatten, hatte ich diesmal ein Bett ganz für mich alleine 🤩
Um kurz vor 6 Uhr klingelte der Wecker. Wir hatten abends schon alles zusammengepackt und waren fix bereit zur Abfahrt. Wir hatten uns mit unserem Fahrer von gestern verabredet - bei ihm waren wir uns sicher, dass er uns auf jeden Fall schnell durch das morgendliche Chaos von Colombo bringen würde 😅👌🏼🫣 Es klappte auch alles wunderbar und wir waren rechtzeitig am Flughafen. Die Passkontrolle und die Gepackabgabe gingen zügig vorbei und dann hieß es warten auf den Flug. Den ersten Flug von Colombo nach Doha verschliefen wir so gut wie komplett (lag vielleicht daran, dass wir zu doof waren zu checken wie wir den Bildschirm und die Filme zum Laufen bringen konnten 🙄🙄🤦🏼♀️), naja ne kleine Mütze Schlaf zusätzlich konnte ja auch nicht schaden 🤷🏼♀️😂. In Doha mussten wir auch nicht lange warten und schon ging es weiter mit dem Flieger Richtung Frankfurt. Hier bekamen wir das Unterhaltungsprogramm zum Glück direkt an und das Essen das wir gebucht hatten war überraschenderweise einfach nur der Hammer 🤤
In Frankfurt angekommen ging es richtig fix mit unserem Gepäck. Leider mussten wir jetzt noch fast 2h auf unseren Zug nach Stuttgart warten 🙈 Es war so aaaarschkalt hier, wir bibberten richtig (das warme Wetter würde uns wohl die nächsten Tage richtig fehlen zurück in Good (c)old Germany 😬🥶🙈).
Aufgrund von Ausfällen konnten wir aber zum Glück dann einen anderen, etwas früheren Zug nehmen und schwuppsdiwupps (in dem Moment fühlte es sich leider garnich mal so schwuppsdiwupps an...) waren wir schon in Stuttgart, wo uns Sara's Papa abholte. Ich war letztendlich gegen 23 Uhr daheim und ziemlich bedient. Ich freute mich über die Ruhe in meiner Wohnung und genoss die erste Nacht im eigenen Bett 🥰🥰🥰
Fazit:
Sri Lanka hat mich absolut von den Socken gehauen und positiv überrascht! Ich war zu Anfang so skeptisch, zum einen was das Wetter anging und zum anderen war ich mir wirklich unsicher, ob mir das Land und die Menschen liegen würden. Ich war schließlich die letzten Jahre immer eher in kühlen und va. ruhigen Ländern unterwegs gewesen.
Das Wetter war die ganze Zeit schwülwarm, die Mosquitos nerven absolut, aber mit dem Kreislauf hatte ich eigentlich keine Probleme. Das Land ist bunt, lebendig (manche würden auch chaotisch sagen 😃) und vor allem LAUT, trotzdem habe ich es vom erstem Moment gemocht und bis zum Schluss richtig ins Herz geschlossen. Die Menschen sind einfach nur unfassbar goldig und lieb, man kann hier so viel sehen und erleben und für mich war es einfach wie eine ganz neue Welt, aus der ich so viel mitnehmen durfte.
Aktuell müssen die Eindrücke erstmal richtig sacken, aber wer weiß, vielleicht setze ich meinen kleinen neuentstandenen Traum ein eigenes Tuktuk-Unternehmen zu gründen und die Leute durch Kirchheim zu kutschieren bald um...😂🛺🥰...oder ich flieg einfach irgendwann nochmal hin, ins schöne Ceylon 💚🧡❤️🤗🇱🇰
Und hier noch ein paar Facts about Sri Lanka :
-Das IT-Peace schlechthin in Sri Lanka ist der Regenschirm (er kann multifunktional gegen Regen, Sonne verwendet werden. Außerdem dient er als Wandersstock und zur Verteidigung wenn die Affen zu frech werden)
-Der Verkehr auf Sri Lankas Straßen ist VEEERRÜCKKKT, was uns gleich zum nächsten Punkt bringt
-ohne eine Hupe am Gefährt bist du total aufgeschmissen
-wenn du in Sri Lanka ein Tuktuk fahren kannst, kannst du überall auf der Welt ein Tuktuk fahren
-es gibt in ganz Sri Lanka wahrscheinlich ähnlich viele streunende Hunde wie Menschen und alle sind sie tiefenentspannt
-Zebrastreifen sind ein gut gemeinter Vorschlag, sie müssen aber keinesfalls wirklich beachtet werden
-Oropax sind ein MUSS!!!!
-Sri Lanken Time kann stark variieren (es kann gut sein, dass es erst 20-30min später losgeht, manchmal sind sie aber auch schon ne Stunde früher da und dann eeetwas genervt)
-...
-...
-mit guter Laune und viel Zeit wird eine Reise nach Sri Lanka ein unvergessliches Erlebnis ❤️Læs mere






































































































































































































































































































































































































































