• Das Ethnologische Museum Hanoi

    21. november 2025, Vietnam ⋅ ☀️ 22 °C

    Das Ethnologische Museum Hanoi ist den 54 offiziell anerkannten Ethnien des Landes gewidmet und war für mich die größte Überraschung des Tages.

    Im Zentrum des Museums steht das sogenannte Bronze-Drum-Gebäude (Trong Dong Building), das architektonisch von der ikonischen Dong-Son-Bronz­trommel inspiriert ist. In diesem zweistöckigen Ausstellungsbau sind über 15.000 Artefakte ausgestellt, darunter traditionelle Kleidung, Haushaltsgegenstände, Musikinstrumente, religiöse Objekte und Masken.

    Die Ausstellung ist systematisch nach ethnischen Gruppen geordnet: So gibt es Bereiche, die u. a. den Viet (Kinh), die Muong, Dao, H’Mong, Khmer oder Cham gewidmet sind. Ergänzt werden die physischen Objekte durch ein umfangreiches Multimedia-Archiv: Das Museum verwahrt Tausende Fotos, Videobänder, Audiotapes – viele davon zeigen das tägliche Leben, traditionelle Zeremonien oder rituelle Bräuche der verschiedenen Gruppen.

    Ein weiteres Highlight ist der Kite-Bau (Canh Dieu Building), ein modernes Ausstellungsgebäude, das an einen traditionellen Drachen erinnert. Hier finden Sie nicht nur eine Dauerausstellung über die Kulturen Südostasiens, sondern auch wechselnde Ausstellungen, einen Multimedia-Raum und pädagogische Aktivitäten.

    Besonders spannend, wie ich finde es jedoch der Außenbereich des Museums, ein großzügiger Architektur-Garten, in dem Nachbildungen traditioneller Häuser verschiedener Ethnien stehen. Man kann etwa ein Stelzenhaus der Tày, ein Langhaus der Ede oder das halbstelzen Haus der Yao besichtigen. Daneben gibt es einen künstlichen Bach, kleine Brücken und sogar eine Bühne für Wassermarionetten, diesen Bereich fand ich besonders spannend und beeindruckend.
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