• Spektakuläre Küstenwanderung

    February 27 in Spain ⋅ 🌬 18 °C

    Der Himmel hängt tief und düster über uns. Kräftige Böen jagen schwere Wolken über den Atlantik, und die Luft ist erfüllt vom Geruch nach Salz und Sturm. Unser Weg führt uns direkt an der zerklüfteten Küste entlang; unter unseren Schuhen knirscht bei jedem Schritt das scharfkantige Lavagestein.

    Es ist ein Schauspiel der Urgewalten: Die Brandung donnert mit einer solchen Wucht gegen die schwarzen Felsen, so dass gischtige Fontänen meterhoch in den grauen Himmel schießen. Der Wind peitscht uns die Gischt wie feinen Regen ins Gesicht. Von den Aussichtspunkten entlang der Route bietet sich ein fast einschüchternder Anblick – riesige Wellenberge richten sich auf, bevor sie mit brachialer Gewalt an den Klippen zerschellen und das Salzwasser wie dichten Nebel durch die Luft schleudern.

    Die Gefahr ist greifbar: Überall wehen rote Warnflaggen, und sämtliche Zugänge zum Meer sind streng gesperrt. Selbst an Stellen, die normalerweise sicher begehbar wären, macht die schiere Gewalt der Brandung jeden Schritt unmöglich.

    Doch genau diese mystische, wilde Stimmung fasziniert uns so sehr, dass wir gar nicht umkehren wollen. Unser Pfad schlängelt sich über weite Lava-Plateaus, und wir laufen schließlich viel weiter als geplant. Über den offiziellen Wanderweg hinaus erkunden wir die verlassenen Pfade zwischen ehemaligen Feldern und alten Plantagen, immer begleitet vom Tosen des Ozeans zu unserer Rechten.
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