Teil 2 unserer Wanderung
March 1 in Spain ⋅ 🌬 15 °C
Die Ruta de la Llanía beginnt am historischen Brunnen von La Llanía. Er wurde in den schwierigen 1940er-Jahren von der Regionalverwaltung erbaut, um Mensch und Vieh in dieser wasserarmen Region zu versorgen – ein Kapitel der Inselgeschichte, an das sich die älteren Einwohner noch heute gut erinnern. Von dort aus führt der Rundweg in drei Varianten durch die Natur.
Schon zu Beginn fasziniert der schnelle Landschaftswechsel: Zunächst tauchen wir in den dichten, feuchten Nebelwald El Brezal ein. Märchenhafte Heiden, Farne, Flechten und Moose überwuchern hier alles. Es ist ein Ort, der fast ausschließlich von der Feuchtigkeit des Passatnebels lebt, der sich in den Ästen verfängt.
Obwohl El Hierro vom Ozean umgeben ist, war die Wasserknappheit seit jeher die Achillessehne der Insel. Ohne ausreichend Süß- und Quellwasser wurde das Überleben oft zur schier unlösbaren Herausforderung. Zahlreiche Dürreperioden prägten die Jahrhunderte; die letzte große Katastrophe liegt mit der „Großen Dürre“ von 1948 noch nicht einmal 100 Jahre zurück.
Die Herreños suchten über Generationen mit allen Mitteln nach Wasser. Die wenigen gefundenen Quellen hatten jedoch meist nur geringe Schüttmengen und versiegten in den Sommermonaten fast vollständig. Eine dieser lebenswichtigen Fundstellen ist die Quelle von El Lomo, die Anfang der 1940er-Jahre zu einer Art Wasserhaus ausgebaut wurde. Das Gebäude verfügt über einen hauptsächlich unterirdischen Behälter zum Speichern und Schöpfen des kostbaren Nass. Es gibt zwei separate Zugänge: einen für die Bevölkerung und einen für das Vieh. Letzterer war eine enorme Erleichterung für die Hirten aus dem Dorf El Pinar, die die Gegend regelmäßig mit ihren Herden durchstreiften.
Bald wandelt sich die Szenerie erneut: Der dichte Wald lichtet sich und wir erreichen offenere, trockenere Abschnitte, die deutlich von der vulkanischen Natur der Insel geprägt sind. Von hier aus führt unsere Route ganz gemächlich bergab, durch den mächtigen Kiefernwald zurück zum Ausgangspunkt unserer Wanderung.Read more





























