Letzte Übernachtung: Parador La Gomera
March 9 in Spain ⋅ 🌬 17 °C
Der Parador de San Sebastián de La Gomera ist weit mehr als nur ein Hotel – er ist ein architektonisches Denkmal, das die koloniale Geschichte der Insel atmet. Er gilt als einer der schönsten Paradores des gesamten spanischen Netzwerks.
Im Gegensatz zu vielen anderen Paradores, die in jahrhundertealten Klöstern oder Burgen untergebracht sind, wurde das Gebäude auf La Gomera im 20. Jahrhundert (eröffnet 1972) neu errichtet. Er wurde auf einer Klippe, dem „Lomo de la Horca“, oberhalb der Hauptstadt San Sebastián erbaut. Von hier aus hat man einen majestätischen Blick über den Hafen bis hinüber zum Teide auf Teneriffa. Ziel war es, ein Gebäude zu schaffen, das die reiche Geschichte der Insel – insbesondere die Rolle La Gomeras als letzter Zwischenstopp von Christoph Kolumbus vor seiner Entdeckung Amerikas – widerspiegelt.
So ist die Architektur eine Hommage an den kanarischen Herrensitz-Stil des 17. und 18. Jahrhunderts. Man wollte kein modernes Betonhotel, sondern ein Refugium, das sich organisch in die Tradition der Insel einfügt.
Das Herzstück sind die wunderschönen Innenhöfe, die Patios, die mit üppigen tropischen Pflanzen und Springbrunnen gestaltet sind. Sie dienen der natürlichen Kühlung und schaffen eine meditative Atmosphäre. Es wurde viel mit dunklem Holz (insbesondere der Kanarischen Kiefer), weißem Putz und regionalem Stein gearbeitet. Die typischen, kunstvoll geschnitzten Holzbalkone, die man überall auf den Kanaren findet, sind hier ein prägendes Gestaltungselement.
Das Innere wirkt fast wie ein Museum. Die Einrichtung ist eng mit der Ära der Entdeckungen verknüpft. Überall finden sich Navigationsinstrumente, alte Seekarten, Truhen und Gemälde aus der Kolonialzeit. Die Gemeinschaftsräume sind mit schweren Holzmöbeln und Teppichen ausgestattet, die den Geist der kastilischen Geschichte heraufbeschwören.
Die Architektur endet nicht an den Mauern. Der Parador ist von einem subtropischen Garten umgeben, der eine enorme botanische Vielfalt bietet. Hier wachsen Kakteen, Drachenbäume, Palmen und Bougainvilleen. Die Gestaltung folgt dem Prinzip der „Ruheoase“, was den Parador zu einem der stillsten und exklusivsten Orte der Insel macht.
Besonders sehenswert ist der Blick von der Terrasse bei Sonnenaufgang. Wenn die Sonne hinter dem Teide aufsteigt und das Hotel in goldenes Licht taucht, versteht man sofort, warum dieser Ort für die staatliche Hotelgruppe ausgewählt wurde.Read more

























