• Wanderung ab Portals Vells

    13 kwietnia, Hiszpania ⋅ 🌧 12 °C

    Portals Vells: Wo die Kathedrale von Palma ihre Wurzeln hat

    Die Höhlen von Portals Vells sind keine Laune der Natur, sondern von Menschenhand geschaffene Felskammern. Diese gewaltigen Öffnungen in den Klippen entstehen bereits im 14. und 15. Jahrhundert, als Steinmetze dort hochwertigen Kalksandstein, den berühmten Marès-Stein, abbauen.

    Das Besondere an diesen Höhlen ist ihre Bedeutung für die Architektur der Insel: Der hier gewonnene Stein ist so begehrt, dass er per Schiff nach Palma transportiert wird, um dort beim Bau der prächtigen Kathedrale La Seu sowie des Schlosses Bellver Verwendung zu finden. Durch den massiven Abbau entstehen drei riesige, torartige Öffnungen in der Felswand, die bis heute das markanteste Merkmal der Bucht sind. Genau diese „Portale“ geben dem Ort schließlich seinen Namen: Portals Vells – die „alten Tore“.

    Als wir die Höhlen betreten, sind wir sofort von den enormen Ausmaßen der Hallen und den präzisen, fast quadratischen Einschnitten in den Wänden beeindruckt. Sie legen noch immer ein stummes Zeugnis von der harten Arbeit der mittelalterlichen Steinmetze ab.

    Ein weiteres Highlight ist die sogenannte Cova de la Mare de Déu (Höhle der Muttergottes). Der Legende nach finden genuesische Seeleute während eines schweren Sturms Schutz in diesen Höhlen. Aus Dankbarkeit für ihre Rettung stellen sie eine Madonnenstatue auf und ritzen religiöse Symbole sowie Inschriften in den Fels, die wir teilweise heute noch erkennen können. Die Originalstatue befindet sich mittlerweile zwar in der Kirche von Portals Nous, doch die Atmosphäre in den Höhlen bleibt durch diese sakrale Geschichte tief mystisch und voller Ehrfurcht.
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