• Das moderne Baku

    September 2 in Azerbaijan ⋅ ⛅ 25 °C

    Heute Morgen werden wir um 10:00 Uhr im Hotel abgeholt und gehen zusammen mit unserer sympathischen Reiseleiterin Shura auf Erkundungstour durch Baku. Zunächst fahren wir mit dem Bus hoch auf den Aussichtspunkt, der uns einen Blick auf das Kaspische Meer ermöglicht. Leider ist die Aussicht heute etwas eingetrübt.

    Wir steigen bei den Flame Towers aus. Die drei riesigen Glaswolkenkratzer sind Flammen nachempfunden und prägen Bakus Skyline. Genial ist die Beleuchtung bei Nacht – entweder in lodernden Flammen oder in den Landesfarben.

    Gleich nebenan durchschreiten wir die Martyrs’ Lane, einen der bedeutendsten Gedenkorte Bakus. Die auf einer Anhöhe über der Stadt und mit Blick auf das Kaspische Meer gelegene Gedenkstätte erinnert vor allem an die Menschen, die während des sogenannten „Schwarzen Januars“ am 20. Januar 1990 ums Leben kamen. In der Nacht vom 19. auf den 20. Januar rückten sowjetische Truppen mit Panzern und schwerem Gerät in Baku ein, um die wachsende Unabhängigkeitsbewegung niederzuschlagen. Nach Angaben der aserbaidschanischen Regierung wurden dabei 147 Zivilisten getötet und Hunderte verletzt.

    Für die Aserbaidschaner ist dieser Ort deshalb nicht nur ein Friedhof, sondern ein Symbol für Trauer, nationale Würde und den Kampf um die Unabhängigkeit. Die Opfer des Schwarzen Januars wurden hier beigesetzt; später kamen auch Gefallene des Ersten Bergkarabach-Krieges hinzu. Ein besonders eindrucksvolles Element ist die Ewige Flamme, die an die Toten erinnert. Jedes Jahr am 20. Januar, dem Nationalen Trauertag, kommen Tausende Menschen hierher, um Blumen niederzulegen und der Verstorbenen zu gedenken.

    Von hier oben bietet sich uns ein herrlicher Blick über die Küste und auf die größte Flagge des Landes neben der Eurovision-Song-Contest-Halle, dem Baku Crystal Park, der innerhalb eines Jahres nach dem Sieg Aserbaidschans für die Austragung des Eurovision Song Contest 2012 gebaut wurde. Wenn wir nach links schauen, eröffnet sich uns der Blick auf die neue „Weiße Stadt“. Die Stadt von Baku war früher ganz schwarz gefärbt aufgrund der vielen Ölfelder. Das soll sich ändern, daher entsteht ein komplett neuer Stadtteil, der die „Weiße Stadt“ genannt wird.

    Das Baku Eye ist dem London Eye nachempfunden. Das moderne Glasgebäude rechts ist äußerlich fertiggestellt, aber innen noch nicht ausgebaut. Baku zeigt sich uns sehr modern und blitzsauber (auf illegale Müllentsorgung stehen sehr hohe Strafen).
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