• Kochkurs bei Maia in Juta

    10. September in Georgien ⋅ ☀️ 10 °C

    Am Nachmittag sind wir zu Gast bei Maia und ihrem Mann, der deutsch studiert hat und sehr gut Deutsch spricht, in seinem Elternhaus, in der Abgeschiedenheit der Berge. Maia selbst war Lehrerin für Russisch und Englisch und spricht hervorragendes Englisch. Sie betreiben ein kleines Bed & Breakfast und freuen sich, wenn die Welt bei Ihnen zu Gast ist. Mit Maia kochen wir zusammen typisch georgisch.

    Wir bereiten Chinkali, die berühmten georgischen Teigtaschen, gefüllt mit gewürztem Hackfleisch (traditionell Rind und Schwein gemischt) und heißer, aromatischer Brühe im Inneren. Es gibt sie auch mit Füllungen aus Pilzen, Käse oder Kartoffeln. Als die im Wasser sind, zaubert Maia mit vorbereitetem Hefeteig ruckzuck Chachapuri, das traditionelle georgische Käsebrot. In der Pfanne ohne Fett gebacken und nur innen mit einer Mischung aus Käse und gekochten Kartoffeln gefüllt, wird es kurz vor dem Servieren mit Butter bestrichen. Dazu gibt es gemischten Salat, gefüllte Aubergine und Cha-Cha, eine Art Grappa, der hier angeblich immer zu Chinkali getrunken wird.

    Neben dem guten Essen, erfahren wir auch einiges über Land und Leute und das Leben in der Abgeschiedenheit dieses Bergdorfs auf 2.200 m Höhe, das im Winter ca. 4 Monate nicht erreichbar ist. Dennoch leben hier 4-5 Familien das ganze Jahr über. Von Mitte Oktober bis Ende Juli zahlen die Bewohner nichts für Gas, die Kosten dafür übernimmt die Regierung.

    Sie erzählt auch viel über Flüchtlinge aus Russland in den letzten Jahren und Russen im Allgemeinen, da wir uns ganz nah an der russischen Grenze befinden. Sehr spannend!
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