• Durch die Fußgängerzone bis zur Oper

    September 16 in Armenia ⋅ ☀️ 28 °C

    Die zentrale und bekannteste Fußgängerzone Jerewans – die Nord-Avenue – wurde ab den 2000er-Jahren realisiert und im November 2007 feierlich eröffnet. Die Idee für diese Prachtstraße geht allerdings viel weiter zurück:

    1924: Bereits im ersten sowjetischen Masterplan des Architekten Alexander Tamanjan war eine breite Achse vorgesehen, die das Opernhaus direkt mit dem Platz der Republik verbinden sollte. Während der Sowjetzeit wurde das Vorhaben wegen hoher Kosten und dichter Wohnbebauung jedoch verworfen.

    2001–2002: Unter der Leitung des Chefarchitekten Narek Sargsjan beschloss die Stadtverwaltung die Wiederaufnahme des Projekts. Historische, meist einfache Wohnhäuser wurden abgerissen, um Platz für die neue Promenade zu schaffen. Die Straße wurde komplett als autofreie Fußgängerzone angelegt, gesäumt von mehrstöckigen Wohn- und Geschäftshäusern, Geschäften und Cafés. Am 27. November 2007 wurde die rund 450 Meter lange Fußgängerpromenade offiziell für die Öffentlichkeit freigegeben. In den Jahren 2014 bis 2016 folgte eine weitere Modernisierung mit dem Bau einer unterirdischen Shopping-Passage.

    In einer Seitenstraße befinden sich Porträts und Motive rund um den weltberühmten avantgardistischen Filmemacher Sergei Paradschanow (armenisch: Sergei Paradschanow, 1924–1990), der unter anderem mit Meisterwerken wie „Die Farbe des Granatapfels“ (Sayat Nova) internationale Filmgeschichte schrieb. Eine Bürgerbewegung ließ die Häuser kunstvoll bemalen, um deren Abriss zu verhindern. Das scheint bis zum heutigen Tag gelungen zu sein.
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