• In der wilden Paravani-Schlucht

    September 19 in Georgia ⋅ ☁️ 17 °C

    Der Paravani entspringt am Südufer des gleichnamigen Sees auf etwa 2.073 m Höhe, fließt rund 74 km durch die Hochlandschaft und mündet bei Chertwisi in den Mtkvari (Kura). Dabei verliert er auf relativ kurzer Strecke enorm an Höhe und schneidet sich tief in die vulkanisch geprägte Landschaft ein.

    Oben kommen wir aus der fast baumlosen, weiten Dschawacheti-Hochebene – eine Landschaft mit Vulkanbergen, riesigen Seen und karger Steppe. Der Paravani bringt plötzlich eine ganz andere Landschaft hervor: grüne Hänge, Felswände, Schluchten und ein deutlich milderes Mikroklima. Diese starke Veränderung macht die Fahrt landschaftlich besonders reizvoll. Die Region gehört zu den geologisch und landschaftlich ungewöhnlichsten Teilen Georgiens. Großes Landschaftskino, wie ich als Beifahrerin finde!

    Besonders eindrucksvoll ist der Abschnitt, in dem sich der Fluss in Richtung Chertwisi hinunterarbeitet. Dort wird das Tal zunehmend enger und dramatischer. Die Festung Chertwisi liegt schließlich genau an der strategisch wichtigen Stelle, an der sich die Täler treffen – und ist deshalb ein idealer Orientierungspunkt für die Paravani-Schlucht.
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