• Erste Erkundungstour durch Batumi

    September 20 in Georgia ⋅ ⛅ 22 °C

    Als wir nach Batumi reinfahren, komme ich aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. So viele Autoreparaturwerkstätten mit riesigen Ersatzteillagern, Baustellen, Neubauten, Straßenchaos – doch solche Dinge fotografiere ich einfach nicht so gerne.

    Wir beziehen unser Hotel, finden glücklicherweise direkt davor einen Parkplatz, lösen ein Parkticket (gar nicht so einfach, wenn der Automat nur Georgisch anzeigt – herzlichen Dank an die junge Dame, die uns Hilfestellung geleistet hat) und machen uns zu Fuß daran, die Stadt zu erkunden. Wie immer hilft mir Komoot bei der Orientierung. Am Hafen stehen ganz viele Angler und versuchen ihr Glück. Wir schlendern ein Stück entlang des großzügigen Boulevards, der an der Küste entlangführt. Der Abschnitt vom Hafen Richtung Süden ist schön: Palmen, Bambus, Skulpturen, alte Bäume und Meerblick machen ihn zu einem abwechslungsreichen Spaziergang.

    Wir kommen an der Ali-und-Nino-Statue vorbei. Die sieben bzw. acht Meter hohen Metallfiguren symbolisieren den muslimischen Ali und die christliche Nino, die sich verbotenerweise ineinander verliebt haben. Sie bewegen sich langsam aufeinander zu, verschmelzen kurz miteinander und trennen sich wieder. Die Bewegung wiederholt sich ungefähr alle 8–10 Minuten. Die Skulptur von Tamar Kvesitadze steht für Liebe, Bewegung und die Begegnung verschiedener Kulturen.

    Direkt nebenan stehen mehrere der modernen Wahrzeichen Batumis, darunter das Riesenrad, der Alphabet Tower und der Leuchtturm. Der Alphabet Tower nimmt mit seinen 33 georgischen Buchstaben Bezug auf die georgische Schrift.

    Nachdem wir den Sonnenuntergang am Strand genossen haben, geht es zurück durch Batumis historisches Zentrum, eine interessante Mischung aus Belle Époque, Jugendstil, russischer und georgischer Architektur und vielen hübsch restaurierten Häusern. Gerade die kleinen Seitenstraßen sind viel spannender als die großen Boulevards.
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