• Hoi An bei Nacht

    2025年12月8日, ベトナム ⋅ ☁️ 21 °C

    Wir entdecken immer wieder neue Ecken in dieser zauberhaften Stadt, obwohl wir nun schon einige Male hier waren. Auf der kleinen Insel ist es uns allerdings deutlich zu laut: Wie so häufig in Vietnam dröhnt aus jeder Ecke Musik, es wird Karaoke gesungen, und jeder versucht, den anderen zu übertönen. Umso mehr genießen wir die bezaubernde Altstadt mit ihren ruhigen, kleinen Cafés und den idyllischen Plätzen, die zum Verweilen einladen.もっと詳しく

  • Vorbereitungen unserer Rückreise

    2025年12月9日, ベトナム ⋅ ☁️ 25 °C

    Unser letzter Tag in Vietnam fordert uns noch einmal richtig heraus. Gestern Abend haben wir schweren Herzens entschieden, die Reise aufgrund von Maurices Verletzung vorzeitig abzubrechen und so schnell wie möglich nach Hause zu fliegen. Was danach folgte, war ein kleiner Marathon an Telefonaten und E-Mails: mit der Auslandskrankenversicherung des ADAC, mit der Master Gold Kreditkarte, mit verschiedenen Servicestellen, die auch durch die Zeitverschiebung natürlich nie genau dann erreichbar waren, wenn wir sie brauchten. Nach einigem Hin und Her erreichen wir schließlich, dass wir den Rückflug für Maurice selbst organisieren dürfen.

    Dafür braucht es allerdings eine ganze Liste an Voraussetzungen:
    – Der Gips muss an beiden Seiten aufgeschnitten werden, damit das Bein im Flug nicht zu sehr anschwillt.
    – Eine Thrombosespritze, damit der lange Flug nicht zur Gefahr wird.
    – Eine Pick-to-Fly-Bestätigung, die eine Betreuung an jedem Flughafen garantiert – vom Check-in bis zum Einsteigen.
    – Und schließlich die schriftliche Bestätigung der Flugtauglichkeit.

    Eigentlich klingt das alles machbar.

    Mit den beiden Rollern machen wir uns also auf den Weg nach Da Nang – diesmal allerdings mit komplettem Gepäck und Maurices schweren, unhandlichen Krücken. Nach 45 Minuten erreichen wir das internationale Hospital, das wir ja bereits schon kennen, doch diesmal ist nicht die Notaufnahme zuständig, sondern der reguläre Klinikbetrieb. Und als wäre das nicht genug, fällt ein großer Teil unserer Zeit genau in die Mittagspause des Krankenhauses. Alles dauert dadurch noch länger als gedacht.

    Der behandelnde Arzt weigert sich zunächst, den Gips aufzuschneiden. Also erklären wir geduldig, dass er dies auf unsere eigene Verantwortung tun darf. Erst muss jemand das passende Formular suchen, dann dauert es gefühlt ewig, bis alles korrekt ausgefüllt ist. Am Ende geht unser gesamtes, restliches Bargeld für die Krankenhausrechnung drauf – immerhin eine Sorge weniger, denn ich hatte schon überlegt, wie wir das restliche Geld noch sinnvoll hätten ausgeben sollen.

    Als wir endlich aus dem Krankenhaus kommen, bleiben uns noch rund drei Stunden, bevor wir am Flughafen sein müssen. Diese Zeit möchten wir unbedingt an einem schönen, ruhigen Ort verbringen – einfach einmal durchatmen, bevor der Trubel des Rückflugs beginnt. Zum Glück hat Joe schon im Vorfeld ein kleines Resort herausgesucht, das praktischerweise genau zwischen dem Krankenhaus und der Roller-Vermietung liegt, bei der wir unsere Fahrzeuge später wieder abgeben müssen.

    Dorthin fahren wir jetzt. Ein letzter kurzer Moment vietnamesischer Gelassenheit, bevor die herausfordernde Heimreise beginnt.
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  • Reisefazit

    2025年12月9日, ドイツ ⋅ ☁️ 8 °C

    Maurice hat sich tatsächlich den Fibulaknochen am unteren Ansatz oberhalb des rechten Knöchels gebrochen. Die Bänder haben laut vietnamesischem Arzt nichts abbekommen, und üblicherweise wird ein solcher Bruch nicht operiert, sondern wächst von allein wieder zusammen. Er darf den Fuß lediglich sechs Wochen lang nicht belasten – das braucht nun einfach Zeit.

    Unter diesen Umständen wollten wir nicht länger bleiben. Reisen mit Gips ist wirklich sehr anstrengend. Seit dem Unfall waren wir quasi nur noch mit angezogener Handbremse unterwegs, immer unsicher, was noch möglich ist und was nicht. Das bremst natürlich auch den Spaßfaktor erheblich.

    Hinzu kam, dass an unserem Abreisetag eine anhaltende Regenfront über ganz Vietnam zog – da fiel uns der Abschied nicht allzu schwer. Die drei Wochen zuvor jedoch waren erlebnisreich und unvergesslich. Mit ein bisschen Englisch lässt sich eine solche Reise erstaunlich unkompliziert organisieren. Wir sind unglaublich glücklich, genau so unterwegs gewesen zu sein, und haben selten so viele nette und interessante Menschen kennengelernt. Maurice war ganz im Glück – sowohl mit der Art des Reisens als auch mit den Menschen, die er getroffen hat. Sie haben ihn inspiriert, motiviert und, davon bin ich überzeugt, auch geprägt.

    Wer nach Vietnam reist, muss sich darauf einstellen, in ein armes Land im Umbruch zu kommen. Manche Kinder sind barfuß und kaum bekleidet im Gebirge unterwegs, die Toiletten oft grenzwertig, Müll ist allgegenwärtig, und man möchte am liebsten überall aufräumen. Die Städte sind laut und hektisch, die Luft oft schlecht – und trotzdem hat uns Vietnam total geflasht.

    An vielen Stellen wird gebaut, teils weit über den tatsächlichen Bedarf hinaus. Die ein oder andere Bucht wird von ausländischen Investoren umgepflügt, und große, weitläufige Resorts entstehen. Da bin ich ehrlich gesagt ein wenig dankbar, dass Bauprojekte bei uns Zeit brauchen und man nicht allein aus kommerziellen Gründen die wunderschöne Natur verkauft.

    Die Vietnamesen – insbesondere im Norden – sind unglaublich herzlich, das Essen ist großartig, die Landschaften sind zauberhaft. Dazu kommen die reiche Kultur und die Möglichkeit, unkompliziert, spontan und günstig zu reisen. All das macht diese Reise für uns unvergesslich.

    Wir sind und bleiben Vietnam-verliebt. Wenn wir wiederkommen, dann im Frühjahr. Die schönsten Reisemonate müssen April und Mai sein, wenn alles blüht und die Sonne von einem strahlend blauen Himmel scheint.
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  • Mittagsrast vor dem Rückflug

    2025年12月9日, ベトナム ⋅ ☁️ 24 °C

    Unsere letzten Stunden in Vietnam verbringen wir im The Blossom Resort Island Da Nang, das laut Google Maps und Booking mit einem Onsen-Bad und einer traumhaften Anlage lockt. Doch wie so oft in Vietnam weicht die Realität ein wenig von den perfekten Online-Bildern ab: Direkt gegenüber erstreckt sich eine Großbaustelle, rund um das Haus sind Handwerker zugange, überall wird geschraubt, gehämmert und gewerkelt.

    Also heißt es wieder einmal: den Blick bewusst auf das Schöne richten. Wir lassen uns nicht aus der Ruhe bringen, genießen unser letztes vietnamesisches Mittagessen und machen es uns anschließend auf den gemütlichen Hängeliegen bequem, die elegant über dem Pool schweben. Dort finden wir tatsächlich noch einmal ein kleines Stückchen Ruhe – so sehr, dass wir alle drei für zwei wunderbare Stunden einschlafen.

    Ausgeruht geben wir später die Roller ab und fahren mit einem Grab-Taxi zum Flughafen. Diese kleine Pause tat unglaublich gut und war dringend notwendig, bevor das nächste Abenteuer – der Heimflug – beginnt.
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  • Rückflug nach Deutschland

    2025年12月9日, ベトナム ⋅ ☁️ 23 °C

    Wir haben uns für den direkten Rückflug entschieden

    19:10 Uhr - 20:35 Uhr mit VN 188 von Da Nang nach Hanoi
    23:25 Uhr - 06:00 Uhr mit VN37 von Hanoi nach Frankfurt

    Wir zeigen am Schalter die Bescheinigung Pick to Fly, und schon setzt sich eine Maschinenbewegung, die uns gemeinsam als Familie durch die drei Flughäfen lotst. Man begleitet Maurice in Da Nang bis in den Flieger, in Hanoi werden wir mit einem gesonderten Fahr-Container direkt im Flugzeug abgeholt und über das ganze Rollfeld zum Gate gebracht. Wir vom regionalen zum Internationalen Terminal, durch Sicherheitscheck und Passkontrolle bis zum Flieger begleitet. Maurice ist ganz dankbar, dass er die langen Strecken im Rollstuhl fahren darf, ohne Laufen zu müssen. Da er den rechten Fuß nicht belasten darf, ist das Laufen über längere Strecken doch sehr herausfordernd.

    Der Flug nach Frankfurt dauert elfeinhalb Stunden und zieht sich schon ein bisschen in die Länge. Wir sind froh, als wir landen und uns Caro netterweise mit unserem Auto abholt. In Vietnam hat es inzwischen angefangen zu regnen. Henning, mit dem Maurice die letzten Tage unterwegs war, schreibt, dass er gar nicht weiß, wohin er gehen soll, weil überall Regen vorhergesagt ist. So sind wir gar nicht ganz so traurig, dass wir zwei Wochen früher als geplant in Deutschland bei herrlichem Winterwetter landen.
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    旅行の終了
    2025年12月10日