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Pastas im Norden

A 34-day adventure by Andy & Pünktchen Read more
  • Trip start
    July 22, 2024

    Camper Ausbau

    July 5, 2024 in Germany ⋅ ☁️ 18 °C

    Die Idee steht vor dem Plan, das hat schon Platon so gesagt. Idee ist also mit einem Auto nach Nord oder Osteuropa zu fahren. Und schnell wurde es konkreter: mit dem Familienauto von Andreas nach Skandinavien. Und weil ich noch in Utrecht war, lag die Konzeption des Ausbaus und die Umsetzung bei dem fachlich qualifizierten Teil dieser Beziehung.

    Durch eine großzügige Spende des südstadt Sperrmülls und Funde auf dem Dachboden ging es mit Material und Motivation los. Ein weiter wichtiger Akteur des Ausbaus und unsere Eierlegendewollmichsau: Andreas' Arbeitsplatz und Labor. Und die totale Kulanz, die alle an den Tag legen und nach denen allen völlig egal ist, ob in der Werkstatt Roboter gebaut oder Camper ausgebaut werden.
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  • Test Test Mücke Mücke

    Jul 6–8, 2024 in Germany ⋅ 🌧 20 °C

    Bevor es auf große Tour geht, steht erstmal ein Testlauf an. Nach einem Tag in Freiburg mit den grundsätzlichen Vorbereitung- Dachbox installieren, Sitze reduzieren, Regen akzeptieren in Baumärkten frustrieren. In KA schnell die modularen Möbel eingebaut, Matratzen zugeschnitten und ab zu einem perfekten Sonnenuntergang an den Rhein. Dort gab's auf dem nagelneuen Kocher schnelle Tortellini und Ausblick auf die Frachter, die bestimmt alle nach Utrecht fahren.

    Am nächsten Morgen hat uns eine Gänsefamilie besucht und nach ausgiebigen Frühstück und erholsamer Nacht ging es schon zurück, um noch die letzten 500 Dinge zu erledigen. Test also glorreich bestanden, wir haben Lust auf mehr:)
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  • Es geht los!

    July 22, 2024 in Germany ⋅ 🌙 16 °C

    Nachdem wir am Samstag bei Nina Chuba auf das Fest getanzt haben, gestern geputzt, gepackt und gerödelt und ein bisschen getrödelt wurde konnten wir heute morgen endlich los. Naja, heute Mittag weil Charlotte noch schnell ihre neue Brille abholen musste.
    Also ab auf die Autobahn immer Richtung Norden ein kleiner ungeplanter Umweg bei Frankfurt, etliche Baustellen und zwei Raste später (mit Andi Spezial Sandwiches und selbst gezogenem Balkon Salat) stehen wir heute auf einem Parkplatz in der Lüneburger Heide. Nicht ganz so weit, wie wir eigentlich wollten, aber dafür ohne Stress und noch mit Licht zum kochen und ankommen. Nach einem kleinen Spaziergang durch die wunderschöne Heide gabs Schupfnudeln mit Gemüs' (letzte Reminiszenz an Süddeutschland) und grundsätzlichen gibt's viel Begeisterung für unseren Käpt'n Blaubär. So haben wir das Auto nämlich getauft. :)
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  • So gut wie Kopenhagen

    July 23, 2024 in Denmark ⋅ ☁️ 18 °C

    Wir sind in Skandinavien!

    Nach einer sehr gemütlichen und ruhigen Nacht sind wir gestärkt mit MüsliBauch und frisch vollgetankt weiter nach Norden gedüst.
    Vor dem Elbtunnel gab es einen sehr praktischen stockendem Verkehr währenddessen wir uns mal wieder den Hafen und die Köhlbrandbrücke ein bisschen aus der Ferne anschauen konnten.
    In Schleswig am Hafen gab es das erste kulinarische Highlight unserer Reise: Mittagessen mit Franzbrötchen und Fischbrötschen. Andreas' professionelle Franzbrötchen Bewertung: 7/10. Matjesbrötchen auf Charlottes Skala: 8.5/10. Großartig!

    Dänemark hat uns mit einem Tempolimit (endlich! Viel angenehmeres fahren!) und einem dicken Regenschauer begrüßt (hat den Effekt direkt zunichte gemacht). Nach ein paar beeindruckenden Brücken später übernachten wir heute in.... Kopenhagen! Naja, in einem Vorort mit Marina und großem Kunstmuseum.

    Das nach Andreas "berühmteste Wahrzeichen der Stadt", die Müllverbrennungsanlage haben wir schon aus der Ferne gesehen. Und das erste mal so richtig die Ostsee. Morgen machen wir also spontan einen kleinen Stadtausflug.

    Und der Regen hat sich auch verzogen, es ist also richtig schön. :)
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  • Wirklich Kopenhagen

    July 24, 2024 in Denmark ⋅ ☀️ 21 °C

    Heute ernten wir die Früchte unserer Fahrerei und beginnen den Tag mit einem langsamen Waten in die grosse Badewanne der Ostsee. Die hat noch nicht mal Salzgeschmack. Es bliebt fraglich, ob es sich um ein Meer handelt. Oder nur ein Planschbecken.
    Zum Frühstück gabs noch Franzbrötchen und dann haben wir den Kapitän auf dem Parkplatz der Gemeindeverwaltung abgestellt. Immerhin habe ich noch einen netten Brief geschrieben und in die Windschutzscheibe gelegt, damit sie uns nicht abschleppen.
    Naja, nach einer kurzen S-Bahn Fahrt sind wir kreuz und quer durch Kopenhagen marschiert, haben Kirchen besichtigt und uns in Muesumsshops rungetrieben. Die royals haben wir leider nicht getroffen. Andreas weiß jetzt dennoch mehr über sie als er je wollte.

    Zum Mittagessen gab es Smørrebrød in Christania und abends die kleinsten Burger der Welt.

    Zurück bei unserem Camper haben wir ein bisschen weiter geplant, morgen geht es über den Øresund nach Schweden.
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  • Hej aus Schweden

    July 25, 2024 in Sweden ⋅ 🌙 17 °C

    Der Tag startete mit einem Bad am Ostseesand
    Dann gab es eine gründliche dusche am Strand.
    Wir haben noch schnell die Drohne fliegen lassen
    und dann Dänemark verlassen.

    Über den Øresund geschwind gedüst hat uns Schweden schon gegrüßt.
    In Kristianstad gab es die ersten Zimtschnecken,
    Die ließen wir uns gemütlich schmecken.

    Die Stellplatzsuche danach war etwas mühsam,
    Weil ständig andere Badenser schon vor uns da war'n.
    Am Ende hat es doch geklappt
    Und wir haben uns den schönsten Platz geschnappt.
    Direkt am See gabs Bier und Pasta
    Basta.
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  • Im Mutterland des gelben Riesen

    July 26, 2024 in Sweden ⋅ ☁️ 16 °C

    Nachdem uns schon Übermotivation vorgeworfen wurde heute mal kein Nobelpreisverdächtiger lyrischer Erguss. Apropos Nobel: in drei Tagen wollen wir in Stockholm sein und bis dahin noch etwas die Schärenwelt erkunden; das ist dann schon so etwas wie ein Plan.
    Heute Morgen gab es mal wieder ein kulinarischen Höhepunkt: pancake Mix mit Äpfeln. Dazu viel Schweden Lektüre und endlich etwas Müßiggang.
    Mittags haben wir etwas Kultur gewagt und sind ins nahegelegene Ikea Museum gegangen. Das war außer der Design Entwicklung über die Jahre ziemlich uninteressant und ausschließlich Eigenwerbung der amerikanischten Sorte. Aber Mittagessen war super: Hering für die eine, Köttbullar für den anderen.
    Dann stand nochmal 2,5 Stunden Fahrt an, um im absoluten Zentrum der Astrid Lindgren Welt zu landen. Völlig unverhofft und ungeplant stehen wir jetzt an einem schönen See, 500 Meter von einem Drehplatz der Michel aus Lönneberger Filme entfernt.
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  • Von Bullerbü an die Ostsee

    July 27, 2024 in Sweden ⋅ ⛅ 18 °C

    Heute gings von Bullerbü über den kleinsten Nationalpark wieder Schwedens wieder an die Ostsee.
    Nach einem kleinen Besuch in Bullerbü, wo Astrid Lindgrens Vater lebte und heute eine Attraktion mit 90% Deutschen ist, sind wir in den kleinen Nationalpark Norra Kvill. Dort haben wir die größtmögliche Wanderung von 4 Km absolviert, an einem Aussichtspunkt eine Zimtschnecke gegessen und uns im Bäume bestimmen geübt. Dann ging es Richtung Västervik und in das erste Mal in den schwedischen Supermarkt, um Öl (Bier) zu kaufen und mal so zu schauen, was es hier besonderes gibt. An der Marabou Schokolade (Kindheitserinnerungen!) mussten wir leider vorbei gehen- akute Schmelzgefahr.
    Die Stellplatzsuche hat etwas länger gedauert heute, die Gegend im südlichen Schärengarten ist sehr touristisch und überall ist Camping Verboten. Wir haben dann doch noch einen schönen Platz mit direktem Ostseezugang gefunden und direkt ein Bad genommen. Abends wurde groß gekocht und dann warn wir ausgenockt.
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  • Schnipp schnapp Insel ab Schäre da

    July 28, 2024 in Sweden ⋅ 🌙 17 °C

    Tag 7!
    Eine Woche vorbei und die Handgriffe sitzen. Morgens schnell Tee gekocht, Brötchen geschmiert und schon gibt es ein Premium Frühstück direkt an der Ostsee. Danach noch gemütliches Lesestündchen und dann verlassen wir den Platz. Nächstes Zwischenziel ist ein Naturschutzgebiet in den Ausläufern Schärengartens. Dort wandern wir an der Küste durch Fichten- und Kiefernwälder, Heide, Moose und Andreas springt über die Küstenfelse und nennt sein neues Hobby Trailrunning. Mittagspause gibt's an einem voll ausgestatteten Rastplatz (Feuerstelle inklusive Feuerholz, Toilette) mitten im Nirgendwo. Da bekommt man direkt Kanuwander Phantasien...
    Der zweite Teil der Wanderungen ist landschaftlich auch toll zieht sich aber etwas. Die vielen kleinen Inseln vor der Küste rufen Segelerinnerungen wach und sehen mit versprenkelten roten Häuschen aus wie bestellt. Am Ende setzt dann noch ein leichter Schauer ein, aber unser Kapitän ist quasi unser Hafen. Also auf nach Nörköpping, dort finden wir auf Anhieb einen Platz für die Nacht an einem See mit Badestelle. Wir sind zwar nicht ganz alleine, aber die trubelige Atmosphäre ist nett und in der Abendsonne gibt es noch einen Sprung ins Wasser und ein Abendessen mit Ausblick.
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  • Venedig des Nordens!

    July 29, 2024 in Sweden ⋅ 🌙 16 °C

    Heute war ein Urlaubstag, wie er im Buche steht!
    Nach einem morgendlichen (1.) Bad gegen den Wind (Wellen größer als in der Ostsee) im See sind wir relativ früh aufgebrochen und etwas über eine Stunde nach Nordosten gefahren, in das Naturschutzgebiet Stensdörren. Aber statt einer großen Wanderungen haben wir direkt Badesachen eingepackt und uns einen sonnigen und einigermaßen windgeschützten Platz in den Schären gesucht. Und dann gab es ein paar Stunden mit Dösen, Lesen, Schwimmen (2.-3.) und Segelboote beobachten. Heute war es wirklich warm und der Tag hat sich mehr nach Mittelmeerurlaub als Schweden angefühlt. Dieses Naturschutzgebiet ist extrem gut ausgebaut und auf sehr viele Besucher ausgelegt, umso besser, dass wir an einem Montag da waren und es nicht so überlaufen war.

    Nach ausgiebigen (Sonnen-)baden sind wir dann noch etwas über eine Stunde nach Stockholm gerauscht. Die vierte Hauptstadt, die wir dieses Jahr zusammen besuchen wie uns zufälligerweise auffällt. Natürlich haben wir Park Möglichkeiten und eventuell erforderliche Apps vorher nicht recherchiert und so stehen wir erstmal auf dem Parkplatz der Uni und suchen dann einen günstigeren und besser gelegenen Platz. Der ist dann auch irgendwann gefunden und zeichnet sich vor allem durch eine exzellente Anbindung an die Tunnelbana aus. Und dann, als die ganze Logistik endlich geklärt ist, hüpfen wir schnell in besagte Bahn und gehen in der Innenstadt auf Empfehlung von zwei guten FreundInnen sehr gut Ramen essen. Nicht kochen und abspülen müssen ist echter Luxus. Mit dem letzten Rest des Lichts machen wir noch einen Abendspaziergang durch die Altstadt und Andreas ist gane begeistert davon, dass quasi überall Wasser ist. Bisher tolle Stadt, wir haben Lust auf mehr und erkunden morgen weiter.
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  • Eine Stadt auf vielen Inseln

    July 30, 2024 in Sweden ⋅ 🌙 18 °C

    Heute ging es direkt los auf Zimtschneckenjagd zum Frühstück. Dank Moritz waren wir mit ausgezeichneten Tipps versorgt und konnten direkt zwei Schnecken fangen. So gestärkt haben wir uns schnell eine Route für einen Stadtspaziergang rausgesucht und sind Stockholm erlaufen gegangen. Stadshus, Frühstückspicknick, Gamla Stan (Altstadt), königliche Begräbniskirche, deutsche Kirche, mehr Zimtschnecken und Fährfahrt zu einer anderen Insel. Auf Djurgården war es ziemlich trubelig, dort sind viele Museen und ein Freizeitpark und es gab viel zu beobachten. Vor allem natürlich Segelboote, Fähren, Kreuzfahrtschiffe und Amphibienboote. Weil es heute für schwedische Verhältnisse echt warm war und die Sonne ziemlich gebrannt hat haben wir den Mittag im Vasa Museum verbracht. Dort gingen dann ganz schnell 2,5h ins Land (oder auf den Ostseegrund), während derer wir ins das beeindruckende Wrack angeschaut haben.
    Nach einer kurzen Pause sind wir dann noch über ein weiteres Museum gestolpert: die Sammlung der Museumsschiffe. Dabei vor allem ein Leuchtfeuerschiff aus den 50er Jahren, auf dem wir bis zu den Linsen hochlaufen konnten.
    Anschließend gab es in einem Biergarten 1-13 Bier mit später Nachmittagssonne und tollem Ausblick und später noch Pizza zum Abendessen
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  • Stockholm Tag 2

    July 31, 2024 in Sweden ⋅ ⛅ 17 °C

    Stockholm Tag 2

    Heute hat sich eigentlich fast alles um Essen und Verkehrsmittel gedreht. Frühstück war wie immer eine Zimtschnecke dieses Mal in einem schönen Museumscafé. Dann sind wir durch Östermalm spaziert, haben eine tolle Markthalle aus dem 19. Jhdt gefunden und waren anschließend vor einem Hotdogladen, den uns Moritz empfohlen hat. Dort kann man aus etwa 20 verschiedenen Sorten von Wurst wählen und bekommt diese in etwas, das sie Baguette nennen. In unserer Naivität haben wir beide das "doppelte" gewählt und waren ganz schön erstaunt, als da auf einmal 4 (!) Würste in unserem Brötchen steckte. Das war auf jedem Fall mehr als ein kleiner Mittagssnack war und unser Cholesterinspiegel hat sich bei uns wahrscheinlich auch bedankt. Danach ging es nach einem kleinen Spaziergang wiedermal auf die Insel Djurgården in den Park für eine Lese- und Verdauungspause. Plan war es von Anfang an, den angekündigten Regen bei einer Fährfahrt auszusitzen. Also ab auf die Fähre um ein bisschen durch die Schären zu schippern, natürlich alles Teil unseres ÖPNV Tickets. Als es bei einem Zwischenziel immer noch strahlend blauer Himmel ist, steigen wir aus und Lesen noch ein bisschen mit Blick auf Stockholm. Und dann kommt der angekündigte Schauer doch noch mit 2h Verspätung, ist aber nach 5 Minuten fast vorbei. Die Fähre kommt nach 8 Minuten...

    Nach der Fahrt nehmen wir den Bus und schauen uns den Campus der KTH Universität an. 

    Und dann steht noch eine Fahrt mit einer der wenigen Straßenbahnen an, der Nummer 7. Die kommt erst nur in Form eines Busses, aber das reicht einem Zugfreund wie dem meinen natürlich nicht. Wir erwischen leider keine der historischen Bahnen, aber juckeln dennoch die Strecke entlang des Wassers. Dann gibt es noch ein Bier an der Promenade in Abendsonne und bengalesisch als Abendessen.
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  • Behind the scenes

    August 1, 2024 in Sweden ⋅ 🌙 16 °C

    Wir sind jetzt seit 10 Tagen und 2000 Kilometern mit dem Käpt'n unterwegs und als Zwischenfazit können wir sagen: läuft richtig gut. Bisher haben wir Müslischalen nachgerüstet, sonst hat es uns eigentlich an nichts gefehlt. Die provisorischen Abdunkelungen aus Pappe halten, was ein Provisorium verspricht: länger als vermutet. Mit dem vorhanden Platz kommen wir gut hin, zu Essen haben wir eh viel zu viel dabei. Wenn wir dass alles essen würden, müssten wir auf die ganzen Verlockungen vor Ort verzichten(und wer will das schon auf Reisen?). Wir haben noch einen persönliches Beleuchtungskonzept inklusive Sternenhimmel installiert, den sehen wir nämlich in echt nicht so oft, weil ich um 11 schon schlafe...

    Heute verlassen wir Stockholm und nutzen die Möglichkeit noch eine Angelegenheit zu regeln: beide unserer 10 Liter Wasserkanister haben Löcher, was wenig verwunderlich ist, weil die aus weichem Plastik bestehen. In Deutschland haben wir auf die schnelle keine bessere Alternative gefunden. Dafür gibt's im schwedischen Bauhaus andere und viel passendere Kanister als bei uns zu Hause und jetzt sind wir sogar mit 25 L unterwegs! Eine neue Gaskartusche gibt's auch noch und los geht's wieder aus der Stadt raus. Für die nächsten Tage sind wir also wieder ausgerüstet. Wasser müssen wir etwa alle drei Tage nachfüllen, aber da finden sich immer viele Möglichkeiten. Und um das Waschen zu verschieben, habe ich einfach neue Unterhosen gekauft, Problem gelöst.

    Nach langer Baustelle und 3h Fahrt sind wir am späteren Nachmittag zwischen den beiden großen Seen Schwedens (Vänern und Vättern) angekommen, in der Nähe des Nationalparks Tiveden, den wir uns morgen erwandern wollen. Und nach zwei vollen Tagen stadt muss natürlich endlich mal wieder gebadet werden. Ansonsten wir den Tag mit einer Kreuzung aus Bolognese und Chili sin carne ausklingen, während die Sonne über'm See untergeht. Was will man mehr?
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  • Wandern weiter westlich

    August 2, 2024 in Sweden ⋅ ☀️ 20 °C

    Heute sind wir endlich mal direkt am See aufgewacht, diese Aussicht macht direkt gute Laune!

    Nach dem Frühstück sind wir in den wunderschönen Nationalpark Tiveden gefahren, der einen größeren See umfasst. Wir haben zwei Wanderungen kombiniert, eine verwunschene Grotte erkundet, sind zu einer Insel geschwommen und haben sie kurzzeitig geentert, haben einen Teil der Wanderung joggend hinter uns gebracht und Rotkehlchen beobachtet. Der Wald, die Heide, der See und die Felsen, das hat einfach richtig Spaß gemacht. Und die fertigen Wasa Sandwiches aus dem Supermarkt sind richtig gut!

    Nach ausgiebigen Wald- und Seebaden sind wir wieder nach Westen gefahren, haben den Göta Kanal gekreuzt und sind in den Westschären nördlich von Göteborg angekommen. Zweiter Ozean, zweite Ost-West Querung. Wir stehen am Ende einer Straße neben einem kleinen Hafen und wenn man die Felsen raufklettert, hat man den Blick, den ihr auf den Fotos seht. Irre!
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  • Nichts ist so schön wie Fähre fahr'n

    August 3, 2024 in Sweden ⋅ ☁️ 17 °C

    Unser Tag begann natürlich mit einer Schwimmeinlage in dem kleinen natürlichen Hafenbecken direkt vor unserem Käpt'n und beeindruckender Felskulisse. Und endlich wieder Gezeiten und Salzgehalt! Das berühmte Kind in mir ist wieder zufrieden und fühlt sich heimisch. Während unseres Frühstücks hat sich der kleine Strand schnell mit Locals gefüllt und wir sind mit gepackten Sachen eine Stunde nach Norden gefahren nach Strömstad. Mit im Gepäck: die kühne Idee, in den Schären Kanu zu wandern. Dort gibt es nämlich einen maritimen Nationalpark mit Korallenriffen und unzähligen Inseln zum übernachten. Nur Kanus gibt es dort nicht. Man kann nur Kajak wandern, was erheblich weniger Stauraum bedeutet und man muss Erfahrung vorweisen, passt uns beides nicht so gut. Der Plan wird also spontan umgeändert und wir fahren mit der Fähre und einem Krabbenbrötchen schwedischer Art als Mittagessen auf die kleine Insel Koster (Süd), in den besagten Nationalpark. Das weckt Erinnerungen an unsere etwas abenteuerlicheFährfahrt in Südkorea letztes Jahr. Angekommen sind wir ein wenig durch Heide und über Felsen über die Insel und an der Küste gewandert, haben nach der Koster-distel gesucht, leider erfolglos, und richtig viel Sonne abbekommen. Und so ist der Tag irgendwie ins Land gegangen und wir sind am späten Nachmittag mit der Fähre zurückgefahren und habem einen neuen Kanu Wanderplan geschmiedet. Abends ging die Stellplatzsuche richtig schnell, langsam bekommen wir einen Blick dafür und nutzen die einschlägigen Apps eher als Warnung, wo es voll sein könnte.

    Und da wir morgen schon in die Kanus steigen, wird es hier erstmal ruhig für ein paar Tage. Aber ihr bekommt eh schon mehr mit von dieser Reise, als jemals zuvor und ein paar Geschichten zum persönlich erzählen brauchen wir schließlich auch noch...

    P.s. wer hat die Max Raabe Anspielung im Titel erkannt?
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  • Das Kanu Kapitel

    Aug 5–8, 2024 in Sweden ⋅ ⛅ 19 °C

    Na, habt ihr uns vermisst?
    Nachdem wir den Kanu Trip um einen Tag nach hinten verschoben haben, weil der schwedische Sommer kurz Pause gemacht hat, haben wir am Montag Morgen unsere Sachen gepackt und ein kleines Kanu bezogen. Los ging es in Ed, am südlichen Ende des Sees Stora Lee. Sonne satt und guten Mutes sind wir dann los, haben einen Wasserfall und mehrere Inseln erkundet, gebadet, gelesen, Zelt aufgebaut und Dosenessen genossen. Die erste Nacht haben wir auf einer etwa 15 Meter hohen Felsklippe direkt über dem See verbracht und die zweite auf unserer eigenen Insel- ich habe sie Singualla getauft. Apropos Namen: Corinna, das Kanu hat uns sanft schunkelnd lässig transportiert und immer geduldig auf uns gewartet, wenn wir wieder an Land unterwegs waren. Eigentlich ist in den 3 Tagen auch nicht so viel passiert, Handies waren aus und eine Uhr hatten wir nicht dabei, also alles sehr instinktiv und entspannt. Der See ist recht schmal und langgezogen (das hat sicher, wie alles hier, mit einer Eiszeit zu tun) und hat teilweise steiles, dann mal wieder flaches Ufer. Wald wie immer bunt gemischt. Außer uns waren noch einige andere (fast ausschließlich deutsche) unterwegs, aber es gab genug geeignete Plätze zum zelten, so dass man sich nicht begegnen musste. Am letzten Tag mussten wir dann logischerweise alles wieder zurück gen Süden, leider mit Südwind und -welle. Jetzt spüren wir unsere Schulter-, Rücken-, und Armmuskeln ausgiebig und gestern Abend gabs noch eine schnelle Pizza statt eigener Kochkunst. Und das war jetzt schon das Kapitel Schweden. Auf in ein Land, für das wir keinen Reiseführer dabei haben
    ... thats what I call adventure ;)
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  • Na, Norwegen

    August 8, 2024 in Norway ⋅ ☁️ 15 °C

    Heute war Tag der Erledigungen, Tag eines Grenzübertritts und erster Fjord Tag. Wir sind erst nach Norwegen rein, um dann doch noch mal 2km auf die schwedische Seite zu zu fahren und einen letzten größeren Einkauf plus Tanken zu erledigen. Norwegen ist nämlich nochmal deutlich teurer. Und dann ging es nachmittags mit max. 100 km/h nach Oslo rein, die nächste Hauptstadt. Wir haben den wahrscheinlich einzigen Platz gefunden, an dem man legal das Auto als Camper kostenlos parken kann. Mit U-Bahn Anschluss 50 Meter entfernt, kostenlosen Toiletten, See und sogar WLan von der Hochschule nebenan. Dafür stehen wir hier natürlich nicht alleine, aber die anderen bekommen wir kaum mit. Also Ticket gekauft und rein in die Bahn.
    In der Stadt hatten wir noch die Mission nach 18 (?) Tagen endlich mal zu waschen. Und während die Wäsche im Waschsalon lief, sind wir noch 2 Stationen mit der U-Bahn in die Innenstadt (Sentrum) gefahren und haben uns die tolle Oper von außen angeschaut und das Dach aus italienischem Marmor erklommen. Dann wieder zurück zur Wäsche und so fort. Und dann war es plötzlich auch schon 22 Uhr, als wir wieder beim Capitano waren und noch etwas Hunger hatten. Also gabs eine schnelle JumJum Suppe, genau dafür haben wir sie ja dabei.
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  • Regen in Oslo

    August 9, 2024 in Norway ⋅ 🌙 15 °C

    Heute hat es, wie angekündigt, bis zum späten Nachmittag durchgehend geregnet. Da war unsere Motivation, die Stadt zu erkunden etwas gedämpft. Aber wir sind dann natürlich trotzdem los und haben uns die Stadt erstmal etwas erlaufen, jedenfalls die Sehenswürdigkeiten auf der Prachtstraße: Dom, Parlament, Nationaltheater, Schloss. Alles schön, aber nicht überwältigend. Und im Regen natürlich auch etwas getrübt. Also lieber mit der Fähre ins Museum und das nächste Schiff auf dem Trockenen anschauen: die Frams, die als Polarexpeditionsschiff gebaut wurde und so konzipiert wurde, dass sie im Packeis fest frieren kann, ohne durch das Eis zerdrückt zu werden. Und natürlich ganz viel zu den norwegischen Nationalheiligen Amundsen und Nansen. Und als wir aus dem Museum kamen zogen die letzten Regenwolken gerade weg und der Holmenkollbakken, die legendäre Skispringschanze von Oslo lag noch im Nebel. Ab jetzt also wieder Sonnenschein und ein Bier mit Blick aufs Wasser. Zum Abendessen gabs Thailändisch und mit Sonnenuntergang waren wir zurück am Auto und haben fleißig Einträge nachgeholt.Read more

  • Wiedersehen mit Freunden

    August 10, 2024 in Norway ⋅ ⛅ 13 °C

    Heute Morgen hat uns zwar nicht wie versprochen strahlend blauer Himmel empfangen, aber es war zumindest trocken. Und sehr windig. Aber weil wir nochmal in die Stadt wollten und meine Haare es nötig hatten, bin ich trotzdem in den See gehüpft und habe Haare gewaschen. Dabei konnte ich direkt beobachten, wie die Triathlon Teilnehmende aus dem Wasser raus und aufs Rad umstiegen. Dieses Volk scheint wirklich sportverrückt zu sein. Alle sehen gestählert aus, gehen joggen oder radeln hier die Berge hoch und runter.
    In der Stadt haben wir dann Mathilda und Ol, australische Freunde aus meinem Master in Utrecht getroffen, die auch zufälligerweise in Oslo waren. Das war auf jeden Fall ein Highlight und ein bisschen verrückt, sich so aus dem Kontext gerissen zu sehen. Nach der obligatorischen Zimtschnecke sind wir zu viert zum Opernhaus, um dem RedBull Cliff Diving Wettbewerb zuzuschauen. Das ist wie Turmspringen in extrem und eben vom Dach der Oper in den Fjord.
    Nachdem wir uns von unseren Freunden verabschiedet haben, sind wir wieder zum Capitano, haben Wasser aufgefüllt und sind zu der Nummer 1 Sehenswürdigkeit in Oslo gefahren: dem Holmenkolben. Die Schanze, und insbesondere der Auslauf ist aber überraschend klein. Beschert aber einen tollen Blick über Oslo und den Fjord.
    Nach diesem letzten Stopp in der Stadt geht es nach Westen und es wird direkt bergig. Die Landschaft ist ganz anders in Südschweden, es ist viel verwunschener, dunkler und bergiger, noch weniger Siedlungen und immer wieder gibt es tolle Panoramen. Dafür, dass wir gerade im Hochsommer auf einer der Hauptstraßen nach Westen unterwegs sind, ist es ziemlich leer und die Straße recht klein (lässt sich aber super fahren). An Kreisel auf Autobahnen haben wir uns ja schon in Schweden gewöhnt, neu sind die vielen Tunnel in Norwegen, einer war sogar ganz blau angestrahlt.

    Einen kurzen Stop gabs dann noch an der größten Stabkirche Norwegens, die in Teilen aus dem 12. Jhdt. stammen soll und in der Übergangszeit zwischen Heidentum und Christianisierung erbaut wurde. Daher auch solche und solche Ornamente. Die schwarze Farbe kommt vom Teer, das man als Schimmelschutz aufträgt.
    Nach weiteren 40 Minuten Fahrt stehen wir jetzt an einem nettem Fluss und die Tomaten-Gemüse Sauce köchelt auf dem Kocher. Nach den paar Tagen Stadt und engem Parkplatz ist es toll, wieder unterwegs zu sein. Nur das Rauschen der Straße hinter uns stört etwas, aber die Frequenz von einem Auto alle paar Minuten ist aushaltbar.
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  • Plötzlich Berge

    August 11, 2024 in Norway ⋅ ☁️ 9 °C

    Heute sind wir weiter nach Westen gefahren und haben Südnorwegen so richtig kennengelernt. Dafür, dass der Tag hauptsächlich aus Autofahren Bestand, haben wir wahnsinnig viele Eindrücke gesammelt. Als wir etwa anderthalb Stunden auf der E134 unterwegs waren befanden wir uns auf einmal auf einer Hochgebirgsebene. Es gab keinen Baumwachstum mehr, sondern nur noch Sträucher die Dächer der Häuser waren mit Gras bewachsen. Wir haben so viele Wasserfälle gesehen, dass wir sie gar nicht alle gezählt haben (gleiches mit den Tunneln, durch die wir gefahren sind) und die ersten Schneefelder sind aufgetaucht. Ich weiß gar nicht, wie hoch wir dort waren. Und obwohl das immer noch die Hauptstraße für den Verkehr von Ost nach West durch Norwegen ist, laufen hier Ziegen und Schafe einfach über die Straße. An einem Bergsee gab es eine ziemlich gute Zimtschnecke und je weiter wir gefahren sind, desto spektakulärer wurden die Ausblicke und die Panoramen. Daher war heute das Autofahren ziemliches Reise-Highlight in sich selbst. Und ich habe ein Schaf gestreichelt, das war auch ein Highlight. Durch die Bergstraße kommt man nicht wahnsinnig schnell voran, aber das ist eigentlich ganz gut, weil man dann besser die Wasserfälle bestaunen kann. Einen richtig großen Zwillingwasserfall haben wir dann auch noch gesehen, der war schon richtig wild und mächtig tosend. Und nach weiteren 11 km Tunnel (insgesamt waren es heute über 35 km) stehen wir jetzt an einem Übernachtungsplatz oberhalb eines Fjords und unterhalb eines Gletschers. Der Gletscher sieht im wandelnden Licht die ganze Zeit anders aus und morgen wollen wir eine Wanderung machen um ihn uns aus der Nähe anzusehen.Read more

  • Gletscher lecken

    August 12, 2024 in Norway ⋅ ☁️ 15 °C

    Heute Nacht wurden wir zum ersten Mal von einem Schlafplatz gejagt. Wir stehen auf einem Wanderparkplatz, der von 0-24 Uhr auf ist, aber wohl auf dem falschen Teil, wir müssen auf den Teil für Camper. Also fährt Andi den Capitano so wie er in Parkposition eben aussieht (das war nach 9, wir lagen also shon im Bett) quer über den Platz, während ich noch hinten drin liege und die Verdunkelung für die Windschutzscheibe halte. Und weil wir eh noch wach waren, haben wir uns quer ins Auto gelegt, den Kopf aus der Schiebetür gesteckt und nach Perseiden Ausschau gehalten.
    Am nächsten Morgen sagte uns der nächste Parkplatzmitarbeitende dann, dass wir ja gar kein Camper sein und auf dem falschen Teil des Parkplatzes stünden. Also gut, nochmal umparken. Und endlich Rucksack packen für unsere Wanderung. Zuerst geht es einen ziemlich gut ausgebauten Weg zu einem Bergsee hinauf, der aus dem Gletscher und anderen Wasserfällen gespeist wird. Diesen Teil machen hier reihenweise Touris und Familien. Teil zwei ist einmal um den See herum zu einem kleinen Strand, den Teil sind die Familien mit älteren Kindern und Paare gelaufen. Und dann sind wir noch den Wasserfall hoch, über mehrere Muränen des Gletschers, durch ein Wäldchen und ein Geröllfeld halb gewandert, halb geklettert (einen Weg gab es nicht mehr so richtig) und waren fast am Fuße des Gletschers. Der sah schon von dort ziemlich beeindruckend aus, hat blau geschimmert und in der Sonne geglizert. Andi ist dann alleine sogar noch bis zum Gletscher geklettert und konnte ihn aus der Nähe bestaunen und anlecken- so gehen Träume in Erfüllung. Ich habe mich währenddessen auf den Abstieg gemacht, erst über die Felsen, aber die musste ich dann doch wieder hochbouldern, weil sie zu glatt waren. Im Geröllfeld des Gletschers haben wir uns wieder getroffen und auf den Rückweg gemacht. Dabei wurden wir noch von einem sehr aufdringlichen Schaf gekuschelt. Der Wanderweg zu Bergsee wurde Ende des 19. Jhdt.angelegt, um Eis vom Gletscher zu ernten und über den Fjord ins Ausland zu verkaufen. Wenn man jetzt sieht, wie weit sich der Gletscher zurückgezogen hat, ist das kaum zu glauben. Sogar auf den Bildern der Informationstafeln ist er noch deutlich größer, und die können so alt noch nicht sein.
    Das war auf jeden Fall die aufregendste und herausfordernste Wanderung bisher. Wieder zurück am Auto haben wir einen nahen Stellplatz gesucht, aber das ist in dieser sehr bergigen und engen Landschaft gar nicht so einfach. All den Platz, den es gibt, hat der Mensch schon gefüllt und Campen ist meist verboten. Das ist bei den Mengen an Campern hier in der Gegend auch nicht verwunderlich (ich lerne viele neue Kennzeichen kennen!). Aber google Maps ist oft hilfreich, um Waldwege und Sackgassen zu finden, in denen man niemanden stört. Nur das Höhenprofil zeigt sich nicht so deutlich. Und so muss unser Käpt'n am Ende des Tages auch noch eine Schotterpiste hoch, die ziemlich steil ist. Meistert er aber mit Bravour. Für uns gibt's noch ein Fertigessen, die müssen ja auch irgendwann mal weg..
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  • Auto Tag

    August 13, 2024 in Norway ⋅ ☁️ 19 °C

    Heute war ein Tag im Auto.
    Für die 227 Kilometer haben wir fast fünf Stunden gebraucht. Schnell kommt man bei all diesen Bergen, Tunneln, Brücken und oft einspurigen Straßen wirklich nicht voran. Außerdem ist das Fahren dadurch deutlich anstrengender als sonst. Und die extrem vielen Tesla Fahrer, die es hier gibt nehmen die Engstellen ziemlich sportlich und fahren dabei kaum zu Seite...
    Also weiterhin tolle Landschaft und Ausblicke, unser Höhrbuch nimmt langsam fahrt auf und wir sind jetzt im Westen angekommen und morgen steht noch eine weitere Wanderung auf dem Programm. Abends haben wir ein riesiges Curry gekocht und unseren tollen Ausblick von einem Steinbruch aus genossen
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  • Wandern im Massentourismus

    August 14, 2024 in Norway ⋅ ☁️ 16 °C

    Heute sind wir mit Ausblick auf den Fjord und dicke, tiefhängende Wolken und Nebel aufgewacht.
    Aber davon haben wir uns natürlich nicht abhalten lassen. Sportklamotten angezogen und Rucksack gepackt und ab zu einer der beliebtesten Wanderungen in Norwegen: dem Preikestolen (zu deutsch Kanzel). Der beeindruckende Parkplatz zeigt uns schon die Dimensionen, ebenso wie der stattliche Preis fürs Parken von 20€. Der Weg zum Preikestolen, der eine Felsformation 600m über dem Fjord ist, ist super gut ausgebaut und abwechslungsreicher als wir gedacht haben. Es geht durch Wälder und kleine Lichtungen in den Felsen, teilweise ziemlich bergauf, aber man findet viele gute Tritte (immerhin ächtzen hier auch die Kreuzfahrttouristen aus Stavanger hoch). Und das Wetter hält auch und bleibt trocken. Es gibt immer wieder schöne Ausblicke und bevor wir uns in das absolute Getümmel am Ziel stürzen, machen wir Mittag auf einem etwas abgelegenen Felsen. Und dann trauen wir uns natürlich auch noch auf das Felsplateau des Preikestolen. Andi klettert sogar noch darüber hinaus und sieht sich Aussicht und Menschenmenge noch von oben an. Auf dem Rückweg ist es abartig voll, immer wieder kommt es zu Staus und es geht insgesamt echt langsam voran. Aber so beeindruckend, wie die Landschaft hier aussieht, ist das kein Wunder. Als wir den Parkplatz verlassen wollen, werden wir von einem Mitte 60jährigen Tramper angehalten und gefragt, ob wir ihn mit zum nächsten Campingplatz nehmen können. Na klar. Ich lege mich einfach auf unser Bett und zu dritt geht's runter ins Tal. Dafür können wir beim Campingplatz unser Wasser auffüllen.
    Unsere nächste Station soll die Küstenstadt Stavanger werden und dahin führt entweder ein Tunnel für 160 Kronen, etwa 30 Minuten oder ein ewiger Umweg von 90 Minuten mit einer kurzen Fährfahrt. Nicht nur fährt uns die Fähre vor der Nase weg, sondern sie kostet auch 160 Kronen. Naja... auf die nächste kommen wir ganz knapp noch drauf und mangelnde Effizienz kann man den Fährjungs beim Aufladen der Autos nicht vorwerfen. In der Nähe von Stavanger gibt es so viele Camping Optionen, dass uns das entscheiden erst etwas schwer fällt. Aber nach einem Waschbadegang im See können wir wieder klarer denken und stellen uns in einen kleinen, total netten Hafen, der sich als Stellplatz wohl bei Deutschen rumgesprochen hat.
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  • Die Erdölhauptstadt

    August 15, 2024 in Norway ⋅ ☁️ 15 °C

    Heute sind wir ganz entspannt in unserem kleinen Hafen mit etwas Sonne und sehr gemütlicher Stimmung aufgewacht. Nach einem kleinen Plausch und Fachsimpelei mit unseren Nachbarn, die sehr ähnlich wie wir unterwegs sind, sind wir nach Stavanger rein gefahren. Die Stadt war zunächst Wikingerort, dann Konservenfabrikzentrum, Erdölhauptstadt und jetzt Touristenzentrum, man ist hier also anpassungsfähig. Und heute Morgen haben zwei Kreuzfahrtschiffe angelegt, eines komplett deutsch, eines amerikanisch und haben ihre Ladung Gäste in das ziemlich kleine Stadtzentrum gegossen. Die Altstadt ist gepflegt und instagram tauglich, kleine weiße Holzhäuser, die Gasse mit den Bars dafür umso bunter, alles nett hergerichtet. Im Hafen übertrumpfen die schwimmenden Städte alles an Gebäuden, aber neben dem Tourismus scheint sich auch Industrie gehalten zu haben: im Hafen liegen eine mobile Ölplatform und ein Pipeline-Verlege-Schiff. Nach unserem Stadtrundgang setzt der angekündigte Regen ein und wir verziehen uns wie immer in diesen Situationen ins Museum. Dieses Mal dreht sich alles ums Öl und die Auswirkungen auf Norwegen, inklusive des Unfalls der Wohnplattform Alexander L. Kielland und dessen Folgen. Es ist schon verrückt, wie sehr dieser Rohstoff die Lebensbedingungen hier geändert hat und zudem, dass man hier auf der Straße zu 50% E-Autos sieht.
    Nach diesem kulturellen Highlight war es mal wieder Zeit für ein kulinarisches. Also ab zu Egon, einer Pizza Kette, bei der es Pizza Buffet gibt. Das soll hier so etwas wie ein Nationalgericht sein. Uns hat es jedenfalls gut den Magen gefüllt, richtig gut war die Pizza aber nicht. Und dann ging es bei Regen und noch mehr Regen Richtung Süden entlang der Küste in die "Riviera Norwegens". Sieht zwar überall spannend aus und endlich gibt es mal ein paar Leuchttürme, aber wegen Regen, Wind und Muskelkater verzichten wir auf weitere Ausflüge. Stattdessen gibt es Tennis Dokus im Capitano.
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