Kalahari Wüste
2–4 may. 2023, Namibia ⋅ ⛅ 30 °C
Unsere erste Nacht im Dachzelt war gemütlicher als erwartet, es wurde allerdings doch recht frisch, wir waren froh um die warmen Schlafsäcke. In unserem Campingauto mussten wir uns erstmal etwas einrichten und bis gewisse Abläufe richtig stimmen, man weiß wo was ist etc, dauert es sicher noch eine Weile …
Gleich am nächsten Morgen machten wir auf der benachbarten, 10.000 Hektar großen Farm am Rande der Kalahari-Wüste bei einer kleinen geführten Safari-Fahrt mit Sunrise-Stopp mit. Wir hatten Glück und sahen verschiedenste Tiere: Springböcke (eine kleine Antilopen-Art die bei Gefahr hoch in die Höhe hüpfen, über ihre aufgestellten Rückenhaare Duftstoffe an ihre Artgenossen senden und somit kommunizieren), Kudu-Antilopen mit ihren geschnörkelten Geweihen, Oryx-Antilopen (das wunderschöne Nationaltier von Namibia mit langen, spitzen Hörnern), Zebras und ja - Giraffen!! Letztere sind einfach die aller-fotogensten Tiere die ich je fotografiert habe! (Sorry jetzt schon mal für den Foto-boost, ihr könnt sie einfach alle wieder löschen, aber es sind einfach so tolle Bilder dabei! Es handeln sich bei den abgebildetes Giraffen übrigens ausschließlich um männliche Tiere, die Weibchen waren auf Mädelstour unterwegs… 😉)
Dank meines Tele-Objektivs konnte ich tolle Aufnahmen machen, bei den Giraffen wäre das Objektiv jedoch nicht nötig gewesen weil wir sehr nah an sie heran kommen konnten und sie nicht wie die Antilopen scheu davon sprangen.
Nach der glücklichen, erfolgreichen Safari-Tour ging unsere Reise weiter gen Süden auf die „Mesosaurus-Lodge“ Nähe de Kleinstadt Keetmanshoop. Betrieben vom 80-jährigen, deutsch sprechenden, leicht dementen, aber super lieben Gil, (zu seiner Vergesslichkeit sagte er „ich bin einfach ein bisschen humbeldumm“) wies die Farm neben einem wunderschönen, naturbelassenen Campingplatz unter Akazienbäumen eine traumhaft schöne Landschaft auf. Durch vulkanische Aktivität vor Jahrmillionen schichteten sich große Felsblöcke so auf, dass es erscheint, als hätten Riesen mit ihnen wie mit Bauklötzen gespielt. Zwischen den Steingebilden wachsen die imposanten Köcherbäume, aus dessen hohlen Schalen früher die Einheimischen Köcher für ihre Pfeile herstellten. Gil zeigte uns auf einer kleinen Tour durch sein Gelände fossile Funde von Mesosauriern, die dort vor ca 215 Mio Jahren gestorben und im Sediment versteinert sind. Die Funde sind so gut erhalten, dass man teilweise die kompletten Skelette erkennen kann.
Außerdem zeigte uns Gil einen „Steinhaufen“, auf dem man Musik machen kann - die Steine klingen wirklich in verschiedenen Tönen - mein Musikerinnen-Herz schlug höher! 😂♥️Leer más




















