Porto und der Typ mit dem Hund
October 28, 2024 in Portugal ⋅ ☀️ 18 °C
Wie geplant, verholten wir das Schiff am Morgen des 28. Oktobers, drei Seemeilen weiter südlich. Dort befindet sich die Flussmündung des Rio Douro, an welchem bekanntlich die Stadt Porto liegt. Kurz hinter der Einfahrt in das Hafenbecken des Flusses, gingen wir vor Anker. Danach wurde gefrühstückt und anschließend das Dingi klar gemacht, um in die Stadt zu fahren. Wer schon einmal überlegt hat, ob er Porto besuchen soll, dem kann ich sagen: Machen! Die Stadt ist nicht ohne Grund UNESCO Weltkulturerbe
Wunderschön am Fluss gelegen, lädt die Altstadt mit ihren vielen alten Häusern, welche Restaurants und Geschäfte beinhalten, zum flanieren ein. Hier kann man sich gut und gerne zwei Tage aufhalten. Wir haben jetzt nur einen zur Verfügung, also müssen wir uns ranhalten. Natürlich befinden sich viele der Restaurants und Bars direkt an der Wasserkante. Wer hier Platz nimmt, braucht zuweilen gute Nerven. Nicht, weil die Preise so hoch sind, sondern, weil der ein oder andere Laiensänger seine Künste mit Gitarren- und Verstärkerunterstützung darbietet. Das machen einige gut, andere aber halt auch nicht. Denen, die es nicht können, möchte man am liebsten etwas mehr in den Hut werfen, damit sie dann schnell aufhören. Das kann natürlich auch dazu führen, dass der Gesangskünstler einen Motivationsschub bekommt und dann noch lauter trällert. Die Andere Alternative wäre, ihn an einen Baum zu binden. Hat bei Asterix auch immer geklappt. Aber so gemein sind wir ja nicht und aus diesem Grunde haben wir uns in die Seitengassen geschlagen. Da sitzen dann übrigens auch die Portugiesen selbst.
Schlendernd an der Pomade fotografierte Corinna einen Typen, der ihr bekannt vor kam. Der stolzierte da mit seinem Hund durch die Gegend. Ihr Kommentar: Der steht bestimmt auf Männer. Das glaube ich aber auf keinen Fall! Aber bildet euch ein eigenes Urteil (siehe Foto). *
Gegen späten Nachmittag fuhren wir dann mit dem Dingi zurück zum Boot, um vorher noch Lars einzusammeln, der sich auf der anderen Seite des Flusses auf Erkundungstour begeben hatte. Da der Rio Douro ein Fluss ist, der, zumindest auf Höhe Porto, noch sehr von den Gezeiten geprägt ist, lag unser Schlauchboot beim Eintreffen ein ganzes Stück tiefer. Damit hatten wir zwar gerechnet, aber das es dann so tief unten anzutreffen war, hat uns dann doch verwundert. Natürlich haben wir die Leinen lang genug gelassen. Ansonsten hätte das Boot wohl an der Kaimauer gehangen. Aber wir sind ja Profis. Etwas ratlos standen wir dann aber doch vor dem ca. 2 Meter unter uns liegenden Schlauchboot. Todesmutig legte Frank seine Sonnenbrille und das Portemonnaie ab und Sprang in das Boot. Dank seiner, wie er sagt, Sicherheitsschuhe - es sind Holzbotten - landete überzeugend Standfest. Er ist halt nicht nur Skipper, sondern auch Standman(n) ;-)
Da wir nicht kochen wollten und in der näheren Umgebung kein Restaurant zu finden war, sind wir, nach Einbruch der Dunkelheit, dann noch einmal nach Porto gefahren. Bei Nacht bietet einem diese Stadt dann ein ganz anderes Panorama. Wir suchten dann zusammen ein kleines Restaurant in einer Seitengasse auf, welches Corinna und ich am Nachmittag entdeckten. Sehr gediegen und auch ein kleines Erlebnis. Es war jetzt kein Gourmet-Restaurant, aber wir haben es genossen. Das Essen und die Atmosphäre. Da uns die Temperaturen und die Sonne inzwischen sehr verwöhnen (wir haben es wirklich verdient), kehrt an solch einem Tag dann langsam das Urlaubsfeeling ein, worauf wir uns alle lange gefreut haben. Morgen geht es dann weiter. Wohin genau? Keine Ahnung. Eine Bucht weiter halt. Da Porto Santo und Madeira nun leider nicht mehr auf dem Plan stehen und wir unsere Ersatzteile in Lissabon in Empfang nehmen wollen, haben wir nun Zeit zum bummeln. Hat dann ja auch etwas…
* Nur für Insider verständlich.Read more
















So eine Zwangspause hat ja auch was Gutes, wie man dem Reisebericht entnehmen kann. Hoffentlich kommt der „Ersatzmann ” bald’ damit die Fahrt alsbald fortgesetzt werden kann. Wie geht es denn nach jetziger Planung weiter? Azoren? Wir drücken die Daumen, dass euch weiteres Ungemach erspart bleibt. Ihr müsst Neptun dafür gnädig stimmen! Ihm gehört vor dem Ablegen der erste Schluck und der zweite Schluck dem Kapitän 😉 Dann wir es auch was! [Nachbarn Cz]
TravelerDie Azoren sind leider gestrichen. Wir müssen jetzt aus Zeitgründen gleich zu den kanarischen Inseln Segeln. Neptun haben wir bereits mehrfach besänftigt und der Kapitän ist auch schon blau. Wir haben also alles getan, was geht. Jetzt muss es vorangehen. Die Ersatzteile werden wir in Lissabon in Empfang nehmen. Das ist unser nächste Ziel. Vielen Dank fürs Daumen drücken, das wird uns helfen!
Bei Vormwindkurs haben wir damals einen Bullenstander oder auch eine Baumbremse gesetzt um Patenhalsen zu vermeiden Ob das bei einem Katameran geht würde mich mal interessieren. Sicherlich kann der Skipper hierzu was sagen. [Czauderna]
TravelerEinen Baumstander in Form einer Stange haben wir nicht gesetzt. Es gibt aber eine Baumbremse/Baumstander in Form von Seilen und Rollen. Das verhindert jedoch nicht ganz das umschlagen des 100 m² großen Segels. In Summe haben wir eine Segelfläche von knapp 245 m².