Von Bucht zu Bucht und die Zeitmaschine
October 30, 2024 in Portugal ⋅ ⛅ 20 °C
Am 29. Oktober brachen wir von Porto aus weiter Richtung Süden auf. Segeln war Anfangs noch möglich, jedoch macht sich der Wind zum Teil recht rar. Unser Ziel am diesem Tage war Sao Jacinto, ein kleines Nest irgendwo an Portugals Küste. Dieser Ort war ein kleines bisschen Unwirklich. Architektonisch stammen die meisten Gebäude aus den 60er und 70er Jahren und befinden sich, weitest gehend, im Originalzustand, was jetzt nicht unbedingt nur gut ist. Die „Hafenpromenade“ ist, ganz pragmatisch, einfach betoniert. Damit das ganze dann nicht so trostlos ausschaut, hat man hier und da eine Palme gepflanzt und den Beton rot angemalt. Das sah, als es neu war, bestimmt einmal recht gut aus. Aber Beton bleibt halt Beton, selbst wenn er rot ist. Auch wenn sich die Beschreibung nicht ganz so positiv liest, hat dieser Ort sein eigenen Charme. Vor allem auch die Aussicht. Über das Hafenbecken und ein einen Meeresarm hinweg, schaut man auf ein Industriegebiet mit vielen großen Tanks. So zurückversetzt in die Zeit nahmen wir am späten Nachmittag platz vor einem kleinen Hafenbistro.
Der Vorteil dieser Zeitreise wurde uns dann gleich bewusst. Hier hat die Inflation noch nicht zugeschlagen. Ein Bier gab es für 1,50 EUR und eine perfekt fritierte Portion Pommes mit Majo und Ketchup kann man für 1,80 EUR erwerben. Genau das haben wir dann auch gemacht.
Am nächsten Tag wurde dann nicht an Bord gefrühstückt, sondern wir sind kurz mit den Schlauchboot zum Bäcker an der Hafenkante gefahren, um jenes dort einzunehmen. Das war übrigens sehr lecker und ebenfalls ungewöhnlich preiswert. Musste du sparen, dann fahr nach Sao Jacinto. Da ist es dann Anfang November auch noch über 20 Grad warm.
Anschließend ging es dann weiter nach Figuera da Foz, einem Touristisch geprägten Ort, welcher in den 1960/70er Jahren hochgezogen wurde. Der Begriff ist bewusst gewählt, denn die Küste säumen viele Gebäude aus diesen Jahren, welche zwar gepflegt, aber dennoch etwas „Billig“ aussehen.
Zu dieser Zeit strömten wohl die landeseigenen Urlauber zu Scharen in diesen Ort. Da musste schnell, günstig und hoch gebaut werden. Dennoch git es auch einige Jugendstiel Gebäude. Ob nun original oder nachgebaut, dass weiß ich nicht so genau. Eines der größten Gebäude dieses Ortes ist übrigens die Spielbank.
An diesem Ort kann der Tag wie folgt aussehen: An den Strand zum Baden und sonnen gehen, in die Spielbank schlendern, um dann abschließend seinen Gewinn in einem der vielen Restaurants zu feiern oder seinen Frust über den Verlust in einer der zahlreichen Bars ertränken. Das war’s dann aber auch. Viel zu entdecken gibt es hier sonst nichts.
Der Strand ist übrigens riesig und breit. So breit, dass wir jetzt mal so gar keine Lust hatten lange durch den feinen Sand zu latschen, um das Wasser zu sehen. Denn wenn wir in letzter Zeit eines gesehen haben, dann ist das Wasser!
Zu guter letzt: Der Bootsname auf einem der Fotos ist übrigens rein zufällig fotografiert worden. Nicht das ihr was falsches denkt…Read more











Das Malheur scheint ja auch eine gute Seite zu haben: ihr lernt Land und Leute kennen. Wo wird denn das neue „Mannschaftsmitglied“ an Bord genommen? In Lissabon? Bis dahin sind es ja auch nur noch ca. 180 sm. Also weiterhin frohen Mutes und noch viele schöne portugiesische Pommesbuden! [Czauderna]
Traveler😄🤗