• Grüner See

    February 8 in Austria ⋅ ☁️ 4 °C

    Der See wird an einer Bergsturzmasse aufgestaut, die in prähistorischer Zeit von der Südflanke der Meßnerin in Richtung Tragöß abrutschte.[2]

    Der See füllt sich mit dem Einsetzen der Schneeschmelze auf den umliegenden Berghängen mit Wasser. Das Wasser ist kalt (5 bis 6 °C) und der Wasserstand stark abhängig von der Jahreszeit. Die größte Höhe erreicht der Wasserspiegel im Frühsommer, dann ist der See an seiner tiefsten Stelle ungefähr 10 Meter tief. Am südöstlichen Ufer ist ein von Felsblöcken umgebener Überlauf. Am südwestlichen Ufer kann man sehen, wie das Wasser in den Berg hineinfließt. Im Herbst trocknet er fast vollkommen aus. Wiesen mit Wanderwegen und Sitzbänken liegen dann wieder über dem Wasserspiegel.

    Die grüne Farbe des Sees erklärt sich dadurch, dass reines Wasser rote Lichtanteile absorbiert und daher in dicken Schichten blau-grünlich erscheint. Fein zerriebenes Gestein, das im Wasser suspendiert ist, reflektiert vor allem die blaugrünen Anteile des Lichts (siehe dazu Gletschermilch).

    Berge um den See lenken Winde ab, dieser liegt in einer Mulde, die einen Kaltluftsee erhält. Der somit recht windgeschützte kleine See bildet kaum Wasserwellen an der Oberfläche aus. Damit ist auch aus flachem Winkel ein guter Einblick ins Wasser möglich. Zwischen dem Gras sichtbarer, heller Kalkstein am Boden und geringe Mengen an trübend dispergiertem Kalkstaub tragen zur Helligkeit unter Wasser bei. Der See wird als „smaragdgrün schimmernd“ wahrgenommen. Es fehlt ihm in weiten Bereichen der dauerhaften Seen eigene, dunkle schlammige Untergrund. Die außerordentlich hohe Sichtweite im Wasser beträgt bis zu 50 Meter.
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