• Von Samsun nach Çavuslu

    Sep 1–2 in Turkey ⋅ ⛅ 24 °C

    Um 8:00 Uhr schlief Maus noch tief und fest. Ich stand deshalb leise auf und unterhielt mich mit unserem kuwaitischen Nachbarn. Er plant eine Tour bis nach Amsterdam, hat allerdings aktuell Probleme mit seinem AdBlue Tank. Und ehe wir uns versehen hatten, hatten wir 2 Stunden verquatscht. Jetzt aber wollte ich wirklich losfahren. Maus war mittlerweile wach geworden und hatte das Mausmobil bereits reisefertig gemacht.
    Unseren ersten Stopp legten wir in Giresun ein. Dort befindet sich eine der größten Haselnussfabriken der Türkei. Schon kilometerweit vor der Stadt wurden unübersehbar rechts und links der Straße Haselnüsse zum Trocknen ausgebreitet. Ein dominierender Abnehmer ist der italienische Süßwarenhersteller Ferrero, welcher im Jahr 2019 etwa einen Drittel der gesamten türkischen Haselnussproduktion gekauft hatte.
    Natürlich wollten wir von diesen Produkten ebenso probieren und steuerten deshalb den nächsten Laden an. Schwer bepackt mit leckeren Haselnussprodukten verließen wir ihn wieder. Maus ließ es sich nicht nehmen, persönlich die Qualität der Haselnüsse zu überprüfen.
    Unserem Besuch rundeten wir mit einem Rundgang durch die Altstadt ab. Dort fanden wir Hinweise, dass der antike Name der Stadt (Kerasous) sich vom griechischen Wort für Kirsche ableitet. Angeblich ist in der Antike die Frucht von hier aus nach Europa gebracht worden.
    Bis zu unserem Tagesziel war es nur noch ein kurzes Stück. Dort fanden wir im kleinen Fischerhafen einen hübschen Stellplatz. Von der Schnellstraße war nichts zu hören. Allerdings verlief der Abend dann etwas anders als geplant, denn einige Mechaniker feierten hier ihr Arbeitsende. Sie luden mich ein, mit ihnen zu feiern. Zum Glück hatten wir Google Translator und konnten uns so wenigstens etwas verständigen. Einer der Mechaniker bestellte dann noch eine für diese Gegend typische Pide. Sie war sehr lecker. Es wurde etwas später, bis ich ins Bett kam.
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