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Georgien & Armenien 2026

Inspiriert von einer ehemaligen Auszubildenden des Greyhounds, deren Wurzeln in Georgien liegen, wollten wir diese Ecke der Welt einmal selbst mit unserem Mausmobil erkunden. Read more
  • Trip start
    August 24, 2026

    Von Bonn nach Geiselwind

    Aug 24–25 in Germany ☀️ 21 °C

    Zur Vorbereitung unserer Tour in den Kaukasus hatten wir wir einen gedruckten Reiseführer Georgien für Wohnmobile gesucht. Einen solchen gibt es anscheinend aber nicht. Allerdings fanden wir im Internet einen sehr hilfreichen Reiseführer von Barbara & Franz Neidhard (www.womofuehrer-georgien.de), den wir uns herunterluden und für die Tourplanung nutzten. Beiden Autoren (die zufälligerweise in dem Ort leben, in dem der Greyhound aufgewachsen ist) einen großen Dank für ihre Arbeit!
    Auch bei dieser Tour wollen wir die Urlaubstage der Greyhoundin so gut wie möglich einsetzen. Der Greyhound fuhr deshalb nach dem Abendessen alleine los (tagsüber fuhr er noch ehrenamtlich zwei Rikschatouren in Bonn). Sein Ziel ist Trabzon in der Türkei. Dorthin kommt die Greyhoundin am 03. September per Flugzeug nach. Anschließend werden wir die Tour durch Georgien und Armenien gemeinsam machen.
    Nach 321 km problemloser Fahrt über (ab Frankfurt) verregnete Autobahnen erreichten Maus und Greyhound Geiselwind. Auf dem dortigen kostenlosen Wohnmobilstellplatz verbrachten wir die Nacht.
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  • Von Geiselwind nach Šentilj v Slovenskih goricah

    Aug 25–26 in Slovenia ☀️ 27 °C

    Nach einer ruhigen Nacht und dem Einkauf fürs Abendessen ging es weiter. Das Wetter war durchwachsen. Der Verkehr hielt sich in Grenzen, so dass wir sehr gut voran kamen.
    Nach einem kurzen Tankstop in Österreich (hier ist der Diesel deutlich günstiger als in Deutschland) fuhren wir auf der Pyhrn-Autobahn nach Slowenien. Kurz hinter der Grenze empfing uns Slowenien mit einem Wolkenbruch. Unsere Scheibenwischer schafften es kaum, das Sichtfeld freizuhalten.
    Für die Nacht stellten wir uns auf den Parkplatz beim Mond Ressort & Casino. Hier stehen wir sehr ruhig, eben und ungestört. Mit einem leckeren selbst gekochten Abendessen beendeten Maus und der Greyhound diesen Fahrtag.
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  • Von Šentilj v Slovenskih goricah nach S. Mitrovica

    Aug 26–27 in Serbia ☁️ 31 °C

    Nach einer ruhigen Nacht holte uns die Morgensonne aus dem Bett. Der Himmel war strahlend blau.
    Nachdem wir noch einmal zu den günstigen slowenischen Preisen getankt hatten, fuhren wir Richtung Süden. Die Autobahn war frei und so kamen wir problemlos voran. Der Grenzübertritt zwischen Slowenien und Kroatien verlief dank den EU-Regeln problemlos.
    Im Gegensatz zu gestern hatten wir heute neben dem blauen Himmel Temperaturen um 30°. Also genau das das Richtige für den Greyhound!
    An der Grenze nach Serbien standen wir knapp eine Stunde im Stau. Erst als wir fast schon die kroatische Seite der Grenze erreicht hatten, konnten wir als EU-Bürger an der Warteschlange vorbeifahren. Für die Einreise nach Serbien mussten wir zunächst bei der Grenzpolizei anhalten und Ausweis und Fahrzeugpapiere vorzeigen. Anschließend wollte der Zoll auch noch einmal die Papiere sehen.
    In Sremska Mitrovica hatten wir eigentlich vorgehabt, auf einen Campingplatz zu fahren. Allerdings waren uns 50 € pro Nacht deutlich zu viel. So stellten wir unser Mausmobil auf einen Parkplatz am Fluss Sava. Gemäß unserer park4night App ist es hier anscheinend erlaubt, die Nacht über zu stehen.
    Nach einem kurzen Spaziergang lockte uns der Fluss zum Baden. Das Wasser war herrlich erfrischend.
    Nach dem Abendessen stärkten wir uns mit eiskaltem alkoholfreien Weizenbier und lasen ein paar Seiten.
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  • Von Sremska Mitrovica nach Kokalyane (Sofia)

    Aug 27–28 in Bulgaria ⛅ 29 °C

    Nach einer herrlich ruhigen Nacht wollten wir vor dem Weiterfahren noch im Ort tanken. Aber keine Tankstelle akzeptierte Kreditkarten. Da wir keine serbische Währung hatten und der Tank noch halb voll war, fuhren wir eben so los. Die Autobahn war herrlich frei. Nur um Belgrad herum knubbelte sich der Verkehr ein bisschen. Eine der Brücken trug eine chinesische Widmung und zeigte an, dass es eine großherzige Entwicklungshilfe (wahrscheinlich ohne Gegenleistung?!?) des chinesischen Volkes an die Serben war.
    Je näher wir Bulgarien kamen, umso bergiger wurde die Landschaft. Die Autobahn war allerdings in einem sehr guten Zustand.
    Kurz vor der Grenze kauften wir die obligatorische bulgarische Vignette per Internet. Dies klappte problemlos auf der offiziellen Webseite.
    An der Grenze mussten wir kaum warten. Allerdings interessierte sich die Zöllnerin für das Innere unseres Mausmobils. Nach einem kurzen Blick winkte sie uns aber durch.
    Direkt hinter der Grenze tankten wir den günstigen bulgarischen Sprit. Auch hier wurden keine Kreditkarten akzeptiert. Da es aber Eurozone ist, hatten wir kein Problem. Für den weiteren Weg zu unserem über park4night gefundenen Übernachtungsplatz mussten wir auf Google Maps umsteigen, da die Mercedes Navigationssoftware wieder mal die Straßen nicht kannte. Und dafür gibt man Geld aus!
    Unser Stellplatz liegt direkt neben einem See. Da die Einfahrt zum Parkplatz große Wurzelaufbrüche aufweist, werden wir hier wahrscheinlich alleine bleiben.
    Nach dem Fahrtag nutzten wir das herrliche Wetter und machten einen Spaziergang um den See herum.
    Mit einem leckeren Bauernsalat und kaltem Bier beendeten wir diesen Fahrtag.
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  • Von Kokalyane nach Swilengrad

    Aug 28–29 in Bulgaria ⛅ 33 °C

    Diesen Tag werden wir so schnell nicht vergessen. Aber der Reihe nach:
    Der einzige Lärm, der unsere Nachtruhe störte, war das Zirpen der Grillen. Nachdem der Greyhound aber seine Hörgeräte entfernt hatte, war es still.
    Beim Frühstück druckste unsere Maus ein bisschen herum. Natürlich wollte der Greyhound wissen, welche Laus ihr über die Leber gelaufen war. Und schon platzte es aus ihr heraus: „Immer nur fahren, fahren, fahren! Ich will auch was sehen! Heute wirst du gefälligst nicht nur fahren, sondern auch mal unterwegs anhalten!“ Nach dieser klaren Ansage sahen wir in unserem Reiseführer nach und entdeckten den Ort Plovdiv. Dieser ist anscheinend berühmt für seine hübsche Altstadt und das römische Theater.
    In Plovdiv angekommen, bekamen wir gleich in der Nähe des römischen Theaters einen sehr günstigen Parkplatz. Zum Glück ist unser Mausmobil nicht zu breit und so passten wir genau in eine Parklücke.
    Das römische Theater wird auch heute noch genutzt. Es war ganz nett, aber wir haben schon bessere gesehen. Die Altstadt dagegen war wirklich ein Hingucker. Die vielen alten Paläste waren großteils schön renoviert und konnten meistens auch von innen besichtigt werden. In Anbetracht des schönen Wetters verzichteten wir allerdings darauf. Nach einem ausführlichen Spaziergang durch die Altstadt war Maus wieder zufrieden und wir fuhren weiter nach Swilengrad. Das Highlight in diesem Dreiländereck zwischen Bulgarien, Griechenland und der Türkei ist die alte Brücke, welche unter der Regentschaft von Suleiman dem Prächtigen erbaut worden war. Nachdem wir diese ausgiebig besichtigt hatten und einmal darüber spaziert waren, fuhren wir zur türkischen Grenze. Dort stellte der türkische Beamte fest, dass die grüne Versicherungskarte nicht mehr aktuell ist. So ein Mist! Ich habe glatt versäumt, darauf zu achten. Der Zöllner gab mir ein Schreiben, dass ich wieder nach Bulgarien zurück reisen konnte. Nach stundenlangem Anstehen war ich dann auch wieder zurück in Bulgarien und fuhr nach Swilengrad. Dort konnte ich in einem Hotel die Versicherungskarte ausdrucken lassen, die mir die Versicherung per Mail zugesandt hatte.
    Damit endete der Tag nicht so, wie wir ihn und wo wir ihn geplant hatten. Da ich aber einen Zeitpuffer eingebaut hatte, haben wir deshalb kein Problem.
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  • Von Swilengrad nach Marmaraereglisi

    August 29 in Turkey 🌬 27 °C

    Heute standen wir früh auf, um möglichst zügig über die Grenze zu kommen. Aber diesen schlauen Gedanken hatten viele andere auch. Es dauerte deshalb fast eine halbe Stunde, bis wir endlich bei der Grenzabfertigung angelangt waren und dann kamen wir uns vor wie der Buchbinder Wanninger im Stück von Karl Valentin: der Grenzbeamte schickte uns wie gestern zum Gebäude D3. Dieses war erst ab 8:00 Uhr besetzt, weshalb wir warten mussten. Der dortige Beamte konnte mit uns nichts anfangen und schickte uns zunächst ohne Fahrzeug und später dann mit unserem Fahrzeug in die Untersuchungshalle. Auch hier dauerte es, bis sich jemand blicken ließ. Ohne etwas untersucht zu haben, wurden wir in die Durchleuchtungshalle geschickt. Dort standen schon zwei Familien aus Georgien an und mussten ihre Fahrzeuge komplett leer räumen. Da jedes Auto einzeln untersucht wird, dauerte es entsprechend. Anschließend wurden wir wieder zurück zur Grenzabfertigungsstelle geschickt. Der dortige Beamte wunderte sich und schickte uns zu der Station, bei der unser Rundlauf heute Morgen begonnen hatte. Hier dauerte es zum Glück nicht lange und wir konnten endlich einreisen.
    Für die Autobahn in der Türkei brauchten wir noch einen Sticker zur Erfassung der Maut. Diesen bekommt man bei den Poststellen. Wir fuhren deshalb gleich die erste Poststelle nach der Grenze an. Aber o weh - Samstag und Sonntag ist hier geschlossen. So müssen wir ohne diesen geforderten Sticker losfahren und spätestens am Montag bei einer Poststelle die Maut bezahlen beziehungsweise den Sticker holen und aufladen. Das wird hoffentlich problemlos klappen!
    Auf unserem Weg zum Marmarameer fanden wir dank unserer App Park4night eine kostenlose Entsorgungsstelle sowie einen Trinkwasserbrunnen, aus dem auch die Bevölkerung ihr Trinkwasser bezieht. Anschließend fuhren wir auf einen kostenlosen Stellplatz direkt am Marmarameer und verbrachten den restlichen Nachmittag mit Lesen und Baden. Nach dem Abendessen schmiedeten wir Pläne für die weitere Tour.
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  • Von Marmaraereglisi nach Ilgaz

    Aug 30–31 in Turkey ☁️ 21 °C

    Nach einer relativ ruhigen Nacht (die oberhalb verlaufende Schnellstraße und den Muezzin konnten wir zwar hören, was uns aber nicht störte) fuhren wir nach dem Frühstück los. Wir hatten heute einen Fahrtag eingeplant, da das wechselhafte Wetter nicht dazu einlud, unterwegs länger zu verweilen. Die einzige Abwechslung waren die für uns lustigen Wörter am Strassenrand wie z. B. Müdürlügü beziehungsweise Müftürlügü. Aber auch beim Wort „Tüneli“ mussten wir schmunzeln, da dieses Wort uns eher schwyzerdütsch vorkam.
    Istanbul umfuhren wir auf der nördlichen Autobahn, um nicht durch das Stadtgewusel durch zu müssen. Kurz hinter Istanbul begann dann die bergige Strecke. Den ganzen Tag ging es zum Teil mit 10% Steigung bzw. Gefälle hoch und runter. Wir merkten es deutlich am Dieselverbrauch. Die Autobahn bzw. Schnellstrasse war grundsätzlich in einem sehr guten Zustand. Nur ab und zu fühlten wir uns wie auf einem Feldweg. Des Weiteren war die Straße herrlich frei. Ob es daran lag, dass heute Sonntag ist, wissen wir nicht. Auf jeden Fall hätten wir solche Verkehrsverhältnisse auch gerne in Deutschland.
    Unterwegs hielten wir in Sakarya an, da wir dort ver- und entsorgen konnten. Nach der Mittagspause ging es weiter zu unserem Tagesziel, wo wir am frühen Abend ankamen.
    Morgen erreichen wir das Schwarze Meer. Wir sind schon gespannt!
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  • Von Ilgaz nach Samsun

    Aug 31 – Sep 1 in Turkey ☁️ 25 °C

    Nach einer ruhigen Nacht ging es zunächst zur Post, um den HGS-Sticker zu holen. Jetzt fährt es sich schon deutlich entspannter für uns durch die Mautstellen.
    Unser erstes Ziel war die Küstenstadt Sinope. Wir hatten gelesen, dass die nördlichste Küstenstadt der Türkei an der Schwarzmeerküste eine sehenswerte Festung hat. In der Nähe des Hafens bekamen wir einen sehr schönen großen Parkplatz für umgerechnet knapp fünf Euro. Hier stehen wir alle mal besser, als auf den weiter oben gelegenen angebotenen engen Parkbuchten.
    Das Festungsgelände konnten wir ohne Eintritt besichtigen. Um das Innere besichtigen zu können, hätten wir eine Eintrittskarte kaufen müssen. Das hätten wir auch gerne gemacht - wenn denn der Schalter besetzt gewesen wäre. So beliessen wir es bei den Außenansichten der Festung. Gegruselt hat es uns bei den Gefängniszellen. In den einen konnte der Gefangene nur stehen und in den anderen sich nur gebückt bewegen.
    Nach einem Rundgang durch die quirlige Stadt ging es weiter zu unserem Tagesziel. Google veranschlagte für knapp 140 km fast 3 Stunden Fahrzeit. Leider brauchten wir die auch, da der Verkehr in den Städten selbst einfach irrsinnig war.
    In Samsun wird anscheinend die Uferpromenade gerade neu gestaltet, weshalb viele der in park4night angegebenen Parkplätze nicht mehr existieren. Wir stellten uns deshalb auf den Caravan Park.
    Heute gönnten Maus und ich uns einmal ein Essen auswärts. Dazu mussten wir die bergige Stadt ganz schön durchqueren, um ein Restaurant zu finden. Aber dann wurden wir doch noch fündig und konnten uns lecker stärken.
    So, jetzt noch dreimal schlafen. Dann ist das Dream-Team wieder komplett und unsere Tour durch Georgien und Armenien kann starten.
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  • Von Samsun nach Çavuslu

    Sep 1–2 in Turkey ⛅ 24 °C

    Um 8:00 Uhr schlief Maus noch tief und fest. Ich stand deshalb leise auf und unterhielt mich mit unserem kuwaitischen Nachbarn. Er plant eine Tour bis nach Amsterdam, hat allerdings aktuell Probleme mit seinem AdBlue Tank. Und ehe wir uns versehen hatten, hatten wir 2 Stunden verquatscht. Jetzt aber wollte ich wirklich losfahren. Maus war mittlerweile wach geworden und hatte das Mausmobil bereits reisefertig gemacht.
    Unseren ersten Stopp legten wir in Giresun ein. Dort befindet sich eine der größten Haselnussfabriken der Türkei. Schon kilometerweit vor der Stadt wurden unübersehbar rechts und links der Straße Haselnüsse zum Trocknen ausgebreitet. Ein dominierender Abnehmer ist der italienische Süßwarenhersteller Ferrero, welcher im Jahr 2019 etwa einen Drittel der gesamten türkischen Haselnussproduktion gekauft hatte.
    Natürlich wollten wir von diesen Produkten ebenso probieren und steuerten deshalb den nächsten Laden an. Schwer bepackt mit leckeren Haselnussprodukten verließen wir ihn wieder. Maus ließ es sich nicht nehmen, persönlich die Qualität der Haselnüsse zu überprüfen.
    Unserem Besuch rundeten wir mit einem Rundgang durch die Altstadt ab. Dort fanden wir Hinweise, dass der antike Name der Stadt (Kerasous) sich vom griechischen Wort für Kirsche ableitet. Angeblich ist in der Antike die Frucht von hier aus nach Europa gebracht worden.
    Bis zu unserem Tagesziel war es nur noch ein kurzes Stück. Dort fanden wir im kleinen Fischerhafen einen hübschen Stellplatz. Von der Schnellstraße war nichts zu hören. Allerdings verlief der Abend dann etwas anders als geplant, denn einige Mechaniker feierten hier ihr Arbeitsende. Sie luden mich ein, mit ihnen zu feiern. Zum Glück hatten wir Google Translator und konnten uns so wenigstens etwas verständigen. Einer der Mechaniker bestellte dann noch eine für diese Gegend typische Pide. Sie war sehr lecker. Es wurde etwas später, bis ich ins Bett kam.
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  • Von Çavuslu nach Trabzon

    Sep 2–3 in Turkey ☁️ 25 °C

    Heute haben wir den Tag sehr entspannt angefangen, da die restliche Strecke nach Trabzon nicht mehr sehr weit war. Über unsere App park4night hatten wir unterwegs eine kleine Moschee ausgemacht, bei der wir unsere Toilette leeren konnten. Diesen Stopp nutzten wir auch für einen sehr entspannten Lese-Vormittag.
    Da wir für die Mittagspause noch Brot kaufen wollten, fuhren wir ein kleines Stückchen weiter. Auch hier fanden wir wieder einen sehr hübschen Platz für die Pause an einem kleinen Hafen. Nach dem Mittagessen machten wir einen kleinen Verdauungsspaziergang und wurden spontan von einem Kapitän eines Fischerbootes zum Tee eingeladen.
    Eigentlich war unser Plan gewesen, in Trabzon auf einem großen Parkplatz für die Nacht zu stehen. Hier hätten wir allerdings am Straßenrand stehen müssen, weshalb wir gleich zum Flughafen weiter fuhren. Dort werden wir die Nacht verbringen.
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  • Von Trabzon nach Batumi

    Sep 3–5 in Georgia ☀️ 24 °C

    Nachdem das Mausmobil innen geputzt worden war, hieß es auf die Landung des Fliegers warten, der die Greyhoundin zu uns bringen sollte. Mit etwas Verspätung kam sie an und die Reisegruppe war endlich komplett.
    Die Fahrt auf der vierspurigen Straße Richtung Georgien verlief ereignislos. So erreichten wir nach einer kurzen Mittagspause am Strand den Grenzübergang nach Georgien. Die Greyhoundin musste die Grenze zu Fuß passieren, während der Greyhound das Mausmobil über die Grenze fuhr. Das Ganze verlief problemlos und so waren wir etwa 20 Minuten später in Georgien!
    Da die Uhrzeit sich wieder um eine Stunde weiter verschoben hatte, war es mittlerweile früher Abend geworden. So fuhren wir durch den dichten Feierabendverkehr zu unserem Stellplatz beim Alphabetturm. Vorteil dieses Platzes ist, dass wir sehr nah an den Sehenswürdigkeiten sind. Nachteil ist, dass es sich um eine sehr belebte Ecke von Batumi handelt.
    Zunächst schlenderten wir an der Uferpromenade entlang. Als die Auslöser unserer Kameras anfingen zu glühen, gingen wir in das Restaurant „Retro“ und bekamen dort sogar einen Tisch auf der Dachterrasse. Die Katschapuris waren sehr lecker - und reichlich! Da wir nicht mit einer solchen Portion gerechnet hatten, waren der dazu bestellte georgische Salat sowie die kleinen Dumplings eigentlich überflüssig gewesen. Aber wie heißt es so schön: Lieber den Magen verrenkt als dem Wirt etwas geschenkt. Der anschließende Verdauungsspaziergang durch die farbenfrohe nächtliche Stadt kam da genau richtig. Und damit endete unser erster Tag in Georgien.
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  • Batumi

    Sep 4–5 in Georgia ☀️ 24 °C

    Wider Erwarten hatten wir eine sehr ruhige Nacht. Ab Mitternacht verstummte die Musik und es war kein Laut mehr zu hören.
    Nach einem späten Aufstehen und Frühstück machten wir uns auf, Batumi zu erkunden. Wir starteten bei der Touristeninformation. Die dortige Mitarbeiterin gab uns viele gute Tipps.
    Batumi erinnert uns in vielem an Las Vegas. Sehr kühne Architektur wird in Rekordzeit hochgezogen. Zum Beispiel waren Stellplätze, die noch letztes Jahr bei park4night aufgeführt waren, zum Teil gar nicht mehr vorhanden, da dort aktuell ein neues, extravagantes Hochhaus gebaut wird.
    Viele der Hochhäuser werden nicht als Hotels, sondern als Wohnungen genutzt. Wir möchten uns aber nicht vorstellen, dass dort der Aufzug ausfällt und ein Bewohner der oberen Stockwerke seinen Wocheneinkauf in die Wohnung bringen möchte.
    Interessant war die Mischung aus alt und neu. Viele alte, aber sehr schön hergerichtete Gebäude wetteiferten mit den neuen modernen Prachtbauten.
    Unterwegs kamen wir auch am Zoo vorbei. Er kostet keinen Eintritt, machte uns allerdings traurig. Affen und Bären vegetieren in viel zu kleinen Gehegen ohne Spielmöglichkeiten und zum Teil einzeln vor sich hin. Solche „Tieraufbewahrungsstellen“ hatten wir in Deutschland vor über 100 Jahren auch und zum Glück heute nicht mehr.
    Am späten Nachmittag verlangten unsere Füße nach etwas Ruhe. Wir gingen deshalb zurück zu unserem Mausmobil und ruhten uns aus.
    Nach dem Abendessen (lecker, aber nicht ganz der Level von gestern Abend) planten wir unsere weitere Tour bei einem leckeren Espresso und Haselnuss-Plätzchen aus Sinope.
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  • Von Batumi nach Zugdidi

    Sep 5–6 in Georgia ⛅ 28 °C

    In der Nacht wurden wir mehrfach wach, da der starke Regen lautstark auf unser Dach trommelte. Das Wetter besserte sich auch am Morgen nicht. So fuhren wir im strömenden Regen zu unserem ersten Ziel in Kobuleti. Der dortige Mosaik-Springbrunnen machte uns neugierig. Und tatsächlich, er war ein Hingucker - trotz des leichten Regens.
    In Ureki machten wir einen kurzen Stopp am magnetischen schwarzen Sand. Dieser ist wirklich magnetisch und wird für Heilzwecke genutzt. Da das Wetter immer noch schlecht war, verzichteten wir auf ein Bad. Außerdem war das Wasser richtig trüb.
    Unser nächster Stopp war beim Khobi Kloster. Dies scheint eine beliebte Kirche für Brautpaare zu sein, denn allein zwei Hochzeitsgesellschaften standen für die Trauung an. Das Innere der kleinen Kirche konnten wir deshalb nicht besichtigen.
    Danach steuerten wir die Sommerresidenz des Patriarchen Ilia II an. Dieser Komplex ist relativ neu, weshalb die Kirche im Inneren nicht ausgemalt ist. Mittlerweile hatten sich die Wolken nahezu verzogen und die Sonne lachte wieder vom Himmel. Wir hatten deshalb einen sehr schönen Blick in die umgebende Landschaft vom Hügel, auf dem die Sommerresidenz erbaut worden war.
    Weit war es nicht mehr bis zu unserem heutigen Tagesziel. Wir kamen allerdings nicht schnell voran, da Kuhherden sowie freilaufende Schweine auf der Straße unsere Fahrt deutlich bremsten.
    Im Zugdidi angekommen, stellten wir uns auf den Parkplatz des Dadiani Palastes. Es war noch genügend Zeit, um die beiden Paläste zu besichtigen. Während im kleinen Palast Bilder sowie Porzellangeschirr ausgestellt wurden, gab es im großen Palast original möblierte Zimmer zu sehen.
    Nach so viel Kultur an diesem Tag ruhten wir uns bis zum Abendessen in unserem Mausmobil aus.
    Für das Abendessen gingen wir in das Restaurant „Diaroni“. Hier waren wir gespannt, denn die Bewertungen bei Google waren zwiegespalten. Aufgrund der Lautstärke der Live-Musik im Restaurant entschieden wir uns, draußen zu sitzen. Dort wurden wir willfährige Opfer der Mücken - aber immer noch besser, als taub zu werden. Das Essen schmeckte sehr gut. Der Service dagegen ließ etwas zu wünschen übrig. Alles in allem aber waren wir sehr zufrieden. Und damit endete ein weiterer Tag in Georgien.
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  • Von Zugdidi nach Ushguli

    Sep 6–7 in Georgia ☁️ 13 °C

    Nach einer ruhigen Nacht weckte uns die Sonne mit einem strahlend blauen Himmel. Wir fuhren frühzeitig los, da wir nicht wussten, was uns auf der Strecke zu unserem Tagesziel erwartet.
    Unseren ersten Stopp machten wir am Enguri-Stausee. Die Turbinen dieses Wasserkraftwerks produzieren 40 % des georgischen Stroms. Gleichzeitig ist dies die höchste Bogenstaumauer der Welt.
    Ein Stückchen weiter erreichten wir den sehr fotogen Wasserfall Delpak. Und hier wurde uns gleich die georgische Gastfreundschaft zu teil: Wir wurden direkt zu einem Drink am frühen Morgen eingeladen. Bis auf den Fahrer nahm die kleine Reisegruppe das Angebot an.
    Je näher wir unseren Tagesziel kamen, umso fantastischer wurde die Bergwelt des großen Kaukasus um uns herum. Strahlend blauer Himmel, dicht bewaldete Berge sowie am Horizont schneebedeckte Gipfel - wir hätten es uns nicht besser wünschen können.
    In Mestia tauchten zum ersten Mal die berühmten Wehrtürme auf. Diese wurden in der Vergangenheit als Fluchtmöglichkeit genutzt. Da wir verschiedenes über die Strecke zwischen Mestia und Ushguli gehört hatten (angefangen von „Nur für Offroad Fahrzeuge machbar“ bis hin zu „Eigentlich in ganz gutem Zustand“), waren wir gespannt, was uns erwartete. Die Strecke führte uns stellenweise mit 8 % Steigung bergan - und dann tauchten auch schon die ersten Wehrtürme von Ushguli auf. Bis auf eine kurze, etwas schwierig zu befahrene Strecke vor Ushguli (dies war einer Baustelle geschuldet) war die Straße aber einfach zu fahren. In Ushguli stellten wir uns auf einen Schotterplatz direkt vor einer Gruppe von Wehrtürmen. Hier werden wir heute Nacht schlafen. Anschließend erkundeten wir die Wehrtürme und den kleinen Ort, welcher direkt vor einer beeindruckenden Bergkulisse liegt.
    Der lange Rundweg machte uns hungrig. Wir zogen deshalb das Abendessen direkt am tosenden Enguri, welcher durch den Ort fließt, vor.
    Den restlichen Abend planten wir unsere weitere Route und schwelgten in Erinnerungen an diesen wunderschönen Tag.
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  • Von Ushguli nach Mestia

    Sep 7–8 in Georgia ☀️ 24 °C

    Den ganzen Vormittag über regnete es in Strömen. Was waren wir froh, gestern unsere Tour durch Ushguli gemacht zu haben!
    Auf der Fahrt nach Mestia ließ der Regen langsam nach. Dort angekommen, war der Himmel sogar überwiegend blau. Wir entschieden uns deshalb, mit der Seilbahn auf den Gipfel des Zuruldi zu fahren. Für den ersten Teil der Strecke nutzten wir den Sessellift. Etwa nach der Hälfte der Strecke stiegen wir in eine Gondel um. Auf dem Gipfel angekommen, hatten wir ein herrliches Panorama um uns herum. Leider lagen aber einige Gipfel unter Wolken.
    Nachdem wir uns mit einem heißen Kakao gestärkt hatten, fuhren wir mit der Gondel wieder auf die Mittelstation hinunter. Von dort wanderten wir bis zu unserem Mausmobil. Zum Glück hatten wir festes Schuhwerk angezogen, denn der steil bergab führende Weg führte über Stock und Stein. Oftmals war er überflutet. Wir mussten deshalb aufpassen, nicht hinzufallen.
    In Mestia stellten wir uns auf den großen Parkplatz im Ort und gingen anschließend zum Wehrturm der Familie Ratiani. Dieser aus dem 11. Jahrhundert stammende Wehrturm ist samt dem dazugehörenden Gebäude als Museum hergerichtet. Ein älterer Herr erklärte uns die Geschichte des Wehrturms. Nachdem wir auf wackeligen Stiegen den Turm erklommen hatten, gab es zur Belohnung einen Chacha. Dieser Traubenschnaps schmeckte sehr lecker. Nachdem wir noch weitere Erläuterungen zum damaligen Leben in einem Wehrturm erhalten hatten, gab es noch einmal einen Chacha. Es war eine sehr interessante und „geistreiche“ Führung.
    Anschließend gingen wir zum Haus und Wehrturm des bekannten Alpinisten Mikheil Khergiani. Viele Fotos und Erinnerungsstücke erzählten aus dessen Leben. Für uns war das alles weniger interessant, zumal die Erläuterungen auch nicht auf Englisch geschrieben waren.
    Unsere Besichtigungstour in Mestia endete im Wehrturm der Familie Niguriani. Leider konnte die Besitzerin aufgrund von Sprachproblemen nicht viel dazu erzählen, aber sie bemühte sich sehr. So sahen wir uns nur die verschiedenen Ausstellungsstücke an. Auf eine Besteigung des Wehrturms verzichteten wir allerdings. Auch hier endete die Besichtigung mit einem Chacha.
    Mittlerweile war es später Nachmittag geworden und wir ruhten uns erst einmal in unserem Mausmobil aus. Nach dem Abendessen planten wir die weitere Route und beendeten damit diesen sehr interessanten und „geistreichen“ Tag.
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  • Von Mestia nach Kutaisi

    Sep 8–9 in Georgia 🌬 22 °C

    Manche Tage verlaufen anders als geplant, aber von Anfang an: Nach einer ruhigen Nacht auf dem Marktplatz in Mestia verließen wir bei sonnigem Wetter den großen Kaukasus. Die Strecke kannten wir, hatten aber dennoch viele neue Eindrücke, weil wir nun alles von der anderen Seite aus sahen.
    In Dschwari begann für uns eine neue Strecke. Als erstes wollten wir die Schwefelquellen in Nokalakevi besichtigen. Stellenweise hatten wir das Gefühl, im Nirgendwo verloren zu sein. Eine schmale und kurvige Straße, stellenweise mit ordentlichen Schlaglöchern, und kaum Ortschaften, führte uns zu unserem Ziel. Dementsprechend langsam kamen wir voran. Unsere Durchschnittsgeschwindigkeit pendelte sich bei 34 km/h ein.
    Bei den Schwefelquellen angekommen, stellten wir unser Mausmobil ab und gingen das kurze Stück zum Fluss hinab. Es sah schon fantastisch aus, welches Gebilde das heiße Schwefelwasser mittlerweile erschaffen hatte. Ein Bad in den Schwefelquellen reizte uns allerdings nicht, denn über Nacht hätten wir hier nicht stehen bleiben dürfen und uns nur für ein kurzes Bad umzuziehen, hatten wir keine Lust. So fuhren wir nach kurzem Aufenthalt weiter zur Burgruine in Nokalakevi. Besonders viel steht hier nicht mehr. Vor allen Dingen fanden wir es schade, dass die erklärenden Schrifttafeln leer waren, so dass wir keine Information hatten, wofür die einzelne Ruine stand. Auch der im Reiseführer groß angepriesene unterirdische Tunnel zum Fluss erwies sich als einfaches Treppenhaus. So blieben wir auch hier nicht lange. Da wir im geplanten Übernachtungsort Senaki keinen Stellplatz für die Nacht in unseren Unterlagen gefunden hatten, entschieden wir uns kurzerhand, nach Kutaisi zu fahren. Für diese an und für sich kurze Strecke brauchten wir allerdings länger als gedacht, denn auf der Straße laufende Kühe, Schweine, Pferde und Ziegen bremsten unser Vorankommen deutlich.
    In Kutaisi erlebten wir anscheinend den Feierabendverkehr. Mit vielen Verzögerungen erreichten wir aber schlussendlich das Parkhotel. Auf der hinter dem Hotel liegenden Wiese können wir die Nacht für umgerechnet zehn Euro verbringen. Da das Hotel kein Abendessen anbietet, ließen wir uns in der Stadt in einem Restaurant lecker bekochen. Auch hier waren wir wieder schockiert, wie laut die Musik bei Feiern in Georgien gespielt wird. Im Gebäude neben dem Restaurant fand gerade eine Hochzeitsfeier statt. Den Gästen dort müssen die Ohren geklingelt haben.
    Und so endete für uns ein längerer Fahrtag, den wir ursprünglich nicht so eingeplant hatten.
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  • Von Kutaisi in die Nähe von Zestafoni

    Sep 9–10 in Georgia ⛅ 21 °C

    Kein Laut störte unseren Schlaf in der Nacht. Eine solche himmlische Ruhe haben wir selten.
    Durch den wuseligen Verkehr von Kutaisi fuhren wir zur Kathedrale, die hoch über der Stadt thront. Direkt bei der Kathedrale fanden wir sofort einen Parkplatz. Nach der Besichtigung des beeindruckenden Gebäudes hatten wir Glück und konnten drei georgischen Sängern bei einem kleinen Konzert zuhören. Anschließend gingen wir hinab in die Stadt. Unser erstes Ziel war der Kolchis Brunnen. Dieser außergewöhnliche Brunnen besticht durch seine vielen Tier-Skulpturen, ohne aber überladen zu wirken. Nachdem wir uns satt gesehen hatten und die Auslöser unserer Kameras eine Pause brauchten, schlenderten wir ein bisschen durch die Innenstadt. Am großen Markt beendeten wir unseren Rundgang. Dort wird wirklich alles angeboten. Neben Obst und Gemüse beziehungsweise Käse und Fleisch wurden auch Bücher, Kleidung und Haushaltsgeräte feilgeboten. Wir konnten dort auch eine Besonderheit von Georgien probieren: Nüsse, welche auf einen Faden aufgezogen werden und anschließend mit einem Gemisch aus Traubensaft und Mehl ummantelt werden.
    Der Weg durch die Stadt mit unserem Mausmobil zu unserem nächsten Ziel war ganz schön aufregend, denn die Straßen waren schmal, der Verkehr stark und die Schlaglöcher tief. Aber wir meisterten auch diese Herausforderung und erreichten bald das Kloster Motsameta. Dieses Kleinod liegt auf einem Bergrücken, kann aber bequem über einen Fußweg erreicht werden.
    Nach der Mittagspause fuhren wir weiter nach Nikortsminda zur dortigen Kathedrale. Das Kloster Gelati sahen wir nur aus der Ferne an, da es schon seit Jahren wegen Restaurierungsarbeiten eingehüllt ist.
    Nach einer sehr kurvenreichen Fahrt erreichten wir Nikortsminda und bekamen einen Parkplatz direkt vor der tausendjährigen Kathedrale. Diese wirkt schon von außen sehr beeindruckend, da die Fassaden mit außergewöhnlichen Ornamenten und figürlichen Darstellungen verziert sind. Von innen ist sie zudem mit wunderschön Fresken ausgeschmückt.
    Nach diesem kulturellen Highlight fuhren wir zurück ins Tal. Die Suche nach einem Übernachtungsplatz gestaltete sich etwas schwierig, da zum einen nur wenige Plätze bei park4night zu finden waren und zum anderen weitere Möglichkeiten kaum vorhanden sind. Schlussendlich fanden wir neben der Autobahn einen relativ ruhigen Platz bei einem kleinen Restaurant. Mit einem leckeren Espresso im Mausmobil beendeten wir diesen heutigen Kulturtrip.
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  • Von Zestafoni nach Akhaltsikhe

    Sep 10–11 in Georgia ☀️ 17 °C

    Der Verkehr auf der Autobahn war heute Nacht nicht so schlimm, wie wir befürchtet hatten. Demzufolge hatten wir sehr gut geschlafen.
    Unser erstes Ziel war das Sankt Georgs-Kloster. Die kleine Kirche wirkte von außen sehr unscheinbar, beherbergt aber im Inneren wunderschöne Wandmalereien. Kein Wunder, dass wir länger blieben als eigentlich geplant.
    Unser nächstes Ziel war die Festungsruine Surami. Hier steht wirklich nicht mehr sehr viel. Nach den obligatorischen Fotos fuhren wir deshalb sofort weiter.
    Unterwegs wurden wir von einer Polizeistreife angehalten. Leider konnte der Polizist kaum Englisch, weshalb die Verständigung etwas schwierig war. Er deutete mehrfach auf unser Spaß-Nummernschild aus Alaska („Retired“), welches wir innen an der Windschutzscheibe befestigt hatten. Ständig forderte er uns auf, ihm dieses zu geben, was wir allerdings abwiesen. Ob er dieses nur für sich haben wollte oder sonst ein Problem damit hatte, werden wir wohl nie erfahren, da die sprachlichen Barrieren bestanden. Nach Überprüfung unserer Daten (Reisepass, Führerschein, Fahrzeugpapiere) ließ er uns weiterfahren.
    Während unseres Aufenthaltes in Georgien hatten wir schon mehrfach das Mineralwasser „Borjomi“ getrunken. Diese Stadt lag auf unserem Weg, weshalb wir dort stoppten, um die Originalquelle zu besuchen. Der Ort ist touristisch sehr gut ausgebaut. Viele kleine Geschäfte werben um das Geld der Touristen. Selbst der Eintritt in den Stadtpark, wo die Quelle gefasst ist, kostet Geld. An der Quelle konnten wir das Wasser auch probieren. Wir hatten es schon fast befürchtet, dass es uns nicht besonders schmecken wird. Es soll zwar sehr gesund sein, aber eine gewisse Leidensfähigkeit beim Trinken wird schon vorausgesetzt. Da trinken wir doch lieber das Mineralwasser aus Flaschen!
    In Akhaltsikhe angekommen, stellten wir uns für die Nacht direkt auf den Parkplatz bei der Burg. Es war zwar später Nachmittag, aber für eine Besichtigung der unteren Burganlage war noch genügend Zeit. Dafür mussten wir auch keinen Eintritt bezahlen.
    Für das Abendessen suchten wir das georgische Restaurant „Imperia“ direkt an der Burg aus. Es erwies sich als absoluter Glücksgriff, denn sowohl das Essen als auch der Wein sowie die freundliche Art der Bewirtung gab keinen Anlass zur Kritik.
    Und damit endete ein weiterer Urlaubstag in Georgien, der für uns unerwartete Überraschungen bereitgehalten hatte.
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  • Tagesausflug nach Vardzia

    Sep 11–12 in Georgia ☀️ 21 °C

    Nach einer ruhigen Nacht holte uns die Kälte aus dem Bett. Draußen hatte es gerade einmal 4°. Da wir die Heizung nicht eingeschaltet hatten, betrug die Temperatur im Inneren unseres Mausmobils nur noch 13°. Nach dem Frühstück mit heißem Kaffee und einige Sonnenstrahlen später lag die Temperatur allerdings wieder im „grünen Bereich“. Pünktlich um 9:00 Uhr begannen wir unseren Rundgang durch den oberen Teil der Festung. Aufgrund unserer Schwerbehindertenausweise mussten wir keinen Eintritt bezahlen. Der obere Teil der Festung besteht aus einem Sammelsurium von Gebäuden. So gibt es dort eine Moschee, eine Kirche, einen Pavillon und eine Zitadelle. Man kann daran sehr leicht erkennen, wie viele verschiedene Herrscher hier regiert haben. Bei traumhaftem Wetter erkundeten wir die Anlage bis in die letzten Winkel. Anschließend fuhren wir zur Höhlenstadt von Vardzia. Die Fahrt dorthin führte uns durch ein liebliches grasbestandenes weites Tal, durch das sich malerisch der Fluss Kura schlängelte. In Vardzia angekommen, machten wir uns gleich an den Aufstieg zu den Höhlenwohnungen. Ursprünglich waren diese im zwölften Jahrhundert als Fluchtmöglichkeit, aber auch als Kloster gebaut worden und konnten bis zu 50.000 Menschen beherbergen. Erst nach einem Erdbeben reduzierte sich die Anzahl deutlich. Später wurden diese Höhlen nicht mehr von der Bevölkerung genutzt. Ein Teil kann heute besichtigt werden. Die sehr schön ausgeschmückte Kirche bildet das Herzstück der Anlage. Sie wird auch heute noch genutzt, wie wir bei unserem Besuch feststellen konnten. Zudem wird hier peinlich genau auf die Kleiderordnung geachtet. Shorts sind genauso tabu wie Trägerhemdchen bei Frauen. Zum Teil sind die Höhlen beschriftet. Als Besucher kann man glauben, was da steht, oder nicht, denn erkennbar ist nichts mehr. Die Höhlen sind mit Treppen verbunden. Gefühlte 10.000 Stufen später hatten wir die Anlage ausgiebig erkundet und machten eine verspätete Mittagspause. Anschließend fuhren wir einen kleinen Abstecher zum Frauenkloster, welches 4 km von der Höhlenstadt entfernt ist. Die 1,5 km lange Auffahrt dorthin erhöhte unseren Puls, denn es war eine sehr schmale Straße mit extrem beschränkten Ausweichmöglichkeiten. Aber wir hatten kein Problem. Außer der kleinen Kirche gibt es dort allerdings nichts zu besichtigen, weshalb wir zur Festung in Khertvisi fuhren. Diese Festung macht von außen einen sehr guten Eindruck. Hat man sich allerdings erst einmal den steilen Weg hoch gekämpft, stellt man fest, dass es lediglich eine Hülle ist. Nur die kleine Kirche ist in Betrieb.
    Nach einer kleinen Kaffeepause fuhren wir wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt und stellten uns wieder neben die Festung für die Nacht hin.
    Das Abendessen nahmen wir wie gestern wieder im Restaurant „Imperia“ ein. Auch heute wurden wir nicht enttäuscht. Und damit endete dieser an kulturellen Highlights nicht arme Tag für uns.
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  • Von Akhaltsikhe nach Uplistsikhe

    Sep 12–13 in Georgia ☀️ 26 °C

    Bis nachts um 0:30 Uhr wurden wir mit Musik aus den neben uns parkenden Autos beschallt. Für uns war das nicht ganz so schlimm, da wir sowieso erst um Mitternacht ins Bett gegangen waren. Die restliche Nacht allerdings war himmlisch ruhig.
    Am Morgen holte uns die Sonne aus dem Bett. Nach dem Frühstück fuhren wir entlang des Flusses Kura zu unserem ersten Besichtigungspunkt. Die Burg und Kirche von Samtsevrisi machte von außen einen sehr netten Eindruck. Allerdings waren die Burg und die Kirche geschlossen. So konnten wir lediglich die Außenanlagen besichtigen.
    Unseren nächsten Stopp legten wir in Gori ein. Hier fanden wir einen sehr guten Parkplatz in der Nähe der Festung. Natürlich marschierten wir den Berg hoch, um diese zu besichtigen. Wirkte sie von außen sehr imposant, so enttäuschte das Innere vollständig, da außer den Außenmauern nichts mehr steht. Wir hielten uns deshalb nicht allzu lange auf und gingen zum Stalin Museum. Hier konnten wir den Eisenbahnwaggon sowie das Erdgeschoss des Museums kostenfrei besichtigen. Erst im Obergeschoss wird ein Eintrittspreis fällig. Da uns die Geschichte Stalins nicht so interessierte, sparten wir uns den Eintritt und setzten diesen lieber in zwei Eiskaffee um. Auf unserem Weg durch Gori entdeckten wir ein kleines Juwel: eine Wand mit 1001 verschieden gestalteten Fliesen. Es fiel schwer, die schönste Fliese zu bestimmen.
    Um eine ruhige Nacht zu verbringen, fuhren wir anschließend zur Höhlenstadt Uplistzikhe und stellten uns dort neben einem Café für die Nacht hin. Nach einem leckeren Sundowner bereiteten wir uns unser Abendessen und ließen den Tag damit ausklingen.
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  • Von Uplistsikhe nach Tbilisi

    Sep 13–14 in Georgia ⛅ 26 °C

    Nach einer sehr ruhigen Nacht und bestens bewacht von einem Straßenhund, der sich vor unserem Mausmobil postiert hatte, machten wir uns auf, die Felsenstadt in Uplistsikhe zu erkunden. Wir waren sehr früh dran und hatten demzufolge keine anderen Besucher um uns herum. Schon nach wenigen Metern waren wir uns einig, dass diese Anlage deutlich interessanter ist als die Felsenstadt in Vardzia. Am Ende unseres Rundgangs hatten wir sogar das Glück, ein Konzert von mehreren Sängern zu erleben. Das war Gänsehautfeeling pur!
    Als nächstes Ziel hatten wir uns die Kirche in Samtavisi vorgenommen. Aufgrund von Sprachproblemen hatten wir es so verstanden, dass die Kirche geschlossen sei. Erst als andere Besucher kamen, erfuhren wir, dass wir einfach nicht passend gekleidet waren. Da die Greyhoundin immer ein entsprechendes Tuch mit sich führt, hatte sie die Möglichkeit, die Kirche von innen zu besichtigen.
    Nun war es nicht mehr weit bis nach Mzcheta. Dort parkten wir direkt neben der Kirche Samtavro. Viele Gläubige drängten sich in dieser kleinen Kirche. Nachdem wir alles besichtigt hatten, gingen wir in die Stadt zur Swetizchoweli-Kathedrale. Auch hier herrschte großer Andrang, denn es wurde am laufenden Band geheiratet und getauft. Fantastisch waren die Wandmalereien in dieser Kathedrale. Zum Ende unseres Rundgangs wurden wir von einem jungen Mann angesprochen, der uns eine Kerze überreichte. Natürlich haben wir diese gleich angezündet und mit einem Gebet versehen.
    Nach einer Ruhepause in einem Café machten wir uns auf nach Tbilisi. Je näher wir der Hauptstadt kamen, umso mehr nahm der Verkehr zu. Dank unseres Navigationssystems fanden wir den Parkplatz bei der Public Service Hall ohne Probleme. Lediglich die Einfahrt zum Parkplatz bereitete etwas Schwierigkeiten. Dass wir dabei ein kurzes Stück entgegen der breiten Einbahnstraße fuhren, störte aber keinen der entgegenkommenden Autofahrer.
    Mittlerweile war es früher Abend geworden. Wir gingen deshalb direkt zum Restaurant “Racha“, welches im Reiseführer Lonely Planet empfohlen wurde. Und wir wurden nicht enttäuscht! Die Speisen waren lecker und preisgünstig, und der Chacha schmeckte ebenso. Für uns ungewöhnlich war, dass dieser mindestens in 1/4 l ausgeschenkt wurde.
    Nach dem reichlichen Abendessen mussten wir unbedingt einen Verdauungsspaziergang einlegen und erkundeten ein bisschen die nächtliche Altstadt. Natürlich gehörte dazu auch ein Besuch der Friedensbrücke und eine Fahrt mit dem Ballon, um die nächtliche Stadt von oben zu betrachten.
    Und damit endete unser erster Tag in der Hauptstadt von Georgien.
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  • Tbilisi - der erste Tag

    Sep 14–15 in Georgia ☀️ 28 °C

    Nach einer ruhigen Nacht starteten wir unseren Tag mit der Besichtigung der Sameba-Kathedrale. Sie ist angeblich die größte Kathedrale im ganzen Kaukasus. Von außen besticht sie durch schöne Ornamente und von innen mit vielen Ikonen.
    Nach der Besichtigung führte uns unser Weg zum Friedensplatz. Dort begann um 12:00 Uhr eine kostenlose Stadtführung (ein Trinkgeld am Ende der Tour wird aber erwartet). Unsere Führerin zeigte uns die Altstadt und erklärte vieles zur Geschichte Georgiens wie auch der Stadt. So erfuhren wir zum Beispiel, dass die Außenfassaden der Häuser nur nach Genehmigung der Stadt renoviert werden dürfen. Diese Genehmigungen werden anscheinend straßenweise erteilt. Das führt dazu, dass viele Häuser von außen stark beschädigt, aber innen anscheinend renoviert sind und als Ferienunterkünfte oder Wohnungen genutzt werden.
    Der Rundgang durch die Altstadt endete im Bäderviertel. Hier tritt heißes schwefelhaltiges Wasser aus dem Boden und wird schon seit Jahrhunderten zum Baden genutzt. Für morgen buchten wir uns einen entsprechenden Termin.
    Nach einer Stärkung mit Rotweineis und leckerem georgischen Weißwein gingen wir zurück zu unserem Mausmobil. Der Parkplatz war jetzt voll. Wären wir jetzt erst angekommen, hätten wir keinen Platz mehr gefunden.
    Für das Abendessen gingen wir in das nahe gelegene Restaurant „Kalender“. Das Essen war lecker. Die Musik allerdings war nicht unser Geschmack. Auf unsere Bitte wurde allerdings die Lautstärke reduziert. Und damit endete unser Besichtigungstag in dieser quirligen Stadt. Wir sind gespannt auf morgen!
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  • Tbilisi - der zweite Tag

    Sep 15–16 in Georgia ☀️ 30 °C

    Den heutigen Tag starteten wir ganz entspannt in einem Spa. Zuerst erhitzten wir unsere Körper dank des heißen schwefelhaltigen Wassers, um uns danach im kühleren Wasser wieder abzukühlen. Der Greyhound gönnte sich zusätzlich noch eine Abschrubmassage. Wie neugeboren konnte anschließend unser zweiter Besichtigungstag in Tbilisi starten. Da wir gestern die Altstadt erkundet hatten, zog es uns heute an die Rustaveli Avenue mit ihren prächtigen hochherrschaftlichen Häusern und Regierungsgebäuden. Aber irgendwie hatten wir dafür die falsche Zeit ausgesucht, denn die komplette Allee einschließlich der Fußgängerwege war eine einzige Baustelle. Wir mussten somit fast mehr aufpassen, auf dem unebenen Gelände keinen falschen Schritt zu machen, als dass wir die Gebäude bewundern konnten. Ein Highlight hatten wir allerdings dann doch: eine mit bunten Fliesen geschmückte lange Treppe, die uns den Staub und Dreck der Baustelle vergessen ließ.
    Nach einer ausgiebigen Stärkung fuhren wir mit der Seilbahn hoch zum Mtatsminda-Park. Wir hatten zwar kein Interesse an den einzelnen Vergnügungen, sondern wollten einfach die Stadt von oben besichtigen. Dort angekommen, stellten wir allerdings fest, dass das Gelände heute weiträumig für eine Veranstaltung abgesperrt war. So hielten wir uns nicht lange auf und fuhren mit der Standseilbahn wieder nach unten. Mit einem kleinen Rundgang durch Nebenstraßen der Altstadt rundeten wir den heutigen Tag ab und gingen zurück zum Mausmobil.
    Für unser Abendessen hatten wir aus unserem Reiseführer von Lonely Planet ein nettes kleines Restaurant herausgesucht. Im „Alani“ wurden wir sehr lecker bekocht (und wie immer waren die Portionen viel zu groß). Nach dem Abendessen erlebten wir auf dem Nachhauseweg noch ein Feuerwerk. Wahrscheinlich gehörte dies zu dem Programm des Investors, dessen Namen wir heute Nachmittag bei der Seilbahn gesehen hatten 😉.
    Morgen werden wir diese Großstadt verlassen und wieder in ruhigere Gebiete fahren.
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  • Von Tbilisi nach Stepantsminda

    Sep 16–17 in Georgia ⛅ 14 °C

    Nach dem Frühstück hatten wir eine angenehme Überraschung: pro Tag auf diesem Parkplatz mussten wir umgerechnet etwa 7 Euro bezahlen. Und das in dieser Nähe zur Altstadt!
    Durch den starken Verkehr von Tbilisi fuhren wir heute Richtung Norden. Über park4night hatten wir unterwegs ein WC gefunden, um unsere Toilettenbox zu leeren. Gemäß dem Aushang hätte uns der WC-Besuch 1 GEL gekostet. Als die Besitzerin sah, dass wir mit dem Wohnmobil kamen, erhöhte sie auf 5 GEL. Das ging für uns in Ordnung, da wir ja eine Box leerten. Als wir diese geleert hatten und Wasser tanken wollten, kam sie keifend aus ihrem Haus und verlangte 10 GEL. Unser Hinweis, dass sie ursprünglich 5 GEL wollte, ignorierte sie beziehungsweise konnten wir aufgrund der Sprachprobleme nicht verdeutlichen. Wir zahlten deshalb 5 GEL und fuhren weiter. Ihr Keifen hallte noch lange in unseren Ohren nach!
    Unsere Mittagspause legten wir am sowjetisch-georgischen Freundschafts-Denkmal ein. Dieses fast kreisrunde Monument zeigt überlebensgroß verschiedene Motive aus Georgien. Als wir weiter fuhren, begann es sehr stark zu regnen. Dieser Regen blieb uns bis zum Gergeti-Kloster treu. Eigentlich hatten wir vorgehabt, unser Mausmobil in Stepantsminda abzustellen und zum Kloster hoch zu wandern. Verständlicherweise verwarfen wir angesichts des Wetters diesen Plan.
    Das Gergeti-Kloster ist ein wahrer Touristenmagnet! Dies ist seiner exponierten Lage vor dem Hintergrund des großen Kaukasus geschuldet.
    Für die Nacht stellten wir uns auf einen großen Parkplatz unterhalb des Gergeti-Klosters.
    Nach dem Abendessen planten wir unsere weitere Route.
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  • Von Stepantsminda nach Vachnadziani

    Sep 17–18 in Georgia ⛅ 26 °C

    In der Nacht wurde unser armes Mausmobil ganz schön durchgeschüttelt - so kräftig wehte der Wind. Zusätzlich kam am Morgen noch der starke Regen dazu. So waren wir nicht traurig, diesen Flecken verlassen zu müssen. Wie gestern auch, nutzten wir die transkaukasische Heerstrasse.
    Unseren ersten Stopp legten wir an der Festung Ananuri ein. Scharen von Touristen bevölkerten diese kleine, malerisch am Zhinvali-Stausee gelegene, Festung mit ihren beiden Kirchen. Nach der Besichtigung und ein paar Drohnenbildern später fuhren wir weiter gen Süden. Unser Weg führte uns durch das bergige Gebiet des hohen Kaukasus. Bald schon erreichten wir das Kloster Alawerdi. Zu unserem Leidwesen war dieses komplett eingerüstet. Zudem bot die Kirche innen kaum Fotomotive (abgesehen davon, dass es verboten war, hier drin zu fotografieren). Wir blieben deshalb nicht lange und fuhren weiter nach Telavi, um uns die Festung von König Erekle II anzuschauen. Google Maps führte uns dabei nicht über die Hauptstraßen der Stadt, sondern durch kleine Nebenstraßen. Leider können wir Google nicht vorgeben, dass wir 7 m lang, 3,10 m hoch und 2,25 m breit sind!
    Nachdem wir den Eingang zu diesem ehemaligen Königspalast gefunden hatten, kamen wir aufgrund unserer Schwerbehindertenausweise wieder kostenlos hinein. Einige Räume sind originalgetreu eingerichtet. Zudem konnten wir einer Gesangsvorführung eines Mädchenchors lauschen.
    Im selben Ort gibt es auch die Residenz von Alexander Chachavadze. Dieser ehemalige Offizier und Dichter hatte hier seine Villa und war bekannt für seine Lesungen und Weinverkostungen. Die Räume sind sehr schön eingerichtet. Offiziell herrscht auch Fotografierverbot, aber es wird anscheinend nicht von jeder Aufsichtsperson so streng gesehen.
    Nachdem wir noch ein bisschen durch den dazugehörigen Park geschlendert waren, fuhren wir zum Ibero Weingut, unserem heutigen Tagesziel. Dort konnten wir kostenlos übernachten.
    Für den Abend hatten wir eine Weinprobe beim Besitzer dieses kleinen familiengeführten Weingutes gebucht. Es war ein sehr unterhaltsamer, interessanter und weinhaltiger Abend. Bemerkenswert fanden wir, dass die Weißweine hier alle bernsteinfarben sind und nicht wie bei uns nahezu durchsichtig. Vor allem konnten wir uns ausgiebig mit unserem Gastgeber über Gott und die Welt (in englisch) unterhalten und haben so viel über Georgien erfahren.
    Es wurde spät, bis wir in unser Mausmobil kamen …
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