• Vulkan Ijen

    April 18 in Indonesia ⋅ ☁️ 17 °C

    Die Unterkunft wollte uns ein Gesamtpaket für die Besteigung des Ijen verkaufen, bei dem wir Mitternacht (!) losfahren sollten und in der Nacht den Berg hochsteigen, um dann den Sonnenaufgang zu sehen 😳 Wir hatten genug Sonnenaufgang und entscheiden uns für die Tour auf eigene Faust - ohne Guide, ohne Mahlzeiten und ohne Sonnenaufgang ☀️ Nur den Fahrer bestellen wir für 5:00 Uhr, damit wir 6:00 Uhr am Berg sind. Als wir ankommen, bezahlen wir Eintritt und tatsächlich wird unser Gesundheitszeugnis geprüft und auch einbehalten. Schade eigentlich, ich hätte es gern bei den nächsten Vulkanen auch vorgewiesen 🌋
    Das Besondere am Ijen ist ein riesiger säurehaltiger Kratersee, gern das "größte Säurefass der Welt" genannt und der aktive Schwefelabbau. Arbeiter gewinnen aus den Fumarolen am Grund des Kraters gleich neben dem Säuresee Schwefel und schleppen ihn erst die Kraterwand hoch und dann mit Bollerwagen den Berg hinunter ins Tal. Extrem gefährlich und gesundheitsschädlich ☠️
    Als wir gegen 6:00 Uhr schön langsam die 600 Höhenmeter in Angriff nehmen, kommen uns (ohne Übertreibung) hunderte von Sonnenaufgangs-Touristen entgegen und wir sind sooo froh über unsere Entscheidung gegen die Nachtwanderung! Der Weg ist steil, wir brauchen für die vier Kilometer 1,5 Stunden und werden mit einem phantastischen Blick in den Krater belohnt. Es sind auch nur noch wenige andere da, obwohl erst jetzt die Sonne richtig durchkommt und die Wolken aus dem Krater nach oben zieht. ☀️ Für den Rückweg bieten die Minenarbeiter die Fahrt in ihren Bollerwagen an, liebevoll Ferrari und Lamborghini genannt. Wir verzichten und geben lieber Geld für die Fotos. Gegen 10:00 Uhr sind wir wieder unten im Basecamp und bekommen 11:00 noch ein spätes Frühstück in der Unterkunft. Den Rest des Tages verbringen wir mit Tee trinken und Natur gucken auf der Terrasse 🍵🍵
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