Serengeti, wir kommen...
December 17, 2025 in Tanzania ⋅ ☁️ 21 °C
Gegen 08.00 h holt uns Daniel ab zu unserer etwas längeren Fahrt in die Serengeti.
Unterwegs machen wir einen Stopp in einem Zentrum für afrikanische Handwerkskunst. Aus alten Blechteilen wie Kanistern u. dgl. gestalten die Künstler erstaunlich naturgetreue Figuren.
Am beeindruckendsten sind jedoch die Holzbildhauer, die aus dem steinharten Ebenholz wunderbare Kunstwerke herstellen. Man kann sie dort bei ihrer Arbeit beobachten und sie zeigen einem bereitwillig jeden Arbeitsschritt. Für einen nur etwa 25 cm großen naturgetreuen Elefanten benötigt der Künstler etwa 2-3 Wochen. Der Preis liegt dann bei 300-400 Dollar.
Am Kraterrand des Ngorongoro Krater entlang fahren wir weiter.
Wir befinden uns auf einer Höhe von über 2300 m und der Blick in den Krater ist atemberaubend. In drei Tagen werden wir ihn durchfahren.
Viele kleine Massai Dörfer befinden sich entlang unserer Strecke und die Massai Hirten ziehen mit ihrem Vieh durch die scheinbar endlosen Weiten.
Gegen Mittag erreichen wir den südlichen Rand der Serengeti.
Nach dem Mittagessen in einer Picknick Site geht's wieder auf Pirschfahrt. Unendlich viele Zebras, Gnus, Gazellen Antilopen säumen unseren Weg. Geier lauern auf den Bäumen und seltsame sehr große Vögel wie der Sekretär, die Riesentrappe und natürlich Strauße sind zu beobachten.
Das vermeintliche Highlight des Tages ist dann ein dösendes Löwenrudel. Drei offenbar wohlgenährte Löwenmännchen liegen im Schatten eines Baumes, etwas abseits die Weibchen im hohen Gras.
Auch Elefanten- und riesige Gnuherden sehen wir im weiteren Verlauf des Nachmittags.
Schon etwas mitgenommen von dem stundenlangen Geschaukel wollen wir eigentlich schon zur Lodge, als Daniel, unser Guide, glaubt einen Leoparden wahrgenommen zu haben. Wir verlassen den Weg und fahren querfeldein durch die Savanne. Und plötzlich bleibt er stehen... der Leopard läuft geradewegs auf uns zu und nur wenige Meter neben dem Jeep vorbei. Auch für Daniel war dies ein herausragendes Erlebnis, er hat vorher nur selten einen Leoparden aufgespürt, aber noch nie ist er einem so nahe gekommen. Er war ganz aus dem Häuschen...
Bevor wir unsere Unterkunft erreichen, hatte dort ein Regenguss den Boden aufgeweicht und die Piste schmierig glatt gemacht, so dass wir sogar einmal den eigentlichen Fahrweg unfreiwillig verließen.
Wenig später steckten wir im Schlamm fest. Unser Toyota Arbeitstier mühte sich ein paar Minuten, schaffte es aber dann dank der Untersetzung sich heraus zu wühlen und uns zur Lodge zu bringen.
Diese Lodge besteht ausschließlich aus großen Zelten, die hier mitten in der Wildnis verteilt sind. Bei der Begrüßung und anschließenden Einweisung erhalten wir ein Handfunkgerät und die strikte Anweisung das Zelt nach Einbruch der Dunkelheit (ab 19.00 h) keinesfalls ohne Guide zu verlassen. Außerdem sind alle essbaren Sachen, auch Medikamente, Kosmetika und dgl. in eine dafür vorgesehene Holzkiste einzuschließen, da die Paviane in der Lage sind, die Reißverschlüsse der Zelte zu öffnen und solche Sachen dann plündern.
Nach dem 3-gängigen Abendessen werden wir buchstäblich zu Bett gebracht.
Als wir dann darin liegen, hören wir immer wieder verschiedene unbekannte Laute, vermutlich auch ganz nah und laut von Hyänen....Read more



















TravelerOmg das ist ja so spannend eure Geschichte