• 17.1. Org. + Besuch Mirador Torre

    17. januar 2024, Argentina ⋅ ☁️ 13 °C

    Früh erwacht und gebummelt, geduscht und ab zu einem Kaffee mit gesalzenen Medialunas, aber es gibt hier nur Süsse! Habe mich stattdessen für einen Apfelstreuselkuchen entschieden.
    Dann etwas durch die Ortschaft gebummelt. Am Busbahnhof beim Infoschalter nach Möglichkeiten für Perito Moreno erkundigt. Das ist „der Gletscher“ hier. Der junge Mann hat mich an eine Busfirma verwiesen. Stehe lange an. Dann bin ich dran. Erkläre, dass ich zwei Sachen will, eben zu dem Gletscher und dann habe ich gesehen, dass sie auch nach Bariloche fahren. Will das auch buchen, der Bus fährt von El Chalten! Wir einigen uns den Gletscherbesuch am 18. zu machen, hin und zurück. Er beginnt an seinem System zu werken, bucht zuerst Bariloche. Dann werkelt er an der Gletscherfahrt - was ich noch nicht weiss, es gibt keine Rückkehr am gleichen Tag hierher - nur nach El Calafate, das meinen die mit hin und zurück. Wie er mir das Ticket nochmals erklärt, ist es nur nach Calafate. Es gibt keinen Bus nachher sagt er. Erst am nächsten Tag. Ich habe aber mein Camping bis 19. In der Zwischenzeit kommt seine Kollegin, Ablösung. Beide erklären mir nochmals, es gibt keinen Bus mehr zurück. Ev. eine andere Busgesellschaft - was ich innerlich bezweifle, sie wüssten das, denke ich mir. Dann schiebe ich die Buchung um einen Tag, was mich 10 % kostet, es sei eine Umbuchung, sagt die Frau - na ja es sind 5 Dollar, mache kein Theater, hinter mir wartet eine Schlange. Ich muss dafür heute keine Vermittlungsgebühr im Internet zahlen. Toll, einen Zubringerbus haben sie, aber keinen Rückbringer.
    Meine alte Dorm in El Calafate ist noch frei in der Nacht. Dann muss ich aber am 20. wieder die Rückfahrt haben. Entscheide mich für die früheste Verbindung mit der Gesellschaft - habe nun schon zweimal rinen Busausfall gehabt, das dauert dann immer 1-2 Stunden länger bis man dort ist. Den Bus nach Bariloche zu verpassen will ich nicht riskieren, kostet mich ja $140.
    Gehe zurück ins Zelt, es windet sehr heftig, stehe manchmal still. Mache eine Pause und krame mein Zeug hervor, will zum Mirador des Torres. Draussen scheint die Sonne, trotzdem regnet es leicht. Die Berge sind im Grauschleier.
    Die Bergschuhe verschmähe ich heute, am rechten Fuss ein Zeh angekratzt, am linken zwei, der eine Nagel ist blau, der andere ist wegen Druckstelle eingepackt.
    Ich suche dann den Einstieg in den Weg. Finde etwas, auch von anderen begangen - bei der Rückkehr sehe ich dann aber, dass ich einen Umweg gemacht habe.
    Es regnet immer leicht und windet stark - bei der einen steilen Steigung habe ich so Rückenwind, dass es mich echt fast hinaufbläst. Der Weg ist echt schön. Zwar leicht auf und ab, aber gut zu gehen, etwas sandig, vor allem in steilen Partien! Überhole Viele mit Gepäck und ohne, einige kommen auch entgegen. Der Torres ist immer noch im Grauschleier, wo ich stehe, ist Sonne und ab und zu Kühlung durch leichten Regen. Zurück jogge ich des öfters und erschrecke manchmal Leute. Auch meine Kniekehlen machen wieder mit, bis auf einmal keine Probleme. 8 km mit rund 200 Meter Steigung in 1:52 Std.

    Wenn man zeltet hat man keine Steckdosen, man muss in allgemeinen Bereichen laden, teils Risiko, doch Stunden da stehen … - kombinieren mit Essen, schwatzen, ist echt komunokativ! Ich lerne da unter anderem einen Russen (Fetja) kennen - er ist Anwalt und wegen dem Krieg nun auf Reisen - im Zelt.
    Mache mir heute mein Essen aus mitgeschleppten Vorräten. In der Küche hat es sogar Wasserkocher, so ist das mit dem Trekkingfood rasch gemacht. Könnte etwas Salz vertragen, doch …
    Nach dem Essen gehe ich noch Milch holen - für das Frühstück, da habe ich auch 300 Gramm dabei - muss weg. Ich habe einfach zuviel Gepäck. Ich kaufe noch zwei Bier, eines für Fetja, welcher Schlafen gehen wollte, doch der ist gerade auf dem Weg in den Ausgang, dann halt nicht.
    Schreibe beim Laden noch Tagebuch.
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