• Alexandria

    December 6, 2024 ⋅ ⛅ 23 °C

    Ich habe im Sheraton an der Corniche (breite Strasse dem Ufer entlang) in Alexandria übernachtet. Mit dem Internet hat es etwas gehapert, der freundliche Junge beim Concierge hat mir dann das Marriott-Passwort gegeben, dann hat es einwandfrei geklappt! Ich höre vor dem Einschlafen lange das dauernde Gehupe, die Wagen halten sich wenig an Spuren hier in Ägypten, da wird einfach angehalten, die vielen kleinen privaten Personentransporter halten überall und nehmen Fahrgäste auf oder setzen sie ab. Dahinter muss man Spur Wechsel, bzw sich in den Verkehr daneben einquetschen. Aber im Normalfall geht das reibungslos. Und sonst sind die meisten Autos ja doch schon mit Blessuren versehen. Obwohl ich im 13. Stock bin wäre ich den Verkehrslärm gut. Wie ich dann bemerke, hat die Metalltüre keine Dichtung und ist leicht verzogen, schliesst nicht richtig.
    Am Morgen ist es dann vergleichsweise ruhig auf der Strasse - ich sehe eine grosse Radfahrergruppe, welche sich da unten versammelt und gemeinsam wegfährt - am Abend wäre das nicht möglich gewesen. Ich bin dann auch fast alleine beim Frühstück, erst wie ich gehe kommen Ägypter.

    Mohamed und der Fahrer sind pünktlich, zuerst geht es in den Montazah Park, wo ein Schloss des ehemaligen Königs Faruk steht. Da wird gerade die Uferpromenade neu gemacht, alles ist noch abgesperrt und wird von Wächtern überwacht. Neben Faruks Palast ist da auch noch das Königinsgebäude, wo ich vertrieben werde - es wird gerade als Hotel ausgebaut. Der Park ist nett, mit Wasser, Gänsen und Enten, aber es liegt halt auch hier viel Unrat herum, was auch mein Führer bemerkt.

    Danach fahren wir zum Fort Kait Bey, welches schon von weitem sichtbar ist , da ist auch das eine Weltwunder gestanden, der Leuchtturm von Alexandria. Am Fort sollen grössere Teile noch Trümmer davon im Wasser liegen. Vor Alexandria hat man versunkene Stadtteile entdeckt, teils gehoben. Hier sind viele Schulklassen am besichtigen. Die Kinder erkennen mich als Fremden und sagen Hallo oder kommen zu mir, machen Fotos, die meisten sind zum Glück eher scheu! Von da aus kann man auch die neue Bibliothek von Alexandria sehen - moderne Architektur, soll auffallen!

    Dann geht es weiter zum römischen Amphitheater, rundherum sind wie überall eigentlich weitere Altertümer, unklar, aber da hat man keine Geld um weiter zu graben.

    Anschliessend geht es zur Pompejus-Säule, wo auch ein antiker Tempel ist - anscheinend ein Stierkulttempel - in Ausgrabung, es geht tief hinunter. Die Säule ist schon eindrücklich. Davor sind wir noch am Bahnhof vorbeigefahren, wo ich rasch einige Fotos machen will und aussteige, die Beiden am Platz warten lasse.

    Nun besuchen wir die Katakomben - ähnlich wie in Rom, halt viel kleiner, mit Rundtreppe hinunter - hier liegen auch Trümmer oben in Massen - wie an vielen Orten in dem Land. Vor den Katakomben hat es ein Restaurant, ich lade die beiden Begleiter zu einem Drink und etwas Essen ein - der Fahrer besorgt uns Fladenbrot, darin sind weisse Bohnen dazu gibt es Wasser und starken türkischen Kaffee - Mohamed gibt dem Kellner extra Wasser, wegen mir, um meine Innereien zu schonen!

    Schon auf dem Rückweg passieren wir noch einen Vogelmarkt, Vögel aller Art - Tauben sind hier speziell beliebt - zum Essen!

    Schon ist der Tag zu Ende und wir düsen wieder Richtung Giza zum gleichen Hotel. Mich erstaunen immer wieder die breiten Autobahnen - hier sind sie sogar noch getrennt nach Last- und Lieferwagen und Personenwagen. Selten einmal ist eine Fussgängerüberführung da. Aber die Leute bewegen sich hier und auch in Kairo selbstverständlich auf den Autobahnen, sei es um aus- oder einzusteigen. Auch im dichten Verkehr überqueren einige die Fahrbahnen mit Erfolg und unter Rücksichtnahme der Autofahrer - aber es sind nur wenige.

    Da es Freitag ist - Wochenende geht es im Park bis 2200 Uhr rund, dann ist Schluss.

    Am nächsten Tag habe ich frei, das Program war etwas gedrängter in den Vortagen, ging aber gut! Ich muss erst um 15 Uhr weg vom Hotel zum Flughafen, um nach Luxor zu fliegen. Mohamed hat mit dem Hotel vereinbart, dass ich bis 1400 im Zimmer sein kann. Die Zeit bis dahin verrinnt rasch.
    Oliver hatte am ersten Tag schon Geld abgehoben, beim Eingang zum Vergnügungspark ist ein ATM der Nationalbank. Ich hatte meine Karten nicht dabei, mit dem Handy konnte ich nichts abheben! Der Maximalbetrag sind 3000 Pfund, etwa 55 CHF. Wenn man dann hier noch für Zusatzausflüge was abheben möchte, so muss man mehrmals beziehen …. Ich ging also am Morgen nach etwas Ausschlafen, Frühstücken zuerst mal da hinüber, anschliessend hatte ich mal wieder Zeit an die Börse zu schauen, zu Lesen.

    In Luxor wurde ich abgeholt, das Schiff lag nur etwa 15 Minuten vom Flughafen weg - der Flug war auch wieder verspätet! Meine Kabine lag genau gegenüber der von meinem Mitreisenden Oliver - Tür an Tür.

    Ich hatte ja kein Deluxe Schiff gebucht, nur Oberdeck. Man hat mir dann angeboten das Deluxe Schiff statt für 145 Euro für 95 Euro zu haben, was ich ablehnte. Am Schluss haben sie mich angeblich auf die bessere Klasse verschoben. Ein Reiseführer sagte mir aber, das Deluxe sei die übliche Standardklasse hier!
    Na ja, hatte ich schon mal was an die ausufernden Trinkgeldansprüche hier, jeder erwartet praktisch für eine Dienstleistung noch ein zusätzliches Trinkgeld - die Ägypter haben Kleingeld, bei mir wollen die Leute aber nichts herausgeben, wenn ich eine grössere Note gebe, zB. Toilette - Touristen melken! Zum Glück habe ich noch Kleingeld Euro, so gebe ich dann 50 Cent, was deutlich weniger ist als 50 Pfund - ca. 26 bzw 27.
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