• Rest Abu Simbel + Generell zu Ägypten

    December 14, 2024 in Mexico ⋅ ☀️ 25 °C

    Zuerst noch 2 Fotos als Ergänzung zu Abu Simbel:
    - Lage vorher nachher
    - die Tempel wurden zerteilt und aus dem Sandstein-Fels genommen, wieder zusammengesetzt und mit Material überdeckt und somit zugänglich gemacht.

    Als dritte Foto eine Visualisierung,, wann Ägypten schon Hochkultur hatte - es fehlt da aber Südamerika, China - sie sind sicher früh schon in Hochform gewesen - doch Heute?

    Der Guide durfte uns nicht in die Gräber und auch nicht in Abu Simbel in die Tempel begleiten. Die grossen Gruppen verstopfen sonst die Anlagen - Touristen welche sich in kleineren Gruppen bewegen sind viel flüssiger und reaktiver in den engen Gängen, achten mehr auf den Anderen- eine echt gute Massnahme. Der Guide erhält bei den Gräbern und Abu Simbel Fotos und erläutert damit das Tempelinnere. Die Bilder wären auch käuflich.

    Die Rückfahrt ohne Besichtigungen benutzte ich, um die ersten Teile meiner kurzfristig entschlossene Mexiko-Reise (statt wie eigentlich vorgesehen Marokko) zu organisieren - auf eigene Faust ist halt immer etwas aufwändiger, schwieriger.

    Dann noch einige Bemerkungen zu Ägypten:
    - Es fehlt beim Bauen schon häufig an der Qualität, danach an Unterhalt und Reparaturen … - auch in den schönen, teuren Hotels sind sie nicht gefeit.

    Rund um Kairo, Giseh und Alexandria, aber auch im Gebiet Hurghada, Safaga werden ganze Quartiere/Siedlungen aus dem Boden gestampft. Der Bevölkerungszuwachs hat Folgen - zwar hat eine Frau nur noch drei Kinder heute, bis vor wenigen Jahren waren es aber fünf im Schnitt, das alles wirkt sich aus.

    Die WC-Anlagen auf den Touristenspots (aber auch in den Flughäfen (auch wenn da steht no Tips) sind schlicht eine Einkommensquelle, man kassiert überall ab (einer wollte mir nicht mal Wechselgeld herausgeben, besteht aber auf Bezahlung … - obwohl vor mir sicher schon 10 Touristen in Warteschlange Obolus geleistet haben (5o Cent oder entsprechend Pfund) und lebt sicher davon. Doch alles ist immer ziemlich schmuddelig, viel veraltet, notdürftig unterhalten. Das Alte, Bewährte ist leider häufig besser als technisches, Neues ev. zugeliefert aus dem Ausland, wenn das nicht funktioniert ist es gleich Ruine, sie können technisch wenig!
    - in den Geschäften und auch in den Suks ist es eigentlich immer sehr sauber, aber davor bzw. rundherum …
    - überall viel Unrat, auch in den Städten, die aufgestellten Container/Tonschalen etc. sind häufig unbrauchbar oder übervoll - zu gut halten muss ich ihnen aber, dass alles von der Sahara auch beeinflusst wird. Wenn es windet kommt halt auch Staub. Aber es liegt auch überall viel Unrat, Plastik und die weissen Kunststoff-Essbehälter - es wird häufig in versteckte Ecken, Nischen gewischt und liegen gelassen.
    So Viele sitzen nur herum, es sind mindestens immer zwei, dazu unzählige Checkpoints von Militär und Polizei oder gemischt.

    Auf den Antik-Anlagen sind überall Aufpasser, in Uniform oder ich nicht oder solche, welche nicht offiziell sind und sich mit Verschiedenem eine Einkunft verschaffen, sei es Fotos von abgesperrten Bereichen und einladen Sperren zu übergehen und dann die hohle Hand machen, bis ein offizieller Wärter kommt. Meist müssen sie dann das eingenommene Geld dem Wärter abliefern.
    Dazu noch Verkäufer zu Hunderten, in Shops entlang der Wege/Zugänge, dann aber auch noch teils fliegend. Nur wenn man konsequent Tunnelblick macht, kommt man einigermassen ungeschoren vorbei, ein Blick genügt und man wird sie schwer los! Die Ausgänge von Sehenswürdigkeiten führen einfach immer mindestens an 50 Meter Händlern vorbei, teils zweiseitig von Händlern gesäumt. Dazwischen Kinder und weitere fliegende Händler, welche Kleinkram anbieten für 1 Dollar oder 1 Euro, welches ist egal.

    Ich habe mich auch wieder in einem Geschäft bei Schokolade und einem Tee/Inhalierungsmittel kaufen übervorteilen lassen. Wir Europäer sind uns einfach nicht an Handeln gewohnt, nicht, dass der Preis grundsätzlich mal schon überhöht ist und/oder wissen nicht, was es Wert ist - selber schuld. Aber ich passte danach auf - und einfach sicher nichts mehr kaufen!
    Auch in den Restaurants, wenn Du als Ausländer irgendwo hineingehst, erhältst Du eine um etwa den Faktor drei preislich erhöhte Speisekarte - Trinkgeld wird trotzdem erwartet. Am Besten also nur das beziehen, was man gebucht hat - meist sind in den Arrangements ja drei Mahlzeiten enthalten. Drinks normal separat - ein einheimisches Bier 473 ml so um 4 Euro - wird ja auch nur für Touristen gebraut!
    Die All-Inklusive Arrangements sind auch etwas ein Beschiss, wenn man nicht genug Trinkgeld gibt, so kommen die falschen Drinks oder es wird merklich gespart am Alkohol im Drink! Aber es ist dann ja immer meist noch günstiger als bei uns …

    Was mir ziemlich auf die Nerven ging, war die ausufernde Trinkgelder-Sache. Jeder erwartet eigentlich etwas, Guide, Fahrer, Gepäckträger, Kutscher. Man sollte immer etwas Kleingeld mitnehmen, vor allem wenn ein zusätzlicher Akteur ins Spiel kommt. Bei einer Reise macht das täglich leicht gegen 20 CHF oder Euro aus. Mindestens 10 für den Guide, 5 für Fahrer, dann fürs Zimmer oder die Schiffsangestellten. Beim Ausschiffen kommen noch Matrosen, welche Dir das Gepäck zum Taxi/Auto bringen, Dir das Lunchpaket des Schiffs noch aushändigen und dafür auch noch 1-2 Euro erwarten.
    Für Ägypten heisst es daher genügend Kleingeld mitnehmen. Für das Schiff wurde wenigstens erst am Schluss für alle gesammelt - Couvert an der Rezeption abgeben. Ich habe auch noch zweimal 20 Euro gewechselt, von Kellnern oder auch Reiseleitern zurück gekauft.
    Dazu kommt noch, dass einem zusätzliche Touren angeboten werden, sie sind da kreativ - alles auf Barzahlung, die Preise sind natürlich in Fremdwährung - erst dann wird in Pfund umgerechnet - so verhindern Sie bei Ihrem Einkommen die Inflation bzw. bekommen in ihrer inflationären Währung dann mehr, erhalten ihre Kaufkraft!

    Als Tourist kann man nur Pfund beziehen an einem internationalen Bancomat/ATM (und erst noch in limitierter Menge, man muss manchmal mehrmals beziehen um bezahlen zu können, die Limite war jeweils 3000 Pfund)- ein doppeltes Geschäft, Ägypten verkauft Pfund und erhält Devisen, die Touristen werden dann nochmals in ihrer Währung belastet - die Reiseveranstalter belasten natürlich den höheren Umrechnungskurs. Man bezahlt so quasi 2 x den Geldwechsel. Tun kann man dagegen nichts.

    Meine deutschsprachigen Guides haben den Rückgang der deutschen Touristen beklagt - seit Corona sei es nicht mehr das Gleiche wie vorher, die Gruppen sind deutlich kleiner. Wir begegneten vielen Franzosen, Gruppen aus dem Euro Osten, Chinesen aus Hongkong, wobei die Chinesen nur Kurztrips von drei Tagen auf dem Schiff machten.

    So und nun ist es genug an Erfahrungen und Kritik, Hinweisen - Mexiko kommt.
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