• Ausflug Tequila

    December 22, 2024 in Mexico ⋅ ☁️ 27 °C

    Um acht Uhr werde ich vom Car schon abgeholt, aber wir spielen natürlich Sammeldienst. Da steigen langsam Leute zu. Es dauert etwas , dann kommen wir zu einem Parkplatz, wo weitere Leute zusteigen und dann fahren zwei Cars los Richtung Tequila. Es geht allerdings zuerst zu einer Tequila-Brennerei ausserhalb, wo die Ausflugsfirma vermutlich beteiligt ist. Da zeigt man uns zuerst die Felder, den Prozess - wie Tequila hergestellt wird. Die Pflanzen aus der Agaven-Familie müssen 6-8 Jahre wachsen, bis man diese erntet. Der Boden sollte vulkanischen Ursprungs sein, was da um Tequila der Fall ist, hier wachsen die speziellen Agaven am Besten. Dann werden die Spitzen abgeschlagen nur das Herz bleibt übrig (schaut aus wie ein riesengrosser grünlicher Kiefernzapfen) Die Ernte wird dann in einem Ofen gegart, anschliessend abgekühlt und ausgepresst. Was mit den Abfällen geschieht habe ich natürlich vergessen zu fragen …
    Der Saft durchläuft danach den Destillationsprozess bis er etwa 38/40 Grad erreicht, dann ist es ein klarer Tequila. Dieser wird schon so verkauft, aber es erfolgen jetzt noch Veredelungsprozesse, bis zu 5 Jahren in Eichenfässern - auch diese Lager werden uns gezeigt.

    Natürlich bekommen wir alle auch etwas ab von den verschiedenen Destillaten. Der Beste ist dann aber auch ziemlich teuer, ich glaube nur 700 ml, die sind dann schon mal für 150-170 CHF zu haben. Doch die Mexikaner - ich bin der einzige Ausländer hier - kaufen wacker ein, wie wenn es später keine Möglichkeit mehr gäbe. Danach werden dann von einer Mariachi-Band noch entsprechende Klänge dargeboten, bis wir uns dann zu einem Mittagessen-Buffet versammeln. Ich kriege ein Tischoberhaupt, die Leute an meinem Tisch sind auch älter, wir kommen eher schwer etwas ins Gespräch, mir fehlen halt immer wieder Worte … - ich habe beim Mittagessen noch die Leute gefragt, ob ein Gewitter komme, was alle verneinten.

    Anschliessend geht es dann zügig weiter - wir mussten ja noch den Hauptstadt der Tequila-Produktion besuchen. Wie wir auf dem Parkplatz aussteigen ist der Himmel dunkel und auf dem Weg in die Stadt, wo wir nochmals eine Destillation besuchen bzw. eine Führung haben (Grossdestillation), da prasselt doch ein Gewitter auf uns nieder. Ich bin der Einzige mit Regenjacke!

    Tequila ist ein richtiges Fest-Nest. Hier fahren Fahrzeuge in Form von Fässern herum, darin feierfreudige Gäste, welche sich dem Gott Alkohol ergeben. Übrigens soll Tequila der gesündeste Schnaps sein, weil er gewisse Inhalts- und Ballaststoffe hat, welche sehr bekömmlich sind. Aber sicher gibt es davon auch einen Kater.
    Unser Guide hat die wenigen, welche nochmals auf eine Führung wollten, einfach abgesetzt. Natürlich hat es auch hier wieder Versuchsportionen gegeben, alles im Rahmen. Die Mexikaner lassen teils auch die Kleinen schon probieren, na ja.

    Ich suche mir den Weg in etwa zurück, leider habe ich mal wieder zuwenig auf den Weg geachtet, mit dem Führer geradebrecht … - ich bin dann einer der Ersten, die Anderen sind alle im Gewühl der Märkte und Souvenirs noch hängen geblieben.

    Zwei aus dem Bus fehlen dann, sie werden uns vom anderen Bus nachträglich an einer Kreuzung übergeben, sie müssen auch in unsere Richtung. Ging ja gut. Ich staune dann, wie viele in der Stadtmitte von Guadalajara noch im Car sind. Die wurden anscheinend mit dem anderen Car aufgelesen, jetzt von diesem abgeladen - ich bin weit nicht der Letzte. Unser Guide hat mal noch Trinkgeld gesammelt, mich dabei ausgelassen. ER war dann ganz überrascht, wie ich ihm am Schluss halt was hinüber geschoben habe. Ja, er konnte halt nur Spanisch aber das meiste habe ich schon verstanden. Es fehlt mir immer noch am Benützen der Sprache, ich reise zu viel und rede zu wenig - nur an den Rezeptionen und in den Restaurants, sonst …

    Da ich beim Mittagessen gut verpflegt war, gehe ich ohne Nachtessen ins Bett. Etwas weniger Gewicht tut mir gut - zudem war der Alkohol ja auch noch! Ein echt guter Tag, war sehr unterhaltsam.
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