• Guadalajara

    21. joulukuuta 2024, Meksiko ⋅ ☁️ 25 °C

    Mit dem Liegesitz-Bus von Primera Plus bin ich über Nacht nach Guadalajara gefahren. Die Busse haben mehr Platz im Beinraum als in Flugzeugen, man kann weiter nach hinten und echt schlafen, seitlich ist halt auch nicht so viel mehr Platz.

    Ich komme in Guadalajara um kurz nach sieben Uhr Morgens an, leicht früher als geplant. Es stehen schon wieder alle Taxifahrer Gewehr bei Fuss. Mir sieht man den Ausländer ja richtig an … - Google ist auch hier mit der neuen Bahn in die Stadt nicht sehr präzise, aber den Einheimischen nachlaufen oder wenn ermangelnd, die Entgegenkommenden als Lotsen nehmen, klappt auch. Plötzlich stehe ich in einer fast neuen Bahnstation. Leider gibt es hier keine bediente Kasse, nur Automaten. Unten hilft ein älterer Funktionär auch den Einheimischen. Ich prüfe noch die obere Etage, da hat es auch Automaten aber nur um die Karte zu laden. Also wieder hinunter, Biller mit Hilfe des netten Herrn lösen und wieder hoch, durch die Schranke und auf die Hochbahn warten.

    Ich habe auch schon eine Unterkunft in einem Hostel gebucht, Zum Einchecken bin ich aber deutlich zu früh, die Stadt schläft noch mehr oder weniger wie ich am Hauptplatz herauskomme. Mir fallen da gleich zwei der Elektro-Renaults auf, welche der Touristenpolizei gehören, welche hier schon im Einsatz ist und sich bespricht. Ich mache mit meine Gepäck schon mal eine Runde in der Stadt. An einem Stand erwerbe ich zwei Empanadas - fein butterig! Ein paar Schritte weiter sehe ich ein Kaffe, sie haben auch eine Espressomaschine, doch ich werde bitter enttäuscht, die ist nicht in Betrieb, ich kriege einen fürchterlich dünnen Kaffee, bitte noch um Milch um ihn aufzuhübschen.

    Auf meinem ersten Rundgang befallen mich plötzlich Magenkrämpfe, ich muss echt einen Moment stehen bleiben und mich konzentrieren, um nicht in die Hosen zu machen. Leider gibt es hier nicht so das Bedürfnis für WC’s wie in CDMX anscheinend! Also gehe ich mal langsam und bedächtig zu meinem Hostel Hospedarte Centro, wo ich hoffe die Bauchsache zu erledigen und dazu mein Gepäck deponieren zu können, was sie mir auch ermöglichen. Selten war ich so erleichtert über ein WC. Ich kann zwar einchecken aber noch nicht ins Zimmer - der letzte Bewohner hat die Schlüssel noch nicht abgegeben wie man mir erklärt.

    Für den nächsten Tag buche ich gleich den Ausflug nach Tequila, welcher mir günstig erscheint für 1000 Pesos rund 50 CHF.

    Ich gehe nach der grossen Erleichterung weiter in der Stadt herum, trinke noch einmal einen Kaffee und kann dann nach 14 Uhr mein Zimmer beziehen - wieder mit der Warnung der fehlenden Schlüssel - mein Vorgänger hat das Zimmer gar nicht geräumt, will anscheinend noch bleiben, aber sie haben sein Gepäck mittlerweile ins Haupthaus mitgenommen. Er hat keine Buchung mehr dafür.
    Das Zimmer liegt nicht im Hostel selbst, ist in einer Dependance. Es dauert keine halbe Stunde, ich bin noch am Nuschen in meinen Sachen, da wird das Schloss der Türe aufgemacht, ein junger Mann steht vor mir, welchen ich auf Englisch an die Rezeption verweise. Ich habe nichts mehr von ihm gehört noch ihn in der Stadt gesehen.
    Schön gross das Zimmer und ein grosszügiges Bad auch, leider halt etwas ringhörig, ich bin gleich neben der Küche und nicht alle denken an die Nächsten. Aber es ist akzeptabel. Ich mache mal noch einen Powernapp.

    Am Abend geht es wieder hinaus, ich habe ja auch mal Hunger, irgendwie passt mir hier noch nicht so recht, am Schluss entscheide ich mich für einen Chinesen, welcher angepasstes chinesisches Essen offeriert. Zentral Bestellen und Zahlen, dann muss man warten, bis der Name aufgerufen wird - es hat sicher zwei verschiedene Küchen - Bestellungen auf Menü und daneben ein Buffet. Ziemlich viel los hier, aber nicht nur hier - gegenüber dem Morgen ist die Stadtmitte jetzt geradezu überlaufen!

    Ich gehe zurück zu meinem Hotel - Google führt mich meist zuverlässig - etwas verunsichert bin ich allerdings wie ich die Tür über der Strasse finden soll, habe mich zuwenig geachtet! Aber es klappt auf Anhieb - uff!
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