• Fahrt Acapulco - Puebla

    27 dicembre 2024, Messico ⋅ ☀️ 22 °C

    Am Vortag ja schon alles gepackt, muss nur noch Kleinigkeiten nach der Dusche einpacken, schnappe mir die beiden Controller für Kühlung und Fernseher und laufe hinaus, lasse dabei fast meine Bauchtasche mit den Schuhen liegen! Na ja gerade noch gemerkt.

    Auschecken in 10 Sekunden und dann bin ich kurz nach acht schon auf dem Weg zur Busstation. Auch Acapulco ist am Morgen deutlich ruhiger - nicht mal die vielen Patrouillen der Sicherheitskräfte sind ersichtlich, nur wenig Polizei an den Kreuzungen.

    Ich bin dann sicher 45 Minuten zu früh, muss warten - wieder keine Anzeigetafel hier auf welchem Feld der Bus fährt. Aber es sind ja nicht viele Busse am Abfahren so früh. Plötzlich steht er dann da und man kann einsteigen. Der Bus ist voll, ich habe auch einen am Fenster neben mir - leider hat er auch einen Rucksack dabei - gefüllt mit Snacks … - er ist zwar nicht dick, aber mit seinem Rucksack zwischen den Beinen drückt er auf meine Seite. Ich muss gegensteuern, er sich arrangieren.
    Die Zeit vergeht schnell, ich schlafe nochmals etwas - meine Erkältung/Husten ist immer noch nicht ganz weg. Schon sind wir in Puebla.

    Auf dem Weg zum Ausgang bin ich ziemlich erstaunt, da ist alles auch in Deutsch angeschrieben! Der Grund liegt beim Fussball - da ist eine Patenschaft. Ich versuche dann in der Haupthalle einen ATM zu finden, leider ist derjenige für internationale Karten wieder ausser Betrieb! Daher mache ich mich auf den Weg zum Hotel - natürlich zu Fuss!
    Es bringt mir immer etwas, sehe Läden, Werkstätten, was die Leute Tun und Machen, wie sie da leben, wenn ich durch Haupt- und Nebenstrassen wandere, Verkehrssituationen erlebe.

    Wie angekündigt bin ich gegen 17:00 Uhr bei der Adresse, das Hotel del Capitan de Puebla finde ich nicht gerade, die Adresse ist zwar da, doch kein Hotel - aber ich habe unweit das Hotelschild entdeckt! Ich klopfe an zwei Türen, drehe mich wieder um, gehe um die Ecke, da geht das Fenster auf und eine Dame fragt mich ob ich zum Hotel wolle - ja! Sie lenkt mich wieder zurück um die Ecke, wo ich dann Einlass finde. Hier muss ich mich 2 Mal eintragen, einmal in ein Buch, das andere Mal noch auf einem Formular. Die eine Frau spricht auch deutsch, was ich aber ablehne, ich muss ja mal mein Spanisch üben.

    Dann nimmt mich ein jüngerer Mann mit und zeigt mir an der vorhergehenden Adresse mein kleines, gefangenes Zimmer - recht kühl da drin! Aber alles da - auch die Dusche hat gut und schön warmes Wasser, wie ich später feststelle.

    Im Zimmer ist es mir zu kalt, ich gehe gleich wieder hinaus und tauche in die Stadt ein. Es nachtet natürlich schon langsam ein, Der weihnachtliche Lichterrummel ist hier auch voll im Tun. Ich kreuze rund um den Hauptplatz herum. Was mir sofort auffällt hier, sehr wenig Polizeipräsenz! Da ist fast niemand zu sehen, viele Polizistinnen, eher Aufsicht, aber keine Patrouillen mit Wagen, einmal höre ich einen Einsatz mit Rot/Blaulicht und Sirene, einige wenige Doppelstreifen an Polizisten. Im Gegensatz zu den vorangehenden Städten schlicht unglaublich!

    Irgendwann kriegte ich Hunger und entschloss mich ein italienisches Restaurant namens Amalfi zu besuchen um zu Essen. Ich bestelle mal eine Flasche chilenischen Wein 350 Peso, dann einen kleinen Salat 120 Peso, dazu Spaghetti Carbonara 210 Peso. Ich feiere da etwas Weihnachten - in Acapulco war ich echt zu krank und matt dafür! Wie der Salat kommt, traue ich meinen Augen nicht - eine Portion, Salatteller in der Schweiz im Doppelformat (bei 120 Peso hätte ich das ahnen müssen - viel zu teuer für da (aber halt immer noch kränklich …). Ich habe dann mühsam etwa einen Viertel davon gegessen, musste aber echt schauen für Salz und Pfeffer, Pimientos, Der Salat hatte geschmacklosen Essig, wenig Öl und war einfach ein Riesen Haufen, nicht appetitfördernd - Hunger hatte ich keinen, die Carbonara war portionenmässig auch am Limit für mich - habe in den vergangen Tagen wenig gegessen! Aber das Rezept ist leider nicht mehr ganz original, zwar Speck, aber eine weisse Einheitssauce, darin noch Gehacktes, ohne Pfeffer, sehr leicht gesalzen. Dick mit weichem „Parmesan“ bestreut. Der Kellner fand dann mal noch eine Pfeffermühle - vielen Dank!
    Rechnung 680 Pesos, plus 10 % macht 750 Pesos - so um 37 Franken - die halbe Flasche habe ich mitgenommen und erst am nächsten Abend ausgetrunken.

    Mit der Grippe in den vergangen Tagen habe ich schon sehr wenig gegessen. Lustig ist, dass wenn ich jetzt esse, meldet sich meine Verdauung nach kurzer Zeit und will Altlasten los werden - und gibt dann Druck, ich schaue aktuell immer nicht zu weit zu einem stillen Örtchen zu haben!
    Ich schlafe schnell ein
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