• Tulum - Playa del Carmen

    January 24, 2025 in Mexico ⋅ ☁️ 23 °C

    Habe es noch nicht rauschen gehört draussen - wie ich hinaus schaue, sehe ich ein Stückchen blauen Himmel.
    Die Pumpe oder ähnlich schaltet sich auch wieder ein - aber jetzt bin ich wach, nicht wie vor 2 Tagen am Schlafen! Esse meine Bananen und verlasse mein Zimmer, melde den Check-out.
    Es ist deutlich wärmer schon, hätte das Unterleibchen nicht gebraucht. Ziehe mir noch rasch einen Kaffee rein und ein leckeres Especial-Sandwich. Aufs Klo und Hände waschen, dann zum Busterminal. Da steht eine Schlange - ich habe mein Ticket ja.
    Heute habe ich mal eine Fahrerin - und im Terminal mal verstanden, dass mein Van ausgerufen wird!

    Auf der Autobahn bin ich etwas erstaunt - es liegen echt wenig Plastikabfälle herum. Ein 5-Mann Trupp schneidet die Bankette, einer stutzt die grösseren Büsche weiter vorne. Dann folgen gepflegtere Bankette - grosse Hotels, welche schon hier auf Ordnung schauen. Aner die liegen natürlich am Strand - weitab von Tulum, gehören aber noch dazu. Tore mit Schwellen und Sperren sind Standard. Der Sprit kostet hier auf den Autobahnen nicht mehr. Von Zeit zu Zeit gibt es „Retornos“ - Kehren um die Richtung zu wechseln. Geschwindigkeitslimit ist 100. Vor dem Hotel Grand Palladium gibt es trotz großzügigen Warteraums Rückstau auf die Autobahn.
    In bewohnten Gegenden gibt es entlang der Strasse dann einfach einen Gehsteig und kurzfristig Geschwindigkeitsreduktion, teils Schwellen.
    Immer wieder wird etwas gebaut - häufig Gräben, darin werden Rohre eingebettet - vermutlich für Glasfaser.
    Überholt wird wie es gerade geht, links, rechts.
    Die Autobahn hat zeitweise auch eine Beleuchtung - ziemlich eng stehende Masten, das war bei Tulum nicht.
    Beim Rio Secreto gibt es dann einen Kontrollposten - Polizei und Militär. Dann sind rechts blaue gefärbte Rad- und Fussgängerstreifen der Strasse entlang.
    Wie passieren kurz vor Playa del Carmen Playacar - grösser als ich es mir vorgestellt habe. Ist aber ziemlich weg vom Zentrum. Um hier zu wohnen braucht man ein Auto - es heisst ja auch Playacar!
    Danach fahren wir an einer Piste entlang, vor allem Sportflieger stehen dann da, Kleinflugzeuge.
    Dann sind wir in Playa del Carmen - deutlich mehr Leute hier als in Tulum, auch der Busbahnhof ist viel grösser. Ich möchte meinen Rucksack deponieren, doch da ist Keiner. Mein Warten wird belohnt - eine Dame erscheint dann mal und ich kann meine Sache deponieren für 12 Pesos pro Stunde.

    Dann bin ich schon mitten im Trubel hier, Attraktionen werden gleich zu meinem Empfang geboten 😜
    - die fliegenden Indios, spielten Musik und tanzten um einen Mast, welchen sie dann alle bis auf Einen hinaufkletterten. Der eine ging Geld einsammeln für die Show, die anderen wickelten oben die herunterhängenden Seile schön auf, einer spielte Flöte und eine kleine Trommel. Endlich geht es los - die Männer haben sich die Seile um die Taille geschlungen. Einer nach dem Anderen lassen sie sich ins Seil fallen und fixieren dieses mit den Beinen/Füssen. Die Schwerkraft zieht sie nach unten, sie schwinen rund um den Eisenpfahl, bis das Seil ganz abgewickerlt ist an dem sie hängen. Die ganze Zeit über steht der Musiker oben und spielt
    - danach tanzen die martialisch aussehende tanzende Indios, ähnliche Kostümierung wie in Mexiko City bei der Kathedrale am Weihnachtsmarkt, auch mit Muscheln ausgerüstet und mit Musikbegleitung.

    Weiter vorne an der sehr touristischen Strasse dann die absolute Maya Attraktion, ein kleiner Löwe und ein Tiger, der Löwe ist schon deutlich grösser, aber immer noch tapsig. Man kann da, gegen Gebühr natürlich, in den Streichelzoo. Vor der Tür ein ziemlicher Auflauf, drinnen sind nach meiner Einschätzung aktuell nur Wärter.
    Madame Tussault ist auch zugegen.

    Zwischendurch mal ein Securityposten, die Marine und gegenüber ist gleich ein Polizeiposten.

    Und hier habe ich nun das erste Mal gesehen, was mir gut gedient hätte die letzten drei Tage - Regenschirme, leider Grosse. Nur soll das Wetter nun besser werden, es ist zwar noch bewölkt, aber schon wieder schön warm.
    Nach Wetterbericht könnte am Abend noch eine Dusche kommen.

    Ich kehre dann um, will meinen Rucksack holen. Gehe noch kurz in die andere Richtung, da ist mit Flanieren aber nicht mehr viel. Hole den Rucksack und mache mich auf den Weg. Einmal denke ich ich bin da bei Nummer 6, doch Google sagt nein, latsche weiter, nur 5 Minuten und informiere Jorge. Der steht in seinem Vorgartenpuff, lässt mich hinein und geht in den ersten Stock. Mein Zimmer ist gehen die Strasse - es ist aber erstaunlich ruhig hier.

    Am Abend gehe ich zum Nachtessen, zuerst ist noch gut, dann beginne ich kühl zu haben. Im Restaurant herrscht auch Durchzug. Ich hatte eine Ceviche aus Crevetten und Tintenfisch, darin Gurken, Zwiebeln und etwas Rüebli - war gross, habe es aber aufgegessen, echt lecker. Kostenpunkt mit einem Bier und Trinkgeld rund 25 CHF. Habe die Rechnung nicht detailliert angeschaut - sollte ich, die Ceviche hat gemäss Karte nur 295 Pesos gekostet, 15 CHF. Ist mir erst nachher ins Bewusstsein gedrungen. Das kleine Bier war anscheinend auch wieder sehr teuer oder da war noch sonst was drauf …!
    Nach mir haben sie den Laden dicht gemacht. Es ist den Leuten sicher auch zu kühl hier.

    Ging dann noch in einen nahegelegenen Supermarkt, jede Menge Aktionen hier, aber nur für eingetragene Kunden! Kaufe Pulverkaffee von Nestle, ein Sixpack Bier und ein kleines Pack Oreos. Vergesse aber Wasser zu kaufen, so kann ich mir am Morgen doch keinen Kaffee machen.
    Im Zimmer bemerke ich erst, dass eine der Dosen schon auf ist, sie hat dann das „Perlende“ nicht mehr - aber schlecht ist es nicht, trinke es.

    Suche am Abend noch eine Unterkunft für Cancun. Anschliessend entscheide ich mich dafür, meine Auszeit vor der Rückkehr hier in Playa zu verbringen - deutlich mehr Strände und kürzere Wege, ich kann hier mehr machen, bin unabhängiger als in Cancun. Aber das Lesen der Nutzer-Bewertungen ist zeitaufwändig. Es ist bald ein Uhr bis ich ins Bett komme.
    Read more