• nach Cancun

    27. januar 2025, Mexico ⋅ ☀️ 23 °C

    Abschied von Playa für drei Tage. Mein Gastgeber scheint zu arbeiten, wie ich gehen will, schreibt er ich soll den Schlüssel auf den Tisch werfen - verfehle den aber knapp.
    Dann ab zum Frühstück in der Panaderia. Lade da eine Frau mit ihrer Tochter an meinen Tisch ein - plötzlich ist nämlich Andrang, so kurz nach 10 Uhr.
    Danach geht es zur Busstation, bin noch deutlich zu früh.
    Irgendwie überhöre ich das Ausrufen meines Busses, stehe aber bereit und gehe dann zum Carplatz 1, die einzige Möglichkeit - siehe da, mein Bus. Er fährt pünktlich, macht aber eine Stadtrundfahrt und nimmt im Terminal Alterna noch Leute auf, erst dann geht es los - muss ich mir merken! Deutlich weniger Leute hier welche warten!

    Unterwegs hat es dann viele grosse Hotel- oder Ferienanlagen gegen die Meerseite, welche in Playa teils zum Verkauf angeboten werden.
    Einmal ein Kontrollpsten der Polizei.
    Die Strasse ist schlecht, der Asphaltbelag löst sich an vielen Orten vom Betonuntergrund. Links und rechts der Strasse ist gerodet, zwar grün, aber kein Gehölz. Am Buschrand entlang sind noch Stromleitungen und sicher Glasfaserkabel gezogen - beidseits.

    Immer wieder grosse Plakate von Ferienresorts, Beachclubs, gepflegte Einfahrten, normal sind die Grundstücke ummauert.
    An der Strasse wird teils gebaut, ausgebessert.
    Ein Resort heisst Vidanta-, dazu noch Cirque du Soleil, keine Ahnung, gastiert der hier?

    Es sind ab und zu auch Cenotes angeschrieben - hier fast wie Sand am Meer.

    Viele der grossen Werbeplakate hier sind leer. Ich sehe einmal ein Warnschild wegen Katzen - Jaguar.
    Und immer wieder mal ein Coca Cola Lastwagen …

    Einmal sehe ich einen Tramp auf dem Pannenstreifen - unterwegs mit Hab und Gut auf einem kleinen Zugkarren. Aber er denkt sich was - läuft gegen den Verkehr!.

    Die Frau neben mir ist wie ich etwas älter, aber die Nägel sind perfekt gemacht - unten wie oben. Auch hier ein gutes Geschäft. Wie Massage und kunstvolles Haarknüpfen, wird auch viel angeboten.

    Beim Sport im Fernsehen dominiert aber meist American Football in den Restaurants.

    Näher an Cancun ist die Strasse aus Betonplatten - mich erstaunt, dass die perfekt verlegt zu sein scheinen - nicht wie bei uns in der Gegend von Oensingen. - oder liegt es einfach nur an der Federung des Cars?

    Vor Cancun werden überall Hochhäuser gebaut, Showrooms sind da vor Ort für Besucher/Kaufwillige. Viele neue Hochhäser stehen schon, es hat auch Casinos. Wenn da nicht die Strassenstände und die grossen Plakatwände wären, ich würde mich in Europa wähnen.
    Mercedes AMG und VW haben auch mal einen Showroom - neben natürlich Ami-Marken.
    Cancun wirkt echt großstädtisch auf mich.

    Der Verkehr ist dicht, wir sollten eigentlich schon da sein. Doch ich habe ja Zeit, kann erst um drei einchecken und es ist ein Uhr, wir sind nur wenige Minuten verspätet.

    Im Gegensatz zum Wetterbericht gestern für Heute regnet es nicht, etwas schwül und an der Sonne echt wheiss. Treffe auf einen Park in Richtung Unterkunft, verweile da mal etwas. Im Pavillon haben es sich drei Obdachlose bequem gemacht. Der Park wird aber auch stark von Ameisen bewohnt, vermutlich weil viele hier auch essen. Bei mir am Baum sehe ich eine Eidechse. Auf und ab geht sie, zuerst versteckt sie sich bei jeder Bewegung, dann nicht mehr - manchmal verrät sie nur der gelbe Hautlappen am Hals.

    Entschliesse mich für einen Kaffee, dazu kommt noch ein Stück Flan, echt gut nicht so süss und zuckerig!
    Die Vögel hier sind auch emsig am Futter suchen - ohne Furcht rund um die Beine. Das Restaurant nebenan hat Musik, stellt sie aber plötzlich lauter - die Lösung, es spielt jetzt ein Mensch bzw. es sind zwei.

    Was ich bisher gesehen habe, ist die Stadt recht sauber. Wasser wird auch hier in grossen Tankwagen geliefert.

    Dann ist es Zeit einzuchecken. Das Haus liegt an einer Sackgasse, hinten an einer fast nicht befahrenen Strasse. Schlüssel aus dem Kästchen und hinein - die Eingangstür ist angelehnt und wird aufgemacht - ein junger Mann, Oliver, steht da, und begrüsst mich. Er wohnt auch wirklich hier, ist noch etwas am Aufräumen. Er erzählt mir im Gespräch, er sei Lehrer für Ernährungsberatung. Im Gespräch lade ich ihn dann spontan zum Nachtessen ein.
    Wir schwatzen noch länger. Es ist richtig gut, wieder einmal eine Person in der Umterkunft zu haben, diese zu teilen und nur Spanisch zu reden.
    Gehe dann mal ins Zimmer Dusche, relaxe (bin irgendwie müde) und schaue mir die Katastrophennachrichten von der Börse an - wegen dem chinesischen DeepSeek. Da mache ich aber nichts, warte mal ab.
    Später gehen wir dann zum Essen in ein Restaurant, am Stadthaus vorbei - wenig Verkehr hier und wenn man über die Strasse geht, lassen einem die Autos den Vortritt - ich staune. Es hat viele Restaurants hier um den Hauptplatz.
    Am Hauptplatz gibt es zudem unter Dach öffentliche steinerne Tische mit Bänken, an der Seite Essenstände in Läden, dazu gibt es noch kleine fix stehende Holzhäuschen. Natürlich sind dann noch die fahrbaren Stände auch nicht weit! Das Angebot wird gut genutzt, alle Tische sind besetzt und man hört reges Stimmengewirr von da. Wir gehen weiter hinten in ein Lokal, Oliver will einen Saft mit Mezcal, bestellt sich und mir Essen, ich noch eine Guacamole dazu. Es ist ein Tacoslokal. Mir schmeckt das zu süsse Mezcal-Getränk nicht, bestelle gleich ein Bier. Das Essen kommt auf hart gebackenen Maisscheiben, Tacos halt. Lecker meine Guacamole, er erhält 3 Tacos, dann kommt aber nichts mehr - auch bei Einheimischen gibt es Missverständnisse … wir bestellen nach.
    Dann gibt es noch einen kleinen Abendspaziergang, Oliver holt etwas Geld von der Bank und kauft dann Bier, wovon wir je eines Trinken und Schwatzen - na ja, mit kleinen Unterbrechungen - mir fehlen manchmal die Worte!
    Vergesse fast noch meine Duolingo-Lektion vor Mitternacht.
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