• Coral Bay - lange Stachel; beste Sunsets

    February 10, 2025 in Australia ⋅ 🌬 29 °C

    Das Emu will unser Essen (oder ist es der Emu? - ich bin verwirrt). Zum Glück verwechselt das Emu unsere Köstlichkeiten mit dem WC-Papier und rupft triumphierend ein paar Cellulose-Schnipsel aus dem Vorratsbauch von Rose. Ich nehme allen Mut zusammen, demonstriere äußere Stärke und mache dem Emu klar, wer hier das Sagen hat. So beginnt unser Tag in Monkey Mia und dann nimmt er den wunderbaren Verlauf, den der vorige Footprint beschrieb. Das Emu war unbedingt noch zu ergänzen, denn die schiere Größe von diesem High-Heel-Geflügel ist respekteinflößend. Und frech können die.... Und natürlich muss ein Sonnenuntergang am Delphinstrand ergänzt werden - ohne zu wissen, wie grandios der nächste wird...😍

    Und der wird uns in Coral Bay erwarten - und der "Trade Off" (vulgo: der Kuhhandel) hierfür sind erneute hunderte Kilometer geradeaus. Manchmal fühle ich mich wie ein Terranaut, der in einer nicht wirklich menschenfreundlichen Umgebung sein vierradangetriebenes Raumschiff auf der Suche nach neuen terrestrischen Galaxien mit Dieselschub durch das Buschiversum lenkt. Zum Glück mit einer virtuosen Pilotin, so dass ich lässig den Senior Captain mimen kann. Ab und zu kommt einem menschliches Leben entgegen, welches man verzweifelt grüßt. Immer. Remark to myself: was bin ich froh, dass ich mir vor Abfahrt bei Kleinanzeigen noch ein gebrauchtes Satellitentelefon geschossen habe...🙈

    Ich verzichte übrigens darauf, Fotos von meinem Sonnenbrand hochzuladen. So doof kann man nicht sein. War ich aber. Delfin-paralysiert den kühlenden Ozean genießend, pigmentieren mich Sonnenstrahlen in schweinchenrosa. Das war ein Fehler. Remark to everybody: Nivea Body-Lotion vor Anwendung in den Kühlschrank - das ist geil!

    Vor weiterer Sonne erstmal geschützt, dürfen wir am Nachmittag in Coral Bay vor unserem gemieteten Häuschen parken. Klimaanlage! Ein Bett, dass nicht vom Sturm geschüttelt wird! Ein richtiges Klo! Meerblick! Definitiv 10 von 10. Und post-Schulferien so wunderbar menschenarm.... Auto abgestellt, Strand abgecheckt. Zum Glück vorm Betreten des seeeehr einladenden Wassers auch die Fauna gecheckt und nicht auf den allgegenwärtigen Stachelrochen getreten. Will man auch nicht, wenn man Dr. Google fragt. Es sei denn, man macht den "Stingray Shuffle" - will sagen, man sagt den Tierchen durch schlurfiges Gehen, dass gleich ein Grobian von oben auf sie treten könnte.

    Der Sonnenuntergang hier am Anfang des Ningaloo-Riffs (Welterbe der UNESCO übrigens) ist überirdisch. Eine Symphonie aus Blau, Gelb, Rosa, Pink. Die weltbeste Busch-Copilotin ist ja auch gastronomisch weit überdurchschnittlich talentiert und ich darf wieder nur genießen - und räume dankbar auf. Schlafbilanz laut Apple Watch am nächsten Morgen: 9,5 Stunden. Wunderbar! Nachts das Hirn entmüllt und morgens wieder frisch an den Strand - das passt! Und da die Bucht nebenan ein "Shark Sanctuary" ist, in dem Riffhaie sich paaren und dann ihre Jung:innen (war das jetzt korrekt gegendert...?) so lange großziehen, bis sie stark genug sind, gehen wir zu Fuß am Strand entlang (Mpf, das war jetzt ein langer Satz🙈😃). Ausgeharrt, Hai gesichtet. Mit Kleinhai. Ist aber nicht so fotogen wie der allgemeine Delfin, denn er kann ja als "richtiger" Fisch einfach unter Wasser bleiben. Tut er auch und ein Dutzend Touris harrt geduldig aus, hält Kameras unter Wasser und wartet. Bis der kleine Hai abdreht. Schön war er aber, der Strandspaziergang und wird beendet mit Intensivchilling in der Dümpelbrandung. Wie herrlich!😃🌅😍
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